Zwei Schlingel brauchen Liebe: Sophienlust 106 – Familienroman
Von Isabell Rohde
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Über dieses E-Book
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.
»Uff!« Barbara Wirthner stellte zwei schwere Einkaufstaschen vor ihrer Wohnungstür ab. Um die Tür aufzuschließen, brauchte sie wenigstens eine freie Hand. Umständlich holte sie ihr Schlüsselbund hervor und öffnete die Tür.
»Hallo, Mami!«
Vor Barbara stand Robin, ihr zehnjähriger Sohn.
»Du bist schon da?«, fragte sie erstaunt. »Wolltest du nicht eine Radtour mit deinem neuen Freund machen?«
Robin half ihr, die schweren Taschen in die Küche zu tragen. »Doch«, erzählte er dabei. »Aber Kai durfte nicht. Seine neue Mutter ist krank. Deswegen musste er in seinem Zimmer bleiben.«
Barbaras noch junges Gesicht drückte Zweifel aus. »Bei dem schönen Wetter? Wenn ich krank wäre, würde ich mich freuen, wenn du dich in der frischen Luft austoben würdest. Egal, ob ich nun im Bett läge oder nicht.«
»Ja, duuu …« Robin steckte seine Nase neugierig in die Taschen, um zu prüfen, was seine Mami zum Sonntag eingekauft hatte. »Du bist ja schon mopsfidel. Aber die Mutter von Kai leidet immer schrecklich.«
»Was hat sie denn?« Barbara stellte zwei Flaschen Milch in den Schrank und holte eine Flasche Cognac aus der Tasche.
Robin betrachtete interessiert die Cognacflasche, antwortete aber doch: »Sie hat gar nichts. Sie kriegt ein Kind. Das ist alles.« Dann schob er den Cognac auf dem Tisch hin und her und meinte: »Du kriegst wohl wieder Besuch von Peter Knoll, nicht wahr? Der trinkt doch immer so viel. Erst vorgestern hast du eine neue Flasche Cognac gekauft. Ist die schon wieder leer?«
Eine feine Röte überzog Barbaras Wangen. Abrupt griff sie nach der Flasche, um sie ins Wohnzimmer zu tragen. Sie
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Buchvorschau
Zwei Schlingel brauchen Liebe - Isabell Rohde
Sophienlust
– 106 –
Zwei Schlingel brauchen Liebe
Isabell Rohde
»Uff!« Barbara Wirthner stellte zwei schwere Einkaufstaschen vor ihrer Wohnungstür ab. Um die Tür aufzuschließen, brauchte sie wenigstens eine freie Hand. Umständlich holte sie ihr Schlüsselbund hervor und öffnete die Tür.
»Hallo, Mami!«
Vor Barbara stand Robin, ihr zehnjähriger Sohn.
»Du bist schon da?«, fragte sie erstaunt. »Wolltest du nicht eine Radtour mit deinem neuen Freund machen?«
Robin half ihr, die schweren Taschen in die Küche zu tragen. »Doch«, erzählte er dabei. »Aber Kai durfte nicht. Seine neue Mutter ist krank. Deswegen musste er in seinem Zimmer bleiben.«
Barbaras noch junges Gesicht drückte Zweifel aus. »Bei dem schönen Wetter? Wenn ich krank wäre, würde ich mich freuen, wenn du dich in der frischen Luft austoben würdest. Egal, ob ich nun im Bett läge oder nicht.«
»Ja, duuu …« Robin steckte seine Nase neugierig in die Taschen, um zu prüfen, was seine Mami zum Sonntag eingekauft hatte. »Du bist ja schon mopsfidel. Aber die Mutter von Kai leidet immer schrecklich.«
»Was hat sie denn?« Barbara stellte zwei Flaschen Milch in den Schrank und holte eine Flasche Cognac aus der Tasche.
Robin betrachtete interessiert die Cognacflasche, antwortete aber doch: »Sie hat gar nichts. Sie kriegt ein Kind. Das ist alles.« Dann schob er den Cognac auf dem Tisch hin und her und meinte: »Du kriegst wohl wieder Besuch von Peter Knoll, nicht wahr? Der trinkt doch immer so viel. Erst vorgestern hast du eine neue Flasche Cognac gekauft. Ist die schon wieder leer?«
Eine feine Röte überzog Barbaras Wangen. Abrupt griff sie nach der Flasche, um sie ins Wohnzimmer zu tragen. Sie tat so, als habe sie die Bemerkung ihres Sohnes nicht gehört. Als sie jedoch das Wohnzimmer betrat, stolperte sie fast über den Staubsauger. Gerührt blieb sie vor dem Hindernis stehen. Robin hatte schon begonnen, die Wohnung zu putzen. Wie lieb von ihm. Und auf dem Tisch stand ein frischer Tulpenstrauß.
»Robin«, rief Barbara glücklich, »du hast ja richtig gearbeitet!«
Er war still zu ihr getreten. Verlegen steckte er seine Hände in die Hosentaschen. Unter seinem vollen mittelbraunen Haar, das ihm immer in die Stirn fiel, blickten seine dunklen Augen sie ruhig an.
»Ich kann dir schon gut helfen, Mami. Es macht mir keine Mühe. Und wenn ich größer bin, werde ich auch Auto fahren. Dann brauchst du Peter Knoll nicht mehr.«
Barbara musste schlucken. Sie wusste schon lange, dass Robin ihren Freund Peter nicht recht leiden konnte. Aber dass er ihn so wenig mochte, hätte sie nicht geahnt.
»Was hast du gegen Peter, Robin? Er ist doch immer nett zu dir.«
Robin zog einen Flunsch. »Nett schon, aber …«
»Aber?«
»Nichts, Mami.«
Langsam drehte sich Robin um und ging zurück in die Küche.
Barbara war nachdenklich stehen geblieben. Sie hielt noch immer die eben erstandene Cognacflasche in der Hand. Ja, Peter Knoll trank gern einen kräftigen Schluck. Und das sogar täglich. Aber sie konnte es ihm nicht übelnehmen. Sein hervorragendes Aussehen, sein umwerfender Charme und seine etwas leichtfertige Art bezauberten sie immer wieder. Außerdem hatte sie gelernt, die kleinen Fehler eines Mannes stillschweigend zu ertragen. Peters Hang zu alkoholischen Getränken rechnete sie auch dazu, denn irgendwann vor vielen Jahren hatte sie begriffen, dass man nicht alles im Leben haben konnte.
Was nützte ihr denn ihr gutes Aussehen, ihre heitere Art und ihr Beruf, der ihr so viel Spaß machte, wenn sie jeden Abend allein in der Wohnung saß? Sie liebte Robin über alles. Niemals hatte sie sich in den letzten zehn Jahren darüber beklagt, dass sie ihren Sohn allein aufziehen musste. Aber auch Robin wurde älter. Er besuchte jetzt im ersten Jahr das Gymnasium und hatte neue Freunde gefunden. Eines Tages würde er sie ganz verlassen. Sollte sie dann tatsächlich mutterseelenallein bleiben?
Ein stürmisches Klingeln holte Barbara in die Gegenwart zurück. Schnell stellte sie die Cognacflasche fort und eilte zur Tür. Kai Platen stand vor ihr, als sie öffnete. Das war der Junge, an den Robin sich seit einem halben Jahr besonders eng angeschlossen hatte.
Barbara musste immer lächeln, wenn Kai vor ihr stand. Obwohl er etwas größer und kräftiger war als ihr Sohn, glich er ihm, als wäre er sein älterer Bruder. Auch Kai hatte ein aufgewecktes Gesicht. Es war nicht schwer zu erraten, dass er es – genau wie Robin – faustdick hinter den Ohren hatte.
»Nun, Kai?« Barbara hielt ihm freundlich die Tür auf. »Wird es doch noch etwas mit der Radtour? Ist es nicht schon zu spät?«
Er nickte wie ein Alter. »Ja, aber ich wollte Robin zum Fußballspielen abholen. Bei uns im Garten ist es ja auch ganz schön.«
»Wird euer Lärm nicht deine Mutter stören?«
»Sie ist nicht meine Mutter, Frau Withner. Sie ist meine Stiefmutter«, antwortete er schroff.
»Also gut, deine Stiefmutter«, berichtigte Barbara sich. »Aber der Lärm bleibt doch der gleiche, egal, wie du sie nennst. Nicht wahr? Robin hat mir erzählt, dass sie sich nicht wohlfühlt.«
»I wo«, erklärte Kai und sah sich nach seinem Freund um, »jetzt ist sie schon wieder ganz obenauf und probiert Kleider an. Wie immer.«
Barbara unterdrückte ein Lächeln. Es werden wohl Umstandskleider sein, dachte sie im Stillen.
Gleich darauf war sie allein. Die beiden Jungen waren abgezogen, um im Garten der großen Platen-Villa zu trainieren, wie sie es nannten.
Der Samstagnachmittag bestand für die junge Direktrice Barbara Wirthner allwöchentlich aus eifriger Hausarbeit, denn an den anderen Tagen der Woche war sie viel zu müde dazu. Außerdem musste sie sich nach Geschäftsschluss immer noch um Robin, seine Schulaufgaben, um das Essen und um die anderen kleinen Dinge kümmern, die das Leben einer ledigen Mutter so mit sich brachte. Manchmal fiel ihr das schwer. So auch an diesem Tag. Aber da sie Peter erwartete und sich auf ihn freute, überwand sie ihre Müdigkeit und setzte die Arbeit fort, die Robin begonnen hatte.
Als Barbara das Zimmer ihres Sohnes säuberte, stieß der Staubsauger gegen einen harten Gegenstand unter Robins Bett. Dann ertönte ein merkwürdig gluckerndes Geräusch.
Barbara stellte den Staubsauger ab und bückte sich. Gebannt starrte sie auf die Flasche, die unter dem Bett hervortrudelte. Als sie sie in die Hand nahm, setzte ihr Herzschlag aus. Auf dem Etikett prangte ihr in schön verzierten Buchstaben das Wort ›GIN‹ entgegen.
Barbara konnte es nicht glauben. Sie öffnete den Verschluss und roch an der Flasche. Tatsächlich, es gab keinen Zweifel. Robin hielt eine Flasche des starken Wacholderschnapses unter seinem Bett versteckt.
Die schlanke Frau erhob sich ungewöhnlich schwerfällig. Mit ihrem merkwürdigen Fund in der Hand setzte sie sich in den nächsten Sessel und starrte darauf, als hätte sie noch nie eine Flasche Gin gesehen.
Sie selbst hatte nichts von dem hochprozentigen Zeug im Haus. Peter Knoll liebte nur Whisky und Cognac. Woher hatte Robin die Flasche? Von einem Klassenkameraden? Von Kai Platen etwa? Oder bekam er zu viel Taschengeld, so dass er sich so teure Dinge selbst kaufen konnte?
Barbara wusste nicht, wie ihr geschah. Plötzlich legte sie die Flasche auf ihren Schoß, stützte ihre Arme darauf und begann zu weinen.
Jahrelang war alles gutgegangen mit Robin. Sie war so stolz gewesen, nicht auf die Hilfe eines Mannes angewiesen zu sein. Sie hatte es trotz des Kindes geschafft, eine gutbezahlte Position in einem Konfektionsbetrieb auszufüllen, hatte sich nebenher immer liebevoll und verantwortungsbewusst um Robin gekümmert. Aber nun? Begannen nun erst die wirklichen Schwierigkeiten? War Robin jetzt plötzlich doch den Gefahren der Großstadt ausgesetzt und brauchte eine strengere Hand?
Barbara atmete tief durch und schüttelte sich, als schäme sie sich. Eigentlich war Robin ein guter Junge, überlegte sie. Es war nicht nötig, nur wegen einer kleinen Erziehungsschwierigkeit nach einem geeigneten Vater für ihn Ausschau zu halten und sich wieder von einem Mann enttäuschen zu lassen.
Barbara erhob sich, trug die Flasche in die Küche und starrte aus dem kleinen Fenster in den düsteren Hinterhof. Ihre grau-grünen Augen wirkten traurig. Der einzige Mann, den sie lieben könnte, wäre Peter Knoll. Aber Robin konnte ihn nicht leiden. Und obwohl er diese Abneigung nicht begründen wollte, war es nicht die einzige Frage, die ungelöst im Raum stand. Denn auch Peter Knoll schien nicht geneigt zu sein, sich fest an sie zu binden. Barbara kannte ihn nun schon über ein halbes Jahr, aber noch nie hatte er auch nur eine Andeutung darüber gemacht, wie gern er ganz zu ihr gehören möchte.
Mit einem verärgerten Gesicht sah Barbara die Flasche an. Welcher Mann setzte sich auch freiwillig den Schwierigkeiten aus, die die Erziehung eines solchen Schlingels wie Robin mit sich brachte?
Wieder klingelte es. Diesmal schritt Barbara langsamer zur Tür. Die Flasche hatte sie flink hinter ihrem Rücken verborgen. Sie wusste, es konnte nur Robin sein.
»Also, die Stiefmutter von Kai ist eine richtige Nörgeltante, Mami«, begrüßte er sie aufgebracht. »Erst sollen wir im Garten spielen, dann rennt sie im Abendkleid zu uns auf den Rasen und schreit wie wild. Und mit den Armen gefuchtelt hat sie
