Über dieses E-Book
Melody setzt alles auf eine Karte, als sie Clayts Heiratsantrag annimmt! Sie weiß, dass er eigentlich nur eine Mutter für seine kleine Tochter sucht - von Liebe kann bei ihm keine Rede sein. Aber Melody sehnt sich seit Jahren nach ihm. Sie wird diese Chance nutzen, sich all ihre sinnlichen Wünsche zu erfüllen …
Sandra Steffen
<p>Sandra Steffen ist in einer idyllischen Gegend aufgewachsen, die sie schon im jungen Alter zum Schreiben inspiriert hat. Später heiratete sie ihre Jugendliebe, und gemeinsam bekamen sie und ihr Mann vier Söhne, die Sandras erklärte Helden sind. Inzwischen haben diese ihrer Mutter auch schon bezaubernde Enkel geschenkt, um die sie sich liebend gerne kümmert. Schon während Sandra ihre Söhne aufzog, arbeitete sie hart daran, ihren Traum von der eigenen Veröffentlichung zu verwirklichen – und das erfolgreich: Inzwischen hat sie schon über dreißig Bücher geschrieben und dafür mehrere Preise gewonnen. Heute verbringt sie ihre Zeit, natürlich neben dem Schreiben, am liebsten damit, ihre Enkel zu umsorgen und zu reisen. Einer ihrer sympathischen Grundsätze ist: „Ich wähle meine Freunde, meine Schuhe und meinen Nachtisch immer mit Bedacht!“</p>
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Rezensionen für Willst du mich?
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Buchvorschau
Willst du mich? - Sandra Steffen
IMPRESSUM
Willst du mich? erscheint in der HarperCollins Germany GmbH
© 1997 by Sandra E. Steffen
Originaltitel: „Clayton’s Made-Over Mrs."
erschienen bei: Silhouette Books, Toronto
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe COLLECTION BACCARA
Band 196 - 2003 by CORA Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg
Übersetzung: Brigitte Marliani-Hörnlein
Umschlagsmotive: GettyImages_ipopba
Veröffentlicht im ePub Format in 08/2018 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733758974
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:
BACCARA, BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, TIFFANY
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1. KAPITEL
„Guten Abend, Mel."
Einen Moment lang verharrte Melody McCully wie gelähmt. Sie erkannte Clayton Carsons Stimme sofort und verfluchte ihre Reaktion darauf. In den ein oder zwei Sekunden, die sie benötigte, um ihr inneres Gleichgewicht wiederzuerlangen, strich sie sich die Haare aus dem Gesicht. Dann drehte sie sich langsam um. „Das Lokal ist geschlossen, Clayt."
Er näherte sich ihr gemächlich, ging um die Tische herum, die sie bereits gesäubert hatte, und blieb an der Theke stehen, an der eine Handvoll Stammkunden in weniger als zwölf Stunden ihr Frühstück bestellen würden. In aller Ruhe ließ er den Blick durch den Raum wandern. „Ist noch Kaffee da?"
Mel war müde, und wenn sie müde war, reagierte sie schnell gereizt. Obwohl Clayt behauptete, sie sei ständig gereizt. Was überhaupt nicht stimmte. Jeden anderen behandelte sie sehr freundlich. Es war nicht ihr Fehler, dass Clayton Ezekiel Carson mit Blindheit geschlagen war und den Wald vor lauter Bäumen nicht sah, beziehungsweise die eine Frau auf der ganzen Welt, die ihn schon immer geliebt hatte.
Sie deutete mit ihrem Wischlappen auf die Kaffeekanne und sagte: „Schon, aber der ist schon so lange in der Kanne, dass er wahrscheinlich total bitter ist."
„Genau so mag ich ihn."
Mel fluchte leise vor sich hin, während sie eine saubere Tasse holte und das starke, schwarze Gebräu einschenkte. Clayt hatte sich nicht von der Stelle bewegt. Seine Augen waren verborgen vom Rand seines Cowboyhuts, und seine untere Gesichtshälfte wirkte dunkel von den Bartstoppeln, die jedoch nicht von seinem markanten Kinn ablenken konnten. Auch ohne seine Cowboystiefel war der Mann über einen Meter achtzig groß. Er überragte sie, und Mel hasste es, überragt zu werden.
Sie warf ihm einen abschätzenden Blick zu und meinte: „Man kann sich mit dir nicht unterhalten, wenn du stehst. Du bist zu groß. Wenn du unbedingt einen Kaffee haben willst, dann setz dich gefälligst."
Er ließ sich auf einem Barhocker nieder und legte seinen Hut auf den Stuhl daneben. „Du bist mal wieder ganz schön kratzbürstig, Mel."
Mel McCully war in einer Stadt geboren und aufgewachsenen, in der es von ungestümen Cowboys nur so wimmelte, aber Clayt Carson fiel in jeder Hinsicht aus dem Rahmen. Wie oft hatte sie sich schon gewünscht, er wäre nicht so. Seufzend machte sie sich daran, die Theke abzuwischen.
„Musst du das jetzt tun?", fragte er unwirsch.
„Wenn ich irgendwann mal hier raus möchte, ja. Warum?"
„Ich hatte gehofft, dass du dich zu mir setzt."
„So, hattest du das?"
Er nickte und grinste. Verstohlen musterte sie ihn. Sein dunkles Haar war etwas struppig, um seine Augen herum entdeckte sie kleine Fältchen. Er wirkte erschöpft, von Sorgen gezeichnet. Das geschah ihm recht. Oh, sie war wie alle anderen auch erleichtert gewesen, als sein kleines Mädchen gesund und munter am Nachmittag gefunden worden war. Niemand wusste, warum das Kind weggelaufen war, aber Mel vermutete, dass Clayt allen Grund hatte, besorgt und erschöpft auszusehen.
„Wie geht es Haley?", fragte sie.
„Sie ist kurz nach sechs eingeschlafen und hat sich seitdem nicht mehr gerührt. Luke und Jillian sind bei ihr, deshalb bin ich noch einmal fortgegangen. Mit Luke kann man kein vernünftiges Wort mehr reden, er hat nur seine Hochzeit im Kopf. Ich kann immer noch nicht glauben, dass mein Bruder wirklich heiratet."
Als Eigentümerin des einzigen Speiselokals in der Stadt hatte Mel all die Witze über die notleidenden Junggesellen von Jasper Gulch gehört. Sie hatte nicht viel dazu gesagt, als die Jungen aus dem Ort beschlossen, per Anzeige Frauen für die kleine Stadt zu suchen, aber als sie hörte, dass es Clayts Idee gewesen war, wäre sie fast an die Decke gegangen. Er war der beste Freund ihres Bruders, und so lange sie sich zurückerinnern konnte, liebte sie ihn schon. Lange, bevor er eine andere Frau heiratete, eine schöne, weltgewandte und egoistische Frau, die schnell für sich entschied, dass sie sich in Jasper Gulch nicht wohlfühlte und daraufhin mit ihrem Kind verschwand. Vor Kurzem hatte Victoria obendrein festgestellt, dass ihr auch das Mutterdasein nicht zusagte. Seit drei Monaten hatte Clayt nun das Sorgerecht für seine neunjährige Tochter.
Es stimmte, dass es in Jasper Gulch zweiundsechzig Junggesellen gab und nur sechs Frauen im heiratsfähigen Alter, wenn man von den wenigen absah, die im vergangenen Sommer zugezogen waren. Eigentlich überraschte es Mel nicht, dass Clayt auf die verrückte Idee gekommen war, per Anzeige Frauen in dieses gottverlassene Nest in South Dakota zu locken, aber was zuviel war, war zuviel. Die Stadt brauchte Frauen, okay. Und was war sie? Abgestandener Kaffee?
„Willst du nicht auch einen Kaffee trinken?", fragte er.
Mel fuhr sich mit dem Handrücken über die Stirn und stützte sich dann mit den Ellenbogen auf der Theke ab. „Wenn ich jetzt Kaffee trinke, kann ich nicht schlafen."
Er zuckte mit den Schultern und starrte gedankenverloren in das dunkle Gebräu. Da es nicht wehtun konnte, auch einmal nett zu ihm zu sein, fragte sie freundlich: „Woran denkst du, Cowboy?"
Es dauerte lange, bis er antwortete. „Hauptsächlich an Haley."
„Es geht ihr doch gut, oder? Ich meine, sie ist letzte Nacht doch nicht etwa in Schwierigkeiten geraten?"
Clayt antwortete, ohne aufzublicken. „Dieses Mal nicht. Aber was passiert das nächste Mal? Sie lebt erst seit drei Monaten bei mir, und sie hat schon nackt mit einem Jungen gebadet, den Leuten Lebensmittel von der Veranda an der Straßenfront gestohlen und ist von zu Hause weggelaufen. Ich darf gar nicht daran denken, was als nächstes kommt."
Voller Zuneigung dachte Mel an die kleine Tochter von Clayt. Mit sanfter Stimme sagte sie: „Anstatt darüber nachzudenken, was sie als nächstes anstellen wird, solltest du vielleicht versuchen herauszufinden, warum sie diese Dinge tut."
„Ich glaube, ich weiß warum."
„Wirklich?"
„Sie braucht eine Mutter."
Melody fuhr fort, die Theke zu wienern. Während sie versuchte, getrockneten Ketchup zu entfernen, sagte sie: „Das ist bei allen Kindern so, Clayt."
„Ja, und die beiden einzigen Frauen, die auf unsere Anzeige reagiert haben, haben mich übergangen und sich meinen Bruder und meinen besten Freund geschnappt. Haben die denn überhaupt keinen Geschmack?"
Mel verdrehte die Augen. „Wer möchte schon einen störrischen Kerl wie dich heiraten?"
„Irgendwie hatte ich gehofft, du würdest es tun."
Mel erstarrte. Mit offenem Mund schaute sie Clayt volle fünf Sekunden an. Solange sie zurückdenken konnte, hatte sie sich gewünscht, diesen Mann zu heiraten, und hatte sich unzählige Male seinen Heiratsantrag ausgemalt. Aber nicht einmal hatte er eine Formulierung wie irgendwie hatte ich gehofft benutzt.
Wieder schenkte er ihr sein sexy Lächeln. Sie wollte ihm gerade eine Antwort geben, die ihr Leben grundlegend verändert hätte, da sagte er: „Hast du übrigens Milch und Zucker?"
Entgeistert öffnete sie den Mund, doch es kam kein Laut über ihre Lippen. Am liebsten hätte sie ihm in diesem Moment ein Tablett über den Kopf geschlagen, aber sie sah keinen Sinn darin, einen absolut nützlichen Gegenstand einzubeulen. Völlig blind für ihren inneren Aufruhr fragte er: „Warum sagst du nichts, Mel?"
Mel McCully, die außer ihrem Lokal und ihrem Stolz nicht viel besaß, reckte hochmütig das Kinn in die Luft. Sie band ihre Schürze los und warf sie auf die Theke, bevor sie zur Tür stolzierte. „Ich sage, hol dir deinen verdammten Zucker und deine Milch selbst."
„Mel, warte!"
Sie ging unbeirrt weiter. „Und schließ die Tür richtig, wenn du gehst." Mit diesen Worten knallte sie die Tür hinter sich zu.
Clayt blinzelte. Als er ihre Schritte auf der Treppe hörte, die hinauf zu ihrer Wohnung führte, erhob er sich langsam. Müde legte er eine Dollarnote auf die Theke, nahm seinen Hut und verließ das Lokal durch den Vordereingang. Bevor er die Tür hinter sich zuzog, arretierte er die Verriegelung, wie sie ihm gesagt hatte. Befohlen war zutreffender. Verärgert dachte er, dass es genau das war, was er von Wyatts kleiner Schwester hatte erwarten müssen. Mel McCully war schon immer zickig und kratzbürstig gewesen. Warum hatte er geglaubt, der heutige Abend würde eine Ausnahme bilden?
Abgesehen von den wenigen Wagen, die vor dem „Crazy Horse Saloon" parkten, war die Main Street verlassen. In der einzigen Bar der Stadt tobte Freitagnacht normalerweise das Leben. Heute aber waren die meisten Bewohner zu erschöpft, denn sie hatten den größten Teil der vergangenen Nacht mit der Suche nach Haley verbracht. Das Leben würde sich wieder normalisieren, sobald jeder geschlafen hatte. Auch Clayt benötigte dringend seine acht Stunden, doch damit war sein größtes Problem noch nicht gelöst. Was er unbedingt brauchte, war eine Mutter für Haley.
Clayt hatte gehofft, in einer der Frauen, die im Sommer nach Jasper Gulch gekommen waren, eine Mutter für seine Tochter zu finden. Letztes Frühjahr hatte sich alles so einfach angelassen. Der Stadtrat hatte seiner Idee zugestimmt, per Inserat Frauen für die kleine Stadt zu suchen, die Lokalpresse hatte einige der Stellungnahmen der Junggesellen gedruckt, und die größeren Zeitungen hatten die Geschichte aufgegriffen und Jasper Gulch den Spitznamen „Junggesellen Gulch" gegeben. Die Frauen waren in Scharen in die Stadt gekommen, um die Männer in Augenschein zu nehmen. Leider hatte den meisten aber der Blick auf die staubigen Straßen, die dürftige Auswahl in den Geschäften und die begrenzte Aussicht auf einen Job genügt, um sofort wieder das Weite zu suchen. Nur wenige waren geblieben, und Wyatt und Luke hatten sich die zwei hübschesten geschnappt. Von Zeit zu Zeit kamen noch Frauen, und Clayt war sich sicher, eine nach seinem Geschmack zu finden … irgendwann.
Aber Haley brauchte jetzt eine Mutter.
Sein kleines, sommersprossiges Mädchen hatte einiges durchmachen müssen. Victoria war nie eine besonders gute Mutter gewesen, trotzdem hatte es Haley hart getroffen, von ihr im Stich gelassen zu werden. Und ausgerechnet in dieser schwierigen Situation befand sich Clayts eigene Mutter in Oregon, um sich um seine kranke Großmutter zu kümmern.
Mel zu heiraten schien ihm die perfekte Lösung für sein Problem zu sein. Sie mochte ihn, hatte ihn immer gemocht, wie er wusste, sie konnte gut mit Kindern umgehen, und er kannte sie schon sein Leben lang. Und vor allem war sie nicht wie Victoria. Mel war weder wunderschön, noch war sie weltgewandt. Sie war so vorhersehbar wie der neue Tag. Mit ihr würde er keine unangenehmen Überraschungen erleben. Nur einmal zuvor hatte sie ihn in Erstaunen versetzt – als sie ihm im ersten Schuljahr
