Über dieses E-Book
Verzweifelt betrachtet Claudia die Reste ihrer Hotelanlage: Ein mächtiger Sturm hat aus dem charmanten Familienbesitz eine Ruine gemacht. Und wie typisch, dass ihr Geschäftspartner Luke mal wieder durch Abwesenheit glänzt. Nie ist er da, wenn man ihn braucht … doch plötzlich steht er vor ihr! Für ein paar Wochen ist er von London nach Australien geflogen, um ihr zur helfen. Entspannung? Fehlanzeige! Der traumhafte Strand, das Meer und die lauen Nächte beschwören in Claudia einen nie gekannten Sturm der Leidenschaft für den Mann herauf, den sie schon so lange heimlich liebt …
Amy Andrews
Amy is a multi-award winning, USA Today bestselling author who has written over forty contemporary romances for several Harlequin imprints. She's an Aussie who loves good books, fab food, great wine and frequent travel - preferably all four together. She lives by the ocean with her husband of twenty-nine years. To keep up with her latest releases and giveaways, sign up for her newsletter at www.amyandrews.com.au/newsletter.html
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Buchvorschau
Stürmische Nächte im Paradies - Amy Andrews
IMPRESSUM
JULIA erscheint in der HarperCollins Germany GmbH
© 2014 by Amy Andrews
Originaltitel: „The Heat of the Night"
erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London
in der Reihe: MODERN TEMPTED
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe JULIA
Band 182015 - 2015 by HarperCollins Germany GmbH, Hamburg
Übersetzung: Juliane Zaubitzer
Abbildungen: Uwe Krejci / Getty Images, alle Rechte vorbehalten
Veröffentlicht im ePub Format in 09/2015 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733702038
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
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1. KAPITEL
Luke Hargreaves hatte in seinem ganzen Leben noch nie so eine Verwüstung gesehen. Entwurzelte Bäume zwischen Trümmern eingestürzter Gebäude, überall ungesicherte elektrische Leitungen und Glas. Nur eines der zwölf Gebäude, aus denen die Hotelanlage des Tropicana Nights seit vierzig Jahren bestand, hatte das Unwetter unbeschadet überstanden.
O Gott. Davon würde sich das Hotel nie wieder erholen.
Wenn man hier unter dem makellosen Blau des tropischen Himmels stand und dem sanften Schlagen der Wellen lauschte, konnte man sich kaum vorstellen, dass das Wetter für diese Verheerung verantwortlich war.
Dass die sanfte Brise sich in einen Wirbelsturm verwandeln, dass der wolkenlose Himmel sich unheilvoll schwarz färben und das Meer wild tosen konnte.
Natürlich gehörten Wirbelstürme zum Leben an der Nordküste Australiens dazu, und das Hotel hatte bei den regelmäßigen Unwettern in der Zeit zwischen November und März auch in der Vergangenheit schon Schaden genommen.
Aber noch nie so.
Dieser Wirbelsturm übertraf alles.
Nach den zehn Jahren in England machte er sich nicht mehr groß Gedanken über die Gefahren von Tropenstürmen, doch jetzt, da er die Zerstörung sah, kam es ihm wie ein Wunder vor, dass niemand ums Leben gekommen war.
Dank Claudia.
Lukes Blick wanderte vom verwüsteten Hotel zu der Gestalt am Strand, die, den Rücken zum Meer gewandt, den Schaden begutachtete. Avery hatte ihm erzählt, dass Claudia gut damit fertig wurde. Doch er kannte Claudia Davis. Und dass sie verzweifelt war, erkannte er sogar aus dieser Entfernung.
Irgendwie war sie für ihn noch immer eine dürre Sechsjährige mit blonden Zöpfen und aufgeschlagenen Knien. Und besonders heute hatte sie etwas herzzerreißend Unschuldiges an sich. Ihr Pferdeschwanz, der in der sanften Brise wippte, ihre zarte Gestalt, die in der furchtbaren Polyester-Uniform des Tropicana steckte, die sich seit den Siebzigern nicht verändert hatte, und das alberne Klemmbrett, das sie immer dabeihatte, an die Brust gepresst.
Seufzend zog er sich Schuhe und Strümpfe aus und ließ sie unter den schiefen Palmen zurück, die eine natürliche Grenze zwischen Strand und Land bildeten. Jedenfalls das, was von ihnen übrig war.
Die schöne Palmenallee von Crescent Cove, die sich die ganze Bucht entlangzog, war ebenfalls verwüstet. Ganze Bäume waren entwurzelt, sauber aus dem Boden gerissen und über Strand und Straße verstreut, als wären es Streichhölzer.
Es würde Jahre dauern, alles wieder in alter Pracht erstrahlen zu lassen.
Die Sonne schien heiß auf Lukes Nacken, ein krasser Gegensatz zum kalt-feuchten London, und er schlüpfte aus seiner Jacke. Er knöpfte die Manschetten auf und krempelte die Ärmel hoch. Dann stellte er sein Telefon auf leise und steckte es in die Hosentasche. Er wollte nicht gestört werden, wenn er mit ihr sprach, und er hatte schon drei dringende Textnachrichten aus dem Büro bekommen.
Nachdem er tief durchgeatmet hatte, steuerte er auf die Frau zu, die er fast sein ganzes Leben kannte, und der feine Strandsand knirschte unter seinen Füßen.
Von einem Gefühl der Hilflosigkeit und Verzweiflung überwältigt, starrte Claudia auf die Szene der Verwüstung. Sie hätte wissen müssen, dass nur ein Wirbelsturm namens Luke so einen Schaden anrichten konnte.
Doch sie weigerte sich, den Tränen, die hinter ihren Augen brannten, freien Lauf zu lassen.
Sie würde nicht heulen.
Heulen war etwas für Weicheier, und sie war kein Weichei. Sie hatte ein Jahr ihres Lebens damit verbracht, ihr geliebtes Familienhotel zu renovieren, und dass es jetzt in Trümmern vor ihr lag, war kein Grund, hysterisch zu werden.
Trostsuchend klammerte sie sich an ihrem Klemmbrett fest. Sie würden es schon schaffen. Sie mussten.
Aber wie? fragte eine kleine Stimme in ihrem Kopf, kaum hörbar unter dem Lärm der Generatoren, der seit Tagen die Luft erfüllte. Dieselbe Stimme, die sie jedes Mal hörte, wenn sie am Strand stand, dem wahren Ausmaß der Zerstörung gegenüber.
Da war zunächst das Hauptgebäude, das ursprüngliche Hotel. Selbst jetzt, inmitten der Trümmer, erstrahlte seine weiße Stuckfassade in der Morgensonne wie ein Leuchtfeuer. Auf wundersame Weise hatte es den Wutausbruch von Mutter Natur mit minimalen Schäden überstanden.
Wie, wusste Claudia nicht.
Wie hatte dieser Dinosaurier – der weiße Elefant, wie Luke ihn nannte – es geschafft zu überleben, während die neueren Bungalows, die höchsten Sicherheitsstandards entsprachen, eingestürzt waren?
Es ergab keinen Sinn. Vier Tage war es her, dass Wirbelsturm Luke, ein Hurrikan der Kategorie fünf, über die Küste hinweggefegt war, und es ergab noch immer keinen Sinn.
Nichts ergab einen Sinn.
Wieder war Claudia den Tränen nahe. Doch Tränen halfen dem Tropicana nicht weiter, und Claudia war fest entschlossen, das Hotel wieder auf die Beine zu bringen. Sie würde sich von der schweren Aufgabe, die vor ihr lag, nicht unterkriegen lassen, ebenso wenig wie letztes Jahr um dieselbe Zeit, als Luke ihr das Ultimatum gestellt hatte, das Hotel wieder aus den roten Zahlen zu holen – sonst …
Er hatte die Drohung nicht näher ausführen müssen – und es spielte auch keine Rolle, denn sie hatte es geschafft. Sie hatten einen Rekordsommer gehabt, schrieben wieder schwarze Zahlen, und vor ihnen lag die beste Wintersaison seit über zehn Jahren.
Und dann kam der Wirbelsturm Luke und versuchte, wie der andere Luke in ihrem Leben, ihr alles zu nehmen, was ihr etwas bedeutete.
„Um Himmels willen, Claude. Davon werdet ihr euch nie erholen."
Claudia blinzelte, während die vertraute Stimme hinter ihr alles in ihr – ihren Herzschlag, ihren Atem, ihren Stoffwechsel – zum Stillstand brachte.
Luke?
Sie drehte sich um, und da stand er. Groß, schlank, glatt rasiert wie immer. So nah, dass sie ihn anfassen konnte. So nah, dass sie ein vertrautes Ziehen in der Magengegend verspürte.
Luke.
Der Junge, den sie vergöttert hatte, der Teenager, in den sie verknallt gewesen war, der Mann, der sie zutiefst enttäuscht hatte, als er ihrem gemeinsamen Erbe den Rücken kehrte.
Davon werdet ihr euch nie erholen?
Seine Worte waren wie der Schock eines Defibrillators, und dann erwachte alles in ihr wieder zum Leben. Ihre Lungen sogen scharf Luft ein, ihr Herz schlug gegen die Rippen, ihre Zellen setzten den Stoffwechsel wieder in Gang.
Davon werdet ihr euch nie erholen?
O nein! Das sollte wohl ein Scherz sein. Es musste ein Scherz sein. Ein ziemlich schlechter Scherz.
Aber da stand er, in Oberhemd und Anzughose. Am Strand. Und weidete sich an ihrem Elend. Ein emotionaler Tsunami, der sich seit vier Tagen – ach was, seit einem Jahr – in Claudia zusammenbraute, stürmte los.
„Was willst du denn hier?"
Lukes Augen weiteten sich erschrocken. Er zuckte die Schultern. „Ich hab’s im Fernsehen gesehen … Da bin ich gekommen."
Und so war es auch gewesen. Sosehr er sich dagegen sträubte, dass dieser Ort noch immer so eine Macht über ihn hatte – er konnte einfach nicht anders. Vor zehn Jahren war er ans andere Ende der Welt geflohen und in ein Leben eingetaucht, das nichts mit hier zu tun hatte, doch ein Blick auf die Zerstörung, und er hatte im nächsten Flugzeug gesessen.
Claudia blinzelte ungläubig, dann lachte sie los, ein Lachen, das an Hysterie grenzte. Doch wenn sie nicht lachte, würde sie weinen. Und sie wollte verdammt sein, wenn sie ausgerechnet vor Luke zusammenbrach.
„Wie bist du überhaupt hergekommen?, wollte sie wissen. „Die Straße ist immer noch in beide Richtungen gesperrt.
„Jonah hat mich mit seinem Helikopter vom Flughafen abgeholt."
Vage erinnerte sich Claudia, dass sie den Helikopter vor einer Weile gehört hatte, und heimlich verfluchte sie Jonah. Sie nahm sich vor, Avery einzuimpfen, ihn mit Sexentzug zu bestrafen, weil er sich mit dem Feind verbrüdert hatte. Denn für sie war Luke Hargreaves Staatsfeind Nummer eins.
Aber Avery würde sowieso nicht mitmachen – die beiden waren immer noch so verliebt, dass es einem auf die Nerven gehen konnte.
„Tja, jetzt hast du es gesehen, blaffte sie ihn an. „Du kannst wieder fahren. Hier ist alles super.
Super? Luke betrachtete das heillose Chaos und schob die Hände in die Taschen. „Das werde ich nicht tun, Claude."
Claudia schnaubte abfällig. „Warum nicht? Das machst du doch sonst auch immer."
„Ich dachte, ich könnte … Er deutete mit dem Blick auf das Hotel. „… helfen.
„Helfen?" Ihre Stimme klang schrill. „Jetzt willst du helfen?"
„Claude …, seufzte Luke, obwohl es ihn kaum überraschte, dass sie immer noch sauer war, weil er sich gedrückt hatte, als ihre Eltern ihnen letztes Jahr die Hotelleitung übertragen hatten. „Ich kann beim Aufräumen helfen. Und es müssen Entscheidungen getroffen werden.
Das brachte Claudia auf die Palme. Glaubte er, sie kapierte nicht, was er damit meinte?
Sie richtete sich zu ihrer vollen Größe von eins fünfundfünfzig auf und stemmte eine Hand in die Hüfte. „Glaubst du, du hast das Recht, einfach hier anzutanzen …"
Claudia verstummte, als sich ein Druck hinter ihren Augen aufbaute, der zu explodieren drohte und ihr vorübergehend die Fähigkeit raubte, einen zusammenhängenden Satz zu bilden.
„Hier anzurauschen, wenn alles in Schutt und Asche liegt … und Entscheidungen für das Tropicana zu treffen? Du hast jedes Recht verwirkt, als du letztes Jahr abgehauen bist."
Luke versuchte ruhig zu blieben, aber Claude hatte, mehr als jede andere Frau, schon immer die Fähigkeit besessen, ihn zur Weißglut zu treiben. Und wenn es um das Hotel ging, verwandelte sich die zierliche, stets gut gelaunte Claudia plötzlich in eine kampflustige Bärenmutter.
Hätte sie damals auf ihn gehört, wäre das Tropicana längst Teil einer großen Kette und finanziell gegen so eine Katastrophe abgesichert gewesen.
Aber nein. Claudia hatte ihre Unabhängigkeit bewahren wollen, um das Hotel so weiterzuführen wie ihre Eltern anno dazumal.
Und er war mit dem Chaos, das seine Ex hinterlassen hatte, zu beschäftigt gewesen, um sich darum zu kümmern. Doch jetzt waren Entscheidungen gefragt.
„Nun, das ist nicht ganz wahr, oder?"
Claudia wusste genau, worauf er anspielte, und bedauerlicherweise hatte er recht. Sein Name stand auf der Partnerschaftsvereinbarung, die ihre Eltern sie zu unterschreiben gezwungen hatten, und er besaß gleiches Mitspracherecht – auch wenn er es bis jetzt nicht beansprucht hatte.
Claudia seufzte und fühlte sich plötzlich geschlagen. „Hör zu, ich hab’s kapiert. Du fühlst dich verantwortlich. Aber du musst dir wirklich keine Sorgen machen. Alles ist super. Flieg nach London zurück. Mir reicht ein Luke."
Luke wusste nicht, ob er sie packen und ins Wasser werfen oder in den Arm nehmen sollte. „Ich bleibe hier. Ich habe eine Woche frei. Ich kann bei den Aufräumarbeiten helfen."
Diesmal war Claudias Lachen tatsächlich hysterisch.
„Eine Woche?, wiederholte sie mit schriller, bebender Stimme. „Meine Güte, Luke, danke, dass du sieben lausige Tage aus deinem geschäftigen und wichtigen Leben opferst, um der armen alten Claudia beizustehen.
Angewidert schüttelte sie den Kopf und kämpfte gegen den Drang, ihm das Klemmbrett über den Kopf zu ziehen, ebenso wie gegen die aufsteigenden Tränen. Sie würde nicht weinen!
„Schau dich doch um, befahl sie und fuchtelte mit den Armen herum, um von ihrer brüchigen Stimme abzulenken. „Glaubst du, das ist in einer Woche zu schaffen?
Luke sah sich um. Er bezweifelte, dass es in einem Monat zu schaffen war. Doch er hatte einen wichtigen Kunden am
