Über dieses E-Book
"Du wirst mich heiraten, sonst …." Ellie traut ihren Ohren nicht. Nikolai erpresst sie! Sicher, sie würde alles für seine kleine Nichte tun. Aber niemals das Bett mit dem attraktiven Russen teilen - oder doch? Wenn sein Kuss bloß nicht so unvergesslich wäre …
Maggie Cox
<p>Schreiben und Lesen gingen bei Maggie Cox schon immer Hand in Hand. Als Kind waren ihre liebsten Beschäftigungen Tagträumen und das Erfinden von Geschichten. Auch als Maggie erwachsen wurde, zu arbeiten begann, heiratete und eine Familie gründete blieben ihre erfundenen Heldinnen und Helden ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Was immer auch am Tag geschehen mochte – nachts kehrte Maggie in ihr Bett zurück und ließ ihre Figuren neue spannende und romantische Abenteuer erleben. Während ihrer langjährigen Karriere als Sekretärin drehte sich Maggies ganzes Leben um das Schreiben: Tagsüber verfasste sie nüchterne Geschäftsbriefe, abends füllte sie Seite um Seite in ihren Notizbüchern. Diese romantischen Geschichten blieben allerdings viele Jahre lang ihr Geheimnis – bis Maggie eines Tages ihren zweiten Mann kennenlernte, die große Liebe ihres Lebens! Er brachte Maggie dazu, ihre Geschichten bei verschiedenen Verlagen einzureichen. Und im Juli 2002 war sie endlich am Ziel ihrer Träume: Der berühmte Liebesromanverlag Mills & Boon veröffentlichte Maggies ersten Roman, der bei CORA unter dem Titel: Vertrau auf dein Herz erschien. Seitdem kann Maggie sich endlich ganz der Liebe widmen. Inzwischen sind bereits zahlreiche romantische Geschichten aus ihrer Feder erschienen, und ihre weltweite Fangemeinde wächst mit jedem neuen Buch.</p>
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Buchvorschau
Nur einen Kuss vom Glück entfernt - Maggie Cox
IMPRESSUM
Nur einen Kuss vom Glück entfernt erscheint in der HarperCollins Germany GmbH
© 2009 by Maggie Cox
Originaltitel: „Bought: For His Convenience or Pleasure?"
erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe JULIA EXTRA
Band 344 - 2012 by Harlequin Enterprises GmbH, Hamburg
Übersetzung: Rick Benschge
Umschlagsmotive: KatarzynaBialasiewicz / Thinkstock
Veröffentlicht im ePub Format in 03/2016 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733773335
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:
BACCARA, BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, MYSTERY, TIFFANY
Alles über Roman-Neuheiten, Spar-Aktionen, Lesetipps und Gutscheine erhalten Sie in unserem CORA-Shop www.cora.de
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1. KAPITEL
„Kannst du dich erinnern, was passiert ist, Elizabeth?"
Seine Stimme schien aus weiter Ferne zu ihr zu dringen, wie in einem Traum. Ellie schwebte zwischen Schlafen und Wachen, ihr Bewusstsein schwand und kehrte zurück, wie es ihm gerade gefiel. Sich zu konzentrieren war so gut wie unmöglich. Aber eigentlich wollte sie sich auch gar nicht konzentrieren. Lieber zog sie sich zurück in den warmen, weichen Wattebausch der Bewusstlosigkeit, in dem sie sich geborgen fühlte. Am liebsten hätte sie sich für immer dorthin zurückgezogen, denn dort war sie vor der verstörenden Wirklichkeit sicher. Jedes Mal, wenn sie zu sich kam, ergriff sie kalte Panik.
Etwas Schlimmes musste passiert sein. Warum wollte dieser Mann, dass sie sich erinnerte? Für einen kurzen Moment richtete sie den Blick direkt auf sein düsteres markantes Gesicht. Schnell schloss sie die Augen wieder. Der zusammengepresste Mund, der unbarmherzige Ausdruck, die vorwurfsvollen Augen – sie ertrug es nicht. Warum fühlte sie sich unter seinem Blick so schuldig? Als ob sie etwas Furchtbares getan hätte – etwas wirklich Furchtbares. Wenn sie sich doch nur erinnern könnte …
Aber vielleicht war es besser, dass sie es nicht konnte. Gnädig erlöste sie die Bewusstlosigkeit ein weiteres Mal von den quälenden Fragen. Sie lag im Krankenhaus – so viel wusste sie. Und dieses Wissen reichte ihr vorläufig völlig.
Er war wieder da – oder noch immer. Sein schwarzer Anzug verstärkte den finsteren und bedrohlichen Eindruck noch, den er auf sie machte. Trauerte er um jemanden? Fast schien es so. Wieso stand er jedes Mal, wenn sie die Augen öffnete, an ihrem Bett? Worauf wartete er?
Vage hatte sie das Gefühl, dass eine persönliche Verbindung zwischen ihr und diesem Mann bestand. Sie spürte, dass die Erinnerung zum Greifen nahe lag, doch sie entzog sich ihr jedes Mal, wenn sie die Hand danach ausstreckte. Was blieb, war das ungute Gefühl, etwas Schreckliches getan zu haben oder zumindest dafür verantwortlich zu sein. Bewusst vermied sie, sich auszumalen, was es sein könnte, und ließ stattdessen den Blick durch das nüchtern eingerichtete Zimmer wandern. Die Wände waren in nichtssagendem Beige gestrichen. Die Luft war erfüllt von dem typisch schalen Krankenhausgeruch, der alles zu durchdringen schien. Der untere Teil ihres Körpers fühlte sich seltsam schwer an. Sie blickte an sich hinab und sah zum ersten Mal, dass ihre Beine eingegipst waren. Leise stöhnte sie auf, presste ihre Wange ins Kissen und schloss wieder die Augen.
Wenige Tage später erwachte Ellie und blickte in ein Gesicht, an das sie sich tatsächlich erinnerte: das ihres Vaters.
„Keine Sorge, Kleines. Er tätschelte ihre Hand, als sei sie ein hilfloses Kind. „Dein alter Herr weiß, was zu tun ist. Ich werde dich so schnell wie möglich hier wegbringen. Wie man verschwindet und untertaucht, damit kennt Tommy Barnes sich aus. In zwanzig Jahren habe ich da den einen oder anderen Kniff gelernt!
„Der Visagist ist jetzt bereit für Sie, Dr. Lyons. Susie bringt Sie hin."
Ellie konnte nicht gerade behaupten, dass es sie sonderlich begeisterte, in einer dieser dämlichen Nachmittagstalkshows aufzutreten. Ebenso wenig erfreute sie die Bezeichnung, die ihr die Londoner Medien verpasst hatten, seit sie dem drogenabhängigen Sohn eines bekannten Politikers geholfen hatte, der obdachlos auf der Straße gelandet war: „die Pferdeschwanz-Psychologin". Das klang, als sei sie erst fünfzehn – eine Vorstellung, die Ellie mit Grauen erfüllte. Nie wieder wollte sie ein so junges und unerfahrenes Ding sein. Mittlerweile war sie überzeugt, dass zumindest einige Dinge mit dem Alter besser wurden. Ihr Lebensweg war zwar manchmal steinig und steil gewesen, mit vielen unerwarteten Wendungen, gleichwohl hatte sie alle Hindernisse bewältigt und etwas im Leben erreicht.
Die größte Überraschung war gewesen, dass ihr Vater ihr geholfen hatte, wenn auch auf die ihm eigene chaotische und unkonventionelle Art. Nach dem Unfall vor fünf Jahren hatte er ihr beigestanden, und der Umzug von London nach Schottland war eine der besten Entscheidungen ihres Lebens gewesen. Mit frischem Elan hatte sie ihr Psychologiestudium abgeschlossen, sodass sie endlich die Arbeit machen konnte, die sie sich schon immer gewünscht hatte.
Dann, vor etwa einem Jahr, hatte sich die Möglichkeit ergeben, nach London zurückzukehren und im East End in einem Hilfsprojekt für Jugendliche mitzuarbeiten, die auf der Straße lebten. Das Projekt lag ihr sehr am Herzen. Nur zu gut kannte sie das Gefühl, einsam und verlassen zu sein, weshalb sie alles tat, den Jugendlichen so viel zu helfen wie möglich. Aber zumindest diese Woche – eventuell auch länger – wohnte und arbeitete sie nicht im armen Osten Londons, sondern im Süden der Stadt, in Chelsea. Dort hatte sie der Sender, für den sie in einem mehrteiligen Talkshow-Special über die lächerlichen Teenagerprobleme der Kinder einiger B-Promis auftrat, in einem kleinen, aber feinen Hotel untergebracht.
Eigentlich hätte sie auch gut ohne diese zusätzliche Verpflichtung leben können. Die kleine Praxis, die sie in Hackney eingerichtet hatte, lief immer besser. Außerdem hatte sie ein schlechtes Gewissen, ihre Arbeit in der Unterkunft für obdachlose Jugendliche zu vernachlässigen. Schließlich war es dort, wo sie tatsächlich etwas ausrichten, Menschen in Not helfen konnte. Genau dafür hatte sie das schwere Studium auf sich genommen. Aber die Bezahlung für diesen Fernsehjob war einfach zu gut, um darauf zu verzichten. So hatte die ungewollt erlangte Berühmtheit wenigstens ein Gutes: Sie half, die magere Finanzierung für das Projekt aufzubessern.
Nach der Sendung fuhr Ellie zurück ins Hotel. Kaum war sie durch die Drehtür ins Foyer getreten, winkte die Rezeptionistin sie heran. Die junge Frau mit den kurzen auberginefarbenen Haaren trug eine makellos gebügelte Uniform. Sie sagte: „Sie haben einen Besucher, Dr. Lyons. Er wartet in einem der Konferenzzimmer auf Sie, dort sind Sie ungestört. Zimmer Nummer eins, einfach den Korridor entlang."
Misstrauisch runzelte Ellie die Stirn. Sie hatte erfahren müssen, dass in ihrem Beruf eine gewisse Vorsicht anbracht war. Die Natur ihrer Tätigkeit brachte es mit sich, dass Patienten oder deren Angehörige manchmal wütend wurden und versuchten, sie außerhalb der Praxis abzufangen, um ihr die Meinung zu sagen. Sie war alles andere als in der Stimmung, einen empörten Zuschauer oder wütenden Verwandten eines Patienten zu besänftigen.
„Wer ist es?", fragte Ellie.
Die junge Angestellte warf ihr einen vielsagenden, beinahe bewundernden Blick zu. Er schien zu besagen, dass es sich nicht um irgendwen handele. Ellie konnte nur mit Mühe ein Gähnen unterdrücken.
„Mr Nikolai Golitsyn", antwortete die Rezeptionistin mit wichtiger Miene.
„Sind Sie sicher?", fragte Ellie erstaunt zurück, mit einem Mal hellwach.
Unversehens wurden ihre Knie weich wie Butter. Alle Kraft schien aus ihrem Körper zu schwinden. Für einen kurzen Augenblick drehte sich ihr alles vor Augen. Nikolai Golitsyn … Der Name des Mannes, der sie bis in ihre Träume verfolgte und der ihr das Leben noch schwerer gemacht hatte als ihr unzuverlässiger Vater. Obwohl sie sich davor ängstigte, ihn wiederzusehen, regte sich jenseits der Angst eine leise Sehnsucht. Eine Sehnsucht, die über die Jahre nie nachgelassen hatte.
„Selbstverständlich bin ich sicher, Dr. Lyons!", erwiderte die junge Frau beinahe beleidigt.
Ellie biss sich nervös auf die Lippe. Wie hat er mich nach all den Jahren gefunden? Ihr Vater hatte alle Spuren sorgfältig verwischt und sie sogar dazu überredet, den Mädchennamen ihrer Mutter anzunehmen und „Elizabeth offiziell zu „Ellie
zu verkürzen. Aber natürlich war es angesichts ihrer Medienpräsenz in der letzten Zeit nicht auszuschließen gewesen, dass ihr ehemaliger Arbeitgeber sie aufspürte. Von Zeit zu Zeit hatte sie besorgt darüber nachgedacht.
Sie tastete nach ihrem blonden Pferdeschwanz. Ihre Finger zitterten, was sie kaum überraschte. „Danke", murmelte sie.
„Gern geschehen!" Der Anflug von Ärger in der Stimme der jungen Frau war verflogen – sie lächelte wieder breit und strahlend.
Sie lächelt wie jemand, der liebevoll behütet in einer intakten Familie aufgewachsen ist, dachte Ellie. Mit Freunden, die einen auffangen, wenn es mal nicht so gut läuft. Sie wird noch lernen, dass das Leben auch hart sein kann. Leichter Neid stieg in ihr auf. Noch einmal fuhr sie sich mit der Hand übers Haar und ordnete ein paar lose Strähnen, die sich aus dem Haarband gelöst hatten. Dann strich sie den Stoff ihres eleganten schwarzen Hosenanzugs glatt und machte sich auf den Weg zum Konferenzzimmer. Sie fühlte sich wie ein Häftling auf dem Weg zur Verurteilung, und dieses Gefühl gefiel ihr gar nicht.
„Hallo." Die alltägliche Begrüßung, die ihr völlig automatisch über die Lippen kam, klang falsch und unpassend.
Der Mann saß an dem langen polierten Konferenztisch und trommelte laut mit den Fingern darauf, als sei seine Geduld schon vor Stunden erschöpft gewesen. Als Ellie eintrat, erhob er sich. Seine Präsenz war beeindruckend, mit einem Mal war die Luft wie elektrisiert. Er war groß und durchtrainiert, dabei wirkte er gleichzeitig schlank. Der maßgeschneiderte Anzug brachte seine breiten Schultern vorzüglich zur Geltung, und unter dem teuren Stoff ließen sich feste Muskeln erahnen. „Beeindruckend" war eigentlich eine Untertreibung – er wirkte einschüchternd. Dieser Mann hätte einer Armee aus hartgesottenen Söldnern Respekt eingeflößt.
Vor allem aber fühlte sich Ellie emotional bedroht, was sie zutiefst
