Über dieses E-Book
Die Familiengeschichte des Klinikchefs Dr. Leon Laurin tritt in eine neue Phase, die in die heutige moderne Lebenswelt passt.
Da die vier Kinder der Familie Laurin langsam heranwachsen, möchte Dr. Laurins Frau, Dr. Antonia Laurin, endlich wieder als Kinderärztin arbeiten. Somit wird Antonia in der Privatklinik ihres Mannes eine Praxis als Kinderärztin aufmachen.
Damit ist der Boden bereitet für eine große, faszinierende Arztserie, die das Spektrum um den charismatischen Dr. Laurin entscheidend erweitert.
Kristin Cornelius entschied sich innerhalb von Sekunden. Sie wusste es einfach: Diese blonde Frau mit den freundlichen blauen Augen und ihr Mann mit dem netten Lächeln waren die Richtigen. Sie war ja schon länger auf der Suche, aber bisher war der Funke nicht ein einziges Mal übergesprungen. Schon mehrmals war sie nahe dran gewesen, aber etwas hatte dann doch immer gefehlt. Nicht so dieses Mal. Sie war ihrer Sache sicher. So sicher, wie ein Mensch nur sein konnte. Sie folgte dem verliebten Paar unauffällig. Darin hatte sie es in den vergangenen Wochen zur Meisterschaft gebracht. Sie wusste, wie man Leute so verfolgte, dass sie es nicht bemerkten. Sie konnte natürlich Pech haben: Wenn die beiden Touristen waren und in einem Hotel verschwanden, würde das ganze Unternehmen eine sehr aufwändige Sache werden. Aber sie vertraute auf ihr Glück. Bisher war es nicht gerade auf ihrer Seite gewesen, aber irgendwann war sie schließlich auch mal an der Reihe mit dem Glückhaben. Die beiden blieben immer wieder stehen, um sich zu küssen, bevor sie eng umschlungen weitergingen. So hätte es bei ihr und Wolle auch sein sollen. Wolle hieß eigentlich Wolfgang, weil sein Vater ein großer Fan von Mozart war. Wolle hingegen konnte mit Mozart nichts anfangen, und er hasste seinen Namen, weil er ihn altmodisch fand. Kristin fand ihn eigentlich, schön, aber in dem Punkt ließ Wolle nicht mit sich reden. Er würde froh sein, wenn sie ihm sagte, dass sie die Richtigen gefunden hatte. Es war eher ihr Plan gewesen, er hatte ihn am Anfang nicht gut gefunden.
Viola Maybach
Viola Maybach war als Fernsehredakteurin und -produzentin tätig. Heute arbeitet sie als Autorin in verschiedenen Bereichen und lebt in Frankfurt.
Andere Titel in Das Findelkind Reihe ( 30 )
Wenn lange Schatten dich begleiten: Der neue Dr. Laurin 8 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch will ein Baby!: Der neue Dr. Laurin 2 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Geheimnis der schönen Antonia: Der neue Dr. Laurin 1 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAngriff am Nachmittag: Der neue Dr. Laurin 3 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWas für ein Traum!: Der neue Dr. Laurin 47 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Findelkind: Der neue Dr. Laurin 7 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Primadonna: Der neue Dr. Laurin 30 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Schöne und der Graf: Der neue Dr. Laurin 9 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKannst du mich noch lieben?: Der neue Dr. Laurin 15 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenErst die Party – dann die Krise …: Der neue Dr. Laurin 31 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Mann aus Amerika: Der neue Dr. Laurin 25 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Neue aus dem dritten Stock: Der neue Dr. Laurin 26 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Macht der Liebe: Der neue Dr. Laurin 6 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Stimme der Fremden: Der neue Dr. Laurin 10 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGerettet: zwei Leben und eine große Liebe: Der neue Dr. Laurin 21 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEs begann an einem Tag im Herbst: Der neue Dr. Laurin 11 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin böser Wunsch wird wahr: Der neue Dr. Laurin 23 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGib nicht auf, Jasmin!: Der neue Dr. Laurin 20 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBöser Verdacht: Der neue Dr. Laurin 12 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNacht in Angst: Der neue Dr. Laurin 4 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDieser Tag musste nicht sein!: Der neue Dr. Laurin 5 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMeine beste Freundin: Der neue Dr. Laurin 14 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin dreister Überfall: Der neue Dr. Laurin 17 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenElsas Geheimnis: Der neue Dr. Laurin 13 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin altes Versprechen: Der neue Dr. Laurin 28 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebe auf den dritten Blick: Der neue Dr. Laurin 16 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Königin der Nacht: Der neue Dr. Laurin 27 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKann das wirklich Liebe sein?: Der neue Dr. Laurin 19 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer ist der Boss?: Der neue Dr. Laurin 32 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Doppelgänger: Der neue Dr. Laurin 62 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnlich wie Das Findelkind
Titel in dieser Serie (100)
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Viola Maybach
Kristin Cornelius entschied sich innerhalb von Sekunden. Sie wusste es einfach: Diese blonde Frau mit den freundlichen blauen Augen und ihr Mann mit dem netten Lächeln waren die Richtigen. Sie war ja schon länger auf der Suche, aber bisher war der Funke nicht ein einziges Mal übergesprungen. Schon mehrmals war sie nahe dran gewesen, aber etwas hatte dann doch immer gefehlt. Nicht so dieses Mal. Sie war ihrer Sache sicher. So sicher, wie ein Mensch nur sein konnte. Nun mussten nur die Umstände noch passen …
Sie folgte dem verliebten Paar unauffällig. Darin hatte sie es in den vergangenen Wochen zur Meisterschaft gebracht. Sie wusste, wie man Leute so verfolgte, dass sie es nicht bemerkten. Sie konnte natürlich Pech haben: Wenn die beiden Touristen waren und in einem Hotel verschwanden, würde das ganze Unternehmen eine sehr aufwändige Sache werden. Aber sie vertraute auf ihr Glück. Bisher war es nicht gerade auf ihrer Seite gewesen, aber irgendwann war sie schließlich auch mal an der Reihe mit dem Glückhaben.
Die beiden blieben immer wieder stehen, um sich zu küssen, bevor sie eng umschlungen weitergingen. So hätte es bei ihr und Wolle auch sein sollen. Wolle hieß eigentlich Wolfgang, weil sein Vater ein großer Fan von Mozart war. Wolle hingegen konnte mit Mozart nichts anfangen, und er hasste seinen Namen, weil er ihn altmodisch fand. Kristin fand ihn eigentlich, schön, aber in dem Punkt ließ Wolle nicht mit sich reden.
Er würde froh sein, wenn sie ihm sagte, dass sie die Richtigen gefunden hatte. Es war eher ihr Plan gewesen, er hatte ihn am Anfang nicht gut gefunden. Aber sie hatte ihn schließlich überzeugen können, dass es anders nicht ging. Letzten Endes, schätzte sie, war er erleichtert gewesen. Denn ohne ihren Plan – wie sähe es jetzt für sie beide aus? Ziemlich düster, so viel stand mal fest.
Die beiden vor ihr blieben vor einem hübschen Einfamilienhaus stehen. Kristin wagte nicht, an ihr Glück zu glauben. Wenn sie hier wohnten … Das wäre ja wie ein Geschenk des Himmels! Nicht zu nah und nicht zu weit weg – jedenfalls wie sie und Wolle im Südwesten von München.
Der Mann blieb stehen und holte einen Schlüssel aus der Tasche, aber bevor er die Haustür öffnete, küsste er seine Frau noch einmal.
»Jetzt mach schon!«, hörte Kristin sie lachend sagen, als ihr Mann sie wieder freigab. »Sonst sterben wir beide noch vor Hunger!«
Er lachte auch, gleich darauf verschwanden beide im Haus.
Kristin verlangsamte ihre Schritte. Das Haus war nicht sehr groß und schon etwas älter. Es sah gepflegt und gemütlich aus. Ihr gefiel, was sie von hier aus vom Garten sehen konnte: Der sah ein bisschen wild aus, sie fand das schöner als schnurgerade eingefasste Beete und akkurat geschnittene Rasenflächen. Kinder hatten die beiden offenbar noch nicht, sie waren ja auch noch ziemlich jung.
Kurz blieb sie stehen, um den Namen zu lesen, der über dem Briefkasten stand, dann schlenderte sie weiter. Ihr war plötzlich ganz leicht ums Herz. Endlich kamen die Dinge ins Rollen. Natürlich mussten Wolle und sie mit den Leuten reden und sie überzeugen, aber das traute sie sich zu. Wenn sie etwas wirklich wollte, konnte sie sehr überzeugend sein – und das hier, das wollte sie wirklich!
Plötzlich fiel ihr ein, dass sie ja noch einen Termin hatte an diesem Nachmittag. Ein Blick auf ihre Uhr sagte ihr, dass sie es gerade noch rechtzeitig zur Kayser-Klinik schaffen konnte, wenn sie sich beeilte.
Sie kam drei Minuten zu spät, aber niemand schimpfte mit ihr. Moni Hillenberg, die nette Sekretärin, zwinkerte ihr sogar zu. »Du kannst gleich reingehen, Kristin, Herr Dr. Laurin kommt sofort.«
Sie betrat also das Sprechzimmer des Klinikchefs und setzte sich auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch. Dr. Laurin war Gynäkologe und Chirurg – er hatte ihr bei einem ihrer letzten Besuche erzählt, dass es ganz schön anstrengend gewesen war, auch noch den zweiten Facharzt zu machen, aber er hätte sich einfach nicht entscheiden können zwischen den beiden Fachgebieten. »Ich habe es nun einmal gern mit neuem Leben zu tun, aber ich stehe auch gern im Operationssaal. Also mache ich jetzt beides, und es gefällt mir immer noch.«
Dr. Laurin war ein toller Typ. So einer hätte ihr auch gefallen können, aber natürlich war er viel zu alt für sie. Er sah gut aus, und sie war davon überzeugt, dass sich viele seiner Patientinnen sofort in ihn verliebten. Aber sie hatte einmal seine Frau gesehen, und die war eine richtige Schönheit. Da wäre ja Herr Dr. Laurin schön dumm gewesen, mit einer seiner Patientinnen etwas anzufangen. Bestimmt hätte seine Frau ihn dann sofort verlassen, und das konnte er nicht wollen.
Ihr gefiel an ihm, dass er noch nie versucht hatte, ihr etwas vorzumachen und dass sie sich auf das, was er sagte, verlassen konnte. Als sie vor ein paar Monaten in seiner Sprechstunde gelandet war, hatte er schon schlucken müssen, das hatte sie ihm ansehen können. Aber er hatte sie sofort als Patientin angenommen und es schließlich sogar akzeptiert, als sie ihm erklärt hatte, warum sie ›diese Sache‹ ohne ihre Eltern zu regeln gedachte.
»Hallo, Kristin«, sagte er in diesem Augenblick. Sie hatte ihn gebeten, sie zu duzen, damit fühlte sie sich wohler. Sie war schließlich gerade erst sechzehn geworden. »Wie geht’s dir?«
»Gut, und wie geht’s Ihnen?«
Er lachte. »Es gibt nicht viele Patientinnen, die sich danach erkundigten. Also, mir geht es auch gut. Irre ich mich oder ist heute ein besonders guter Tag für dich?«
»Ich habe Eltern für Moritz gefunden«, antwortete Kristin. »Sie wohnen nicht allzu weit weg und als ich sie gesehen habe, wusste ich gleich, dass sie die Richtigen sind.«
Moritz war das Kind, das sie erwartete, Dr. Laurin hatte ihr gesagt, dass es ein Junge sein würde. Wolle und sie hatten den Namen ›Moritz‹ gemeinsam ausgesucht.
»Kristin, Kristin, du weißt, was ich davon halte«, seufzte Dr. Laurin.
Sie grinste ihn an. »Sie können mir ruhig vertrauen, ich irre mich nicht, Herr Dr. Laurin.«
»Ich glaube dir sofort, dass die Leute sympathisch und liebenswürdig sind, aber das heißt noch lange nicht, dass sie ein Kind adoptieren würden. Die meisten jungen Paare wollen eigene Kinder haben.«
»Weiß ich«, erklärte Kristin ungerührt, »aber wenn sie Moritz sehen, werden sie ihn sofort ins Herz schließen.«
»Und wenn nicht? Nein, nein, wisch diese Frage nicht gleich beiseite, sondern zwing dich mal, ernsthaft darüber nachzudenken. Was machst du, wenn sie ihn nicht haben wollen? Du musst über diese Möglichkeit wenigstens nachdenken!«
»Tu ich ja«, behauptete Kristin. »Und ich gucke mir die Leute ja noch ein paar Mal an, bevor ich mich festlege. Wenn sie ihn wirklich nicht wollen …« Sie zog die Stirn in Falten, plötzlich war ihre gute Laune wie weggeblasen. Das passierte immer, wenn Herr Dr. Laurin sie zwang, über Dinge nachzudenken, die für sie längst klar waren. Sie verstand nicht, warum er immer
