Vom Vater ausgenutzt: Sophienlust 164 – Familienroman
Von Susanne Svanberg
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Über dieses E-Book
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.
Unzählige elektrische Kerzen tauchten die riesige Vorhalle des Theaters in funkelndes Licht, sodass die Farben der Seidentapeten und der echten Teppiche voll zur Geltung kamen. Elegant gekleidete Menschen standen plaudernd beisammen. Viele drängten sich an den Bars zu beiden Seiten des Eingangs.
Längst waren die Plätze auf den hohen Stühlen besetzt. Alexander von Schoenecker, der große gut aussehende Gutsbesitzer, hatte eben zwei Gläser Sekt erstanden und bahnte sich nun einen Weg zurück zu der Säule, an der Denise auf ihn wartete.
»Entschuldige bitte, es ging nicht rascher.« Stolz sah Alexander seine hübsche Frau an.
Denise nahm ihr Glas entgegen und gab den verliebten Blick offen zurück. »Ich weiß«, antwortete sie mit zärtlicher Stimme.
»Auf den wunderschönen Abend mit dir!« Alexander hob sein Glas. Seine dunklen Augen strahlten seine Frau an. »Du siehst wieder einmal ganz wundervoll aus, Denise. Jung, begehrenswert, schlank und schön wie eine Göttin.«
»Wenn man so glücklich ist wie ich, ist das ganz selbstverständlich«, gab Denise charmant zurück. Sie liebte ihren Mann und zeigte ihm das bei jeder Gelegenheit.
Hell klangen die Gläser zusammen.
»Weißt du, was ich am liebsten tun würde? Dich fest in die Arme nehmen und lange und zärtlich küssen.«
Denise verschluckte sich fast. »Du benimmst dich wie ein verliebter Primaner«, rügte sie lachend. »Was sollen denn die Leute denken?«
»Das ist mir gleichgültig.« Liebevoll legte Alexander den Arm um die bloßen Schultern seiner Frau. Ihr langes Kleid aus heller Seide harmonisierte einzigartig mit dem dunklen schick frisierten Haar. Das Schönste an Denise aber war ihre makellose Haut, auf der ein kostbares Collier
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Buchvorschau
Vom Vater ausgenutzt - Susanne Svanberg
Sophienlust
– 164 –
Vom Vater ausgenutzt
Die kleine Marina wird um ihre Kindheit betrogen ...
Susanne Svanberg
Unzählige elektrische Kerzen tauchten die riesige Vorhalle des Theaters in funkelndes Licht, sodass die Farben der Seidentapeten und der echten Teppiche voll zur Geltung kamen. Elegant gekleidete Menschen standen plaudernd beisammen. Viele drängten sich an den Bars zu beiden Seiten des Eingangs.
Längst waren die Plätze auf den hohen Stühlen besetzt. Alexander von Schoenecker, der große gut aussehende Gutsbesitzer, hatte eben zwei Gläser Sekt erstanden und bahnte sich nun einen Weg zurück zu der Säule, an der Denise auf ihn wartete.
»Entschuldige bitte, es ging nicht rascher.« Stolz sah Alexander seine hübsche Frau an.
Denise nahm ihr Glas entgegen und gab den verliebten Blick offen zurück. »Ich weiß«, antwortete sie mit zärtlicher Stimme.
»Auf den wunderschönen Abend mit dir!« Alexander hob sein Glas. Seine dunklen Augen strahlten seine Frau an. »Du siehst wieder einmal ganz wundervoll aus, Denise. Jung, begehrenswert, schlank und schön wie eine Göttin.«
»Wenn man so glücklich ist wie ich, ist das ganz selbstverständlich«, gab Denise charmant zurück. Sie liebte ihren Mann und zeigte ihm das bei jeder Gelegenheit.
Hell klangen die Gläser zusammen.
»Weißt du, was ich am liebsten tun würde? Dich fest in die Arme nehmen und lange und zärtlich küssen.«
Denise verschluckte sich fast. »Du benimmst dich wie ein verliebter Primaner«, rügte sie lachend. »Was sollen denn die Leute denken?«
»Das ist mir gleichgültig.« Liebevoll legte Alexander den Arm um die bloßen Schultern seiner Frau. Ihr langes Kleid aus heller Seide harmonisierte einzigartig mit dem dunklen schick frisierten Haar. Das Schönste an Denise aber war ihre makellose Haut, auf der ein kostbares Collier schimmerte.
Eben ertönte der Gong, der die Pause beendete und zum zweiten Teil der Vorstellung rief. Es war ein Ballettabend mit großer Besetzung.
Die Theaterbesucher strömten zu ihren Plätzen. Alexander und Denise ließen sich Zeit. Genussvoll tranken sie ihren Sekt und stellten die leeren Gläser auf eines der bereitstehenden Tabletts.
Kurz bevor der Gong zum dritten Mal ertönte, saßen sie wieder auf ihren Plätzen. Wie ein verliebtes junges Paar hielten sie sich an den Händen.
Langsam verlosch das Licht. Der Vorhang lief lautlos auseinander und gab den Blick auf eine phantasievoll dekorierte Bühne frei.
Ein gelber Vollmond spiegelte sich in einem künstlichen See. Wasserlilien wiegten sich im sanften Nachtwind. Ein Fischerkahn schaukelte auf dem Wasser. Darin saß ein einsamer junger Mann. Zauberhafte Musik erklang. Sie schien die Geister der Nacht anzulocken. Zarte, zierliche Elfen waren es, die dem See entstiegen und einen wundervollen Tanz aufführten. Regungslos, wie erstarrt, verharrte der junge Mann in seinem Boot, atemlos den nächtlichen Spuk betrachtend.
Den Zuschauern im Saal erging es kaum anders. Auch sie waren gefesselt von dem wunderschönen Bild, das sich ihnen bot, von der Anmut und Grazie der tanzenden Körper.
Auch Denise von Schoenecker sah mit brennenden Augen zur Bühne. Erinnerungen wurden in ihr wach. Erinnerungen an jene Zeit, in der sie selbst auf großen Bühnen getanzt hatte. Es war eine Zeit des Erfolgs und Triumphes gewesen, und doch wollte sie sie um keinen Preis zurückwünschen. Denn damals war sie allein gewesen. Allein mit ihrem Sohn Nick, der den Vater durch einen Unfall verloren hatte, noch bevor er zur Welt gekommen war.
Jetzt umtanzten die Elfen eine riesige Seerose, die langsam ihre Blütenblätter öffnete. Eine Prinzessin entstieg ihr. Ein feingliedriges, zartes Mädchen in einem wunderschönen Kostüm. Es trug eine Blütenkrone im blonden Haar und bewegte sich mit unglaublicher Grazie. Ein Kind war es. Ein Kind, das wundervoll tanzte, ein Kind, das alle Blicke auf sich zog.
Der junge Mann auf der Bühne entstieg seinem Boot, tanzte nun seinerseits außerhalb des Kreises. Immer wieder versuchte er die kleine Prinzessin zu erreichen, doch die Elfen verhinderten sein Eindringen in den wogenden Reigen.
Die Musik wurde rascher, die Mädchen drehten sich schneller im Tanz. Die kleine Prinzessin warf die Arme hoch und wirbelte scheinbar leicht und schwerelos über die fantastisch ausgestattete Bühne.
Nur wer etwas vom Ballett verstand, der wusste, wie schwer, wie anstrengend dieser Tanz war und wie viel Übung dazu gehörte, ihn so vollendet vorzuführen.
Denise von Schoenecker bewunderte das kleine Mädchen, das so selbstverständlich und offensichtlich mühelos sein Solo tanzte. Da stimmte jeder Schritt, jede Handbewegung, jede Drehung des biegsamen kleinen Körpers. Welch mörderisches Training musste dieses Kind hinter sich haben.
Höchstens neun Jahre mochte die Kleine sein. Woher nahm sie die Kraft, so unvergleichlich zu tanzen?
Immer rascher wurden die Drehungen, immer mehr Energie erforderten sie. Da, ganz plötzlich, verzog die kleine Tänzerin schmerzlich das Gesichtchen. Sie öffnete den Mund, als ringe sie nach Luft. Ihre kleine Hand presste sich auf die linke Brustseite. Im nächsten Augenblick sackte sie lautlos in sich zusammen. Doch sie schlug nicht auf dem Boden auf. Der junge Mann, der werbend neben den Elfen getanzt hatte, war sofort neben dem Kind und fing es geschickt auf.
Noch wirkte alles spielerisch. Man konnte glauben, dieser Zusammenbruch gehöre zur Vorstellung. Nur wenige Theaterbesucher merkten, dass es nicht so war.
Während der junge Mann mit dem leblos wirkenden Körper von der Bühne tanzte, schlug der Vorhang zusammen. Das Publikum raste vor Begeisterung. Noch einmal erschienen die Elfen, um sich zu verneigen. Der Beifall steigerte sich. Doch er galt einem kleinen Mädchen, das sich nicht mehr zeigte.
Die Vorstellung ging weiter. Ein mexikanischer Tanz mit temperamentvollen Rhythmen folgte. Danach wurde eine moderne Einstudierung gezeigt. Phantasievoll waren die Kostüme, großartig die Leistungen der Ballett-Truppe.
Trotzdem war Denise von Schoenecker nicht mehr bei der Sache. Sie musste immerzu an das kleine Mädchen denken, das auf offener Bühne zusammengebrochen war. Sie war richtig froh, als die Vorstellung schließlich zu Ende war.
»Du solltest dir keine Gedanken machen«, meinte Alexander, der ahnte, was seine hübsche Frau bewegte. »Der Vorfall passte doch ganz gut in die Vorstellung. Also war er vielleicht doch einstudiert.«
»Das war es auf gar keinen Fall«, wehrte sich Denise. »Glaub mir, wenn man selbst beim Theater war, hat man einen Blick für solche Dinge. Die Elfen sind so erschrocken, dass die ganze Harmonie gestört war.«
»Sicher gehörte das zu ihrer Rolle.«
»Nein. Dazu wirkte es viel zu echt.« Denise schüttelte missbilligend den Kopf.
Alexander wusste genau, dass seine Frau recht hatte. »Selbst wenn das ein Schwächeanfall war, können wir doch nichts tun«, meinte er mitleidig.
»Wir können uns zumindest nach Marina erkundigen.«
»Marina?«
»Marina Thormann, neun Jahre alt. Das steht im Programmheft.«
Das schöne Paar war inzwischen auf der Straße angelangt und ging zum Parkplatz.
»Ich weiß, dass du bereits überlegst, wie du Marina helfen könntest«, meinte Alexander lächelnd. Nur zu gut kannte er die Schwäche seiner Frau für Kinder. Ihrem Idealismus war es zu verdanken, dass viele Waisenkinder in Sophienlust, dem Gut, das einst Nicks Urgroßmutter gehört hatte, eine neue Heimat fanden.
»Ich werde gleich morgen Herrn Thormann anrufen«, überlegte Denise laut. »Denn ich möchte gern wissen, ob es Marina wieder besser geht. Die Sache lässt mir einfach keine Ruhe.«
»Tu das, mein Schatz. Sicher wird man dir sagen, dass alles in Ordnung ist.« Galant war Alexander seiner Frau beim Einsteigen in den Wagen behilflich.
*
Überrascht sah Alexander von Schoenecker von den Angeboten einiger Saatgutlieferanten auf. »Denise? Du besuchst mich in meinem Büro? Wie nett von dir!«
Alexander war ehrlich erfreut, denn es kam äußerst selten vor, dass seine Frau in den Seitenflügel des großen Gutshauses kam. Gewöhnlich war sie tagsüber in Sophienlust, dem ehemaligen Nachbargut, das nun als Kinderheim diente. Bis zur Volljährigkeit ihres Sohnes Nick verwaltete Denise den großen Besitz, was allerhand Arbeit mit sich brachte.
»Hoffentlich störe ich dich nicht.«
»Du störst nie.« Alexander stand auf, ging um den Schreibtisch herum und blieb vor Denise stehen. Zärtlich legte er die Arme um ihre schmale Taille. »Du weißt doch, dass ich gar nicht oft genug in deiner Nähe sein kann.«
»Ich habe bei Thormann angerufen. Es war gar nicht so einfach, seine Adresse herauszufinden. Er wohnt nämlich nicht wie die übrigen Mitglieder des Balletts im Hotel, sondern privat.«
»Nun, wie geht es der kleinen Marina?«
Denise zögerte. »Gut, sagt ihr Vater, aber das glaube ich nicht. Dieser Oswald Thormann war reichlich komisch. Richtig unfreundlich und abweisend. So, als hätte er etwas zu verbergen.«
»Vielleicht hast du dich getäuscht«, meinte Alexander in dem Bestreben, seine Frau zu beruhigen.
»Nein. Wahrscheinlich geht es ihm darum, das Kind auszunutzen, gleichgültig, ob es dabei Schaden nimmt oder nicht. Solche Fälle gibt es am Theater häufig. Manchmal steckt ein übertriebener Ehrgeiz dahinter, manchmal aber auch nur Gewinnsucht.«
»Und was können wir tun?«
»Nichts. Das ist es ja gerade. Marina hat Eltern, die für sie verantwortlich sind. Sie werden sich jede Einmischung verbieten.
