Über dieses E-Book
Der Chirurg Dr. Daniel Ashwood ist verwirrt: Als er Louise in England traf, war sie so zärtlich und anschmiegsam, doch jetzt zeigt sie ihm bei jeder Gelegenheit die Krallen - dabei ist er nur ihretwegen nach Australien gezogen! Was verbirgt die schöne Krankenschwester vor ihm?
Carol Marinelli
Carol Marinelli wurde in England geboren. Gemeinsam mit ihren schottischen Eltern und den beiden Schwestern verbrachte sie viele glückliche Sommermonate in den Highlands. Nach der Schule besuchte Carol einen Sekretärinnenkurs und lernte dabei vor allem eines: Dass sie nie im Leben Sekretärin werden wollte! Also machte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitete fünf Jahre lang in der Notaufnahme. Doch obwohl Carol ihren Job liebte, zog es sie irgendwann unwiderstehlich in die Ferne. Gemeinsam mit ihrer Schwester reiste sie ein Jahr lang quer durch Australien – und traf dort sechs Wochen vor dem Heimflug auf den Mann ihres Lebens ... Eine sehr kostspielige Verlobungszeit folgte: Lange Briefe, lange Telefonanrufe und noch längere Flüge von England nach Australien. Bis Carol endlich den heiß ersehnten Heiratsantrag bekam und gemeinsam mit ihrem Mann nach Melbourne in Australien zog. Beflügelt von ihrer eigenen Liebesgeschichte, beschloss Carol, mit dem Schreiben romantischer Romane zu beginnen. Doch das erwies sich als gar nicht so einfach. Nacht für Nacht saß sie an ihrer Schreibmaschine und tippte eine Version nach der nächsten, wenn sie sich nicht gerade um ihr neugeborenes Baby kümmern musste. Tagsüber arbeitete sie weiterhin als Krankenschwester, kümmerte sich um den Haushalt und verschickte ihr Manuskript an verschiedene Verlage. Doch niemand schien sich für Carols romantische Geschichten zu interessieren. Bis sich eines Tages eine Lektorin von Harlequin bei ihr meldete: Ihr Roman war akzeptiert worden! Inzwischen ist Carol glückliche Mutter von drei wundervollen Kindern. Ihre Tätigkeit als Krankenschwester hat sie aufgegeben, um sich ganz dem Schreiben widmen zu können. Dafür arbeiten ihre weltweit sehr beliebten ihre Heldinnen häufig im Krankenhaus. Und immer wieder findet sich unter Carols Helden ein höchst anziehender Australier, der eine junge Engländerin mitnimmt – in das Land der Liebe …
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Rezensionen für Eine zweite Chance für Dr. Ashwood
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Buchvorschau
Eine zweite Chance für Dr. Ashwood - Carol Marinelli
IMPRESSUM
Eine zweite Chance für Dr. Ashwood erscheint in der HarperCollins Germany GmbH
© 2006 by Carol Marinelli
Originaltitel: „The Surgeon’s Miracle Baby"
erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe JULIA PRÄSENTIERT ÄRZTE ZUM VERLIEBEN
Band 31 - 2010 by CORA Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg
Übersetzung: Susanne Albrecht
Umschlagsmotive: GettyImages
Veröffentlicht im ePub Format in 06/2019 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733747206
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:
BACCARA, BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, TIFFANY
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PROLOG
„In der Kinderkrippe wird es ihm doch gut gehen, oder?" Louise schaute auf ihren schlafenden Sohn im Tragesitz. Ein kleines Lächeln huschte über Declans Gesicht, und seine Augenlider zuckten leicht in seinem Babytraum. Von dem schlechten Gewissen, das seine Mutter quälte, merkte er nichts.
„Na klar, meinte Maggie stöhnend. Mit einem großen Becher Tee in der Hand stand sie im Bademantel im Flur der kleinen Wohnung. „Ich mache mir mehr Sorgen um seine Mutter. Wenn du deine Schuldgefühle nicht bald loswirst, landest du noch bei mir auf der Station!
Ein schlechter Scherz, wie Louise fand, denn Maggie war Krankenschwester in der Psychiatrie.
„Es ist doch normal, wenn man sich am ersten Tag in einem neuen Job unsicher fühlt, verteidigte sie sich. „Und heute ist mein erster Arbeitstag seit Declans Geburt. Immerhin stille ich ihn ja noch.
„Als ob ich das vergessen könnte! Die ganze Nacht habe ich deine Milchpumpe gehört. Du hast wahrscheinlich genug Milch in der Kühltasche, um die gesamte Krabbelgruppe zu versorgen." Maggies Lachen schwand jedoch, als sie Louises ängstliche Miene sah.
„Er wird dort gut versorgt, meinte sie sanft. Sie stellte ihren Becher ab und umarmte Louise. „Er ist bloß ein paar Minuten über den Flur von dir entfernt. Und in der Krippe vom Krankenhaus werden sie ihn knuddeln und verwöhnen, während seine Mummy gutes Geld verdient.
„Ich weiß. Louise schniefte leicht. „Ehrlich gesagt, mache ich mir nicht nur Sorgen wegen Declan. Ich habe das Gefühl, als hätte ich alles komplett vergessen.
„Sobald du auf Station bist, kommt es wieder."
„Meinst du wirklich?", fragte sie zweifelnd.
„Garantiert, erklärte Maggie überzeugt. „Außerdem bist du Aushilfs-Krankenschwester. Man wird kaum von dir erwarten, dass du gleich den ganzen Laden schmeißt. Du kannst ganz in Ruhe wieder einsteigen. Schließlich warst du vor über einem Jahr Stationsschwester auf der Intensivstation eines der größten Krankenhäuser in London. So sehr kann dir die Geburt das Hirn gar nicht vernebelt haben!
„Warst du nervös, als du nach Melbourne gekommen bist und noch mal von vorne angefangen hast?"
„Nein. Maggie lachte. „Aber ich arbeite in der Psychiatrie. Die Menschen sind überall gleich, egal, auf welcher Seite der Erde. Also geh schon!
Sie hob den Tragesitz auf und reichte ihn Louise. „Soll ich dir helfen, die Sachen runterzutragen?"
„Nein, danke." Louise schüttelte den Kopf. Doch als sie an dem kaputten Lift vorbeikam und mühsam Tragesitz, Windeltasche, Handtasche und Baby die Treppe hinunterschleppte, verwünschte sie ihren Stolz.
Sie schnallte Declan auf dem Rücksitz ihres Wagens an, stieg ein und schaltete die Scheinwerfer ein. Die Uhr auf dem Armaturenbrett zeigte sechs Uhr dreißig. Louise war unendlich dankbar, dass Maggie da war. Sie hatten sich vor zwei Jahren am anderen Ende der Welt kennengelernt. Für Louise hatte gerade das große Abenteuer ihres Lebens begonnen – ein Arbeitsurlaub in England.
Einmal, während einer Nachtschicht, war Maggie zufällig auf die chirurgische Station gekommen. Sie musste einen ihrer Patienten betreuen, der einen Selbstmordversuch unternommen hatte. Wie bei Nachtschwestern üblich, waren sie miteinander ins Gespräch gekommen und hatten sich sofort prima verstanden.
Beide liebten Schuhe, hassten jedoch Pediküre. Beide hatten einen Dispokredit, bei dem die meisten Normalsterblichen in Ohnmacht gefallen wären. Und beide warteten auf Mr. Perfect.
„Und zwar den wahren Mr. Perfect, hatte Louise betont. „Jemand, bei dem ich noch mit fünfzig weiche Knie kriege.
„Einen, der reich ist", hatte Maggie geseufzt. „Einer, der sich meine Fettabsaugung und mein Botox leisten kann, wenn ich fünfzig bin!"
Es stellte sich heraus, dass sie eine Mitbewohnerin suchte, und Louise war genau die Richtige.
Aber die Zeiten hatten sich geändert, und nun machte Maggie einen Arbeitsurlaub in Australien. Da Louise in ihrer kleinen Mietwohnung ein Zimmer frei hatte, konnte Maggie gleich dort einziehen.
1. KAPITEL
„Verzeihung, wie war Ihr Nachname noch mal?"
„Andrews", wiederholte Louise. Mit der Handtasche über der Schulter blieb sie unbehaglich stehen, während alle anderen saßen.
Vor der versammelten Übergabe-Mannschaft gab eine sehr hübsche, aber sichtlich verärgerte Krankenschwester Louises Angaben telefonisch an die Pflegeleitung weiter. Louise fühlte sich ohnehin schon verlegen genug in ihrer neuen dunkelblauen Uniform, den ebenfalls neuen blauen Schuhen und dem mit einem blauen Haarband zusammengebundenen langen dunklen Locken. Und jetzt schien die diensthabende Schwester über ihre Anwesenheit auch noch keineswegs erfreut zu sein.
„Hi, Kelly. Hier ist Elaine von der Akutchirurgie. Ich habe hier eine Louise Andrews aus der Aushilfskartei. Sie behauptet, dass sie die nächsten vier Wochen als Ersatz für Delia einspringen soll. Aber Delia war heute zur Spätschicht eingetragen."
Es entstand eine lange Pause, in der man die Pflegekräfte der Nachtschicht laut gähnen hörte.
„Wie kann es angehen, dass sie vier Wochen lang nur Frühschicht macht?, fragte Elaine verblüfft. „Wenn die Aushilfe Delia ersetzen soll, müsste sie doch wohl auch ihren Dienstplan übernehmen!
Wieder folgte eine lange Pause. Vor einem Jahr hätte Louise wahrscheinlich sofort nachgegeben, nur um dieser unangenehmen Situation zu entgehen. Aber inzwischen hatte sich vieles geändert. Daher harrte sie tapfer aus, bis Elaine ihr mit einem äußerst gequälten Seufzer das Telefon reichte. „Die Pflegeleiterin möchte mit Ihnen sprechen. Könnten Sie bitte nach draußen gehen, damit wir hier mit der Übergabe weiterkommen?"
Wortlos und erstaunlich ruhig nahm Louise das Telefon, ging auf den Korridor, schloss die Tür hinter sich und lehnte sich an die Wand.
„Macht Elaine Ihnen das Leben schwer? Die Pflegeleiterin lachte. „Ich bin übrigens Kelly.
„Hi, Kelly. Louise war erleichtert, eine freundliche Stimme zu hören. „Anscheinend möchte Elaine, dass ich Delias Schichten übernehme. Aber das ist unmöglich. Ich habe bei meinem Einstellungsgespräch bereits gesagt, dass ich ausschließlich Frühschicht und auch nur an Werktagen arbeiten kann.
„Keine Sorge, meinte Kelly. „Das ist doch genau der Vorteil, wenn man Aushilfsschwester ist, dass man sich die Arbeitszeiten aussuchen kann. Elaine sollte sich glücklich schätzen, dass wir ihr eine erfahrene Chirurgie-Pflegekraft schicken konnten. Haben Sie ihr gesagt, wie qualifiziert Sie sind?
„So weit sind wir gar nicht erst gekommen", gestand Louise.
„Tja, es gab nur die Möglichkeit, entweder Sie und vier Wochen Frühschicht oder eine junge Krankenschwester frisch von der Ausbildung. Als Stationsschwester auf der Chirurgie wüsste ich, wer mir lieber wäre!"
„Ich kann also bleiben?"
„Natürlich. Sie werden sich hier wohl schnell ein dickes Fell zulegen müssen, Louise. Die Aushilfskartei ist noch ziemlich neu. Und manche Mitarbeiter können sich schlecht an den Gedanken gewöhnen, dass eine Aushilfe sich ihre Arbeitszeiten aussuchen kann, einen höheren Stundenlohn bekommt und auch noch das Fitness-Studio und die Kinderkrippe nutzen darf. Weisen Sie sie ruhig darauf hin, dass Sie weder einen sicheren Arbeitsplatz haben noch Anspruch auf Krankengeld oder einen Jahresurlaub."
Kelly wollte sicher nur helfen, aber als sie die Nachteile einer Aushilfskraft aufzählte, spürte Louise wieder diesen Knoten in ihrem Magen. Über ihre schwierige Jobsituation wollte sie sich momentan lieber keine Gedanken machen.
Kelly fuhr fort: „Letztendlich ist es für unser Krankenhaus viel besser, ein eigenes Team an Aushilfen aufzubauen. Sie lernen die einzelnen Stationen kennen, und wir lernen Sie kennen. Also hat jeder was davon."
„Danke, meinte Louise. „Dann gehe ich jetzt mal wieder zur Übergabe rein.
„Klar. Ach, Louise, setzte Kelly noch hinzu. „Gleich nachdem Sie auf der Chirurgie aufhören, wird in der Ambulanz jemand für acht Wochen gebraucht. Die Dienstzeit ist von acht bis vier, mittwochs bis fünf. Der Job ist vielleicht nicht ganz so interessant, wie Sie es gewohnt sind, aber die Arbeitszeiten sind toll. Und Sie wüssten zumindest, wo Sie eine Weile bleiben könnten.
„Klingt super. Louise war begeistert. „Wo muss ich mich bewerben?
„Sie müssen nur Ja sagen. Kelly lachte. „Kann ich Sie dafür eintragen?
„Oh ja, gern."
„Abgemacht. Ich lege Ihnen die Unterlagen ins Fach. Und falls Sie noch mehr Probleme mit Elaine haben sollten, rufen Sie mich an. Aber gegen elf werde ich sowieso bei Ihnen auf der Station sein. Dann können wir uns persönlich kennenlernen. Willkommen im Melbourne General!"
Selbst Elaines säuerliche Miene konnte Louise die gute Laune nicht mehr nehmen, als sie ins Schwesternzimmer zurückging.
„Wir sind bei Bett neun. Ihre Nachbarin schob ihr einen Übergabebogen zu, während die Nachtschwester über die Patienten Bericht erstattete. „Den Rest erzähle ich dir nachher. Ich bin übrigens Shona.
„Vielen Dank, Shona." Louise lächelte und überflog dann rasch den Bogen, der glücklicherweise die Namen und Daten aller Patienten enthielt. Trotz der Startschwierigkeiten mit Elaine an diesem Morgen war Louise fest entschlossen, diesen Tag zu genießen. Sie freute sich, endlich wieder zu arbeiten, denn sie liebte ihren Beruf. Das konnte ihr niemand verderben, außer …
Zimmer 3, Alter: 35, Danny Ashwood, Unterleibsschmerzen.
Louise erstarrte sekundenlang, als sie die wenigen Informationen über den Patienten in Zimmer 3 noch einmal las. Gleichzeitig versuchte sie sich auf den Bericht über den Patienten in Zimmer 10 zu konzentrieren.
Er kann es nicht sein, dachte Louise und schrieb eine komplizierte Medikamentenanweisung auf. Nein, unmöglich. Daniel lebte in England. Als ob er nach Melbourne kommen würde!
Außerdem hieß dieser Patient Danny, und Daniel kürzte seinen Namen niemals ab. Sicher gab es jede Menge fünfunddreißigjähriger Danny Ashwoods auf der Welt. Louise schüttelte den Kopf.
„Gut! Nach der Übergabe blickte Elaine zuerst auf ihre Unterlagen und sah dann ihre Kolleginnen an, um sie für die Patientenbetreuung einzuteilen. „Haben Sie irgendwelche Erfahrungen in der Akutchirurgie, Louise?
„Ja, durchaus. Sie nickte. „Ich habe auf einer Intensivstation …
„Okay", fiel Elaine ihr ins Wort. „Ich gebe Ihnen heute Morgen ein paar leichte Fälle, und dann können Sie sonst noch überall einspringen, wo
