Die richtige Mutter für Effi: Sophienlust 119 – Familienroman
Von Aliza Korten
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Über dieses E-Book
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.
Denise von Schoenecker sah den Besucher aufmerksam an. Dr. med. Lars Constantin brachte eine Empfehlung von Jutta und Herbert Fischer mit. Eine gute Empfehlung, denn das Ehepaar Fischer war mit Sophienlust durch herzliche Beziehungen verbunden. Während Juttas schwerer Erkrankung waren die drei Kinder des Paares in Sophienlust gewesen. Später hatte sich die Mutter hier endgültig erholt.»Herr und Frau Fischer erteilten mir den Rat, mich an Sie zu wenden, verehrte gnädige Frau«, erklärte der Arzt etwas zögernd. »Ich weiß, dass ein Kind nirgends so gut aufgehoben sein kann wie in Sophienlust. Schon die ganze Vorgeschichte des Heims hat etwas Besonderes.Die schlanke dunkelhaarige Herrin von Sophienlust wies auf das große Gemälde an der Wand des im Biedermeierstil eingerichteten Zimmers, das eine alte Dame zeigte. »Das Testament Sophie von Wellentins?«, meinte sie lächelnd. »Sie hinterließ das Gut mit dem Herrenhaus meinem Sohn aus erster Ehe, ihrem Urenkel. Es war ihr Wunsch, dass daraus eine Zufluchtsstätte für in Not geratene Kinder werden solle.»Dass es eigentlich Ihrem Sohn gehört, wusste ich nicht«, warf der Arzt interessiert ein.»Nick war damals erst fünf Jahre alt«, versetzte Denise gedankenvoll. »Also fiel zunächst mir die Aufgabe zu, den Willen der alten Dame zu verwirklichen. Inzwischen sind viele Jahre vergangen. Nick geht jetzt ins Gymnasium und hat schon eine tiefe Stimme.
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Rezensionen für Die richtige Mutter für Effi
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Buchvorschau
Die richtige Mutter für Effi - Aliza Korten
Sophienlust
– 119 –
Die richtige Mutter für Effi
Ein kleines Mädchen sehnt sich nach Liebe
Aliza Korten
Denise von Schoenecker sah den Besucher aufmerksam an. Dr. med. Lars Constantin brachte eine Empfehlung von Jutta und Herbert Fischer mit. Eine gute Empfehlung, denn das Ehepaar Fischer war mit Sophienlust durch herzliche Beziehungen verbunden. Während Juttas schwerer Erkrankung waren die drei Kinder des Paares in Sophienlust gewesen. Später hatte sich die Mutter hier endgültig erholt.
»Herr und Frau Fischer erteilten mir den Rat, mich an Sie zu wenden, verehrte gnädige Frau«, erklärte der Arzt etwas zögernd. »Ich weiß, dass ein Kind nirgends so gut aufgehoben sein kann wie in Sophienlust. Schon die ganze Vorgeschichte des Heims hat etwas Besonderes.«
Die schlanke dunkelhaarige Herrin von Sophienlust wies auf das große Gemälde an der Wand des im Biedermeierstil eingerichteten Zimmers, das eine alte Dame zeigte. »Das Testament Sophie von Wellentins?«, meinte sie lächelnd. »Sie hinterließ das Gut mit dem Herrenhaus meinem Sohn aus erster Ehe, ihrem Urenkel. Es war ihr Wunsch, dass daraus eine Zufluchtsstätte für in Not geratene Kinder werden solle. Vom ersten Tag an ruhte ihr Segen auf diesem Werk …«
»Dass es eigentlich Ihrem Sohn gehört, wusste ich nicht«, warf der Arzt interessiert ein.
»Nick war damals erst fünf Jahre alt«, versetzte Denise gedankenvoll. »Also fiel zunächst mir die Aufgabe zu, den Willen der alten Dame zu verwirklichen. Inzwischen sind viele Jahre vergangen. Nick geht jetzt ins Gymnasium und hat schon eine tiefe Stimme. Ich selbst fand hier noch einmal das Glück, auf das ich nach dem Tod meines ersten Mannes kaum mehr zu hoffen wagte.«
»Ja, davon sprachen die Fischers. Die Atmosphäre in Sophienlust sei von Ihrem harmonischen Familienleben stark geprägt, erzählten sie. Gerade das ermutigt mich, Sie darum zu bitten, meine kleine Effi für eine Weile bei sich aufzunehmen. Aber vielleicht haben Sie keinen Platz?« In den grauen Augen Dr. Constantins erwachte leichte Unruhe. Es schien ihm viel daran zu liegen, sein Töchterchen in Sophienlust unterzubringen.
Denise erwiderte seinen Blick mit Wärme. »Es ist immer ein schwerer Entschluss, wenn man sich von seinem Kind trennen soll, Dr. Constantin. Ich selbst war nach dem Tod meines ersten Mannes gezwungen, meinen Jungen in ein Heim zu geben. Es wurde eine schlimme Zeit, sowohl für mich als auch für Nick. Haben Sie keine Möglichkeit, Ihr kleines Mädchen weiterhin in Wiesbaden zu behalten? Es ist doch nun schon ein Jahr lang irgendwie weitergegangen.«
Nervös strich sich Lars Constantin übers Haar. »Anfangs war es nicht so – so kompliziert, Frau von Schoenecker. Erst allmählich wirkte sich der Tod meiner Frau spürbar aus. Während ihrer schweren Krankheit stand uns meine Schwägerin bei, die Ärztin ist. Auch in der ersten Zeit danach war sie da und kümmerte sich um Effi. Dann trat sie einen sehr arbeitsreichen Posten als Assistenzärztin an einer großen Klinik an. Es ist schließlich ihr Berufsziel, das auf dem Spiel steht. Ich konnte kaum erwarten, dass sie sich bis in alle Ewigkeit für uns aufopfert. Der Haushalt funktionierte einigermaßen, denn wir stellten schon während der Krankheit meiner Frau eine sehr zuverlässige Wirtschafterin ein.«
»Ich möchte vorausschicken, dass wir genügend Platz haben und Ihre Tochter herzlich gern aufnehmen wollen, Dr. Constantin. Trotzdem müssen Sie mir erlauben, dass ich die Dinge sozusagen im Interesse des Kindes betrachte. Deshalb frage ich mich, ob die Haushälterin nicht die Gewähr bieten würde, dass Effi sich daheim geborgen fühlt. Der Verlust der Mutter ist hart und einschneidend für ein Kind. Nun soll auch noch eine längere Trennung vom Vater erfolgen …«
»Nicht für alle Zeit, gnädige Frau. Ich dachte an eine Überbrückung bis zum Beginn meines Urlaubs. Dann möchte ich mit Effi eine schöne Reise unternehmen.«
»Und später?« Denise spürte undeutlich, dass der sympathische, gut aussehende Arzt ihr zwar vertraute, ihr jedoch nicht alles anvertrauen wollte, was ihn zu seinem Vorgehen bewog.
»Dann werde ich Effi hoffentlich wieder zu mir nach Wiesbaden nehmen können, Frau von Schoenecker«, antwortete Dr. Constantin etwas unbestimmt.
»Wie ist das Verhältnis zwischen der Haushälterin und Effi? Gibt es da Schwierigkeiten?«, erkundigte sich Denise teilnahmsvoll. »So etwas kommt vor und kann zum Problem werden.«
»Unsere gute Mathilde ist ein bisschen zu alt, fürchte ich«, erwiderte Lars Constantin leise. »Ich habe eine lebhafte Praxis und sehe Effi oft den ganzen Tag über nicht. Das Kind verkümmert, wenn es immer nur mit der alten Frau zusammenhockt. Ein Versuch, Effi in den Kindergarten zu geben, schlug leider fehl. Effi hockte stundenlang in einer Ecke und weinte, ohne sich an die übrigen Kinder anzuschließen. Ich verspreche mir von einem Aufenthalt hier bei Ihnen sehr viel. Wenn Effi ganz neue Eindrücke erhält, wird sie sicher wieder ein so fröhliches und unbeschwertes Kind sein wie früher.«
»Das also ist es«, stellte Denise aufatmend fest. »Die kleine Effi hat Ihnen Sorgen gemacht. Nun, ich gebe Ihnen recht. Unter diesen Umständen wird sich das Zusammenleben mit unseren Kindern möglicherweise günstig auswirken. Wie alt, sagten Sie, ist Effi?«
»Vier Jahre. Aber man könnte sie für fünf halten. Sie redet manchmal richtig altklug daher. Das hat sie von Mathilde, unserer Haushälterin, angenommen. Hier habe ich ein Foto. Die Aufnahme ist vor einigen Monaten gemacht worden. Meine Schwägerin hat sie aufgenommen.«
Das Bild zeigte ein niedliches blondes Mädchen, das betulich eine Puppe betreute. Denise betrachtete die Aufnahme eine ganze Weile, ehe sie sie dem Vater zurückreichte.
»Ein entzückendes Kind, Dr. Constantin. Sie sollten sich nicht zu lange von Effi trennen. Die Liebe eines Vaters können wir in Sophienlust nicht ersetzen, so heiter es auch bei uns zugehen mag.«
»Ja, das weiß ich. Trotzdem ist es im Augenblick sicherlich am besten für Effi. Ich möchte Sie herzlich bitten, mein Kind zu sich zu nehmen, gnädige Frau.«
Denise von Schoenecker warf unwillkürlich einen Blick auf das Bildnis Sophie von Wellentins. Ihr war dabei, als nicke die weißhaarige Dame ihr unmerklich zu. Denise hielt oft stumme Zwiesprache mit Nicks Urgroßmutter. Natürlich wusste sie, dass das Gemälde sich niemals veränderte. Es waren sozusagen ihre eigenen Gedanken und Überlegungen, die sie in das feingezeichnete Antlitz der alten Dame hineininterpretierte.
»Selbstverständlich, lieber Doktor. Sie können uns Effi jederzeit bringen. Wir werden uns Mühe geben, ihr eine schöne Zeit zu bereiten. Es gibt hier sehr viele Abwechslungen für die Kinder, unter anderem Ponys, auf denen geritten werden kann. Auch die Tiere in den Stallungen sind interessant für groß und klein. Hinzu kommen allerlei vierbeinige oder gefiederte Lieblinge unserer Heimbewohner. Außerdem gibt es drüben in Bachenau bei meiner Tochter Andrea ein richtiges Tierheim.«
»So einiges weiß ich schon durch die Fischers, Frau von Schoenecker. Ich bin ganz zuversichtlich, dass Effi sich bei Ihnen wohlfühlen wird. Die drei Fischerkinder wollen ja sogar die nächsten Ferien hier verbringen, wie ich hörte.«
»Ja, die Verbindung zwischen Sophienlust und den Kindern, die einmal hier waren, bleibt meistens bestehen. Das alte Haus ist so groß, dass wir auch zahlreichen Besuch unterbringen können, wenn es sich als nötig erweist.«
»Heutzutage baut man anders«, meinte der Arzt. »Dieses Haus hat etwas Besonderes. Das spürt man sofort.«
Denise reichte Dr. Constantin ein Blatt, auf dem die Grundausstattung aufgeführt war, die ein Kind nach Möglichkeit mitbringen sollte. Auch der Preis für die Unterbringung war aufgeführt. »Falls Sie nicht in der Lage sein sollten, voll zu bezahlen, Dr. Constantin, kann unsere Stiftung einen Teil der Kosten übernehmen.«
Lars Constantin lächelte matt. »Ein finanzielles Problem ist es nun wirklich nicht, liebe Frau von Schoenecker.«
Denise sah ihn ruhig an. »Ich erwähne das immer. Es macht unsere Arbeit so leicht und beglückend, dass wir in geldlicher Hinsicht unabhängig sind und stets helfen können.«
»Ja, das mag in manchen Fällen wichtig sein«, räumte der Doktor ein. »Ich gestehe, dass ich darüber gar nicht nachgedacht habe. Geld hat für mich noch nie eine wichtige Rolle gespielt.«
»Darf ich Ihnen eine Erfrischung anbieten? Möchten Sie sich das Haus ansehen?«
Dr. Constantin blickte auf seine Uhr. »Vielen Dank, gnädige Frau. Ich möchte lieber zurückfahren. Darf ich Effi dann am kommenden Samstag bringen?«
»Gern. Ich freue mich auf Ihr Töchterchen, Dr. Constantin. Werden Sie Effi sagen, dass sie später mit Ihnen verreisen soll? Das müsste ich wohl wissen, damit ich mich entsprechend verhalte.«
»Ja, ich sage es ihr. Dann fällt ihr der Abschied hoffentlich nicht gar zu schwer. Sie hängt an mir. Nun ja, ich habe sie halt auch sehr lieb.«
Denise reichte ihm die Hand. Sie war endgültig davon überzeugt, dass dieser Vater das Beste für das Kind wollte und in Sophienlust nicht etwa eine willkommene Gelegenheit erblickte, Effi für eine Weile loszuwerden. Denn auch solche Fälle gab es leider. Denise von Schoenecker hatte schon viele Erfahrungen gesammelt.
Dr. Lars Constantin verabschiedete sich. Er nahm von der schlanken Frau im Biedermeierzimmer des Herrenhauses von Sophienlust einen bleibenden Eindruck mit. Klugheit,
