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Wenn das die andere wüsste
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Wenn das die andere wüsste
eBook197 Seiten2 StundenDigital Edition

Wenn das die andere wüsste

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Über dieses E-Book

Sophie kann es nicht fassen: Sie hat sich leidenschaftlich in Alex Tarrant verliebt. Ist in seinen Armen im Mondschein schwach geworden! Wie fühlt Alex für sie? Dann sieht sie seine Ex-Frau Vicky - und versteht …

SpracheDeutsch
HerausgeberCORA Verlag
Erscheinungsdatum10. März 2018
ISBN9783733755935
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    Buchvorschau

    Wenn das die andere wüsste - Lucy Keane

    IMPRESSUM

    Wenn das die andere wüsste erscheint in der HarperCollins Germany GmbH

    © by Lucy Keane

    Originaltitel: „Dance To The Devil’s Tune"

    erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London

    Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.

    © Deutsche Erstausgabe in der Reihe JULIA

    Band 1122 - 1995 by CORA Verlag GmbH, Hamburg

    Umschlagsmotive: Ondine32 GettyImages

    Veröffentlicht im ePub Format in 03/2018 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.

    E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck

    ISBN 9783733755935

    Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.

    CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.

    Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:

    BACCARA, BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, MYSTERY, TIFFANY

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    1. KAPITEL

    Was sollte man in einem heißen August in London tun, wenn man in den nächsten zwei Monaten keine eigene Wohnung und auch kaum Aussicht auf Arbeit hatte? Sophie ging in die Knie und betrachtete sich im Seitenfenster eines großen weißen Wagens, der an der Bordsteinkante parkte. Ihr langes blondes Haar war zerzaust, die Wangen waren gerötet. Atemlos versuchte sie, das Haar mit den Fingern zu richten, brachte es jedoch nur noch mehr durcheinander.

    Früher hatte sie Schwierigkeiten gehabt, ihr Leben zu organisieren und Entscheidungen zu treffen. Das war jetzt anders. Die neue Sophie war dynamisch und entscheidungsfreudig und würde Karriere machen. Das garantierten zumindest die einhundertzwanzig Seiten des Buches „Die erfolgreiche Geschäftsfrau" den Lesern, die die Ratschläge befolgten. Doch leider musste Sophie ihre Entscheidungen immer noch allzu häufig überdenken, weil sie wichtige Umstände nicht berücksichtigt hatte. Wie die Tatsache, dass sie keine Noten lesen konnte … Wenn sie nun die ganze Aufzeichnung verpatzte?

    Was soll’s? sprach sie sich Mut zu. Ich muss einfach nur die Initiative ergreifen! Dann beugte sie sich weiter vor, um ihr Make-up zu überprüfen, und verlor das Gleichgewicht. Instinktiv hielt sie sich am Türgriff fest – und plötzlich schrillte eine Alarmanlage durch das elegante Londoner Geschäftsviertel. Eine aufgeschreckte Taube flog kreischend von einem Baum.

    Sophie schaute sich verschämt um. Außer ihr war niemand zu sehen. Sie überlegte, ob sie einen Zettel mit der Aufschrift „Ich bin’s gewesen" und ihrer Unterschrift an die Windschutzscheibe klemmen sollte, tat es jedoch nicht. Stattdessen suchte sie in dem Gebäude Zuflucht, das man ihr als Tonstudio angegeben hatte. Auf sie machte es aber eher den Eindruck, als wäre es eine Kirche.

    Der Haupteingang war geöffnet. Drinnen jedoch war ein uniformierter Wachmann postiert, der den Weg zu einer Doppeltür versperrte. Er maß Sophie misstrauisch – die Alarmanlage war nur allzu deutlich zu hören – und blickte zu der roten Lampe über der Tür. „Die Aufzeichnung hat bereits begonnen. Sie müssen warten", sagte er unfreundlich.

    Das stimmte tatsächlich. Sophie konnte deutlich Klaviermusik hören. Ihr Freund Rupert musste ohne sie angefangen haben.

    Sie kramte in ihrer Handtasche und zog einen zerknitterten Zettel heraus. Es war der Aufnahmeplan, den Rupert ihr gegeben hatte, und ihre einzige Chance, sich auszuweisen. Ganz unten waren die Namen der Personen aufgeführt, die eine Kopie des Plans bekommen hatten: Alex Tarrant – sie hatte diesen Namen schon vorher einmal gehört –, Derek irgendwer, Joe irgendwer, und – sie konnte die Schrift kaum entziffern – Rupert Stretton.

    „Schauen Sie!, sagte sie. „Hier, das ist der Pianist. Ich blättere für ihn die Seiten um. Ich wurde in der Untergrundbahn aufgehalten. Ich muss da rein!

    Der Wachmann blickte Sophie unsicher an. „Nun, ich weiß nicht so recht …"

    Doch die neue Sophie verlor keine unnötigen Worte mehr, wenn sie eine Schwachstelle entdeckt hatte, sie handelte! Ungeduldig warf sie ihr blondes Haar über die Schulter zurück und stieß so schwungvoll eine der Doppeltüren auf, dass sie fast in den Raum fiel.

    Das sonnendurchflutete Aufnahmestudio sah wie ein Saal aus dem neunzehnten Jahrhundert aus. Die hohe getäfelte Decke und die riesigen viereckigen Fenster vermittelten jedoch den Eindruck, Sophie sei versehentlich in eine alte Londoner Kirche geraten. Der Parkettboden war frisch gebohnert. In der Mitte des Raums entdeckte Sophie ihren Freund Rupert an einem Flügel.

    Er hörte unvermittelt zu spielen auf.

    „Gerade rechtzeitig!, sagte er fröhlich. „Ich musste mit dem einzigen Stück beginnen, das ich auswendig spielen kann. Es dauert ungefähr zehn Sekunden. Beiläufig, ohne auf die Noten zu schauen, spielte er eine einfache Melodie.

    Rupert war einundzwanzig, drei Jahre jünger als Sophie. Wäre er älter gewesen, wäre sie vielleicht seinem unwiderstehlichen Charme erlegen. Er war das Idealbild eines jungen und romantischen Konzertpianisten. Das dunkle Haar fiel ihm stilvoll in die hohe Stirn, die ihm ein intelligentes Aussehen gab, und den Blick seiner blauen Augen konnte man als „seelenvoll" bezeichnen, wenn er über das Klavier hinweg ins Leere blickte. Sophie mochte Rupert, kannte ihn jedoch noch nicht lange und wusste nur wenig über sein Privatleben. Er war ein gutmütiger Mensch, und sein Humor amüsierte sie. Sie befürchtete jedoch, dass seine schuljungenhafte Schwärmerei ihr lästig werden könnte, wenn sie ihn zu sehr ermutigte.

    „Ich kann langbeinigen Blondinen einfach nicht widerstehen, hatte er bei ihrer ersten Begegnung auf der Feier eines Freundes gestanden, „besonders dann nicht, wenn sie braune Mandelaugen mit einem so schmelzenden Blick haben! Sophie war kaum die geeignete Person für Schmeicheleien, wie aufrichtig sie auch gemeint sein mochten. Mit ihrem Sinn für Humor konnte sie diese Bemerkung einfach nicht unkommentiert hinnehmen. In diesem Fall klang „schmelzend" nach Nussschokolade, die man in der Sonne hatte liegen lassen. Das hatte sie Rupert auch sofort gesagt.

    Er hatte daraufhin geschickt eingelenkt. „Wärme, stimmte er ihr zu. „Genau das habe ich gemeint! Der Blick Ihrer Augen birgt alle Verlockungen des Orients, wirkt sehr geheimnisvoll und sexy. Passen Sie bloß auf. So ein Blick könnte Sie ganz schnell in Schwierigkeiten bringen!

    „Soll das eine Drohung oder ein Versprechen sein?" Sophie wollte Rupert aufziehen und schaute ihn genauso an, wie er es beschrieben hatte. Noch nie hatte jemand ihre Augen als geheimnisvoll und sexy bezeichnet. Ein alter Schulfreund hatte ihr einmal gesagt, sie würde lediglich berechnend blicken. Und für jemanden wie sie, die bisher nie auf ihren Vorteil aus gewesen war, war das ein richtiges Kompliment gewesen.

    Jetzt winkte Rupert sie zu sich. „Komm her und setz dich neben mich. Halte aber Abstand vom Flügel. Ich möchte dich nicht vom Stuhl stoßen, wenn ich die kraftvollen Passagen spiele. Du bist sehr hübsch, Sophe. Viel eleganter als die durchschnittliche Assistentin eines Pianisten. Warum setzt du dich nicht ein wenig näher zu mir, damit ich deine Knie besser sehen kann?"

    Sophie missfiel diese Version ihres Vornamens, und Rupert wusste es. „Nenn mich nicht Sophe!"

    Sie ging zum Flügel hinüber, und die hohen Absätze ihrer Schuhe klackten laut auf dem Holzboden. Draußen schrillte die Alarmanlage noch immer. Sophie versuchte, die Sirene zu ignorieren. Rupert hatte ihr damals gesagt, sie könnte sich ihr Geld im Handumdrehen verdienen. Jetzt, da sie mit ihrer Arbeit beginnen würde, war sie sich dessen nicht mehr so sicher.

    Er war von Mikrofonen auf Ständern umgeben, die an seltsam anmutende Vögel auf spindeldürren Bäumen erinnerten. Im Hintergrund war eine Plattform mit Sitzen aufgestellt, und am gegenüberliegenden Ende des Raums führten Treppen in die Orgelgalerie hinauf. Darunter standen zahlreiche Instrumentenkoffer, auf denen der Name eines berühmten Orchesters prangte.

    Sie und Rupert schienen allein zu sein.

    „Ist sonst niemand hier? Ich meine, Aufnahmetechniker oder so?, fragte Sophie verblüfft. „Und wo ist der Kontrollraum, von dem aus man beobachten kann, was im Studio vor sich geht?

    Sophie kannte sich mit Tonstudios nicht aus, sie hatte sie bislang nur in Filmen gesehen.

    „Das hier war mal eine Kirche, begann Rupert. „Alex hat sie gekauft, weil die Akustik für klassische Musik ausgezeichnet …

    Aus einem Lautsprecher, der in dem Gewühl von Mikrofonen stand, knackte es. Eine tiefe Stimme, die durchaus attraktiv gewesen wäre, wenn sie nicht so verärgert geklungen hätte, meldete sich zu Wort. „Schwatz nicht so viel, Rupert! Was waren das eben für Geräusche?"

    „Meine Assistentin ist gerade gekommen, erwiderte Rupert und blickte Sophie an. „Zieh deine Schuhe aus, flüsterte er ihr zu. Dann sagte er laut in Richtung Mikrofone: „Sogar die Wände hier haben Ohren – stimmt’s, Alex?"

    Aus dem Lautsprecher rauschte und summte es. Die körperlose Stimme sagte ungeduldig: „Was ist das da draußen für ein Lärm?"

    Dann hörte man undeutliches Hintergrundgemurmel. Die Stimme klang jetzt gedämpft: „Sieh bitte nach, Joe. Nimm die Schlüssel und pass auf, dass sich da draußen niemand herumtreibt. Dann war sie wieder deutlicher zu hören: „Rupert? Wir haben heute Vormittag viel Arbeit vor uns und können uns keine Unterbrechungen leisten. Klär deine Assistentin bitte über das Rotlicht auf. Es bedeutet: ‚Achtung, Aufnahme! Zutritt verboten‘.

    Der Mann sprach sehr sarkastisch, und Sophie zuckte unwillkürlich zusammen. Zum Glück wusste er nicht, dass sie die Alarmanlage ausgelöst hatte! Joe, wer immer das auch sein mochte, schien nach draußen geschickt worden zu sein, um die Sirene abzustellen. Demnach musste dieser teure weiße Sportwagen dem Mann mit der unangenehmen Stimme gehören.

    Sophie hatte das Bedürfnis, sich vor ihrem unsichtbaren Kritiker zu rechtfertigen, und sprach in Richtung Mikrofone: „Ich dachte, Rupert würde nicht ohne mich anfangen können. Entschuldigen Sie die Verspätung, aber ich konnte nicht früher hier sein!" Ohne es zu wollen, klang sie eher gekränkt als bedauernd.

    „So, konnten Sie nicht."

    Das war keine Frage. Die Bemerkung machte deutlich, wie uninteressiert der Mann an allem war, was Sophie Carter über sich, über ihr Leben, über die Existenz im Allgemeinen oder über das gesamte Universum zu sagen gehabt hätte. Jede Entschuldigung wäre zwecklos gewesen. Der Sprecher war ihr eindeutig überlegen.

    Sophie war überrascht und beleidigt zugleich. „Wer ist Alex?", fragte sie Rupert.

    Er antwortete in normaler Lautstärke. „Wer … Alex ist? Oh, nimm einfach keine Notiz von ihm! Er ist nur für alles hier verantwortlich und produziert die Platte."

    Deshalb also war Sophie der Name so bekannt vorgekommen! Zeitungsberichten zufolge stand Alex Tarrant, einunddreißig Jahre alt und megaerfolgreich, in Verhandlungen mit einer großen deutschen Schallplattenfirma. Großer Fehler, Miss Carter!

    Die neue Sophie ließ sich dadurch jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Sie schnitt eine Grimasse und gab Rupert ein Zeichen, ruhig zu sein.

    Er lächelte sie an und sagte noch lauter als vorher: „Ich mache dich in der Kaffeepause mit ihm bekannt."

    „Wie kommst du darauf, eine Kaffeepause machen zu können?, mischte sich die Stimme aus dem Mikrofon ein. „Du kannst froh sein, wenn du vor halb neun Uhr heute Abend eine Tasse Tee bekommst. Wenn du also soweit bist …

    Der Mann schien sich über Rupert jetzt zwar ein wenig lustig zu machen, doch seine letzte Bemerkung bedeutete zweifellos: „Ich warte auf dich." Die gelöste Atmosphäre, um die Rupert sich bemüht hatte, war wieder zum Zerreißen gespannt.

    Wie unsicher Sophie früher auch gehandelt haben mochte, so war sie in Bezug auf Menschen niemals unschlüssig gewesen: Sie wusste, wen sie mochte und wen nicht. Alex mochte sie nicht, wie reich und erfolgreich er auch immer sein mochte.

    So leise wie möglich schob sie einen Stuhl ans Klavier und setzte sich links neben Rupert. Sie nahm sich vor, nach der Aufnahme schleunigst von hier zu verschwinden. Wenn es sich irgendwie vermeiden ließ, wollte sie Mr. Produzent Tarrant nicht begegnen. Sie war für den Job einer Assistentin nicht die ideale Besetzung, und das würde er auch bald herausfinden. Trotzdem durfte man sie nicht wie einen gehirnlosen Lakaien behandeln.

    Auf dem Klavier lag ein Stapel fotokopierter Blätter. Sophie hatte die Mikrofone und die sarkastische Stimme nicht vergessen, deutete auf die Blätter und zog fragend die Brauen hoch. „Ja, das sind die Noten, sagte Rupert, diesmal ohne Spott. „Eigentlich wollte ich mit einem Stück beginnen, das ich aus dem Gedächtnis spielen kann, aber da du schon mal da bist, können wir genauso gut mit einem von diesen anfangen. Ist das in Ordnung, Alex? Er wählte ein Musikstück aus und ordnete die Blätter auf dem Klavier.

    „Hallo."

    Da war die tiefe Stimme wieder. Sie wäre tatsächlich angenehm

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