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Das Wunder in meinem Leben: Dr. Laurin 138 – Arztroman
Das Wunder in meinem Leben: Dr. Laurin 138 – Arztroman
Das Wunder in meinem Leben: Dr. Laurin 138 – Arztroman
eBook120 Seiten1 StundeDr. Laurin

Das Wunder in meinem Leben: Dr. Laurin 138 – Arztroman

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Über dieses E-Book

Dr. Laurin ist ein beliebter Allgemeinmediziner und Gynäkologe. Bereits in jungen Jahren besitzt er eine umfassende chirurgische Erfahrung. Darüber hinaus ist er auf ganz natürliche Weise ein Seelenarzt für seine Patienten. Die großartige Schriftstellerin Patricia Vandenberg, die schon den berühmten Dr. Norden verfasste, hat mit den 200 Romanen Dr. Laurin ihr Meisterstück geschaffen.

Patricia Vandenberg ist die Begründerin von "Dr. Norden", der erfolgreichsten Arztromanserie deutscher Sprache, von "Dr. Laurin", "Sophienlust" und "Im Sonnenwinkel". Sie hat allein im Martin Kelter Verlag fast 1.300 Romane veröffentlicht, Hunderte Millionen Exemplare wurden bereits verkauft. In allen Romangenres ist sie zu Hause, ob es um Arzt, Adel, Familie oder auch Romantic Thriller geht. Ihre breitgefächerten, virtuosen Einfälle begeistern ihre Leser. Geniales Einfühlungsvermögen, der Blick in die Herzen der Menschen zeichnet Patricia Vandenberg aus. Sie kennt die Sorgen und Sehnsüchte ihrer Leser und beeindruckt immer wieder mit ihrer unnachahmlichen Erzählweise. Ohne ihre Pionierarbeit wäre der Roman nicht das geworden, was er heute ist.

Eine Stunde war Vanessa schon herumgefahren, nun bog sie in den Waldweg ein und hielt kurz vor einer Lichtung. Fünf Jahre war sie nicht mehr hier gewesen. Da drüben lag die Prof.-Kayser-Klinik, in der sie vor diesen fünf Jahren erfahren hatte, dass sie keine Kinder bekommen könnte.


So schonend es Dr. Laurin ihr auch beizubringen versucht hatte – sie hatte es nicht glauben, nicht hinnehmen wollen. Aber für ihre Ehe hatte es das Ende bedeutet. Martin Carlsen wollte einen Erben, er wollte kein Kind adoptieren, wie es Dr. Laurin vorgeschlagen hatte.


Vanessas Blick wanderte zu der Prof.-Kayser-Klinik hinüber, die hinter den Bäumen zu sehen war. Sie dachte daran, wie verzweifelt sie damals gewesen war, so sehr, dass sie für Dr. Laurin fast Hass empfunden hatte. Aber er konnte ja nichts dafür. Damit hatte sie sich abfinden müssen, nachdem es ihr die besten Ärzte Europas, die sie nacheinander aufgesucht hatte, bestätigten.


Dann hatte sie erfahren, dass Martin wieder geheiratet hatte, und in ihr war der Wille erwacht, nicht in Trübsal und Resignation zu versinken. Sie hatte sich an ihre Talente erinnert, ihre alten Beziehungen aufgefrischt, und innerhalb weniger Jahre war sie zu einer der bekanntesten Modeschöpferinnen Europas aufgestiegen.


Wie hatte Martin damals so verletzend gesagt? Du bist eine Karrierefrau, du hättest gar kein Talent zur Mutter, ich hätte das vorher wissen müssen.


So, als wäre sie schuld, dass sie kein Kind bekam, als hätte sie gar keines haben wollen.


Es hatte wehgetan, sehr weh! Sie hatte Martin geliebt. Aber war es tatsächlich Liebe gewesen? Es gab
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum10. Apr. 2017
ISBN9783740915957
Das Wunder in meinem Leben: Dr. Laurin 138 – Arztroman

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    Buchvorschau

    Das Wunder in meinem Leben - Patricia Vandenberg

    Dr. Laurin

    – 138 –

    Das Wunder in meinem Leben

    Patricia Vandenberg

    Eine Stunde war Vanessa schon herumgefahren, nun bog sie in den Waldweg ein und hielt kurz vor einer Lichtung. Fünf Jahre war sie nicht mehr hier gewesen. Da drüben lag die Prof.-Kayser-Klinik, in der sie vor diesen fünf Jahren erfahren hatte, dass sie keine Kinder bekommen könnte.

    So schonend es Dr. Laurin ihr auch beizubringen versucht hatte – sie hatte es nicht glauben, nicht hinnehmen wollen. Aber für ihre Ehe hatte es das Ende bedeutet. Martin Carlsen wollte einen Erben, er wollte kein Kind adoptieren, wie es Dr. Laurin vorgeschlagen hatte.

    Vanessas Blick wanderte zu der Prof.-Kayser-Klinik hinüber, die hinter den Bäumen zu sehen war. Sie dachte daran, wie verzweifelt sie damals gewesen war, so sehr, dass sie für Dr. Laurin fast Hass empfunden hatte. Aber er konnte ja nichts dafür. Damit hatte sie sich abfinden müssen, nachdem es ihr die besten Ärzte Europas, die sie nacheinander aufgesucht hatte, bestätigten.

    Dann hatte sie erfahren, dass Martin wieder geheiratet hatte, und in ihr war der Wille erwacht, nicht in Trübsal und Resignation zu versinken. Sie hatte sich an ihre Talente erinnert, ihre alten Beziehungen aufgefrischt, und innerhalb weniger Jahre war sie zu einer der bekanntesten Modeschöpferinnen Europas aufgestiegen.

    Wie hatte Martin damals so verletzend gesagt? Du bist eine Karrierefrau, du hättest gar kein Talent zur Mutter, ich hätte das vorher wissen müssen.

    So, als wäre sie schuld, dass sie kein Kind bekam, als hätte sie gar keines haben wollen.

    Es hatte wehgetan, sehr weh! Sie hatte Martin geliebt. Aber war es tatsächlich Liebe gewesen? Es gab ja keinen Mann, mit dem sie ihn vergleichen konnte. Er, der gut aussehende, erfolgreiche Jungunternehmer, war der erste Mann in ihrem Leben gewesen und ihren Eltern äußerst willkommen.

    Vanessa fuhr sich mit der Hand über die Augen, als könne sie damit die Erinnerungen vertreiben, denn sie hatte diese Reise angetreten, um sich zu beweisen, dass sie die Vergangenheit bewältigt hatte, dass nur ihr erfolgreiches jetziges Leben zählte …

    Doch mit wem konnte sie ihren Erfolg teilen? Für wen engagierte sie sich so sehr? Sie hatte doch alles erreicht, was eine Frau von dreißig Jahren erreichen konnte. Und es gab ein halbes Dutzend Männer, die nur auf ein Entgegenkommen von ihr warteten, ohne ein Kind von ihr zu verlangen. Es waren Männer, die Martin Carlsen weit in den Schatten stellten. Aber für sie schien eine kinderlose Ehe schon keinen Sinn zu haben.

    Sie ging langsam auf die Prof.-Kayser-Klinik zu, die inzwischen vergrößert worden war und einen neuen Anstrich bekommen hatte. Sie hegte keine Hassgefühle mehr, aber sie brachte es doch nicht fertig, das Gebäude zu betreten.

    Sie machte wieder kehrt und ging zu ihrem Wagen zurück. Sie fuhr noch ein Stück weiter zu der Waldwirtschaft, in der sie damals ihren Kummer zu bewältigen versucht hatte, bevor sie heimfuhr zu ihrem Mann, um ihm zu sagen, dass sie alle Hoffnung auf ein Kind begraben müssten.

    »Dann ist es wohl besser, wir lassen uns gleich scheiden«, hatte er gesagt, ohne lange zu überlegen.

    Und ich habe mir die Augen ausgeweint, dachte Vanessa jetzt mit einem spöttischen Lächeln.

    Die Waldwirtschaft hatte sich nicht verändert. Die Märzsonne schien bereits so warm vom Himmel, dass ein paar Gäste im Biergarten saßen.

    Vanessa, in einen warmen Mantel gehüllt, setzte sich auch an einen Tisch. Etwas weiter saß ein junges Mädchen, das sehr blass und verstört aussah. Auf einen Stuhl hatte sie eine ziemlich große geflochtene Tasche gestellt, aus der jetzt wimmernde Laute kamen.

    »Ist das ein Baby?«, fragte Vanessa spontan.

    »Es hat Hunger«, sagte das Mädchen, das selbst fast noch ein Kind war, tonlos. »Mögen Sie Kinder? Haben Sie welche?«

    »Ich mag Kinder sehr, habe aber leider keins«, erwiderte Vanessa.

    »Würden Sie mal ein paar Minuten auf den Kleinen aufpassen? Ich muss die Flasche wärmen.«

    »Gern«, erwiderte Vanessa, und das Mädchen stellte die Tasche zu ihr an den Tisch.

    Vanessa blickte hinein. Es war ein winziges Baby. Es konnte höchstens ein paar Tage alt sein, und für die kühle Witterung war es zu leicht bekleidet. Das leise Wimmern hatte aufgehört, es schlief wieder, aber die junge Mutter kam nicht zurück.

    Die drei Leute, die auch draußen gesessen hatten, waren bereits gegangen, und die Bedienung kam einfach nicht. Es war tatsächlich zu kalt, um länger hier zu sitzen.

    Vanessa ging zu ihrem Wagen und stellte die Tasche auf den Rücksitz, dann schaute sie sich nach dem Mädchen um. War es die Mutter? Sie konnte es nur annehmen. Hatte die junge Fremde nach einer Gelegenheit gesucht, das Kind loszuwerden? Nun, zumindest hatte sie es wenigstens nicht irgendwo abgestellt. War es vielleicht ein spontaner Entschluss gewesen, der nicht geplant war?

    Vanessa versuchte sich das Gesicht des Mädchens nochmals in die Erinnerung zurückzurufen. Es war ein Durchschnittsgesicht, eigentlich ganz hübsch, aber verhärmt. Die Augen hatten stumpf dreingeblickt.

    Das Baby begann wieder zu wimmern. Es war nichts in der Tasche – kein Fläschchen, keine Windeln. Die kleinen Hände fuchtelten wild herum. Es war bereits mehr als eine Stunde verstrichen, seit Vanessa das Kind in ihrer Obhut hatte.

    Nun fasste sie den Entschluss, es mitzunehmen.

    Sie fuhr zur nächsten Drogerie und kaufte Babynahrung und Windeln. Wo ein Kinderladen war, wusste sie noch von früher. Dort bekam sie alles, was ein Baby brauchte, mochte die Verkäuferin sich auch wundern, dass sie alles in höchster Eile aussuchte, ohne viel herumzusuchen, wie es andere wohl taten.

    Als sie zum Wagen zurückkam, schrie das Baby jämmerlich.

    Eine Viertelstunde musste Vanessa noch fahren, bis sie ihr Elternhaus erreichte, in dem sie während ihres Aufenthaltes wohnen wollte. Sie hatte es vermietet gehabt, doch die Mieter waren vor einigen Wochen ausgezogen. Das war der eigentliche Grund gewesen, dass sie hergekommen war, denn sie wollte es renovieren lassen. Es war sehr verwohnt und auch nicht mehr besonders gemütlich, aber jetzt war sie froh, dass sie hier allein sein konnte und keinen Fragen standhalten musste. In ein Hotel hätte sie das Baby nicht ohne Weiteres mitnehmen können.

    Sie bereitete zuerst ein Fläschchen zu. Dann befreite sie das Kind von den verschmutzten Sachen.

    Ein federleichtes kleines Menschlein war es, wund und mager und jetzt wirklich nicht hübsch anzuschauen.

    Vanessa hatte keine Übung im Umgang mit einem Baby, aber sie wunderte sich, wie schnell und gut sie den Kleinen doch versorgte. Und als er dann die Flasche bekam, schien er ganz zufrieden zu sein. Er saugte kräftig, obwohl er zuerst mit dem Sauger nicht zurechtzukommen schien. Vielleicht war er gestillt worden. So viel wusste Vanessa: Das Baby konnte noch keine Woche alt sein.

    »Hast wohl mächtigen Hunger«, sagte Vanessa, und der Kleine riss die Augen auf, große dunkle Augen. »Wir werden dich aufpäppeln müssen.«

    Gewissensbisse hatte sie keine. Sie hielt das Baby im Arm und dachte nach. Würde die Mutter sich melden? War das Kind vielleicht entführt worden?

    Davon hörte man in letzter Zeit ja öfter. Sollte sie es bei der Polizei melden, dass sie das Baby gefunden hatte? Nein, das wollte sie nicht. Alles in ihr wehrte sich dagegen.

    Sie würde in den nächsten Tagen die Zeitungen aufmerksam lesen. Wenn ein Kind vermisst und gesucht wurde, würde es bestimmt Schlagzeilen machen.

    Aber vielleicht hatte es so sein sollen, dass sie auserwählt war, dieses Kind zu sich zu nehmen und sie so doch noch zu einem Kind kommen sollte.

    »Du könntest mein Kind sein,

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