Ein dunkles Geheimnis: Sophienlust, wie alles begann 21 – Familienroman
Von Marietta Brem
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Über dieses E-Book
Der Weg dahin schildert eine ergreifende, spannende Familiengeschichte, die sich immer wieder, wenn keiner damit rechnet, dramatisch zuspitzt und dann wieder die schönste Harmonie der Welt ausstrahlt. Das Elternhaus Montand ist markant – hier liegen die Wurzeln für das spätere Kinderheim, aber das kann zu diesem frühen Zeitpunkt noch keiner ahnen.
Eine wundervolle Vorgeschichte, die die Herzen aller Sophienlust-Fans höherschlagen lässt.
»Zu Beginn der letzten Stunde möchte ich euch eine Gastschülerin vorstellen, die für das nächste halbe Jahr bei uns bleiben wird. Begrüßt mit mir Olga Berger.« Gernot Schneider, Lehrer in Ausdruck und Gestaltung, klatschte in die Hände, während sich ein bildhübsches Mädchen von der hinteren Wand der Bühne löste und langsam nach vorne trat. Olga sah nicht nur sehr schön aus, sie hatte einen grazilen Gang, als wäre der Tanz ihr in die Wiege gelegt worden. Denise Montand beobachtete interessiert den Auftritt ihrer neuen Mitschülerin. Deren unterdrückte Angst, die sie sofort bemerkt hatte, weckte den Beschützerinstinkt der jungen Denise. Deshalb freute sie sich umso mehr, dass Gernot gerade sie auf die Bühne rief, um Olga abzuholen und in ihre Klasse einzuführen. »Willkommen auf der Miriam-Brandt«, flüsterte sie ihr zu und nahm ihre Hand. »Keine Sorge, wir sind alle wie eine große Familie, zu der du ab sofort gehörst. Es wird dir gefallen.« Olga warf ihr einen zweifelnden Seitenblick zu. »Bist du sicher?«, flüsterte sie, und man konnte ihr ansehen, dass sie am liebsten davongelaufen wäre. »Die gucken alle so komisch.« Denise konnte sich ein Lachen nicht verkneifen, wurde aber sofort wieder ernst. »Die sind nur neugierig. Wir bekommen nicht oft neue Leute, schon gar nicht aus München. Dafür ist unsere Tanzschule zu klein und noch zu unbekannt«, flüsterte sie ihr zu.
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Rezensionen für Ein dunkles Geheimnis
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Buchvorschau
Ein dunkles Geheimnis - Marietta Brem
Sophienlust, wie alles begann
– 21 –
Ein dunkles Geheimnis
Warum ist Olga so verängstigt?
Marietta Brem
»Zu Beginn der letzten Stunde möchte ich euch eine Gastschülerin vorstellen, die für das nächste halbe Jahr bei uns bleiben wird. Begrüßt mit mir Olga Berger.« Gernot Schneider, Lehrer in Ausdruck und Gestaltung, klatschte in die Hände, während sich ein bildhübsches Mädchen von der hinteren Wand der Bühne löste und langsam nach vorne trat. Olga sah nicht nur sehr schön aus, sie hatte einen grazilen Gang, als wäre der Tanz ihr in die Wiege gelegt worden.
Denise Montand beobachtete interessiert den Auftritt ihrer neuen Mitschülerin. Deren unterdrückte Angst, die sie sofort bemerkt hatte, weckte den Beschützerinstinkt der jungen Denise. Deshalb freute sie sich umso mehr, dass Gernot gerade sie auf die Bühne rief, um Olga abzuholen und in ihre Klasse einzuführen.
»Willkommen auf der Miriam-Brandt«, flüsterte sie ihr zu und nahm ihre Hand. »Keine Sorge, wir sind alle wie eine große Familie, zu der du ab sofort gehörst. Es wird dir gefallen.«
Olga warf ihr einen zweifelnden Seitenblick zu. »Bist du sicher?«, flüsterte sie, und man konnte ihr ansehen, dass sie am liebsten davongelaufen wäre. »Die gucken alle so komisch.«
Denise konnte sich ein Lachen nicht verkneifen, wurde aber sofort wieder ernst. »Die sind nur neugierig. Wir bekommen nicht oft neue Leute, schon gar nicht aus München. Dafür ist unsere Tanzschule zu klein und noch zu unbekannt«, flüsterte sie ihr zu.
»Still, ihr beiden«, unterbrach Gernot Schneider, der heutige Lehrer, ihre kurze Unterhaltung. »Ihr könnt nach der Stunde so viel bereden, wie ihr wollt. Doch jetzt wird gearbeitet.«
Den restlichen Vormittag über konzentrierten sich alle auf ihre Aufgaben und auch Olga bemühte sich redlich, mitzuhalten. Dennoch war sie froh, als der Unterricht endlich beendet war. Eilig lief sie noch vor Denise in den Umkleideraum und ließ sich mit einem leisen Stoßseufzer auf die Bank fallen.
»War es so schlimm?«, fragte Denise lächelnd, die nach ihr den Raum betreten hatte. »Wenn du Probleme hast, gleich welcher Art, kannst du dich immer an mich wenden«, schlug sie vor und setzte sich neben sie. Sie schwiegen eine ganze Weile und Denise hatte auf einmal ein ähnliches Gefühl wie früher, wenn sie mit Stefanie hier gesessen hatte. »Was hat dich in unser kleines Städtchen verschlagen?«, fragte sie freundlich. »Hat es dir in München nicht mehr gefallen?« Sie lachte, wurde jedoch gleich wieder ernst, als sie merkte, dass Olga nicht mitlachte.
»Das hatte andere Gründe«, antwortete Olga ausweichend und löste die Spange, die ihre dunkelbraunen Haare im Nacken zusammengehalten hatte. »Ich werde sicher nicht für immer hier bleiben.«
»Warum bist du so abweisend?«, fragte Denise erschrocken. »Ich hab doch nichts Falsches gesagt. Oder doch?«
Olga zuckte zusammen. »Nein, natürlich nicht. Es tut mir leid.« In dem Moment sah sie aus, als würde sie gleich zu weinen anfangen. Doch sie fasste sich wieder und begann, sich umzuziehen.
»Was hast du heute noch vor? Wir könnten einen Kaffee trinken. Ich kenne ein hübsches Straßencafé und da könnten wir hingehen und ein bisschen plaudern.« Denise wollte noch nicht aufgeben. Etwas war an diesem Mädchen, das sie brennend interessierte. Sie wusste nur nicht, was es war.
Olga warf ihr einen zweifelnden Seitenblick zu. »Nimmst du die Aufforderung von Gernot nicht ein bisschen zu wörtlich? Ich bin alt genug und kann mich um mich selbst kümmern. Ich will dir nicht deinen Feierabend stehlen.«
»So ein Unsinn.« Jetzt ärgerte sich Denise über sich selbst. Manche Menschen konnten mit Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft nichts anfangen, das hatte sie bereits mehrmals feststellen müssen. »Dann halt nicht«, murmelte sie vor sich hin. Hastig zog sie sich um und griff nach ihrer Tasche. »Dann bis morgen.« Sie hatte die Türklinke bereits in der Hand und war in Gedanken schon auf dem Weg zum Bahnhof.
»Es tut mir leid«, kam es zaghaft aus Olgas Mund. »Ich bin so etwas nicht gewohnt. Ich habe keine Familie und bin meist eher für mich.« Ihre Stimme klang dünn und zitternd.
Denises Ärger war sofort verraucht. Sie blieb stehen, als müsse sie überlegen, was zu tun war. Dann drehte sie sich um und ging zu Olga zurück. »Ist schon in Ordnung. Ich bin nicht empfindlich.« Sie nickte ihr aufmunternd zu. »Also, was ist mit dem Kaffee? Eine Stunde hab ich Zeit, dann muss ich zum Bahnhof, sonst fährt heute kein Zug mehr.« Sie lachte Olga fröhlich an.
»Ich kann dich nachher zum Bahnhof bringen, ich hab ein kleines Auto. Hast du schon den Führerschein?«
Denises Gesicht verfinsterte sich. »Nein, irgendwie ist mir immer wieder etwas dazwischen gekommen«, antwortete sie ausweichend und der Gedanke an Thomas hatte ihr ein wenig die Laune verdorben.
»So etwas soll es geben«, antwortete Olga lächelnd. Sie erhob sich und folgte Denise nach draußen. »Sollen wir mit dem Auto zum Café fahren?«
»Das lohnt sich nicht. Es ist gleich um die Ecke.« Denise nahm Olgas Arm, wie sie das einstmals bei Stefanie getan hatte und wieder stellte sie überrascht fest, dass es sich fast genauso anfühlte wie früher. »Bist du ganz allein hierher gekommen?«
Olga nickte, dann antwortete sie laut, weil ihr auffiel, dass Denises es nicht gesehen hatte. Deren Blick war zielstrebig auf die wenigen Tische und Stühle gerichtet, die man vor dem fast unauffälligen Café aufgestellt hatte.
»Schön ist es hier.« Olga schaute sich um. Ihr Blick wanderte von einem Gast zum anderen, dann interessiert zu den Passanten, die sich hier in der Einkaufsstraße tummelten.
Unauffällig beobachtete Denise ihre Begleiterin. Irgendetwas war seltsam an Olga, obwohl diese sich redlich bemühte, ganz normal zu sein. »Magst du mir nicht sagen, was dich belastet?«, fragte sie vorsichtig.
»Wie kommst du darauf?«
»Du siehst aus, als würdest du dich zu Tode fürchten vor all diesen Leuten, die hier vorbeigehen. Man könnte fast meinen, du bist auf der Flucht.« Es sollte ein Scherz sein, doch Olga lachte nicht.
»So ein Unsinn«, wiegelte sie ab. »Bist du schon lange in dieser Schule?«
»Seit fast einem Jahr, also noch nicht sehr lange.«
»Und da bekommst du schon Tanzrollen?«, fragte Olga verblüfft. »Eine Solo-Rolle hab ich noch nie bekommen, obwohl ich schon zwei Jahre an meiner Schule war.«
»Wir sind eine kleine Tanzschule«, antwortete Denise etwas verlegen.
