Über dieses E-Book
So langsam glaubt Elaine, nur noch Pech zu haben! Denn ihr neuer Vermieter ist ausgerechnet Mitch Ryder, der Anwalt ihres Exmannes! Der eiskalte Jurist hat bei der Scheidung dafür gesorgt, dass Elaine quasi mit leeren Händen dastand. Zu ihrer grenzenlosen Überraschung entpuppt sich Mitch jedoch als äußerst charmanter Nachbar, der offensichtlich ihre Nähe sucht ...
Wendy Warren
Wendy lebt mit ihrem Ehemann in der Nähe der Pazifikküste. Ihr Haus liegt nordwestlich des schönen Willamette-Flusses inmitten einer Idylle aus gigantischen Ulmen, alten Buchläden mit einladenden Sesseln und einem großartigen Theater. Ursprünglich gehörte das Haus einer Frau namens Cinderella, die einen wunderbaren Garten mit Tausenden Blumen hinterließ. Wendy und ihr Mann bewirtschaften diesen eifrig, allerdings mit wechselndem Erfolg … Wendy Warren ist Mitglied bei den „Romance Writers of America“ und war bereits Finalistin für den RITA®-Award. Wenn sie nicht schreibt, unternimmt sie gern lange Spaziergänge mit ihrem Hund, chattet mit guten Freunden und kocht für sich und ihren Ehemann.
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Buchvorschau
Versuch's doch mal mit mir - Wendy Warren
IMPRESSUM
Versuch’s doch mal mit mir erscheint in der HarperCollins Germany GmbH
© 2004 by Wendy Warren
Originaltitel: „Making Babies"
erschienen bei: Silhouette Books, Toronto
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe BIANCA
Band 1485 - 2005 by CORA Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg
Umschlagsmotive: ThinkstockPhotos_DavidMSchrader, Pixland
Veröffentlicht im ePub Format in 04/2017 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733777272
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
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BACCARA, BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, MYSTERY, TIFFANY
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1. KAPITEL
Radierer schmeckten wie Kaugummi vermischt mit Sand. Elaine Lowry wusste das so genau, weil sie gerade einen durchgekaut hatte, während sie auf den Terminkalender starrte, der vor ihr auf dem Schreibtisch lag.
An zwei Tagen in der Woche arbeitete sie in der Praxis von Dr. Harold Gussman. Sie führte die Patientenkartei des Zahnarztes und verschickte die Erinnerungen an die Vorsorgeuntersuchungen.
Elaine schob sich den braunen Pony aus der Stirn, rieb sich die schmerzende Stelle über der rechten Augenbraue und seufzte. Sie vertrat Sue, die Sprechstundenhilfe, für ein paar Minuten, und hatte gerade gesehen, dass für Viertel nach vier Steph Lowry eingetragen war.
Steph Lowry.
Steph. Kurz für „Stephanie".
Lowry. Kurz für „die geistlose, silikonbusige Wasserstoffblondine, die meinen Ehemann gestohlen hat".
Nicht, dass Elaine nachtragend war. Aber das kurz bevorstehende Erscheinen der neuen – und viel jüngeren – Ehefrau ihres Exmannes erforderte irgendeine Reaktion. Jedenfalls mehr als das professionelle „Keine-Angst-es-tut-nicht-weh"-Lächeln, das sich anfühlte, als hätte man ihr die Oberlippe an den Gaumen geklebt.
Aber so bin ich eben, dachte Elaine. Nur keine Szene.
Sie war nicht dazu erzogen worden, in außergewöhnlichen Situationen die Fassung zu verlieren.
Also verzichtete sie darauf, neben Steph Lowrys Namen das Wort Wurzelbehandlung zu notieren.
„Danke, dass du die Festung gehalten hast, Süße." Sue Kelsey, die seit neun Jahren die Patienten empfing, strich mit einem Acrylfingernagel über die Nachmittagstermine.
„Für sechs sind gleich zwei Füllungen eingetragen, stöhnte sie. „Mist. Vor sieben bin ich hier nicht weg.
Betrübt schüttelte sie den Kopf. „Was nützt mir da die Zeitumstellung? Wann gehst du denn? Sue klopfte mit der flachen Hand auf Elaines Arm. „He.
„Hmm?"
„Gehst du bald?"
„Gehen?"
„Ja. Nach Hause. Sayonara. Hasta la vista. Weg von hier. Hinter der Brille mit dem golden glitzernden Gestell kniff Sue die Augen zusammen. „Was ist los mit dir? Du siehst aus, als hättest du dir eine Ladung Novocain gespritzt.
Elaine hatte Mühe, sich zu konzentrieren. Novocain klang nicht schlecht. Mit einer leichten Betäubung wäre dieser Nachmittag vielleicht durchzustehen.
„Es geht mir gut." Elaine legte ein wenig Fröhlichkeit in ihre Stimme und schaute auf ihre Timex – die Kevin ihr vor drei Jahren zum zehnten Hochzeitstag geschenkt hatte. Dreizehn Minuten nach vier. Die neue Mrs. Lowry musste jeden Moment hier sein.
Wie einfühlsam von Kevin, seiner zweiten Frau ausgerechnet den Zahnarzt zu empfehlen, bei dem seine erste Frau arbeitete.
Sue musste den Termin gemacht haben. Ob ihr Stephs Nachname aufgefallen war? In der Praxis wusste niemand, dass ihr Mann sie für eine jüngere Frau verlassen hatte. Elaine hatte ihren Kolleginnen nur erzählt, dass Kevin und sie sich getrennt, einander alles Gute gewünscht und … bla, bla, bla.
Zugegeben, das konnte man für feige halten. Und nein, sie erwartete nicht, dass ihr Chef an ihrer Tür läutete und sie dafür lobte, wie tapfer sie das Ende ihrer Ehe verkraftete. Es war einfacher so. Wirklich. Außerhalb der Arbeit sah sie ihre Kolleginnen kaum. Aber egal, wie nett man war – wenn der eigene Ehemann einen für die Tae-Bo-Trainerin im gemeinsamen Fitnessstudio verließ, wurde geredet.
Elaines Magen revoltierte. Könnte sie sich doch nur verstecken, bis das hier vorbei war …
Sie schnappte sich ihre Unterlagen und zog sich zu den Aktenschränken an der anderen Wand zurück. Sie hielt den Kopf gesenkt und kehrte Sue und dem Empfang den Rücken zu, trotzdem spürte sie es sofort, als Stephanie hereinkam. Die Nackenhaare sträubten sich und ihr nackter Ringfinger zuckte.
„Hi, ich habe um Viertel nach vier einen Termin bei Dr. Gussman."
Die helle, nasale Stimme war unverkennbar. Steph Lowry klang wie ein Kanarienvogel mit Nebenhöhlenentzündung. Das war ihr einziges unattraktives Merkmal. Nun ja, das und die Tatsache, dass sie anderen Frauen die Ehemänner stahl.
„Wo kann ich denn mal für kleine Mädchen?" zwitscherte Steph, nachdem sie sich eingetragen hatte.
Elaine biss die Zähne fest genug zusammen, um Dr. Gussmans gute Arbeit zunichte zu machen. Kleine Mädchen. Also bitte! Als müsste irgendjemand daran erinnert werden, wie jung Stephanie war.
„Ooooh, danke, gurrte Stephanie. Offenbar hatte Sue es ihr gezeigt. „Ich muss jetzt dauernd.
Sie kicherte. „Ich hatte ja keine Ahnung, wie anstrengend es ist, schwanger zu sein!"
Sie murmelte etwas, aber Elaine hörte nicht mehr zu. Das Herz rutschte nach unten, und der Magen machte einen Salto. Gleich würde sie in Ohnmacht fallen …
Nein. Erst würde sie sich übergeben und dann ohnmächtig werden.
Sie legte die Finger um die kalte Metallschublade des Aktenschranks, sog hechelnd Luft in die Lunge und fragte sich, ob jemand zu ihr halten würde, wenn sie sich an einer schwangeren Frau abstützte – indem sie mit beiden Händen deren Hals umklammerte.
Elaine musste Stephanie nicht sehen, um sich ein Bild von ihr zu machen. Der Anblick der heiteren kalifornischen Blondine, die eine flüchtige Bekannte und die Geliebte ihres Ehemanns gewesen war, hatte sich ihr unauslöschlich eingeprägt.
„Danke", trillerte Stephanie und eilte hinaus, um den Waschraum zu suchen. Sue ging zu Dr. Gussmann, um ihm zu sagen, dass die nächste Patientin da war. Elaine stand reglos da. Plötzlich begann sie zu zittern, und ihr wurde heiß und schwindlig.
„Ich muss raus hier."
Sie schob die letzten Akten hinter die Ws, schnappte sich ihre Tasche und die blaue Strickjacke und hinterließ Sue eine kurze Nachricht. War früher fertig. Sehe Dich morgen. E. kritzelte sie auf einen Zettel und klebte ihn auf den Terminkalender, bevor sie so ruhig wie möglich die Praxis verließ.
Der Fahrstuhl in dem siebzig Jahre alten Gebäude ließ wie immer auf sich warten, also nahm Elaine die Treppe.
Schwanger. Schwanger. Schwan-ger. Bei jedem Klacken ihrer Absätze auf den Betonstufen hallte das Wort durch ihren Kopf. Kevin und Steph Lowry erwarteten ein Kind. Die Scheidung war nur das juristische Ende ihrer Ehe gewesen. Diese Neuigkeit war der Gnadenstoß.
Sie fröstelte. Hastig schlüpfte sie in die Strickjacke – zwei Mal, denn beim ersten Versuch zog sie sie verkehrt herum an – und schob die Hände in die Taschen.
Sie hatte immer nur Ehefrau und Mutter sein wollen. Sie hatte ihr Zuhause geliebt, den Garten, die Nachbarschaft, den Job bei Dr. Gussmann und die ehrenamtliche Arbeit für den Gartenklub. Kevin hatte immer mehr gewollt. Zu ihrem Glück hatte nur ein Kind gefehlt. „Lass uns noch warten", hatte Kevin gesagt. Also hatten sie gewartet.
Und gewartet. Und gewartet.
Nie war der Zeitpunkt richtig. Immer gab es etwas, das Kevin vorher anschaffen, einen Ort, den er unbedingt besuchen, eine berufliche Chance, auf die er sich konzentrieren wollte. Sie gab nach und verließ sich darauf, dass ihr Mann ebenso sehr ein Kind wollte wie sie. Alles hatte perfekt sein sollen.
Jetzt war sie siebenunddreißig, ihre biologische Uhr gab stündlich ein lautes „Kuckuck" von sich, und Kevin baute sich mit seiner Neuen ein Nest.
Obwohl es abwärts ging, schien sich ein Schraubstock um ihre Brust zu legen, und das Atmen fiel ihr immer schwerer. Ihre Haut glühte, und um sie herum begann sich alles zu drehen. Auf dem Treppenabsatz im zweiten Stock taumelte sie und musste sich an der Wand festhalten, um nicht umzufallen. Ihre Beine waren wie aus Gummi und trugen sie keinen Schritt mehr.
Mühsam lehnte sie sich mit dem Rücken gegen die Wand und ließ sich langsam nach unten gleiten, bis sie auf dem Boden saß. Sie zog die Knie an, legte den Kopf darauf und schluchzte …
Und schluchzte …
Elaine ließ ihren Tränen freien Lauf – und mit ihnen dem Schmerz über ihre zerplatzten Träume.
Als sie fertig war, wischte sie sich die Augen mit dem Ärmel ab und schmierte dabei Wimperntusche in die Jacke. Mehrere Minuten lang saß sie einfach da und dachte an nichts, bis ihr langsam bewusst wurde, dass es ihr besser ging.
Vorsichtig stand sie auf und testete ihre Beine. Sie zitterten noch etwas, aber sie trugen ihr Gewicht.
Ihr war, als hätte sie in ihrem Herzen Platz gemacht, und irgendwie zweifelte sie nicht mehr daran, dass sie ihn füllen würde.
Eine Familie, das blieb ihr Traum. Sie würde nicht aufgeben. Noch saßen an ihrem Frühstückstisch weniger Menschen, als sie ursprünglich geplant hatte, aber so oder so, sie würde ihr Baby bekommen.
Die Hälfte eines umgebauten Blockhauses im südöstlichen Teil von Portland war seit neun Monaten Elaines Zuhause. Mit der überdachten Veranda und zwei Zimmern passte sie besser zu ihr als der großzügige moderne Bungalow, in dem sie mit Kevin gewohnt hatte. Und die Miete war erstaunlich niedrig.
Elaine stieg die breiten Stufen hinauf, schob den Schlüssel ins Schloss und betrat ihr kleines Reich.
Das Weinen hatte einen dumpfen Schmerz hinter den Augen und ein nervöses Hungergefühl hinterlassen, also ging sie in die Küche, um Aspirin und Kohlehydrate zu sich zu nehmen. Sie spülte zwei extra starke Tabletten hinunter, öffnete den Kühlschrank und rang sich ein Lächeln für Ben & Jerry ab – die einzigen Männer, die sie in ihrer neuen Behausung duldete. Sie nahm die Eiscreme und einen Suppenlöffel mit ins Schlafzimmer. Dort zog sie sich um, während von draußen das Rattern eines Benzinmotors hereindrang.
Zunächst kam ihr das Geräusch fremdartig vor, doch dann schaltete ihr Gehirn: Motor … Garten … Gärtner!
Seit sie hier wohnte, hatte Elaine keinen Gärtner zu Gesicht bekommen. Der Vermieter hatte ihr zwar einen günstigen Mietvertrag über ein ganzes Jahr geboten, kümmerte sich jedoch kaum um das Doppelhaus. Der Garten bestand aus nicht mehr als einer Reihe Stiefmütterchen und einem einsamen Zierkohl, den ein Nachbar mal gepflanzt hatte.
Jetzt erschien ihr die überraschende Anwesenheit eines Gärtners wie ein gutes Omen.
Hastig zog sie einen schlichten Pullover und eine Jeans an. Der Vermieter würde hoffentlich nichts dagegen haben, wenn sie sich mit dem Gärtner über die Herbstbepflanzung unterhielt. Das war Schritt eins ihres „Babyvorbereitungsplans". Zugegeben, er war vielleicht nicht so wirkungsvoll wie eine Extraportion Folsäure oder ein Besuch in einer Samenbank, aber eine Verschönerung ihres Zuhauses war ein guter Anfang. Sehr mütterlich.
Sie nahm Ben & Jerry und eilte durch die Waschküche zur Hintertür, in deren Fenster eine altmodische Halbgardine hing.
Mit einem Löffel Eiscreme im Mund schaute sie hindurch. Im großen Garten wuchs noch genug Grün, um ihn ganz anständig aussehen zu lassen, wenn er nicht überwuchert war.
Hmm. Der Gärtner hatte gute Arbeit geleistet. Das meiste Unkraut war verschwunden, die Hälfte des Rasens war gemäht, und er …
Wow.
Elaine reckte den Hals und blinzelte überrascht.
Oh … wow.
Der Gärtner war halb nackt. Er hatte das Hemd ausgezogen und es sich um die Hüften geknotet. Da er den Rasenmäher gerade zum Zaun am anderen Ende schob, gestattete er Elaine einen ausgiebigen Blick auf seine breiten, muskulösen Schultern, die schmale Taille und das in Jeans gehüllte Hinterteil.
Oh … Mann. Elaine hatte keine große Erfahrung darin, Männer zu begutachten, also war sie keine Expertin, aber was Hinterteile betraf, so war dieses … nahezu perfekt.
Er erreichte das Ende des Gartens, wendete das Gerät und richtete es exakt an der Reihe aus, die er gerade gemäht hatte. Die Art, wie er das tat – entschlossen und zielgerichtet – hatte etwas Beruhigendes.
