Eine Mami für mich ganz allein …: Mami 2008 – Familienroman
Von Annette Mansdorf
()
Über dieses E-Book
»Ich glaube das ja wohl nicht!« Bibis Ausruf schreckte Iris aus ihrer tranceähnlichen Betrachtung des Bildschirms hoch. »Was? Was glaubst du nicht?« fragte sie neugierig und schob den Bildschirm ihres Computers zur Seite, um ihre Kollegin besser anschauen zu können. Bibis Augen glänzten aufgeregt, ein Zeichen, daß sie sich ganz sicher nicht mit den Akten der Kunden beschäftigte. »Der Typ schlägt mir ein Treffen vor. Bei sich zu Hause!« Iris lachte. Bibi war wirklich naiv. »Was hast du denn geglaubt? Daß er der Mr. Right ist und auf einem weißen Pferd zu dir eilt? Oder in einer goldenen Kutsche? Was der will, ist doch wohl klar, das habe ich dir aber gleich gesagt. Ich meine, wenn sich einer schon Batman nennt!« »Ach was, es gibt inzwischen schon viele Traumpaare, die sich durch das Internet gefunden haben! Meine Nachbarin hat einen total süßen Typen aufgegabelt, der sie jetzt schon dreimal besucht hat. Sie wollen vielleicht sogar heiraten!« »Mag ja sein, aber das ist bestimmt eher die Ausnahme.
Andere Titel in Eine Mami für mich ganz allein … Reihe ( 30 )
Ausgesetzt - und ich fand dich: Mami 1754 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDich verlassen? Niemals!: Mami 1739 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEntführt – zwei Kinder in Gefahr: Mami 1730 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Hochzeit in Sicht?: Mami 1742 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNele muss leben!: Mami 1849 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLisas Unfall: Mami 1753 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUm ihres Kindes willen zu jedem Opfer bereit: Mami 1800 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Bühne und das wahre Leben: Mami 1755 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine neue Zeit - ein anderes Leben: Mami 1774 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGnade für Laura!: Mami 1801 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRobin - ein Kind zwischen zwei Müttern: Mami 1794 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSpurlos verschwunden: Mami 1795 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFür immer ohne Vater?: Mami 1747 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSophies ganz große Liebe: Mami 1762 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas bleibt unter uns, Toffi: Mami 1787 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZwei, die sich nicht mögen: Mami 1763 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDrei kleine Herzen in großer Not: Mami 1790 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJulchen, das Wunschkind der Fürstin: Mami 1784 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenÜber die Kinder zu deinem Herzen: Mami 1764 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen…und plötzlich war eine Cousine da: Mami 1744 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTraurige Kinderaugen tun weh: Mami 1746 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLebe wohl, kleiner Jannis!: Mami 1768 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDita, das Findelkind: Mami 1776 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMeine berühmte Mami: Mami 1765 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen5 Kinder brauchen einen Vater: Mami 1798 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMelanie geht ihren Weg: Mami 1775 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGlück auf Umwegen: Mami 1796 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine neue Liebe ist wie ein neues Leben: Mami 1779 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin eigenwilliges Kind: Mami 1802 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch will, dass Papi bei uns bleibt: Mami 1886 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Mehr von Annette Mansdorf lesen
Ähnlich wie Eine Mami für mich ganz allein …
Titel in dieser Serie (100)
Ausgesetzt - und ich fand dich: Mami 1754 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDich verlassen? Niemals!: Mami 1739 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEntführt – zwei Kinder in Gefahr: Mami 1730 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Hochzeit in Sicht?: Mami 1742 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNele muss leben!: Mami 1849 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLisas Unfall: Mami 1753 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUm ihres Kindes willen zu jedem Opfer bereit: Mami 1800 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Bühne und das wahre Leben: Mami 1755 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine neue Zeit - ein anderes Leben: Mami 1774 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGnade für Laura!: Mami 1801 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRobin - ein Kind zwischen zwei Müttern: Mami 1794 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSpurlos verschwunden: Mami 1795 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFür immer ohne Vater?: Mami 1747 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSophies ganz große Liebe: Mami 1762 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas bleibt unter uns, Toffi: Mami 1787 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZwei, die sich nicht mögen: Mami 1763 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDrei kleine Herzen in großer Not: Mami 1790 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJulchen, das Wunschkind der Fürstin: Mami 1784 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenÜber die Kinder zu deinem Herzen: Mami 1764 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen…und plötzlich war eine Cousine da: Mami 1744 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTraurige Kinderaugen tun weh: Mami 1746 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLebe wohl, kleiner Jannis!: Mami 1768 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDita, das Findelkind: Mami 1776 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMeine berühmte Mami: Mami 1765 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen5 Kinder brauchen einen Vater: Mami 1798 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMelanie geht ihren Weg: Mami 1775 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGlück auf Umwegen: Mami 1796 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine neue Liebe ist wie ein neues Leben: Mami 1779 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin eigenwilliges Kind: Mami 1802 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch will, dass Papi bei uns bleibt: Mami 1886 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnliche E-Books
Zusammen sind wir stark: Sophienlust - Die nächste Generation 51 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMein Herzensbrecher Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSo kocht und küsst nur Emily Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRuhrpottherzen: Verliebt, verlobt, geschieden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine süße Versuchung für Marcy Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Ist das alles nur ein Spaß für dich?: Liebesroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSo viel Sehnsucht im Herzen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStark wie unsere Liebe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch bin dein großer Bruder: Mami 1953 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNur ein einziger Augenblick ...: Mami 1903 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Affäre mit Risiko: Dr. Norden – Unveröffentlichte Romane 8 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUnvorhergesehene Wege: Sophienlust - Die nächste Generation 99 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSein unvollkommener Tag: La Petite Mort Club Intimer Begegnungen Serie, #4 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIn Stunden voller Leidenschaft Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAttraktiv, erfolgreich - und so allein Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKate Liberty - Ungewollt Detektivin: "Die englische Puppe" Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Nanny zum Verlieben Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPia – Heimlich ins Heim gegeben!: Sophienlust - Die nächste Generation 48 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEmmas kleiner Plan vom Glück Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Mann, ein Baby – eine Familie? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Leben lang von dir geträumt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMami, kann es jetzt Weihnachten werden? Acht gefühlvolle Romane Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGestern Playboy - heute Daddy? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen"Danke, Rick Mortimer" Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDenn mein größtes Geschenk bist du! Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Nanny und der Millionär Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDeine blauen Augen … Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch begehre dich noch immer Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSeitensprungdiät Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPlötzlich eine kleine Familie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Romanzen für Sie
Josefine Mutzenbacher - Unzensierte Ausgabe: »Der mit Abstand beste deutschsprachige erotische Roman aller Zeiten« Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUngeduld des Herzens: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWild und ausgehungert Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRomana Gold Band 53 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDemons Everywhere I Look Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIhr Marine Master: Master Me, #3 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebesheirat nur zum Schein? Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Strand im Herz: Romantische Komödie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGeheimnisse der Sehnsucht: Milliardär Liebesromane: Die Assistentin des Milliardärs, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAm Südhang: Erzählung Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Eine gefährliche Frau: Ein Milliardär Liebesromane Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKüssen nach Rezept: Kurzroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHis Dad Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie verbotene Babysitterin: Ein Milliardär - Liebesroman: Nachtclub-Sünden, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPerfectly Wrong Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Gefangene des Fee: Die Gefangene des Fee, #1 Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Sexgeschichten: Ich will es hart Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Ein Milliardär für Cinderella? Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Fremdgeschwängert vom Kredithai: Cuckold Story Bewertung: 1 von 5 Sternen1/5Die Rettung des Dr. Marian: Das Vermächtnis der Marians, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMein zärtlicher Verführer: Die Rinucci Brüder 2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSei mein: Milliardär Liebesromane: Unwiderstehliche Brüder, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFalscher Bräutigam - wahre Liebe? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerlobt mit dem griechischen Playboy Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenCaptain Of Hell Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLoving the Boss: Milliardär Liebesroman: Fokus, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFeurige Rache, hauchzarte Küsse Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Rezensionen für Eine Mami für mich ganz allein …
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Eine Mami für mich ganz allein … - Annette Mansdorf
Mami
– 2008 –
Eine Mami für mich ganz allein …
Emily muss keine Angst mehr haben
Annette Mansdorf
»Ich glaube das ja wohl nicht!«
Bibis Ausruf schreckte Iris aus ihrer tranceähnlichen Betrachtung des Bildschirms hoch.
»Was? Was glaubst du nicht?« fragte sie neugierig und schob den Bildschirm ihres Computers zur Seite, um ihre Kollegin besser anschauen zu können. Bibis Augen glänzten aufgeregt, ein Zeichen, daß sie sich ganz sicher nicht mit den Akten der Kunden beschäftigte.
»Der Typ schlägt mir ein Treffen vor. Bei sich zu Hause!«
Iris lachte. Bibi war wirklich naiv.
»Was hast du denn geglaubt? Daß er der Mr. Right ist und auf einem weißen Pferd zu dir eilt? Oder in einer goldenen Kutsche? Was der will, ist doch wohl klar, das habe ich dir aber gleich gesagt. Ich meine, wenn sich einer schon Batman nennt!«
»Ach was, es gibt inzwischen schon viele Traumpaare, die sich durch das Internet gefunden haben! Meine Nachbarin hat einen total süßen Typen aufgegabelt, der sie jetzt schon dreimal besucht hat. Sie wollen vielleicht sogar heiraten!«
»Mag ja sein, aber das ist bestimmt eher die Ausnahme. Die meisten haben wahrscheinlich eine Ehefrau zu Hause und amüsieren sich nebenbei ein bißchen mit den naiven…«
»Sei vorsichtig, was du sagst, Iris!«
»Schon gut. Ich bin ja schon still.«
Iris richtete ihren Blick wieder auf den Bildschirm, doch bevor sie sich erneut einlesen konnte, klingelte ihr Handy. Sie meldete sich und runzelte die Stirn.
»Ja, okay, ich komme. Bitte sagen Sie Emily, daß ich sie gleich abhole.«
Bibi vergaß ihre Verteidigungsrede und schaute Iris ahnungsvoll an.
»Hat deine Tochter wieder den Kindergarten aufgemischt?«
»Es ist wirklich schrecklich mit ihr. Aber irgendwie bin ich auch stolz, daß sie ihren eigenen Kopf hat.«
»Woher sie den wohl hat?«
»Ja, ich weiß. Erbgut. Trotzdem muß ich wohl mal ein ernstes Wort mit ihr reden. Sie hat den Teller mit ihrem Essen über den Tisch geschoben, bis er runterfiel und verkündet, daß sie so ekelige Spaghetti noch nie gesehen hätte.«
Bibi lachte. Iris fiel ein. Sie hatte zwar noch nie an einem Mittagessen im Kindergarten teilgenommen, aber schon hin und wieder Reste auf den Tellern gesehen, wenn sie Emily abholte. Das war nicht immer unbedingt angenehm. Drei Mütter wechselten sich in dem privaten Kindergarten mit dem Kochen ab. Wahrscheinlich waren sie alle bester Absicht, doch ein vierjähriges Kind wie Emily verstand noch nichts von höherer Diplomatie. Iris war eine begnadete Köchin, und entsprechend verwöhnt war ihre Tochter.
»Na gut, ich muß los. Wir sehen uns morgen.«
»Bis dann. Und gib Emily einen Kuß von mir.«
»Mache ich. Und du laß die Finger von den Chat-Räumen.«
»Nee, werde ich nicht. Ich weiß genau, daß da irgendwo mein Traummann wartet.«
Iris ersparte sich eine Antwort. Sie hatte so ihre Erfahrungen mit Traummännern.
Nein, sie wollte jetzt nicht an Patrice denken. Er war seit zwei Jahren aus ihrem Leben verschwunden, und das war auch gut so. Nie hatte er wirklich zu ihr und Emily gestanden, seine künstlerischen Ambitionen waren ihm immer wichtiger gewesen. Überhaupt – ein Kind kam in seiner Lebensplanung nicht vor. Als Iris die von ihm erwartete Abtreibung vehement abgelehnt hatte, war es mit ihrer Ehe auch schnell bergab gegangen.
Natürlich war die Schwangerschaft nicht geplant gewesen. Iris hatte einen heftigen Magen-Darm-Infekt gehabt, dem Emily letztendlich ihr Leben verdankte, denn die Pille hatte dadurch offenbar ihre Wirkung verloren. Doch als Iris die Schwangerschaft festgestellt hatte, hatte sich sofort ein tiefes Gefühl der Freude eingestellt.
Nicht so bei Patrice. Er hatte sie angestarrt, als sei sie ein besonders häßliches Insekt und nicht lange gefackelt.
»Das geht nicht. Ich habe wirklich keine Nerven für vollgemachte Windeln und Babygeschrei.«
»Aber du hast doch dein Arbeitszimmer, das am anderen Ende der Wohnung liegt.«
»Das spielt keine Rolle. Du wirst kaum noch Zeit haben für mich.«
Egal, welches Argument Iris vorgebracht hatte, Patrice war bei seiner ablehnenden Haltung geblieben. Fast ein halbes Jahr hatten sie nur das Nötigste miteinander gesprochen. Schließlich war es zu einer stillen Übereinkunft gekommen – Iris bekam ihr Kind, und Patrice lebte sein Leben noch ein wenig eigenwilliger aus als ohnehin schon. Er ging oft weg, kam spät in der Nacht nach Hause, erzählte wenig von dem, was er machte.
Iris ging ganz in ihrer Mutterrolle auf. Ihre Liebe zu Patrice stand auf der Kippe, denn es war ihr unverständlich, wie man ein so bezauberndes Baby wie Emily ignorieren konnte. Als Patrice dann immer öfter Anrufe von irgendwelchen Frauen bekam, die nicht einmal Scheu davor hatten, ihn von seiner Ehefrau ans Telefon rufen zu lassen, war Iris der Kragen geplatzt. Sie hatte Patrice vor die Wahl gestellt, sich als Ehemann und Vater zu verhalten oder zu gehen. Es hatte nur zwei Stunden gedauert, dann war er mit drei Koffern aus ihrem Leben verschwunden.
Die Scheidung erfolgte ein Jahr später und war dann nur noch Formsache gewesen. Er verzichtete auf Möbel und alles andere um den Preis, daß er Iris kein Geld zum Unterhalt zahlen mußte. Auch auf das Umgangsrecht mit seiner Tochter verzichtete er so leicht wie auf Töpfe und Geschirr. Sogar der Richter war irritiert gewesen und hatte Iris einen fast mitleidigen Blick zugeworfen, den sie mit stolzer Haltung erwiderte. Niemand mußte Mitleid mit ihr haben. Sie würde ihr Leben schon in den Griff bekommen.
Daß es ihr recht gut gelungen war, bewies nicht zuletzt ihre quirlige Tochter Emily. Außer, daß sie wunderhübsch war mit den blitzblauen Augen und den hellblonden Locken, zeigte ihr klarer, kritischer Blick, mit dem sie jeden Menschen musterte, daß sie nicht unter Schüchternheit oder irgendwelchen Entwicklungsstörungen litt. Sie vermißte keinen Vater in ihrem Leben, da er schon zuvor nie für sie dagewesen war. Iris hatte einen beständigen Freundeskreis, zu dem auch Männer gehörten. Sie alle gaben Emily das Gefühl, überall geliebt zu werden. Nur daß es keine Großeltern gab, tat Iris manchmal ein bißchen weh für ihre kleine Tochter. Ihre Eltern waren vor sechs Jahren bei einem Flugzeugabsturz gestorben. Patrices Eltern lebten in Frankreich und hatten höchstens zu Weihnachten ihre Großelternpflichten erfüllt. Sie waren ebenso ausschließlich mit sich selbst beschäftigt wie ihr Sohn.
Iris fuhr vorsichtig auf den kleinen Parkplatz der schönen alten Villa, in dem der Kindergarten untergebracht war. Frau von Reuter, der die Villa gehörte, lebte im oberen Stockwerk, ihre Nichte hatte die unteren Räume hübsch und kindgerecht hergerichtet und sich damit einen Traum erfüllt. Zehn Kinder zwischen drei und fünf Jahren wurden von ihr und zwei weiteren Kindergärtnerinnen betreut.
Iris klingelte an der doppelflügeligen Eingangstür und wartete darauf, daß man ihr öffnete. Die Sicherheitsvorkehrungen waren vorbildlich. Der große, leicht verwilderte Garten war rundherum durch eine dichte Hecke vom Vordergarten abgetrennt. Zusätzlich schützte ein Zaun die Kinder, so daß sie sich auch nicht durch die Hecke zwängen konnten. Im hinteren Gartenbereich gab
