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Ich will ein Baby!: Der neue Dr. Laurin 2 – Arztroman
Ich will ein Baby!: Der neue Dr. Laurin 2 – Arztroman
Ich will ein Baby!: Der neue Dr. Laurin 2 – Arztroman
eBook109 Seiten1 StundeDer neue Dr. Laurin

Ich will ein Baby!: Der neue Dr. Laurin 2 – Arztroman

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Über dieses E-Book

Diese Serie von der Erfolgsschriftstellerin Viola Maybach knüpft an die bereits erschienenen Dr. Laurin-Romane von Patricia Vandenberg an.
Die Familiengeschichte des Klinikchefs Dr. Leon Laurin tritt in eine neue Phase, die in die heutige moderne Lebenswelt passt.
Da die vier Kinder der Familie Laurin langsam heranwachsen, möchte Dr. Laurins Frau, Dr. Antonia Laurin, endlich wieder als Kinderärztin arbeiten. Somit wird Antonia in der Privatklinik ihres Mannes eine Praxis als Kinderärztin aufmachen.
Damit ist der Boden bereitet für eine große, faszinierende Arztserie, die das Spektrum um den charismatischen Dr. Laurin entscheidend erweitert.

Professor Joachim Kayser war fassungslos. »Du hast vier Kinder, Antonia!«, hielt er seiner Tochter aufgebracht vor. »Und da willst du wieder arbeiten? In meinen Augen ist das verantwortungslos, aber du hast ja schon als junge Frau immer deinen Kopf durchsetzen müssen.« Er wandte sich an seinen Schwiegersohn. »Und du hast ihr diesen Unsinn nicht ausreden können?« Dr. Leon Laurin fing einen Blick seiner Frau auf, der ihn warnte. Dieses Gespräch brachte ihn in eine unangenehme Situation, da er die Vorstellung, dass Antonia schon bald wieder als Kinderärztin arbeiten würde, auch nicht besonders angenehm fand. Geld verdiente er als Chef der Kayser-Klinik, die er von seinem Schwiegervater übernommen hatte, genug, und er hatte sich daran gewöhnt, dass Antonia zu Hause war, wenn er müde aus der Klinik kam. Manchmal, wenn es viel zu besprechen gab, führten sie dann lange Gespräche, es kam aber auch vor, dass sie nur still beieinander saßen. Er liebte diese ruhigen Stunden mit ihr. Ruhe war in seinem Leben selten und daher besonders kostbar. Er war schließlich auch nur ein Mensch: Er war nicht gern allein und liebte es, wenn seine Frau ihn verwöhnte und umsorgte. Bald würde sie dafür deutlich weniger Zeit haben als bisher. Natürlich gefiel ihm diese Vorstellung nicht, insofern berührten die Vorhaltungen seines Schwiegervaters einen wunden Punkt. Andererseits wusste er, dass seiner Frau der Verzicht auf ihren Beruf schwer gefallen war, obwohl es für sie nie einen Zweifel daran gegeben hatte, dass sie der Kinder wegen zu Hause bleiben würde. Vier Kinder zog man nicht nebenbei auf, wenn es nicht zwingende Gründe dafür gab, wie etwa Geldsorgen. Und sie war eine sehr gute Ärztin gewesen, so lange sie praktiziert hatte.
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum9. Juli 2019
ISBN9783740951818
Ich will ein Baby!: Der neue Dr. Laurin 2 – Arztroman
Autor

Viola Maybach

Viola Maybach war als Fernsehredakteurin und -produzentin tätig. Heute arbeitet sie als Autorin in verschiedenen Bereichen und lebt in Frankfurt.

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    Buchvorschau

    Ich will ein Baby! - Viola Maybach

    Der neue Dr. Laurin

    – 2 –

    Ich will ein Baby!

    Aber Ella ist allein mit ihrem Kinderwunsch

    Viola Maybach

    Professor Joachim Kayser war fassungslos. »Du hast vier Kinder, Antonia!«, hielt er seiner Tochter aufgebracht vor. »Und da willst du wieder arbeiten? In meinen Augen ist das verantwortungslos, aber du hast ja schon als junge Frau immer deinen Kopf durchsetzen müssen.« Er wandte sich an seinen Schwiegersohn. »Und du hast ihr diesen Unsinn nicht ausreden können?«

    Dr. Leon Laurin fing einen Blick seiner Frau auf, der ihn warnte. Dieses Gespräch brachte ihn in eine unangenehme Situation, da er die Vorstellung, dass Antonia schon bald wieder als Kinderärztin arbeiten würde, auch nicht besonders angenehm fand. Geld verdiente er als Chef der Kayser-Klinik, die er von seinem Schwiegervater übernommen hatte, genug, und er hatte sich daran gewöhnt, dass Antonia zu Hause war, wenn er müde aus der Klinik kam. Manchmal, wenn es viel zu besprechen gab, führten sie dann lange Gespräche, es kam aber auch vor, dass sie nur still beieinander saßen. Er liebte diese ruhigen Stunden mit ihr. Ruhe war in seinem Leben selten und daher besonders kostbar.

    Er war schließlich auch nur ein Mensch: Er war nicht gern allein und liebte es, wenn seine Frau ihn verwöhnte und umsorgte. Bald würde sie dafür deutlich weniger Zeit haben als bisher. Natürlich gefiel ihm diese Vorstellung nicht, insofern berührten die Vorhaltungen seines Schwiegervaters einen wunden Punkt.

    Andererseits wusste er, dass seiner Frau der Verzicht auf ihren Beruf schwer gefallen war, obwohl es für sie nie einen Zweifel daran gegeben hatte, dass sie der Kinder wegen zu Hause bleiben würde. Vier Kinder zog man nicht nebenbei auf, wenn es nicht zwingende Gründe dafür gab, wie etwa Geldsorgen. Und sie war eine sehr gute Ärztin gewesen, so lange sie praktiziert hatte. Erst neulich waren sie einer jungen Frau begegnet, die gesagt hatte: »Sie haben mir damals die Angst vor Ärzten genommen, Frau Doktor! Wenn Sie nicht gewesen wären …«

    Leon merkte, dass sein Schwiegervater noch immer auf Antwort wartete – und nicht nur er. Auch Teresa, seine zweite Frau, und Antonia sahen ihn an und warten.

    »Unsere Kinder sind sehr selbstständig, sie wissen, was sie wollen, und sie nabeln sich allmählich von uns ab. Das gilt auch für Kyra«, sagte er, viel ruhiger wirkend, als ihm zumute war. »Ich verhehle nicht, dass mir der Gedanke zunächst auch nicht gefallen hat, aber die Zeiten haben sich geändert, Joachim. Antonia ist eine sehr gute Ärztin, sie kann noch vielen Kindern helfen. Wer bin ich, sie daran zu hindern, wenn es ihr sehnlichster Wunsch ist? Ich habe versucht, mir vorzustellen, wie ich reagieren würde, wenn man mir meinen Beruf wegnähme. Um es kurz zu machen: Es ist mir nicht gelungen.«

    Er hörte Antonia erleichtert ausatmen und bemerkte ein kleines Lächeln auf Teresas Gesicht, das ihm wehmütig vorkam. Sie hatte damals, als Joachim und sie geheiratet hatten, sofort ihre Boutique aufgegeben, ihm zuliebe, wobei Joachim das als Selbstverständlichkeit betrachtet hatte, obwohl sie beide nicht mehr in dem Alter gewesen waren, in dem man eine Familie gründete. Antonia hatte schon gelegentlich laut darüber nachgedacht, ob Teresa diesen Schritt jemals bereut hatte, aber nie gewagt, ihr diese Frage zu stellen.

    Joachim Kayser betrachtete ­seinen Schwiegersohn kopfschüttelnd. »Ich muss mich doch sehr über dich wundern«, bemerkte er, »dass du dir von Antonia auf dem Kopf herumtanzen lässt, statt mit der Faust auf den Tisch zu schlagen. Kyra ist erst elf, natürlich braucht sie ihre Mutter!«

    »Mit der Faust auf den Tisch schlagen!« Antonia war zornig, und es war ihr anzusehen. »Das ist wieder mal typisch für dich, so etwas zu sagen, Papa. Wo lebst du eigentlich? In welchem Jahrhundert? Ist dir schon mal aufgefallen, dass es nicht mehr so ist wie früher: Der Mann verdient das Geld, und die Frau bleibt zu Hause?«

    »Ach, und das war schlecht?«, rief Joachim Kayser. »Hat es den Kindern geschadet, dass ihre Mütter sie umsorgt haben?«

    »Vielleicht hat es ja den Müttern geschadet?« Antonia war aufgesprungen. »Hast du jemals versucht, dich in die Frauen hineinzuversetzen, die vielleicht auch klug waren und Träume hatten, die sie gerne verwirklicht hätten? Du siehst alles immer nur von deinem Standpunkt aus, immer hast du bestimmt, wie es laufen soll. Du hast mich ja damals nicht einmal unterstützt, als ich meine erste Praxis eröffnet habe. Das musste Onkel Bert tun.«

    Teresa und Leon kamen gleichzeitig zu dem Ergebnis, dass es dringend geboten war, einzugreifen, bevor die Situation weiter aus dem Ruder lief. Es gab immer wieder heftige Streits zwischen Antonia und ihrem Vater, weil beide von aufbrausendem Temperament waren und dann Dinge sagten, die sie später bereuten. Sie liebten einander, aber sie wussten auch um ihre wechselseitigen Schwächen, so dass sie sich schlimmere Verletzungen zufügen konnten, als Fremde es vermocht hätten. Der Hinweis, dass Joachim Kaysers Bruder Bert seiner Nichte damals das Geld für die Eröffnung ihrer Praxis gegeben hatte, war so ein Punkt: Joachim Kayser wurde nur sehr ungern daran erinnert.

    Aber bevor er reagieren konnte, sagte Teresa: »Hört auf zu streiten, bitte. Ich möchte, dass dieser Abend friedlich zu Ende geht.«

    Und Leon setzte hinzu: »Wir sollten uns auf den Heimweg machen, Antonia, es ist schon spät geworden.«

    Aber Antonia blieb stur. Ihr Vater war zu weit gegangen, sie wollte jetzt nicht zurückstecken und gute Miene zum bösen Spiel machen. Im Gegenteil: Etwas reizte sie, die Sache auf die Spitze zu treiben. Sie wusste, dass es unklug war, sie fand sich selbst sogar ein wenig kindisch, aber sie blieb sitzen.

    »Ich will noch nicht nach Hause«, sagte sie störrisch. »Ich will, dass wir das mal zu Ende diskutieren. Sag mir eins, Teresa: Hast du nie bereut, deine Boutique aufgegeben zu haben? Es war doch klar, dass ihr beiden keine Kinder mehr bekommt, ihr habt ja erst kurz vor uns geheiratet. Und du hast sehr an deinem Geschäft gehangen. Trotzdem bist zu nach deiner Heirat zu Hause geblieben. Warum?«

    »Antonia!«, rief Leon warnend.

    Er sah das Unheil kommen. Sein Schwiegervater war nun einmal ein konservativer Mann, er würde sich jetzt, mit über siebzig, nicht mehr ändern. Wozu also eine solche Diskussion? Abgesehen davon hatte Antonia ihre Stiefmutter mit dieser Frage in eine unangenehme Situation gebracht. Er verstand nicht, warum sie das tat.

    »Weil ich deinen Vater liebe«, antwortete Teresa ganz ruhig, und wieder einmal war seine Bewunderung für sie grenzenlos.

    Er hatte Teresa schon gekannt, bevor sie seine Schwiegermutter geworden war, denn bei ihr waren seine Schwester Sandra und er aufgewachsen, nachdem sie ihre Eltern durch einen tödlichen Unfall verloren hatten. Sie war die beste Freundin ihrer Mutter gewesen und hatte nicht gezögert, die beiden Waisenkinder zu sich zu nehmen und großzuziehen.

    Er hing mit zärtlicher Liebe an ihr. Dass das Schicksal es dann so gefügt hatte, dass Teresa auch noch seine Schwiegermutter geworden war, sah er bis heute als Glücksfall an. Sandra und er waren seinerzeit der Grund dafür gewesen, dass sich Teresa von ihrer Jugendliebe Joachim Kayser getrennt hatte.

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