Ich wusste, dass du kommst: Sophienlust 471 – Familienroman
()
Über dieses E-Book
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.
Der Wagen stand abfahrbereit vor der Tür. Sascha blickte ungeduldig auf seine Armbanduhr. »Wo nur Nick wieder bleibt«, murmelte er. »Er könnte sich doch wirklich ein bisschen beeilen, wo Edith heute mit uns das Theaterstück einstudieren will.« »Dazu wird er sicher keine Lust haben«, dachte Denise, denn sie kannte ihren eigensinnigen Sohn. »Nick, Nick«, rief Andrea laut und gedehnt, aber nichts rührte sich. »Wenn er nicht will, dann will er nicht«, meinte die Zehnjährige kopfschüttelnd. »Ich gucke mal nach ihm.« Denise ging mit. Wenn es nötig sein sollte, wollte sie Dominik mal wieder die Leviten lesen. Er musste lernen, dass es nicht immer nach seinem Kopf ging. Sascha und Andrea waren viel zu nachgiebig. Aber er war eben der Kleine und durfte sich noch manches erlauben, was sie bereits abgestreift hatten. Doch diesmal taten sie Nick unrecht. Er saß an seinem Schreibtisch. Sein Kopf war auf die Hände gesunken.
Andere Titel in Ich wusste, dass du kommst Reihe ( 30 )
Mutterherz in Not!: Sophienlust 105 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Kind des Grafen: Sophienlust 68 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUnser Sonnenschein: Sophienlust 63 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWo ist mein Elternhaus?: Sophienlust 100 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine neue Mutter für uns drei: Sophienlust 150 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Sommer mit Hannibal: Sophienlust 104 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDu bist nicht allein, mein Sohn: Sophienlust 126 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZwei Schlingel brauchen Liebe: Sophienlust 106 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEndlich die richtige neue Mutti!: Sophienlust 112 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenOhne Vater geht es nicht: Sophienlust 127 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Kinder der Taxifahrerin: Sophienlust 121 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNirgends bin ich zu Hause: Sophienlust 122 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Mami kommt ins Haus: Sophienlust 103 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNinas kleine Welt ist wieder heil: Sophienlust 107 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch gebe mein Brüderchen nicht her: Sophienlust 118 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFür Mutti tue ich alles: Sophienlust 108 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie richtige Mutter für Effi: Sophienlust 119 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNur das Spielzeug ihrer Mutter: Sophienlust 117 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWann kann ich wieder lachen?: Sophienlust 109 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPrinzessin Rubinchen: Sophienlust 101 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer vertauschte Sohn: Sophienlust 102 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWas soll aus uns werden?: Sophienlust 111 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVon allen geliebt: Sophienlust 114 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenOliver findet einen Freund fürs Leben: Sophienlust 110 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Junge aus dem Waisenhaus: Sophienlust 124 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMit Vati wäre unser Glück erst richtig vollkommen: Sophienlust 113 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAn Mutterstelle: Sophienlust 123 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerloren und wiedergefunden: Sophienlust 116 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFerdi zieht das Große Los: Sophienlust 128 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVom Vater ausgenutzt: Sophienlust 164 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Mehr von Patricia Vandenberg lesen
Ähnlich wie Ich wusste, dass du kommst
Titel in dieser Serie (100)
Mutterherz in Not!: Sophienlust 105 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Kind des Grafen: Sophienlust 68 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUnser Sonnenschein: Sophienlust 63 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWo ist mein Elternhaus?: Sophienlust 100 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine neue Mutter für uns drei: Sophienlust 150 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Sommer mit Hannibal: Sophienlust 104 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDu bist nicht allein, mein Sohn: Sophienlust 126 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZwei Schlingel brauchen Liebe: Sophienlust 106 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEndlich die richtige neue Mutti!: Sophienlust 112 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenOhne Vater geht es nicht: Sophienlust 127 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Kinder der Taxifahrerin: Sophienlust 121 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNirgends bin ich zu Hause: Sophienlust 122 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Mami kommt ins Haus: Sophienlust 103 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNinas kleine Welt ist wieder heil: Sophienlust 107 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch gebe mein Brüderchen nicht her: Sophienlust 118 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFür Mutti tue ich alles: Sophienlust 108 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie richtige Mutter für Effi: Sophienlust 119 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNur das Spielzeug ihrer Mutter: Sophienlust 117 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWann kann ich wieder lachen?: Sophienlust 109 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPrinzessin Rubinchen: Sophienlust 101 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer vertauschte Sohn: Sophienlust 102 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWas soll aus uns werden?: Sophienlust 111 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVon allen geliebt: Sophienlust 114 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenOliver findet einen Freund fürs Leben: Sophienlust 110 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Junge aus dem Waisenhaus: Sophienlust 124 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMit Vati wäre unser Glück erst richtig vollkommen: Sophienlust 113 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAn Mutterstelle: Sophienlust 123 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerloren und wiedergefunden: Sophienlust 116 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFerdi zieht das Große Los: Sophienlust 128 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVom Vater ausgenutzt: Sophienlust 164 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnliche E-Books
Ich wusste, dass du kommst: Sophienlust Extra 191 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Millionenerbe: Sophienlust Extra 16 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeike weiß, was sie will: Sophienlust 283 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDr. Norden Bestseller 85 – Arztroman: Was geschieht mit Daniela? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSpatz im fremden Nest: Sophienlust Bestseller 103 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerhängnisvoller Ehrgeiz: Sophienlust 400 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWir beide brauchen Zärtlichkeit: Sophienlust Bestseller 161 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNur Liebe macht Kinder glücklich: Sophienlust 473 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGesucht wird: Nicos Vater: Sophienlust - Die nächste Generation 66 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWir beide brauchen Zärtlichkeit: Sophienlust 154 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTeenagerträume: Sophienlust 384 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHope, meine Kleine - Wo bist Du? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUnser Sonnenschein: Sophienlust 63 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Kinder der Taxifahrerin: Sophienlust 121 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFür euch will ich leben: Sophienlust (ab 351) 403 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIhr zweites Ich: Dr. Norden Extra 60 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch brauche euch beide!: Sophienlust - Die nächste Generation 71 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTrixi flieht aus dem Waisenhaus: Sophienlust Extra 100 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUnvorhergesehene Wege: Sophienlust - Die nächste Generation 99 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch gebe mein Brüderchen nicht her: Sophienlust 118 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Kinder der Taxifahrerin: Sophienlust Bestseller 194 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLebensretterin Nicole: Familie Dr. Daniel 10 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNie mehr allein: Sophienlust 229 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDrolli träumt im Sonnenschein: Sophienlust Extra 38 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWenn lange Schatten dich begleiten: Der neue Dr. Laurin 8 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGeheimnis um ein Waisenkind: Im Sonnenwinkel – Neue Edition 15 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMein Kind ist wichtiger als die Liebe: Sophienlust Extra 50 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Kind aus erster Ehe: Sophienlust - Die nächste Generation 5 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIhre Entscheidung: Sophienlust, wie alles begann 26 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTrixi flieht aus dem Waisenhaus: Sophienlust Extra 110 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Zeitgenössische Romantik für Sie
Mr. Wrong (Küsse nicht den Falschen) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWeiße Nächte: Aus den Memoiren eines Träumers (Ein empfindsamer Roman) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVom Milliardär gekauft Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Eine gefährliche Frau: Ein Milliardär Liebesromane Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGefährliches Vorspiel: Black Light Roulette: Chicago Bratwa, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPopstar Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Geheimnisse der Sehnsucht: Milliardär Liebesromane: Die Assistentin des Milliardärs, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEgotistical Puckboy Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKüssen nach Rezept: Kurzroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStrand im Herz: Romantische Komödie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie verbotene Babysitterin: Ein Milliardär - Liebesroman: Nachtclub-Sünden, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMafia Daddy: Vom Silberlöffel zur Silberschnalle: Unterwelt von Las Vegas, #2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer verbotene Vertrag des Alphas: Eine Werwolf-Romanze voller Macht und Verlangen: Buch der Rebellen, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebesheirat nur zum Schein? Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Hitzkopf Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Ein besonderes Praktikum Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAlphas Versuchung: Bad-Boy-Alphas-Serie, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWohin das Schicksal führt: Sophienlust - Die nächste Generation 67 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Milliardär für Cinderella? Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Romana Gold Band 53 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Rettung des Dr. Marian: Das Vermächtnis der Marians, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMein zärtlicher Verführer: Die Rinucci Brüder 2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine heiße Nacht mit süßen Folgen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFalscher Bräutigam - wahre Liebe? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMehr Hart als Zart | 32 | Erotikroman: 10 erotische Geschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSei mein: Milliardär Liebesromane: Unwiderstehliche Brüder, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie schönsten Liebesromane der Welt - Best of Julia Extra 2023 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFeurige Rache, hauchzarte Küsse Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Rezensionen für Ich wusste, dass du kommst
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Ich wusste, dass du kommst - Patricia Vandenberg
Sophienlust
– 471 –
Ich wusste, dass du kommst
Patricia Vandenberg
Der Wagen stand abfahrbereit vor der Tür. Sascha blickte ungeduldig auf seine Armbanduhr.
»Wo nur Nick wieder bleibt«, murmelte er. »Er könnte sich doch wirklich ein bisschen beeilen, wo Edith heute mit uns das Theaterstück einstudieren will.«
»Dazu wird er sicher keine Lust haben«, dachte Denise, denn sie kannte ihren eigensinnigen Sohn.
»Nick, Nick«, rief Andrea laut und gedehnt, aber nichts rührte sich. »Wenn er nicht will, dann will er nicht«, meinte die Zehnjährige kopfschüttelnd. »Ich gucke mal nach ihm.«
Denise ging mit. Wenn es nötig sein sollte, wollte sie Dominik mal wieder die Leviten lesen. Er musste lernen, dass es nicht immer nach seinem Kopf ging. Sascha und Andrea waren viel zu nachgiebig. Aber er war eben der Kleine und durfte sich noch manches erlauben, was sie bereits abgestreift hatten.
Doch diesmal taten sie Nick unrecht. Er saß an seinem Schreibtisch. Sein Kopf war auf die Hände gesunken. Aus fiebrig glänzenden Augen sah er seine Mutter an, als sie hinter ihn trat und ihre Hände auf seine Schultern legte.
»Was ist denn, Nick?«, fragte sie besorgt. »Wir wollen doch nach Sophienlust fahren.«
»Mein Kopf tut aber so arg weh, Mutti«, flüsterte er. »Ich kann gar nicht mehr denken. Ich konnte auch keine Hausaufgaben machen.«
»Aber warum hast du das denn nicht früher gesagt?«, meinte sie kopfschüttelnd. »Rasch ins Bett! Andrea, ruf Dr. Wolfram an.«
»Wenn es schon ein Arzt sein muss, dann Onkel Werner«, brummte Nick müde. »Ich mag Dr. Wolfram nicht.«
»Aber warum denn plötzlich nicht mehr?«, fragte Denise verwundert.
Sie bekam es erst heraus, als Nick schon im Bett lag. »Er ist nicht mehr nett zu Edith«, murmelte er. »Er hat nie mehr Zeit, und sie ist immer traurig.«
»Tatsächlich?«, fragte sich Denise. »Bildete sich Dominik das nicht bloß ein?« Ihr war es noch nicht aufgefallen. Allerdings kümmerte sie sich in letzter Zeit nicht mehr um all die persönlichen Anliegen der Angestellten, wie sie es früher getan hatte, als sie noch von früh bis spät mit ihnen beisammen gewesen war. Sie machte sich Vorwürfe.
»Es ist bestimmt nicht so, wie du denkst, Nick«, meinte sie begütigend. »Schau, jeder Arzt hat viel zu tun, und du weißt doch, wie wenig Zeit Onkel Werner für sein Privatleben hatte.«
»Jetzt hat er aber mehr Zeit, seit Dr. Wolfram da ist«, stellte Nick fest. »Und erst hatte der auch mehr Zeit. Na, meinetwegen soll er doch kommen, aber dann musst du ihn fragen, was er gegen Edith hat. Dir wird er es vielleicht sagen.«
Dazu war Denise auch sofort entschlossen. Sie hatte gelernt, dass Schweigen unselige Folgen haben konnte, und sie war in allen Dingen für Klarheit.
»Sascha und Andrea können ruhig fahren«, murmelte Dominik leise. »Edith braucht sie ja, weil sie Hauptrollen spielen. Ich bin nicht so wichtig. Ich stelle mich ja auch zu dumm an.«
Hatte er etwa Minderwertigkeitskomplexe? Aber nein, er hatte richtiges Fieber. Nicht nur der Kopf, auch seine Hände waren heiß. Die Füße dagegen waren kalt.
Sascha und Andrea mussten erst überredet werden, mit dem Chauffeur nach Sophienlust zu fahren. Sie wollten Nick nicht allein lassen. Aber Denise machte ihnen liebevoll klar, dass sie ihm jetzt gar nicht nützen konnten. Nick war fast sofort eingeschlafen.
Dr. Wolfram kam, wie immer, rasch und zuverlässig. Er untersuchte Nick und machte ein besorgtes Gesicht.
»Das sieht mir ganz nach Scharlach aus«, meinte er. »Wir haben schon ein paar Fälle.«
»Mein Gott«, seufzte Denise, »und ich habe Sascha und Andrea nach Sophienlust fahren lassen.«
»Sie werden sowieso nicht verschont bleiben, wenn die Ansteckung von der Schule ausgeht«, beruhigte sie Dr. Wolfram. »Zum Glück ist Scharlach ja nicht mehr so gefährlich wie früher, und im Grunde ist es besser, wenn sie es alle auf einmal hinter sich bringen und nicht in Abständen. Vorsichtshalber werde ich gleich mal hinüberfahren.« Er machte eine kleine Pause. »Wie ist es mit Ihnen? Hatten Sie schon Scharlach?«
»Ich glaube schon. Ich möchte nur hoffen, dass Petra verschont bleibt, und vor allem muss ich Claudia anrufen, damit sie daheim bleibt. In ihrem Zustand ist es wohl bedenklicher. Übrigens machte Nick da vorhin eine Bemerkung. Sie nehmen es mir doch nicht übel, wenn ich ganz offen mit Ihnen spreche, Dr. Wolfram?«
»Aber gewiss nicht. Nick hat etwas gegen mich in letzter Zeit, nicht wahr? Es ist mir nicht verborgen geblieben.«
»Er findet, dass Sie nicht mehr so nett zu Edith sind wie früher«, gab Denise unumwunden zu.
Leichte Röte stieg in Dr. Wolframs Wangen.
»So ist es nicht, aber vielleicht ist es ganz gut, wenn wir einmal darüber sprechen. Es mag sein, dass Sie mehr Einfluss auf Edith haben als ich. Die ganze Geschichte kam durch ein Missverständnis ins Rollen. Edith meinte, ich würde mich für Christel Lufft interessieren.«
»Aber die ist doch inzwischen verheiratet?«, fragte Denise verwundert.
»Verheiratet und glücklich«, erwiderte er. »Das habe ich Edith auch klargemacht. Aber ich bat sie auch, mir etwas über Petras Vater zu erzählen. Ich finde, dass man alles voneinander wissen sollte, wenn man einen Menschen gernhat.«
»Aber sie hat Ihnen nichts erzählt?«, fragte Denise verhalten.
»Doch, das schon. Sie hat viel mitgemacht. Und sie hasst ihn noch so intensiv, dass sie sich nicht davon lösen kann.«
»Ist das nicht verständlich? Er hat sie enttäuscht, hat sie in ihrer Not allein gelassen …«
»Und sie auch noch um ihr Geld gebracht«, warf Dr. Wolfram bitter ein. »Aber was nützt es Edith, dauernd darüber nachzudenken? Sie muss sich davon lösen. Sie muss damit fertig werden, bevor das Kind begreift, dass es einen solchen Vater hat. Ich mag Edith sehr, und ich würde sie auch heiraten.«
Denise sah ihn überrascht an. »Dachten Sie tatsächlich daran?«
»Ich denke noch daran. Ich bin nun eben mal ein seltsamer Knabe, aber ich möchte, dass sie sich von der Vergangenheit vollkommen frei macht, bevor sie ja sagt. Es soll ihr nichts mehr ausmachen, wenn sie ihm eines Tages wieder begegnen sollte.«
»Es braucht Zeit«, meinte Denise. »Sie ist noch jung, und wenn die erste Bindung an einen Mann gleich eine Enttäuschung wird, ist es wohl eine Belastung. Sie sollten sich prüfen, Dr. Wolfram, ob Ihre Gefühle für Edith stark genug sind, um ihr zu helfen, damit fertig zu werden.«
»Wenn sie sich nur helfen ließe«, seufzte er.
Da lag also der Hase im Pfeffer. Denise meinte, dass sie einmal ganz ernsthaft mit Edith sprechen müsse, doch jetzt war dafür keine Zeit. Dominik lag fiebernd im Bett, und sie musste damit rechnen, dass auch die beiden anderen Kinder angesteckt würden.
Was Sascha betraf, konnte Alexander sie beruhigen. Er hatte Scharlach schon im Internat gehabt. Andrea allerdings noch nicht.
*
Auch Ursi, Roli und Toni waren an diesem Tag ziemlich teilnahmslos. Als Sascha und Andrea nach Sopienlust kamen und erzählten, dass Dominik krank geworden sei, setzte Frau Rennert eine skeptische Miene auf. Sie meinte, dass es wohl besser sei, die Theaterprobe ausfallen zu lassen. Aber dagegen protestierten die anderen Kinder, da sie durch das schlechte Wetter schon einige Tage ans Haus gebunden waren und Beschäftigung suchten.
Frau Rennert war froh, als Dr. Wolfram ungerufen kam. Edith weniger. Sie verschwand mit den Kindern gleich im Aufenthaltsraum. Aber nach einer kurzen Unterredung mit Frau Rennert folgte ihnen Dr. Wolfram dorthin.
Ursi, Roli und Toni wurden gleich in die Krankenzimmer im Nebentrakt verfrachtet. Die anderen zeigten noch keine Anzeichen einer beginnenden Krankheit. Sie waren maßlos enttäuscht, dass es mit dem Theaterstück nun vorerst wohl nichts werden würde.
»Ich möchte mir Petra einmal anschauen«, sagte Dr. Wolfram.
Ediths Gesichtsausdruck wurde ängstlich. »Können denn kleine Kinder auch Scharlach bekommen?«, fragte sie besorgt.
»Natürlich können sie das. Bis zum ersten Lebensjahr haben sie noch gewisse Abwehrstoffe, aber Petra ist jetzt schon kein Baby mehr.«
»Aber die Kinder sind doch geimpft«, meinte Edith.
»Was aber nicht besagt, dass sie unbedingt verschont bleiben müssen. Gewiss wird die Krankheit dadurch abgeschwächt, aber bei einer Epidemie nicht verhindert.«
Doch Petra war quietschvergnügt. Sie spielte mit Bauklötzchen und kreischte vor Vergnügen, als Dr. Wolfram kam. Sie war ein besonders reizendes und fröhliches Kind, das man einfach gernhaben musste.
»Dotto«, rief sie ihn, und ein Lächeln flog über sein ernstes
