Weil es noch Liebe gibt: Dr. Norden Extra 179 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben.
Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen.
Vincent Astner schaute gelangweilt auf das Fernsehbild. Er hatte sich die Zehn-Uhr-Nachrichten angeschaut und dann durch alle Kanäle geschaltet. Doch keine Sendung fesselte seine Aufmerksamkeit. Er gähnte und schaltete den Fernseher aus. Dann stand er auf, nahm das leere Weinglas und die Tüte mit den Grissinis vom Tisch und brachte alles in die Küche. Sein Blick fiel durch das Fenster nach draußen. Es war noch früh im Jahr und schon lange dunkel. Der große Garten lag still da. Kein Lüftchen regte sich. Vincent warf einen Blick auf die Uhr. Schon halb elf. Wo blieb nur Melinda? Seine Schwester hatte das Haus kurz nach achtzehn Uhr verlassen und gesagt, sie werde bald zurück sein. Vincent wurde unruhig. Hoffentlich war ihr nichts geschehen. Melinda und Vincent Astner waren in einem schönen Anwesen in einem Vorort von München aufgewachsen. Die Eltern waren wohlhabend gewesen und hatten es ihren Kindern an nichts fehlen lassen. Beide hatten eine gute Ausbildung an einer Privatschule genossen, und Melinda hatte sich entschlossen, Journalistin zu werden. Vincent hingegen trat nach seiner Ausbildung als Werbekaufmann in die väterliche, erfolgreiche Werbeagentur ein. Vor drei Jahren wurde das schöne, friedliche Leben, das sie führten, aber jäh durch ein Lawinenunglück zerstört, bei dem Veronika und Heiner Astner ums Leben kamen.
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Weil es noch Liebe gibt - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Extra
– 179 –
Weil es noch Liebe gibt
Patricia Vandenberg
Vincent Astner schaute gelangweilt auf das Fernsehbild. Er hatte sich die Zehn-Uhr-Nachrichten angeschaut und dann durch alle Kanäle geschaltet. Doch keine Sendung fesselte seine Aufmerksamkeit. Er gähnte und schaltete den Fernseher aus. Dann stand er auf, nahm das leere Weinglas und die Tüte mit den Grissinis vom Tisch und brachte alles in die Küche. Sein Blick fiel durch das Fenster nach draußen. Es war noch früh im Jahr und schon lange dunkel. Der große Garten lag still da. Kein Lüftchen regte sich.
Vincent warf einen Blick auf die Uhr. Schon halb elf. Wo blieb nur Melinda? Seine Schwester hatte das Haus kurz nach achtzehn Uhr verlassen und gesagt, sie werde bald zurück sein. Vincent wurde unruhig. Hoffentlich war ihr nichts geschehen.
Melinda und Vincent Astner waren in einem schönen Anwesen in einem Vorort von München aufgewachsen. Die Eltern waren wohlhabend gewesen und hatten es ihren Kindern an nichts fehlen lassen.
Beide hatten eine gute Ausbildung an einer Privatschule genossen, und Melinda hatte sich entschlossen, Journalistin zu werden.
Vincent hingegen trat nach seiner Ausbildung als Werbekaufmann in die väterliche, erfolgreiche Werbeagentur ein. Vor drei Jahren wurde das schöne, friedliche Leben, das sie führten, aber jäh durch ein Lawinenunglück zerstört, bei dem Veronika und Heiner Astner ums Leben kamen.
Melinda hatte einen schweren Schock erlitten, und auch Vincent konnte den plötzlichen Tod der Eltern schwer verkraften. Da die beiden nur eine Cousine ihres Vaters hatten, die zudem in Österreich wohnte, und es sonst keine Verwandten gab, beschlossen sie, zusammen ihr Elternhaus zu bewohnen. Das fiel ihnen nicht schwer, da sie schon immer eine innige Beziehung zueinander gehabt hatten.
Deshalb war Vincent inzwischen ernsthaft beunruhigt. Wo blieb Melinda nur?
Nervös holte er das Telefon und versuchte sie über Handy zu erreichen. Doch er hatte kein Glück, es antwortete nur eine weibliche Stimme, daß der Teilnehmer nicht zu erreichen sei.
Gerade hatte er das Telefon zur Seite gelegt, als es klingelte.
Vincent hob ab. Er wurde blaß, während er lauschte.
»Ja, natürlich, ich habe verstanden. Ich komme sofort.«
Er legte den Hörer auf. Hastig zog er eine Jacke über, griff nach dem Autoschlüssel und verließ das Haus.
Dr. Hans-Georg Leitner betrachtete besorgt die blasse junge Frau, die sein Freund und Kollege Daniel Norden vor einer Stunde in die Leitner-Klinik bringen ließ und die jetzt in einen unruhigen Schlaf gefallen war. Sie war zu Dr. Norden gekommen, um einen Schwangerschaftstest machen zu lassen und war bei Daniel in der Praxis zusammengebrochen. Dieser hatte nicht gezögert und die Patientin in die Klinik eingeliefert.
Melinda Astner war im dritten Monat schwanger, wie Dr. Leitner bei einer Ultraschalluntersuchung feststellte. Doch woher dieser Schwächeanfall gekommen war, konnte er noch nicht erklären, denn es gab keine Anzeichen einer Erkrankung. Deshalb erwartete er die Ergebnisse der Blutuntersuchung aus dem Labor.
Nachdem die Identität und der Wohnort der jungen Frau anhand der Papiere, die sie bei sich trug, festgestellt werden konnte, hatte Georg Leitner dort angerufen und mit ihrem Bruder telefoniert. Dieser wollte auch sofort kommen.
Leise betrat Schwester Isabella den Untersuchungsraum.
»Herr Astner ist gekommen. Er möchte seine Schwester sehen«, sagte sie.
»Ich möchte zuerst mit ihm sprechen. Sie ist gerade eingeschlafen und soll jetzt nicht gestört werden.«
Schwester Isabella nickte nur.
»Guten Abend, Herr Astner, ich bin Dr. Leitner«, begrüßte Hans-Georg Vincent Astner. Er sah einen jungen Mann mit offenem Gesicht vor sich, der ihm auf Anhieb sympathisch war.
»Bitte setzen Sie sich!«
»Darf ich zuerst meine Schwester sehen?« fragte Vincent besorgt.
»Sie ist gerade eingeschlafen, und ich möchte gerne ein paar Informationen von Ihnen. Später können Sie zu ihr.«
»Was ist geschehen?«
Kurz schilderte Georg Leitner die Vorkommnisse.
Vincent war vor den Kopf gestoßen.
»Melli ist schwanger? Aber wieso hat sie mir nichts davon gesagt?«
»Ich kenne viele Geschwister, die solche Intimitäten nicht teilen würden. Zumal die Schwangerschaft ja noch am Anfang ist, erst in der neunten Woche.«
»Ich möchte betonen, daß zwischen Melinda und mir ein absolutes Vertrauensverhältnis besteht. Wir haben uns schon immer gut verstanden, und seit dem Tod unserer Eltern stehen wir uns besonders nahe. Ich war immer für Melli da, als es ihr so schlecht ging, deswegen kann ich gar nicht verstehen, warum sie mir so etwas verschweigt.«
Vincent war sichtlich vor den Kopf gestoßen.
»Wissen Sie, wer der Vater sein könnte?« fragte Dr. Leitner.
»Keine Ahnung. Soviel ich weiß, hatte sie in letzter Zeit keinen Freund. Aber offensichtlich bin ich in ihr Leben nicht so eingeweiht, wie ich es dachte«, sagte er leise.
»Verletzter Stolz ist jetzt nicht angebracht, Herr Astner. Die Gesundheit Ihrer Schwester ist wichtiger«, mahnte Georg Leitner.
Vincent zuckte unter den strengen Worten zusammen.
»Natürlich haben Sie recht. Ich bin ziemlich durcheinander. Wie geht es ihr und dem Kind?«
»Körperlich scheint alles in Ordnung zu sein, aber Ihre Schwester ist physisch und offenbar auch psychisch sehr angegriffen. Ist Ihnen in letzter Zeit etwas aufgefallen?«
»Ehrlich gesagt bin ich beruflich momentan sehr eingespannt, so daß ich Melli nicht so oft wie sonst gesehen habe. Aber Sie haben recht. Als sie heute abend das Haus verließ, schien sie sehr nervös zu sein. Warum habe ich das nur nicht beachtet?«
»Hinterher ist man immer klüger. Sie können das wieder gutmachen, wenn Sie jetzt viel Zeit für sie haben. Vielleicht vertraut sie Ihnen an, was geschehen ist. Das wäre eine große Hilfe für uns, damit wir ihr optimal helfen können.«
»Ich werde tun, was ich kann«, antwortete Vincent betreten. »Darf ich sie jetzt sehen?«
»Natürlich. Aber wecken Sie sie bitte nicht, wenn sie schläft. Ruhe ist sehr wichtig für sie.«
Leise betrat Vincent das Krankenzimmer.
Melinda war inzwischen aufgewacht und wandte den Kopf zur Tür. Ein Lächeln erschien auf ihrem blassen Gesicht, als sie ihren Bruder sah.
»Vince, mein Lieber, gerade habe ich mir gewünscht, du wärest hier!« sagte sie leise und streckte ihm die Hand entgegen.
»Schwesterchen, was machst du denn für Sachen? Ich habe mir solche Sorgen um dich gemacht«, sagte Vincent liebevoll, während er sich einen Stuhl ans Bett zog und ihre Hand ergriff.
»Ich war bei Dr. Norden. Bei der Untersuchung wurde mir auf einmal schwindlig, und dann muß ich kurz ohnmächtig geworden sein. Als ich wieder zu mir kam, lag ich auf einer Liege, und der Doktor hatte schon einen Krankenwagen bestellt. Eigentlich wollte ich nicht hierher, aber er hat darauf bestanden.«
»Es ist besser so, Melli. Mir scheint, du brauchst Ruhe. Einfach so wird man ja nicht ohnmächtig«, antwortete Vincent und spielte den Ahnungslosen. Er wollte herausfinden, ob Melinda ihm noch vertraute.
»Es ist nicht einfach so, Vince. Ich bin schwanger. Da kommt es schon einmal vor, daß der Körper verrückt spielt«, gestand sie und senkte den Blick.
Vincent atmete auf. Zumindest hatte sich an ihrem guten Verhältnis nichts geändert. Aber warum hatte sie ihm nicht von dem Vater des Kindes erzählt? Ein unbehaglicher Gedanke beschlich ihn, als er drei Monate zurückdachte, denn da hatte er um den Auftrag eines einflußreichen Kunden gekämpft. Die Ausarbeitung eines Marketingkonzeptes hatte seine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch genommen und er war über mehrere Wochen nicht ansprechbar gewesen. Wenn er genau darüber nachdachte, hatte sich Melinda in dieser Zeit sehr von ihm zurückgezogen. Ihm war das nicht weiter aufgefallen, so sehr war
