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Wenn der Zufall Liebe macht: Der neue Dr. Laurin 128 – Arztroman
Wenn der Zufall Liebe macht: Der neue Dr. Laurin 128 – Arztroman
Wenn der Zufall Liebe macht: Der neue Dr. Laurin 128 – Arztroman
eBook108 Seiten1 StundeDer neue Dr. Laurin

Wenn der Zufall Liebe macht: Der neue Dr. Laurin 128 – Arztroman

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Über dieses E-Book

Diese Serie von der Erfolgsschriftstellerin Viola Maybach knüpft an die bereits erschienenen Dr. Laurin-Romane von Patricia Vandenberg an.
Die Familiengeschichte des Klinikchefs Dr. Leon Laurin tritt in eine neue Phase, die in die heutige moderne Lebenswelt passt.
Da die vier Kinder der Familie Laurin langsam heranwachsen, möchte Dr. Laurins Frau, Dr. Antonia Laurin, endlich wieder als Kinderärztin arbeiten. Somit wird Antonia in der Privatklinik ihres Mannes eine Praxis als Kinderärztin aufmachen.
Damit ist der Boden bereitet für eine große, faszinierende Arztserie, die das Spektrum um den charismatischen Dr. Laurin entscheidend erweitert.

»Ich will da eigentlich gar nicht hin«, sagte Mara Marquart am Freitagnachmittag zu ihrer Mutter Ella. »Ehrlich, Mama, ich habe überhaupt …« Ella unterbrach ihre Tochter sehr energisch. »Er ist dein Vater, und ihr wart früher ein Herz und eine Seele! Erinnerst du nicht mehr daran, dass er für dich der tollste Papa der Welt war? Und er gibt sich die größte Mühe, das zu bleiben.« »Ja, das weiß ich, und ich … es ist ja nicht so, dass ich ihn nicht mehr mag. Aber seit ich weiß, warum ihr euch habt scheiden lassen, sehe ich ihn … irgendwie anders. Verstehst du das nicht?« »Natürlich verstehe ich das. Vorher hast du ihn für fehlerlos gehalten, aber das ist leider niemand. Willkommen in der Wirklichkeit, Engelchen.« »Er hat dauernd dich dauernd mit anderen Frauen betrogen!«, sagte Mara in einem quengeligen Tonfall, der besser zu einem Kindergartenkind gepasst hätte als zu einer Dreizehnjährigen, die sich selbst gerne als ›beinahe erwachsen‹ bezeichnete. »Wäre es nach mir gegangen, hättest du es erst in ein paar Jahren erfahren.« Ella seufzte. »Aber nun weißt du es und musst damit leben. Wenigstens war und ist er dir ein guter Vater. Allerdings war er ein lausiger Ehemann, das stimmt schon.«
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum2. Juli 2024
ISBN9783989865952
Wenn der Zufall Liebe macht: Der neue Dr. Laurin 128 – Arztroman
Autor

Viola Maybach

Viola Maybach war als Fernsehredakteurin und -produzentin tätig. Heute arbeitet sie als Autorin in verschiedenen Bereichen und lebt in Frankfurt.

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    Buchvorschau

    Wenn der Zufall Liebe macht - Viola Maybach

    Der neue Dr. Laurin

    – 128 –

    Wenn der Zufall Liebe macht

    Unveröffentlichter Roman

    Viola Maybach

    »Ich will da eigentlich gar nicht hin«, sagte Mara Marquart am Freitagnachmittag zu ihrer Mutter Ella. »Ehrlich, Mama, ich habe überhaupt …«

    Ella unterbrach ihre Tochter sehr energisch. »Er ist dein Vater, und ihr wart früher ein Herz und eine Seele! Erinnerst du nicht mehr daran, dass er für dich der tollste Papa der Welt war? Und er gibt sich die größte Mühe, das zu bleiben.«

    »Ja, das weiß ich, und ich … es ist ja nicht so, dass ich ihn nicht mehr mag. Aber seit ich weiß, warum ihr euch habt scheiden lassen, sehe ich ihn … irgendwie anders. Verstehst du das nicht?«

    »Natürlich verstehe ich das. Vorher hast du ihn für fehlerlos gehalten, aber das ist leider niemand. Willkommen in der Wirklichkeit, Engelchen.«

    »Er hat dauernd dich dauernd mit anderen Frauen betrogen!«, sagte Mara in einem quengeligen Tonfall, der besser zu einem Kindergartenkind gepasst hätte als zu einer Dreizehnjährigen, die sich selbst gerne als ›beinahe erwachsen‹ bezeichnete.

    »Wäre es nach mir gegangen, hättest du es erst in ein paar Jahren erfahren.« Ella seufzte. »Aber nun weißt du es und musst damit leben. Wenigstens war und ist er dir ein guter Vater. Allerdings war er ein lausiger Ehemann, das stimmt schon.«

    »Und du hast wirklich nicht gewusst, dass er andere Frauen hat?« Mara wusste das erst seit Kurzem, sie hatte die Wahrheit noch immer nicht verdaut.

    »In den ersten Jahren nicht. Ich hatte dich, und damit war ich ziemlich ausgelastet, weil ich sehr jung war und natürlich vieles noch lernen musste. Andere Mütter, die älter waren und schon länger Kinder hatten, haben das leichter gestemmt als ich. Ich habe mir ja über alles Sorgen gemacht, konnte oft nicht schlafen, weil ich dachte, ich mache vielleicht etwas falsch mit dir und dann geschieht etwas Furchtbares. Stefan hat mich manchmal ausgelacht und gesagt: ›Kinder sind zäher, als du denkst.‹ Damit hatte er natürlich recht, aber geholfen hat er mir mit solchen Sprüchen leider nicht. Und als mir dann aufgefallen ist, wie oft er unterwegs war, warst du schon ein Schulkind. Da habe ich aber erst einmal die Augen vor der Wahrheit fest verschlossen. Ich wollte einfach nicht, dass unsere Ehe scheitert.«

    »Und dann hast du ihn erwischt.«

    »Ja, habe ich, aber das war auch noch nicht das Ende. Er hat mir geschworen, es wäre das erste und auch das letzte Mal, und ich habe ihm geglaubt, weil ich ihm glauben wollte. Bis mir dann eines Tages eine gute Freundin die Augen geöffnet hat und zwar gründlich. Mein Mann war der bekannteste Frauenheld von München. An meinem dreißigsten Geburtstag habe ich ihm mitgeteilt, dass ich mich scheiden lassen werde.«

    »Vor vier Jahren«, sagte Mara nachdenklich. »Da war ich neun und habe dich gehasst, weil ich dachte, du bist die Böse, die ihn wegschickt.«

    »Du warst zu jung für die Wahrheit. Eigentlich bist du es jetzt immer noch, finde ich.«

    »Ich bin froh, dass Sina mich aufgeklärt hat«, widersprach Mara. Sina Casper war Ellas beste Freundin. »Sie hat gesagt, es wäre höchste Zeit, dass mir mal jemand die Augen öffnet, weil ich ja immer noch ein bisschen sauer auf dich war. Wenn auch nicht mehr so wie am Anfang. Ich habe Sina zuerst kein Wort geglaubt.«

    »Da bist du wie ich: Wir haben die Wahrheit nicht glauben wollen, weil sie unangenehm war.«

    Sie sahen einander an, die dreizehnjährige Mara und ihre vierunddreißigjährige Mutter Ella und lächelten beide. Sie sahen einander sehr ähnlich: Runde, hübsche Gesichter hatten sie, schöne dunkelblaue Augen und kleine, gerade Nasen. Nur ihre Münder unterschieden sich. Ellas war hübsch geschwungen und eher groß, Maras war klein und so rund, dass ihre Freundinnen ihn immer nur ›Kussmund‹ nannten und natürlich glühend darum beneideten. Wilde braune Locken hatten sie beide. Mara trug ihre gern offen, Ella bändigte sie oft zu einem Zopf oder auch zu einer Hochsteckfrisur.

    »Also, du fährst jetzt zu deinem Papa, und ihr werdet ein schönes Wochenende miteinander verleben. Vergiss nicht: Er hat mich betrogen, aber für dich war er immer da. Und wir beide haben ja auch unsere Macken.«

    »Macken schon«, meinte Mara, »aber seine eigene Frau ständig zu betrügen, ist ja nicht einfach eine Macke. Ich finde schlimm, was er getan hat.«

    »Ja, ich auch, aber ich halte ihm zugute, dass er mich deshalb nicht schlecht behandelt hat.«

    »Wann denn auch?«, fragte Mara trocken. »Er war doch nie da, wenn er gebraucht wurde.«

    Ganz Unrecht hatte sie nicht, dachte Ella. Ihr Ex-Mann Stefan war immer liebenswürdig und charmant gewesen, hatte besonders geglänzt, wenn sie Besuch gehabt hatten und natürlich alle anwesenden Frauen um den kleinen Finger gewickelt. Aber auch bei den Männern war er beliebt gewesen wegen seiner lockeren, unkomplizierten Art. Man konnte mit ihm viel Spaß haben, nur verlassen konnte man sich nicht auf ihn. Mit einer Ausnahme: wenn es um Mara ging, war er zur Stelle, auch an die Verabredungen mit ihr hielt er sich unter allen Umständen.

    »Er hätte nie heiraten dürfen«, sagte Ella. »Er ist einfach einer, der es nirgendwo lange aushält. Wie ein Schmetterling, der fliegt auch von Blüte zu Blüte.«

    »Du bist nicht mal mehr sauer auf ihn, oder?«

    »Schon lange nicht mehr. Immerhin haben wir beide gemeinsam dich zustande gebracht, und dafür werde ich ihm immer dankbar sein. Und ich glaube, ich bin heute glücklicher als er. Er ist ja immer noch so ruhelos. Als ich ihn neulich mal gesehen habe, fand ich, dass er nicht besonders gut aussah.«

    »Er schläft zu wenig«, sagte Mara altklug. »Und er hat eine Freundin, die ihm auf die Nerven geht. Ich habe neulich gehört, wie er das am Telefon gesagt hat.«

    »Dann hat er die Freundin wahrscheinlich schon nicht mehr«, sagte Ella mit einem Lächeln. »Oh, bin ich froh, dass das nicht mehr meine Sorgen sind.«

    Mara stand auf. »Dann geh ich mal«, sagte sie lustlos. »Hoffentlich hat er nicht vergessen, dass er mit mir ins Kino gehen wollte.«

    »Wenn er es vergessen hat, erinnere ihn daran«, riet Ella. »Und denk dran: Bei ihm darfst du mehr als bei mir, also genieß es.«

    Mara mürrischer Gesichtsausdruck hellte sich auf. »Das stimmt.« Sie umarmte Ella zum Abschied und machte sich auf den Weg zur U-Bahn, um zu ihrem Vater zu fahren.

    Ella summte vor sich hin, als sie kurz darauf ebenfalls die Wohnung verließ. Sie genoss die Wochenenden ohne ihre Tochter durchaus, und sie hatte einiges vor, abgesehen von den häuslichen Routinearbeiten, die anstanden. Später würde auch sie vielleicht noch ins Kino gehen, vielleicht aber auch nicht.

    Am Samstag würden Sina und sie ein Konzert besuchen und hinterher in einem Restaurant essen. Für den Sonntagvormittag hatte sie noch eine ausführliche Sporteinheit vorgesehen, bevor Mara irgendwann am Nachmittag zurückkehren würde. Ja, sie freute sich auf die freie Zeit, aber sie war auch immer wieder sehr froh, wenn ihre Tochter zurückkehrte. Für zwei Tage war ihre Abwesenheit schön, aber danach

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