Das Schloss ohne Frauen: Fürstenkrone Classic 49 – Adelsroman
Von Jutta von Kampen
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Über dieses E-Book
In der völlig neuen Romanreihe "Fürstenkrone" kommt wirklich jeder auf seine Kosten, sowohl die Leserin der Adelsgeschichten als auch jene, die eigentlich die herzerwärmenden Mami-Storys bevorzugt.
Romane aus dem Hochadel, die die Herzen der Leserinnen höherschlagen lassen. Wer möchte nicht wissen, welche geheimen Wünsche die Adelswelt bewegen? Die Leserschaft ist fasziniert und genießt "diese" Wirklichkeit.
»Euer Erlaucht«, sagte Förster Haselhuber und drehte verlegen seinen Hut in der Hand, »es ist mir sehr peinlich…« »Na, los, Xaver«, erwiderte Otfried Graf von Erbach mit einem bekümmerten Lächeln, »Sie können nichts dafür, also braucht es Ihnen ja auch nicht peinlich zu sein! Was hat der Holzhändler gesagt?« »Er kann nicht so viel dafür zahlen! Seit aus dem Osten das billigere Holz kommt…« Haselhuber brach wieder ab. Er war schon beim Vater des Grafen in Dienst gewesen, genauso wie sein Vater. Aber die Zeiten hatten sich seitdem sehr geändert und nicht zum Besten. Dazu kam, daß nicht nur das Leben im allgemeinen viel teurer geworden war seit der Einführung des ›Teuros‹, auch die junge Frau Gräfin war um einiges anspruchsvoller, als es die Mutter des Grafen Otfried gewesen war. Ja, ja, die alten Herrschaften hatten eben noch die schlechte Zeit während und nach dem Krieg mitgemacht. Die konnten noch sparen! Am rechten Fleck! Bei denen blieb etwas übrig, zum Investieren! Aber die Gräfin Gisela investierte nur in ihre Kleider! Natürlich redete man im Betrieb darüber. Aber der junge Herr Graf war ebenso verliebt in seine Frau, daß er ihr jeden Wunsch erfüllte, auch wenn er noch so ausgefallen und überflüssig war. Selbstverständlich traute sich niemand, etwas zu ihm zu sagen. Nicht einmal der Verwalter, der auch schon so lange auf dem Betrieb war wie er.
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Rezensionen für Das Schloss ohne Frauen
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Buchvorschau
Das Schloss ohne Frauen - Jutta von Kampen
Fürstenkrone Classic
– 49 –
Das Schloss ohne Frauen
Wer reißt Graf Otfried aus seiner Verbitterung?
Jutta von Kampen
»Euer Erlaucht«, sagte Förster Haselhuber und drehte verlegen seinen Hut in der Hand, »es ist mir sehr peinlich…«
»Na, los, Xaver«, erwiderte Otfried Graf von Erbach mit einem bekümmerten Lächeln, »Sie können nichts dafür, also braucht es Ihnen ja auch nicht peinlich zu sein! Was hat der Holzhändler gesagt?«
»Er kann nicht so viel dafür zahlen! Seit aus dem Osten das billigere Holz kommt…« Haselhuber brach wieder ab. Er war schon beim Vater des Grafen in Dienst gewesen, genauso wie sein Vater. Aber die Zeiten hatten sich seitdem sehr geändert und nicht zum Besten. Dazu kam, daß nicht nur das Leben im allgemeinen viel teurer geworden war seit der Einführung des ›Teuros‹, auch die junge Frau Gräfin war um einiges anspruchsvoller, als es die Mutter des Grafen Otfried gewesen war. Ja, ja, die alten Herrschaften hatten eben noch die schlechte Zeit während und nach dem Krieg mitgemacht. Die konnten noch sparen! Am rechten Fleck! Bei denen blieb etwas übrig, zum Investieren! Aber die Gräfin Gisela investierte nur in ihre Kleider!
Natürlich redete man im Betrieb darüber. Aber der junge Herr Graf war ebenso verliebt in seine Frau, daß er ihr jeden Wunsch erfüllte, auch wenn er noch so ausgefallen und überflüssig war. Selbstverständlich traute sich niemand, etwas zu ihm zu sagen.
Nicht einmal der Verwalter, der auch schon so lange auf dem Betrieb war wie er. Höchstens die alte Julie hatte früher hin und wieder eine Bemerkung gemacht. Sie war beim Grafen Otfried Kinderfrau gewesen und nahm inzwischen die Stellung einer Haushälterin ein, weil die Gräfin Gisela keine Lust hatte, sich um die Hauswirtschaft zu kümmern, wie es noch die alte Gräfin selig getan hatte.
Auf Kinder hatte sie auch keine Lust, sagten die Leute. Aber das war vielleicht übertrieben. Obwohl: sie waren bereits drei Jahre verheiratet, und noch immer meldete sich kein Nachwuchs an. Dabei hätte der Graf Otfried sich garantiert sehr gefreut.
Das merkte man schon daran, daß er immer wieder sagte: wenn wir mal einen Sohn haben, stelle ich wieder ein Pony auf! Oder: Xaver, Sie bleiben bei uns, bis mein Sohn den Jagdschein macht! Obwohl er eigentlich dann schon längst in Rente war!
Otfried überlegte noch immer. Schließlich fragte er:
»Was will er denn zahlen, der Halsabschneider?«
Haselhuber verzog das Gesicht und nannte die Summe.
Der Graf nickte ernst. Das würde bedeuten, daß Gisela auf das Modellkleid für den Standesherren-Ball verzichten mußte. Er hatte damit gerechnet, für den Erlös des Einschlags das teure Kleid zu kaufen. Natürlich war es Verschwendung: Aber Gisela war in der Hinsicht so naiv wie ein Kind! Er lächelte, als er an seine schöne junge Frau dachte. Aber dieses Mal mußte sie einfach vernünftig sein! Das Kleid vom letzten Jahr war weiß Gott noch immer aufregend und elegant, und warum sollte sie es nicht diese Saison wieder tragen?!
»Nein, Haselhuber, dann lassen wir es und schlagen nichts mehr. Es wäre ohnehin mehr, als vom Oberförster zugestanden. Es tut den Bäumen nur gut nach dem trockenen Sommer, wenn sie noch ein Jahr wachsen dürfen.«
»Da haben Sie sehr recht, Erlaucht!« stimmte ihm der Förster sofort zu. Er hatte mit dem vom Staat eingesetzten Oberförster auch schon darüber gesprochen. Der Wald der Grafen Erbach war nicht so groß, daß man sich einen promovierten Förster hätte leisten können, deshalb hatte der staatliche Oberförster die Oberaufsicht. So war das Gesetz. »Dann wäre das also geregelt?« fragte Haselhuber nochmals nach.
Graf Otfried nickte, und der Förster verabschiedete sich. Natürlich war die Entscheidung richtig! Alles andere wäre leichtsinnig gewesen –, und das konnte er sich wirklich nicht leisten. Hoffentlich sah Gisela das ein. Sie war wie ein Kind und konnte auch bockig und gekränkt sein, als wäre sie ein kleines Mädchen von acht, dem man die Puppe verweigerte, und nicht eine erwachsene Frau von achtundzwanzig.
Sie war eben einfach zu schön! Deshalb war ihr das Leben lang alles durchgegangen. Schon als kleines Mädchen war sie von allen verwöhnt worden.
Als sie beide heirateten, hieß es allgemein: das schönste Paar des deutschen Adels. Und mancher wunderte sich, daß die schöne Gisela sich nicht auch den reichsten Mann des Landes ausgesucht hatte, denn das war Otfried nun gewiß nicht.
Er war eine blendende Erscheinung – und vielleicht war ihre Eitelkeit noch größer als ihre Verschwendungssucht. Und vielleicht war sie ja auch wirklich in ihn verliebt! Otfried jedenfalls glaubte an ihre Liebe, und diejenigen, die an der Tiefe ihres Gefühls zweifelten, hüteten sich, etwas zu sagen. Es war bequemer.
Otfried sah nicht nur sehr gut aus, groß, schlank, sportlich, mit dunklem Haar und dunklen Augen unter dichten Brauen und Wimpern, dazu eine schmale, aristokratisch leicht gebogene Nase, einen Leidenschaft verratenden Mund und eine schöne, hohe Stirn. Das Grübchen am Kinn und die gut ausgebildete Kinnpartie verrieten Energie und Durchsetzungsvermögen, was im allgemeinen auch funktionierte – ausgenommen bei Gisela. Er war anerkannt intelligent, gebildet und tüchtig. Nur bei Gisela schienen alle diese guten Eigenschaften auszusetzen oder nicht genug stark entwickelt zu sein.
Jedenfalls genügte ein Blick aus ihren himmelblauen Augen, ein leises Zittern der rosigen Lippen, um alle seine festen Vorsätze ins Wanken zu bringen.
Gisela hatte hin und wieder als Model gearbeitet – ihre Schönheit, aber auch ihre Herkunft hatten ihr eine Karriere leicht gemacht. Hier hatte sie das süße Leben kennengelernt. Es war den berühmten Designern ein Vergnügen gewesen, der schönen Prinzessin ihre Modellkleider nach Wahl zur Verfügung zu stellen, kostenlos! Schließlich war es nur Reklame für sie, wenn Gisela in ihren Kreisen in diesen Modellen erschien. Nicht anders verhielt es sich mit den Juwelieren, die sie nur zu gern mit ihrem kostbaren Schmuck behängten, wenn ein großer Ball bevorstand oder sonst ein Anlaß wie eine Hochzeit, ein Jubiläum oder ein anderes Fest in den großen Häusern Europas.
Doch als sie heiratete, hatte sie keine Lust mehr zu dem anstrengenden und mühsamen Beruf eines Models. Leider war sie aber auch nicht bereit, auf die Annehmlichkeiten, die damit verbunden gewesen waren, zu verzichten.
Natürlich war Otfried erleichtert, daß sie nicht mehr wochenlang in der Welt herumkurvte. Es war auch nicht so, daß sie plötzlich in Sack und Asche gehen mußte – auch wenn man es nach ihren Tränenausbrüchen hätte glauben müssen! Er konnte ihr zweifellos das eine oder andere elegante Kleidungsstück schenken. Und dann war da auch noch der wirklich kostbare Familienschmuck!
Aber es waren eben nicht mehr die neuesten Modelle aus den teuersten Häusern und auch nicht die modischen, pfundschweren Klunker.
Früher hatte man mehr auf feine Goldschmiedearbeit geachtet
