Entdecken Sie mehr als 1,5 Mio. Hörbücher und E-Books – Tage kostenlos

Ab $11.99/Monat nach dem Testzeitraum. Jederzeit kündbar.

Böser Verdacht: Der neue Dr. Laurin 12 – Arztroman
Böser Verdacht: Der neue Dr. Laurin 12 – Arztroman
Böser Verdacht: Der neue Dr. Laurin 12 – Arztroman
eBook110 Seiten1 StundeDer neue Dr. Laurin

Böser Verdacht: Der neue Dr. Laurin 12 – Arztroman

Bewertung: 0 von 5 Sternen

()

Vorschau lesen

Über dieses E-Book

Diese Serie von der Erfolgsschriftstellerin Viola Maybach knüpft an die bereits erschienenen Dr. Laurin-Romane von Patricia Vandenberg an.
Die Familiengeschichte des Klinikchefs Dr. Leon Laurin tritt in eine neue Phase, die in die heutige moderne Lebenswelt passt.
Da die vier Kinder der Familie Laurin langsam heranwachsen, möchte Dr. Laurins Frau, Dr. Antonia Laurin, endlich wieder als Kinderärztin arbeiten. Somit wird Antonia in der Privatklinik ihres Mannes eine Praxis als Kinderärztin aufmachen.
Damit ist der Boden bereitet für eine große, faszinierende Arztserie, die das Spektrum um den charismatischen Dr. Laurin entscheidend erweitert.

»Ich frage meinen Vater, ob wir mal zu dritt Urlaub in unserer Ferienhütte machen dürfen«, sagte Lukas Martin. »Oder würden eure Eltern das nicht erlauben?« »Ohne Erwachsene?«, fragte Kevin Laurin. »Klar, sonst macht es doch gleich viel weniger Spaß.« »Ich würde vielleicht erzählen, dass ein Erwachsener dabei ist«, überlegte Mike Brönner. »Aber ich lüge nicht«, erklärte Kevin. »Ich frage und versuche zu erklären, dass wir ja nur mal unter uns sein wollen. Aber am besten fragst du zuerst deinen Vater, Lukas. Wird der denn nichts dagegen haben?« Lukas lächelte heiter. »Er ist so verknallt in Charly, dass er nur noch Augen für sie hat. Das ist gut für mich. Im Augenblick erlaubt er mir fast alles.« Kevin und Mike wussten, wer ›Charly‹ war: Charlotte Behr, die neue Freundin von Lukas' Vater. Sie hatten sie bereits kennengelernt und waren sehr beeindruckt von ihr gewesen. Sie sah nämlich nicht nur toll aus, sodass Mike, für weibliche Reize seit einiger Zeit sehr empfänglich, beinahe die Augen aus dem Kopf gefallen waren bei ihrem Anblick, sondern sie war auch richtig nett.
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum26. Nov. 2019
ISBN9783740958039
Böser Verdacht: Der neue Dr. Laurin 12 – Arztroman
Autor

Viola Maybach

Viola Maybach war als Fernsehredakteurin und -produzentin tätig. Heute arbeitet sie als Autorin in verschiedenen Bereichen und lebt in Frankfurt.

Andere Titel in Böser Verdacht Reihe ( 30 )

Mehr anzeigen

Mehr von Viola Maybach lesen

Ähnliche Autoren

Ähnlich wie Böser Verdacht

Titel in dieser Serie (100)

Mehr anzeigen

Ähnliche E-Books

Klassiker für Sie

Mehr anzeigen

Verwandte Kategorien

Rezensionen für Böser Verdacht

Bewertung: 0 von 5 Sternen
0 Bewertungen

0 Bewertungen0 Rezensionen

Wie hat es Ihnen gefallen?

Zum Bewerten, tippen

Die Rezension muss mindestens 10 Wörter umfassen

    Buchvorschau

    Böser Verdacht - Viola Maybach

    Der neue Dr. Laurin

    – 12 –

    Böser Verdacht

    Verleirt Charlotte ihre große Liebe?

    Viola Maybach

    »Ich frage meinen Vater, ob wir mal zu dritt Urlaub in unserer Ferienhütte machen dürfen«, sagte Lukas Martin. »Oder würden eure Eltern das nicht erlauben?«

    »Ohne Erwachsene?«, fragte Kevin Laurin.

    »Klar, sonst macht es doch gleich viel weniger Spaß.«

    »Ich würde vielleicht erzählen, dass ein Erwachsener dabei ist«, überlegte Mike Brönner.

    »Aber ich lüge nicht«, erklärte Kevin. »Ich frage und versuche zu erklären, dass wir ja nur mal unter uns sein wollen. Aber am besten fragst du zuerst deinen Vater, Lukas. Wird der denn nichts dagegen haben?«

    Lukas lächelte heiter. »Er ist so verknallt in Charly, dass er nur noch Augen für sie hat. Das ist gut für mich. Im Augenblick erlaubt er mir fast alles.«

    Kevin und Mike wussten, wer ›Charly‹ war: Charlotte Behr, die neue Freundin von Lukas’ Vater. Sie hatten sie bereits kennengelernt und waren sehr beeindruckt von ihr gewesen. Sie sah nämlich nicht nur toll aus, sodass Mike, für weibliche Reize seit einiger Zeit sehr empfänglich, beinahe die Augen aus dem Kopf gefallen waren bei ihrem Anblick, sondern sie war auch richtig nett. Sie arbeitete beim Sozialamt, lebte in einer eher kleinen, aber sehr gemütlichen Wohnung und verdiente nicht besonders viel Geld – das hatte Lukas ihnen erzählt. Außerdem war sie fast zehn Jahre jünger als sein Vater.

    Insofern fand er, dass sie eigentlich nicht zu ihm passte, denn Fabian Martin war ein hochrangiger und natürlich auch hochbezahlter Manager bei einem Automobilkonzern. Deshalb hatte er zunächst befürchtet, Charly könnte es eher ums Geld gehen als um seinen Vater, aber so war es eindeutig nicht. Es traf wohl eher das Gegenteil zu: Sie hatte sich erst gar nicht auf ihn einlassen wollen, weil sie selbst gefunden hatte, seine Lebenswelt und ihre seien nicht gut miteinander vereinbar. Aber die Liebe war offenbar stärker gewesen, denn jetzt waren sie ein richtig glückliches Paar.

    »Sie haben meinen Segen«, hatte Lukas vor kurzem einmal ganz ernsthaft gesagt und Kevin und Mike damit zum Lachen gebracht.

    Lukas war noch nicht lange in ihrer Klasse, aber sie hatten sich schnell mit ihm angefreundet. Er war liebenswürdig und umgänglich, für jeden Spaß zu haben und kein allzu eifriger Schüler. Er kam gut mit, aber ernsthaftes Arbeiten war seine Sache nicht.

    Einen Spitznamen hatte er auch schon: Engel – den hatte er wegen seines Aussehens bekommen. Er hatte goldblonde lockige Haare, die er fast schulterlang trug, dazu ein ebenmäßiges Gesicht, das man nur als schön bezeichnen konnte. Blaue Augen, eine gerade Nase, hohe Wangenknochen. Er hätte einem alten Gemälde entstiegen sein können. Alle Mädchen der Klasse waren in ihn verliebt, und auch Mädchen aus anderen Klassen verfolgten ihn in den Pausen mit verklärten Blicken – und, wie Kevin inzwischen bemerkt hatte, nicht nur Mädchen.

    Lukas nahm das nicht so wichtig, da war er anders als Mike, dessen Gedanken schon seit einiger Zeit vorwiegend um alles kreisten, was mit Liebe und Erotik zu tun hatte. Darüber war mehr als einmal seine lange Freundschaft zu Kevin in Gefahr geraten, der diese Veränderungen bei seinem besten Kumpel noch immer nicht nachvollziehen konnte. Erst ein Gespräch mit seiner Mutter über die Pubertät, die bei Mike schon ausgebrochen war, bei ihm selbst aber noch auf sich warten ließ, hatte Verständnis für Mike geweckt, und so rauften sie sich bislang jedes Mal wieder zusammen. Nun brachte ohnehin Lukas neuen Schwung in ihre Freundschaft …

    »Ich frage meinen Vater gleich heute Abend«, sagte er jetzt.

    »Wir könnten ja vielleicht mit einem Wochenende anfangen und nicht gleich mit einem ganzen Urlaub«, schlug Kevin vor. »Ein Wochenende würden mir meine Eltern wahrscheinlich erlauben.«

    »Gute Idee«, fand Mike, »dann müssen wir auch nicht bis zu den nächsten Ferien warten, sondern können schon bald hinfahren.«

    Die Hütte lag in den Bergen, es war eher ein sehr gut ausgestattetes Haus als eine Hütte. Der Walchensee war in der Nähe. Lukas hatte ihnen schon Bilder gezeigt und davon geschwärmt, wie schön es dort war.

    »Aber jemand muss uns fahren«, gab Kevin zu bedenken.

    »Charly würde das sofort machen«, sagte Lukas. »Und sie und mein Vater wären garantiert froh, wenn sie unser Haus mal ein Wochenende nur für sich hätten.« Er lächelte wieder sein heiteres Lächeln, bei dem ihm immer sofort alle Herzen zuflogen. Wenn er solche Bemerkungen machte, klangen sie nie anzüglich.

    »Also gut«, sagte Kevin. »Wir alle fragen unsere Eltern, und dann sehen wir weiter.«

    »Ich hoffe, es klappt. Um diese Jahreszeit ist es ziemlich einsam da, aber ich mag das, und ich wette, euch gefällt es auch.«

    Ihre Wege trennten sich, Lukas musste nach links, Kevin und Mike nach rechts abbiegen.

    »Er ist echt nett«, meinte Mike. »Ein richtig guter Freund.«

    »Sein Vater und Charly sind auch nett«, stellte Kevin fest. »Über ihn steht jetzt dauernd was in der Zeitung, weil er doch neuen Schwung in den Konzern bringen soll. Die haben im letzten Jahr zu wenig Autos verkauft.«

    »Er schafft das bestimmt«, sagte Mike zuversichtlich. »Ein Mann, der eine Frau wie Charly erobert, bringt auch einen Konzern wieder in Schwung.«

    Kevin musste lachen. »Du bist ein Spinner, Mike. Das hat doch nichts miteinander zu tun.«

    Mike beharrte auf seiner Meinung. »Das finde ich aber doch. Er hat sie von seinen Qualitäten überzeugt, obwohl sie am Anfang skeptisch war, das hat Lukas uns selbst erzählt. Und wenn er sie überzeugen kann, kann er auch Autokäufer überzeugen. So einfach ist das.«

    Kevin gab zu, dass diese Argumentation schlüssig klang, und so legten sie den Rest ihres gemein­samen Weges in einträchtigem Schweigen zurück.

    *

    »Du siehst besser aus«, sagte Antonia Laurin zu ihrem Vater, Professor Joachim Kayser, der nach einem Herzinfarkt in der von ihm gegründeten Klinik lag

    Der Infarkt hatte Vater und Tochter einander endlich wieder zusammengebracht, obwohl sie es nach wie vor vermieden, über die Themen zu sprechen, bei denen ihre Meinungen weit auseinandergingen: Vor allem war das Antonias Rückkehr in den Beruf, für den ihr Vater kein Verständnis aufbrachte. Er fand, eine Frau mit vier Kindern gehörte ins Haus. Und er fand außerdem, sein Schwiegersohn hätte ›durchgreifen‹ und Antonia ›verbieten‹ müssen, wieder als Kinderärztin zu arbeiten.

    Sie gingen vorsichtig miteinander um, beide wollten den Streit nicht wieder aufflammen lassen. Aber beide wussten auch, dass sie sich irgendwann noch einmal damit würden auseinandersetzen müssen. Nur eben noch nicht jetzt, wo Joachim von dem Infarkt geschwächt war und möglichst keine Aufregung haben sollte.

    »Ich fühle mich auch besser«, erwiderte er. »Ich kann schon wieder ganz gut laufen und hoffe, dass ich bald entlassen werde. Aber sie wollen mich noch nicht gehen lassen. Ich will wieder nach Hause.«

    »Aber zuerst gehst du noch in eine Reha-Klinik.«

    »Ich überlege, mir das zu sparen. In unserem Haus und mit Teresas Hilfe komme ich schneller wieder auf die Beine als in einer Klinik.«

    »Was sagt denn Teresa dazu?«, erkundigte sich Antonia, obwohl sie

    Gefällt Ihnen die Vorschau?
    Seite 1 von 1