Endlich die richtige neue Mutti!: Sophienlust 112 – Familienroman
Von Judith Parker
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Über dieses E-Book
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.
Tiefblau wölbte sich der Himmel über der alten Lagunenstadt. Die Fassaden der Paläste spiegelten sich im dunklen Wasser des Canale Grande. Sinnend blickte der schwarzhaarige Gondoliere mit den glutvollen schwarzen Augen auf das Paar vor sich in die Gondel. Dann fing er an zu singen. Seine kraftvolle Tenorstimme übertönte das leise Plätschern des Ruderschlages und trug die zu Herzen gehende Melodie des venezianischen Volksliedes weit über die Dächer hinweg.
Nella lehnte ihren Kopf an Lukas' Schulter und überließ sich mit einem glücklichen Lächeln der verliebten Stimmung. Endlich hatte sich ihr Wunsch erfüllt. Endlich gehörte Lukas ihr.
Anbetungsvoll blickte sie zu dem geliebten Mann auf, in dessen schiefergrauen Augen sie nichts als Liebe las. Süße Schauer liefen ihr über die Haut, als er sie an sich zog und küsste. »Nella, geliebte kleine Nella«, flüsterte er und küsste sie wieder. »Nella, ich liebe dich seit einer Ewigkeit. Nella …«
In diesem Augenblick wurde die Schläferin etwas unsanft aus dem Land der Träume in die Wirklichkeit zurückgerufen.
»Nella! Nella! So wach doch auf! Nella, so hör doch! Draußen ist das herrlichste Wetter«, erklang Uschis helle Stimme.
Cornelia Engelbert, genannt Nella, fand sich nur schwer zurecht. Als ihr klar wurde, dass ihr Beisammensein mit Lukas in der Gondel nur ein Traum gewesen war, hatte sie das Gefühl, etwas Unwiederbringliches verloren zu haben.
Was soll's, dachte sie und lächelte das ungefähr achtjährige Mädchen, das vor ihr stand, an. »Ist es denn schon so spät?«, fragte sie verwundert.
»O ja, es ist gleich sieben Uhr. Thomas und ich sind heute schon ganz früh aufgestanden.
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Buchvorschau
Endlich die richtige neue Mutti! - Judith Parker
Sophienlust
– 112 –
Endlich die richtige neue Mutti!
Judith Parker
Tiefblau wölbte sich der Himmel über der alten Lagunenstadt. Die Fassaden der Paläste spiegelten sich im dunklen Wasser des Canale Grande. Sinnend blickte der schwarzhaarige Gondoliere mit den glutvollen schwarzen Augen auf das Paar vor sich in die Gondel. Dann fing er an zu singen. Seine kraftvolle Tenorstimme übertönte das leise Plätschern des Ruderschlages und trug die zu Herzen gehende Melodie des venezianischen Volksliedes weit über die Dächer hinweg.
Nella lehnte ihren Kopf an Lukas’ Schulter und überließ sich mit einem glücklichen Lächeln der verliebten Stimmung. Endlich hatte sich ihr Wunsch erfüllt. Endlich gehörte Lukas ihr.
Anbetungsvoll blickte sie zu dem geliebten Mann auf, in dessen schiefergrauen Augen sie nichts als Liebe las. Süße Schauer liefen ihr über die Haut, als er sie an sich zog und küsste. »Nella, geliebte kleine Nella«, flüsterte er und küsste sie wieder. »Nella, ich liebe dich seit einer Ewigkeit. Nella …«
In diesem Augenblick wurde die Schläferin etwas unsanft aus dem Land der Träume in die Wirklichkeit zurückgerufen.
»Nella! Nella! So wach doch auf! Nella, so hör doch! Draußen ist das herrlichste Wetter«, erklang Uschis helle Stimme.
Cornelia Engelbert, genannt Nella, fand sich nur schwer zurecht. Als ihr klar wurde, dass ihr Beisammensein mit Lukas in der Gondel nur ein Traum gewesen war, hatte sie das Gefühl, etwas Unwiederbringliches verloren zu haben.
Was soll’s, dachte sie und lächelte das ungefähr achtjährige Mädchen, das vor ihr stand, an. »Ist es denn schon so spät?«, fragte sie verwundert.
»O ja, es ist gleich sieben Uhr. Thomas und ich sind heute schon ganz früh aufgestanden. Wir waren schon im Garten. Auch Theo ist schon auf. Und Lisa bereitet schon das Frühstück zu. Wir wollen doch gleich nach dem Frühstück losfahren. Thomas und ich können es kaum erwarten, wieder die Tiere im Tierheim Waldi & Co. zu besuchen. Tante Andrea hat gesagt, sie würde auch Nick, Pünktchen und Henrik zu sich einladen und …«
»Halt erst einmal die Luft an, Uschi«, unterbrach Nella lachend den Redeschwall des Kindes. »Ich muss erst einmal zu mir kommen.« Sie stieg aus dem Bett und trat ans Fenster. »Es ist tatsächlich herrliches Wetter. Ich werde mich beeilen«, versicherte sie.
»Fein, Nella. Und dann frühstücken wir gleich. Die alte Gunda steht ja noch lange nicht auf.«
»Uschi, bitte, so darfst du nicht von deiner Stiefmutter reden«, ermahnte Nella das Mädchen.
»Pah, du kannst sie ja auch nicht leiden. Oder kannst du sie leiden?« Uschi sah ihre Tante prüfend an. Dabei blitzte es in ihren dunkelblauen Augen aufsässig auf.
»Bitte, Uschi, lauf jetzt nach unten, damit ich mich anziehen kann«, wich Nella einer Antwort aus. Natürlich konnte sie Lukas’ zweite Frau nicht leiden. Gunda hatte ihr von Anfang an nicht gefallen.
Uschi lächelte Nella verschmitzt an, als wollte sie sagen: »Na ja, ich verstehe dich auch so.« Sie warf Nella noch eine Kusshand zu und flitzte dann aus dem Zimmer. Etwas unsanft fiel die Tür hinter ihr ins Schloss. »Entschuldige, Nella, das war nicht absichtlich!« Rasch steckte Uschi den Kopf noch einmal ins Zimmer. Danach schloss sie die Tür ganz leise.
Nella lachte herzlich auf. Noch keine Stunde hatte sie bereut, dass sie nach dem frühen Tod ihrer um vier Jahre älteren Schwester Ingeborg in die luxuriöse Wiesbadener Villa, die ihr Schwager Lukas Grundner von seinen Eltern geerbt hatte, übersiedelt war, um die Erziehung ihrer Nichte Uschi und ihres Neffen Thomas zu übernehmen. Ein Leben ohne die Kinder konnte sie sich nicht mehr vorstellen.
Beim Tod ihrer Schwester war Uschi vier und Thomas fünf Jahre alt gewesen. Von Anfang an hatten die beiden Kinder sich geweigert, sie Tante Nella zu nennen. »Du siehst ja selbst noch wie ein Kind aus«, hatte Lukas lächelnd erklärt, als sie ihm das erzählt hatte. »Kinder stellen sich eine Tante älter und respektvoller vor.«
»Ich bin aber doch schon zwanzig«, hatte sie gerufen.
»Das ist allerdings ein beachtliches Alter.« Er hatte ihr amüsiert zugezwinkert.
Bei der Erinnerung daran schlich sich Wehmut in Nellas Herz. Ja, das war der Augenblick gewesen, in dem sie sich in ihren Schwager verliebt hatte. Von diesem Tag an war sie eitel geworden. Aber zu ihrem Kummer hatte sie immer wieder feststellen müssen, dass sie mit ihren unregelmäßigen Zügen und der etwas zu großen Nase niemals eine Schönheit werden würde. Das einzig Hübsche an ihr waren ihre übergroßen dunklen Augen mit den unwahrscheinlich langen Wimpern. Na ja, und der Mund war auch ganz hübsch. Auch hatte sie eine recht passable Figur.
Nella schlüpfte aus ihrem Nachthemd und eilte in das Badezimmer, das zu ihrem Zimmer gehörte. Als sie sich unter die Dusche stellte, dachte sie an Ingeborg.
Ja, Ingeborg war wunderschön gewesen. Ein ganz anderer Typ als sie. Sie hatte sehr schöne blonde Haare gehabt und grüne Augen. Und ihre Züge waren ebenmäßig gewesen. Schon als kleines Mädchen war immer nur Ingeborg bewundert worden, während man sie meist gar nicht beachtet hatte.
Aber nun war Ingeborg tot. Fünf Jahre lag sie schon in der Familiengruft der Grundners auf dem Wiesbadener Friedhof.
Nella seufzte und stieg aus ihrer Badewanne, um sich abzutrocknen. Die letzten fünf Jahre waren ihr wie im Flug vergangen. In den ersten vier Jahren hatte sie noch immer gehofft, dass Lukas für sie mehr Interesse zeigen und in ihr nicht nur die kleine Schwester seiner verstorbenen Frau sehen würde. Aber dann hatte er Gunda Elgner geheiratet.
Das junge Mädchen verscheuchte die quälenden Gedanken. Lukas hatte sich nun einmal für das bildhübsche Mannequin entschieden und sollte nun auch zusehen, wie er mit Gunda fertig wurde.
Nella wählte für diesen Tag, den sie mit Uschi und Thomas in Bachenau verbringen wollte, lange weiße Hosen und einen ärmellosen weißgrün gestreiften Pulli. Dazu nahm sie eine Wolljacke mit.
Mit der Bürste fuhr sie sich schnell noch einmal über ihr kastanienbraunes Haar. Wie ein glänzender Helm lag es um ihren schmalen Kopf. Vielleicht sollte ich es länger tragen, überlegte sie, als sie noch einen letzten Blick in den Spiegel warf. Gunda trägt es auch länger. Sie hat wirklich herrliches Haar. Rote Haare, grüne Augen! Das war früher einmal mein Ideal. Wäre ich so schön wie Gunda, hätte Lukas …
»Hör endlich zu spinnen auf«, befahl Nella sich selbst laut. »Ich hätte auch hässlicher werden können. Außerdem ist Lukas für mich verloren. Er liebt Gunda.« Aber tat er das wirklich? Doch was ging sie das an?
Nella steckte ihrem Spiegelbild blitzschnell die Zunge heraus und eilte dann aus dem Zimmer. Leichtfüßig lief sie die Treppe hinunter, die in die Wohnhalle führte. Sie hörte das fröhliche Lachen der Kinder und ging ihm nach.
Uschi und Thomas, die einander so auffallend ähnlich sahen, saßen bereits an dem gedeckten Frühstückstisch auf der Terrasse. Der weißgepunktete rote Sonnenschirm war aufgespannt und warf einen rötlichen Schatten auf die weißen Fliesen.
»Endlich!«, rief Thomas und erhob sich, um Nella einen Guten-Morgen-Kuss zu geben. Für seine zehn Jahre war er auffallend groß.
Nella gab ihm einen liebevollen Klaps auf seine pralle Hinterseite und erklärte: »Thomas, mir scheint, du bist wieder gewachsen. Wenn du so weiterwächst, überragst du mich bald.«
»Ich bin ja auch ein Mann.« Stolz warf er sich in die Brust.
»Aber ich wachse auch, Nella.« Mit einer ungebärdigen Bewegung warf Uschi den Kopf in den Nacken, sodass ihre dunkelblonde Mähne nach hinten flog.
»Aber ja, Uschi.« Nella setzte sich.
Im gleichen Augenblick erschien der Butler Theo mit der Kaffeekanne. »Guten Morgen, Fräulein Engelbert«, begrüßte er sie formell und schenkte ihr Kaffee ein.
»Guten Morgen, Theo«, erwiderte Nella liebenswürdig. Dabei unterdrückte sie ein Lächeln. Obwohl sie nun so viele Jahre in dieser Villa lebte, hatte sie sich noch immer nicht an Theos steife Vornehmheit gewöhnt. Aber er würde sich gewiss auch nicht mehr ändern mit seinen sechzig Jahren, dachte sie.
»Du, Nella, ob Vati bald wiederkommt?«, fragte Uschi kauend.
»Man spricht nicht mit vollem Mund, Uschi. Ja, er wird wohl am Dienstag aus London zurückkommen. Ihr wisst ja, dass er als Werbefachmann ein stark engagierter Mann ist.« Nella bestrich das noch warme Toastbrot, das Theo ihr gereicht hatte, mit goldgelber Butter und biss dann herzhaft hinein.
»Ich werde auch einmal Werbefachmann«, erklärte Thomas. »Darf ich noch einen Toast haben, Nella?«
»Aber ja, Thomas«, erlaubte sie lachend. »Dein Vater hofft ja auch sehr, dass du in seine Fußstapfen trittst, Thomas.«
»Ich weiß das, Nella. Ich werde dann auch später seine Werbeagentur übernehmen.«
»Zuerst wirst du wohl bei ihm arbeiten«, meinte Nella. »Dein Vater ist ja noch jung und …«
»Jung? Das finde ich nicht«, bemerkte Uschi. »Vati wird doch schon achtunddreißig. Er hat auch schon ein paar graue Haare.«
»Deshalb braucht man noch nicht alt zu sein.« Nella lachte hellauf. Doch plötzlich spürte sie instinktiv, dass sie beobachtet wurde. Sie riskierte einen schnellen Blick nach oben und sah einen roten Haarschopf, der eben von einem Fenster des oberen Stockwerks zurückwich.
Also war Gunda schon wach. Glücklicherweise brauchte sie unendlich
