Über dieses E-Book
Woher soll sie so schnell einen Mann nehmen? Nur wenn Isabella innerhalb von vierundzwanzig Stunden heiratet, ist ihr Erbe gesichert. So will es das Testament ihres Vaters. Und ausgerechnet der arrogante Milliardär Andrea Vaccaro, Izzys größter Feind, bietet ihr eine Scheinehe auf Zeit an, in der zärtliche Gefühle streng untersagt sind. Doch das wird zu einer Katastrophe! Denn sein heißer Hochzeitskuss weckt ein verhängnisvolles Verlangen in dem hübschen Societygirl und eröffnet ein gefährlich erotisches Spiel …
Melanie Milburne
<p>Eigentlich hätte Melanie Milburne ja für ein High-School-Examen lernen müssen, doch dann fiel ihr ihr erster Liebesroman in die Hände. Damals – sie war siebzehn – stand für sie fest: Sie würde weiterhin romantische Romane lesen – und einen Mann heiraten, der ebenso attraktiv war wie die Helden der Romances. Und tatsächlich: Sie liest nicht nur Liebesromane, sie schreibt sogar selbst welche. Und ihr ganz persönlicher Held? In den verliebte sie sich schon nach der zweiten Verabredung, und bereits sechs Wochen später war sie heimlich mit ihm verlobt. Damit ihr Mann sein Medizinstudium beenden konnte, zogen sie nach Schottland. Nach der Geburt ihres zweiten Sohnes wählten sie Tasmanien, diese wunderschöne Insel vor der Küste Australiens, als ihren Wohnsitz. Als ihre beiden Jungs eingeschult wurden, setzte sie ihr Pädagogik-Studium fort und machte ihren Universitätsabschluss. Zu einer ihrer letzten Prüfungen gehörte ein Vortrag über literarische Theorien mit Schwerpunkt auf dem Bereich Liebesromane. Gerade las sie in dem Klassenzimmer, das sie mit Herzen und Rosen dekoriert hatte, einen Absatz aus einem romantischen Roman vor, da flog die Tür auf, und sie traute ihren Augen nicht: Vor ihr stand ihr Mann, von dem ich annahm, dass er zu dieser Stunde im Arztkittel im OP stehen würde, im Smoking. Ihre Blicke trafen sich, dann kam er zu ihr, riss sie in seine Arme, küsste sie leidenschaftlich und verließ wortlos den Raum. Ihr Professor gab ihr eine gute Note, und ihre Mitstudentinnen sahen sie eifersüchtig an. Nun versteht jeder, dass es ihr Schicksal ist, Liebesromane zu schreiben. Doch sie hat noch eine zweite Leidenschaft: Sport. Und zwar sowohl Langstreckenlauf als auch Schwimmen. In dieser Disziplin hält sie sogar einige Rekorde, und das, obwohl sie erst als Erwachsene schwimmen gelernt hat. Ein Tipp von Melanie: Sie sehen also, ein Versuch lohnt sich. Auch wenn Sie glauben, etwas nicht zu können, versuchen Sie es einfach! Sagen Sie niemals: Das kann ich nicht. Sagen Sie: Ich kann es versuchen. Und nun wünsche ich Ihnen, dass Sie ebenso viel Spaß beim Lesen meiner Romane haben wie ich, wenn ich sie schreibe.</p>
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Rezensionen für Hochzeitsnacht mit dem sexy Feind
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Buchvorschau
Hochzeitsnacht mit dem sexy Feind - Elisabeth Hartmann
IMPRESSUM
JULIA erscheint in der HarperCollins Germany GmbH
© 2018 by Melanie Milburne
Originaltitel: „Bound by a One-Night Vow"
erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London
in der Reihe: MODERN ROMANCE
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe JULIA
Band 052019 - 2019 by HarperCollins Germany GmbH, Hamburg
Übersetzung: Elisabeth Hartmann
Abbildungen: Dan Couto Photography Inc. / Harlequin Books S. A., alle Rechte vorbehalten
Veröffentlicht im ePub Format in 02/2019 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733712037
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:
BACCARA, BIANCA, ROMANA, HISTORICAL, TIFFANY
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1. KAPITEL
Seufzend stellte Isabella Byrne in dem belebten Café ihre Kaffeetasse ab. Die Suche nach einem Ehemann wäre so viel einfacher, wenn sie tatsächlich heiraten wollte. Und das wollte sie nicht. Allein beim Gedanken ans Heiraten bekam sie sozusagen Pickel. Einen anaphylaktischen Schock. Einen Schlaganfall. Sie gehörte nicht zu den Frauen, die ihren Hochzeitstag planen, seit sie fünf Jahre alt waren. Im Gegensatz zu den meisten ihrer Freundinnen verzehrte sie sich nicht nach dem Märchen vom Eheglück. Und nachdem sie ihre Zeit als Partygirl hinter sich gelassen hatte, wurde ihr übel bei der Vorstellung, sich mit einem Mann zu verabreden.
Über Männer war sie hinweg.
Auf ihrer Suche nach einem Ehemann hätte sie es mit Online-Dating versuchen können, doch die Vorstellung, einen völlig Fremden zu fragen, war allzu abschreckend. Und die Handvoll Freunde, die sie für den Job hätte in Betracht ziehen können, pflegten bereits feste Beziehungen.
Izzy faltete ihre Kopie des Testaments ihres Vaters zusammen und stopfte es zurück in ihre Schultertasche. Ganz gleich, wie oft sie es las, der Text blieb derselbe. Um Anspruch auf ihr Erbe stellen zu können, musste sie verheiratet sein. Wenn sie es nicht beanspruchte, würde das Erbe einem entfernten Verwandten zufallen. Einem erwiesenermaßen spielsüchtigen Verwandten.
Wie konnte sie zulassen, dass so viel Geld an den gierigen Schlund eines Spielautomaten vergeudet wurde?
Izzy brauchte das Geld, um den Familiensitz ihrer verstorbenen Großmutter zurückzukaufen. Wenn es ihr nicht gelang, ihr Erbe anzutreten, dann wäre das Haus für immer verloren. Das herrliche Haus in Wiltshire, wo sie herzlich wenige, aber wunderbare Ferien verbracht hatte, mit ihren Großeltern und ihrem älteren Bruder, bevor er krank wurde und starb, würde an jemand anderen verkauft werden. Sie konnte den Gedanken nicht ertragen, dass sie den einzigen Ort, an dem sie glücklich gewesen war, verlieren sollte. Wo sie und Hamish und ihre Mutter glücklich gewesen waren. Wirklich glücklich. Sie war es dem Andenken an ihre Mutter und ihren Bruder schuldig, dieses Haus zurückzubekommen.
Ihr blieben noch vierundzwanzig Stunden bis zum Ablauf der Frist. Ein Tag, um einen Mann zu finden, der bereit wäre, sie zu heiraten und sechs Monate lang mit ihr verheiratet zu bleiben. Nur ein verdammter Tag. Warum hatte sie während dieses Monats nicht ein bisschen intensiver gesucht? Im vergangenen Monat? Dem Monat davor? Sie hatte drei Monate Zeit gehabt, um die Bedingungen des Testaments zu erfüllen, doch die Vorstellung, zu heiraten, hatte sie veranlasst, die Sache hinauszuschieben. Wie gewöhnlich. In der Schule mochte sie ja versagt haben, aber im Hinausschieben hatte sie Bestnoten.
Izzy wollte gerade aufstehen und gehen, als ein großer Schatten über sie fiel. Ihr Herz vollführte einen zusätzlichen Schlag … Aber das lag vielleicht auch an dem doppelten Macchiato, den sie getrunken hatte. Koffein und Verzweiflung waren keine gute Kombination.
„Ist dieser Platz besetzt?" Der tiefe Bariton mit dem starken, kultivierten italienischen Akzent jagte ihr einen heißen Schauer über den Rücken.
Izzy hob den Blick und sah in die espressoschwarzen Augen des Hotelmagnaten Andrea Vaccaro. Etwas regte sich in ihrem Bauch, ein Aufruhr, ein Kitzeln, ein Zusammenziehen.
Es war unmöglich, in sein schönes Gesicht zu blicken, ohne dass ihr Herz zu flattern begann.
Augen, die bis in ihr Innerstes zu schauen schienen. Die Dinge sahen, die den Mann nichts angingen.
Sein kräftiges Kinn, das deutlich davor warnte, sich mit dem Mann anzulegen, überzog ein sexy Bartschatten. Der Mund war scharf konturiert und neigte zu einem zynischen Lächeln. Ein Mund, der Izzy an lange, sinnliche Küsse und den erotischen Tanz der Zungen denken ließ …
Izzy hatte sich im Lauf der Jahre darin geübt, nicht zu zeigen, welche Wirkung der Mann auf sie hatte. Doch während sie sich nach außen hin kühl und gefasst gab, kämpfte sie innerlich gegen einen Ansturm ungebetener Gefühle. „Ich will gerade gehen, also …"
Er legte die breite, gebräunte Hand auf die Rückenlehne des Stuhls ihr gegenüber. Izzy konnte es nicht lassen, auf die tintenschwarzen Haare zu blicken, die sich von seinem Handrücken aus über die kräftigen Handgelenke ausbreiteten, um dann unter der blütenweißen Manschette seines Hemds zu verschwinden. Wie oft hatte sie von diesen Händen geträumt, die ihren Körper berührten? Sie streichelten. Sie liebkosten. Gefühle weckten, die sie nicht empfinden sollte. Nicht für ihn.
Um nichts auf der Welt für ihn.
„Keine Zeit für einen Kaffee auf die Schnelle mit einem Freund? Er lächelte, während er das sagte, und zeigte dabei perfekte weiße Zähne. Es war ein Lächeln, das besagte: „Ich habe dich da, wo ich dich haben will
, und ihr sträubten sich die Nackenhaare.
Izzy unterdrückte ein Schaudern und zwang sich, seinem Blick standzuhalten. „Mit einem Freund? Sie unterlegte ihren Tonfall mit möglichst großer Verachtung. „Wohl eher nicht.
Er zog den Stuhl vom Tisch und setzte sich. Unter dem Tisch berührten seine langen Beine ihre. Sie zog ihre Beine ruckartig so weit wie möglich zurück, war aber nicht schnell genug, um den elektrisierenden Kontakt ganz zu verhindern.
Hart. Viril. Männlich.
Izzy machte Anstalten, ihren Stuhl zurückzurücken, um zu gehen, doch Andrea legte seine Hand auf ihre und drückte sie auf den Tisch. Hielt sie fest. Izzy schnappte nach Luft. Die Wärme und die Kraft seiner Hand brachten ihre weiblichen Hormone in Aufruhr. Sie blickte auf seine Hand, die die ihre gefangen hielt, und schluckte. Seine Hand strahlte eine Hitze ab, die wie flüssiges Feuer wirkte.
Sie bedachte Andrea mit einem kalten Blick. „Ist das deine übliche Art, eine Frau zum Kaffeetrinken aufzufordern? Mit brutaler Gewalt?"
Mit dem Daumen streichelte er träge ihren Handrücken, und winzige Schockwellen rasten durch Izzys Körper, als wäre ein klitzekleiner Feuerwerkskörper in ihre Blutbahn geraten. Pippiti pop. Pippiti pop. Pippiti pop. „Es gab Zeiten, da wolltest du mehr von mir, als nur mit mir Kaffee trinken. Weißt du noch?" Das Glimmen in seinen Augen verschärfte die Glut, die durch ihren Körper lief.
Izzy wünschte sich, vergessen zu können. Sie wünschte sich eine vorübergehende Amnesie. Eine permanente Amnesie, um die Erinnerung an ihren Versuch, Andrea vor sieben Jahren auf der legendären, gewohnt feuchtfröhlichen Weihnachtsparty ihres Vaters zu verführen, auszulöschen. Sie war achtzehn und beschwipst gewesen, hatte absichtlich zu viel getrunken, aus lauter Trotz. Genauso wie auf jeder anderen Party ihres Vaters. Nur so konnte sie seine widerliche Show des liebenden Vaters überstehen. Sie war darauf aus, ihren Vater zur Strafe für all die Qualen, die er ihr zufügte, zu blamieren. Für all die Kränkungen, das Herunterputzen, die beißende Kritik, die ihr das Gefühl gaben, völlig wert- und nutzlos zu sein.
Ungeliebt.
Unerwünscht.
Ein dummer Gedanke trieb sie an: Am härtesten würde sie ihren anmaßenden Vater treffen, wenn sie mit seinem liebsten Günstling schlief.
Izzy zog ihre Hand unter Andreas hervor und stand so hastig auf, dass die Stuhlbeine kreischend über den Fußboden scharrten. „Ich muss zurück an die Arbeit."
„Ich habe von deinem neuen Job gehört. Wie geht es dir damit?"
Izzy forschte in seinem Gesicht nach Zeichen von Spott. Machte er sich über ihren Job lustig? Oder zeigte er einfach nur gelindes Interesse? Sein Tonfall enthielt keinen Hinweis auf Zynismus, er verzog nicht spöttisch den Mund, und auch in seinen Augen glomm kein Hohn. Trotzdem fragte sie sich, ob er wie alle anderen auch glaubte, sie würde in einem neuen Job keine Woche durchhalten, ohne gefeuert zu werden.
Welche Gedanken auch immer er hinter seiner unergründlichen Fassade verbarg, Izzy war entschlossen, seinetwegen in einem belebten Café nicht die Fassung zu verlieren. In der Vergangenheit hatte sie mehr Szenen gemacht, als ein Drehbuchautor für Hollywood erfinden konnte. Am liebsten hätte sie ihm ihren Kaffeerest in sein viel zu schönes, viel zu selbstbewusstes Gesicht geschleudert.
Wie typisch für ihn, an ihr zu zweifeln, wenn sie versuchte, sich zu etablieren. Zu ihrer Schande musste sie zugeben, dass dieser Job einer von vielen war, die sie im Lauf der Jahre gefunden und wieder verloren hatte. Immer kam ihr ihr Ruf in die Quere. Immer. Alle erwarteten, dass sie versagte, und was tat sie?
Sie versagte.
Aufgrund eines fehlenden akademischen Abschlusses war es ihr schwergefallen, sich für einen Beruf zu entscheiden. Mitten im Examen hatte sie alles hingeworfen, weil sie den Druck nicht ertrug, mit dem Ausbildungsniveau ihres älteren Bruders Hamish Schritt halten zu müssen. Sie gehörte nicht zu denen, die schon als Heranwachsende immer wussten, was sie werden wollten. Stattdessen hatte sie sich treiben lassen, geträumt und getrödelt.
Doch jetzt kämpfte sie sich zurück, studierte online Sozialwissenschaften und jobbte in diesem Antiquitätenladen. Deshalb war sie umso wütender auf Andrea, weil er sie als faul und unmotiviert einschätzte.
Izzy hob das Kinn und sah ihn kalt an. „Mich wundert, dass du nicht schon längst in den Laden gekommen bist und irgendein scheußlich teures Relikt gekauft hast, nur um zu zeigen, was für ein stinkreicher Mann du bist."
Sein träges Lächeln wurde ein bisschen breiter. „Ich habe etwas bedeutend Kostbareres im Auge."
Sie hob ihre Tasche vom Boden auf und legte sich den Tragriemen über die Schulter. Dabei bedachte sie Andrea mit einem Blick, der die einzelne rote Rose in der Vase auf dem Tisch hätte welken lassen können. „Hat mich gefreut, dich wiederzusehen, Andrea." Sarkasmus war eine Sprache, die sie fließend beherrschte.
Izzy zwängte sich durch die Vielzahl von Stühlen hindurch, um ihren Kaffee am Tresen zu bezahlen, doch bevor sie ihre Geldbörse zücken konnte, hatte Andrea sie eingeholt und der Bedienung einen Geldschein gereicht. „Behalten Sie das Wechselgeld."
Izzy verdrehte im Geiste die Augen, als sie sah, wie die junge Bedienung hinterm Tresen nahezu in Ohnmacht fiel. Nicht wegen des üppigen Trinkgelds, das bestimmt mehr als großzügig ausgefallen war, sondern wegen des mega-charmanten Lächelns, das Andrea der jungen Frau schenkte.
Existierte irgendwo auf der Welt eine Frau, die diesem schmelzenden Lächeln widerstehen konnte?
Izzy war sich seiner Nähe in ihrem Rücken deutlich bewusst. Er war ihr so nahe, dass sie seine Körperwärme spürte. Viel zu nahe. So nahe, dass ihre Haut vor elektrisierender Energie prickelte.
Seine Energie.
Seine sexuelle Energie.
Sie nahm den Duft seines Aftershave wahr, eine dezente Mischung aus Zitrone und Limette und Holz, das sie an einen sonnendurchglühten Zitronenhain, umgeben von dunklem, gefährlich dichtem Wald denken ließ. Einen Moment lang überlegte sie, wie es wohl wäre, wenn sie sich rücklings an ihn lehnte.
