Zu jung für ein Kind?: Sophienlust - Die nächste Generation 8 – Familienroman
Von Karina Kaiser
()
Über dieses E-Book
Denise hat inzwischen aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle geformt, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt.
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.
»Ich bekomme ein Kind.« Diese Worte klangen wie drohendes Unheil und machten Martin Rossbach, den angehenden Kindesvater, zunächst einmal sprachlos. Vor Schreck ließ er das Buch fallen, das er sich gerade aus dem Regal genommen hatte. »Sag das noch einmal«, flüsterte er schließlich und ließ sich auf einen Stuhl sinken. Seine Beine trugen ihn nicht mehr. »Ich bekomme ein Kind.« Antje hob das Buch auf und legte es auf den Schreibtisch. »Und du bist dir ganz sicher?« »Der Arzt hat es bestätigt und sich sogar gefreut. Für mich ist es jedoch eine Katastrophe.« Er hatte sich schnell gefangen und erwiderte nun beschwichtigend: »Aber warum denn? Meinst du nicht auch, dass wir für das Kleine sorgen können?« Die knapp Neunzehnjährige schüttelte den Kopf und erwiderte aufgebracht: »Wovon denn und wann? Oma hat mir nicht viel hinterlassen und Eltern habe ich nicht mehr. Ich habe niemanden, dem ich das Baby andrehen kann. Und meinen Studienplatz will ich nicht aufgeben.« »Musst du denn unbedingt studieren?« »Du studierst doch auch«, versetzte sie und bedachte ihn mit einem wütenden Blick.
Andere Titel in Zu jung für ein Kind? Reihe ( 30 )
Ein neues Glück für Schwester Regine: Sophienlust - Die nächste Generation 29 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZu jung für ein Kind?: Sophienlust - Die nächste Generation 8 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Kind aus erster Ehe: Sophienlust - Die nächste Generation 5 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWie das Schicksal es fügt: Sophienlust - Die nächste Generation 14 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKomm zurück, Vati!: Sophienlust - Die nächste Generation 68 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenÜberraschung für Florentine: Sophienlust - Die nächste Generation 28 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZusammen sind wir stark: Sophienlust - Die nächste Generation 51 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAus Marie und Anton werden Freunde: Sophienlust - Die nächste Generation 30 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEr darf sein Kind nicht sehen: Sophienlust - Die nächste Generation 36 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLilly weiß, was ihre Mama braucht!: Sophienlust - Die nächste Generation 52 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBitte habt euch wieder lieb!: Sophienlust - Die nächste Generation 46 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWo ist Timms Papa?: Sophienlust - Die nächste Generation 47 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKleines Herz und große Sehnsucht: Sophienlust - Die nächste Generation 27 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Papa für Leonie: Sophienlust - Die nächste Generation 31 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJunge Liebe in Sophienlust!: Sophienlust - Die nächste Generation 42 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFamilienglück im Fünferpack: Sophienlust - Die nächste Generation 32 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebe auf vier Pfoten: Sophienlust - Die nächste Generation 44 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenClarissas Traum: Sophienlust - Die nächste Generation 41 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEnde gut, alles gut!: Sophienlust - Die nächste Generation 33 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenManchmal werden Träume wahr...: Sophienlust - Die nächste Generation 24 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Zuhause für Nelly: Sophienlust - Die nächste Generation 26 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSascha - von der Liebe erwischt!: Sophienlust - Die nächste Generation 35 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Regenbogen für Jessica: Sophienlust - Die nächste Generation 38 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWir kämpfen für Mutti: Sophienlust - Die nächste Generation 34 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIhr größter Wunsch wird Wirklichkeit!: Sophienlust - Die nächste Generation 49 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLea sorgt für ihren Papa: Sophienlust - Die nächste Generation 37 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPia – Heimlich ins Heim gegeben!: Sophienlust - Die nächste Generation 48 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Mama für Marc: Sophienlust - Die nächste Generation 40 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAusweg Sophienlust!: Sophienlust - Die nächste Generation 53 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNele sucht den Osterhasen: Sophienlust - Die nächste Generation 83 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Mehr von Karina Kaiser lesen
Ähnlich wie Zu jung für ein Kind?
Titel in dieser Serie (100)
Ein neues Glück für Schwester Regine: Sophienlust - Die nächste Generation 29 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZu jung für ein Kind?: Sophienlust - Die nächste Generation 8 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Kind aus erster Ehe: Sophienlust - Die nächste Generation 5 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWie das Schicksal es fügt: Sophienlust - Die nächste Generation 14 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKomm zurück, Vati!: Sophienlust - Die nächste Generation 68 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenÜberraschung für Florentine: Sophienlust - Die nächste Generation 28 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenZusammen sind wir stark: Sophienlust - Die nächste Generation 51 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAus Marie und Anton werden Freunde: Sophienlust - Die nächste Generation 30 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEr darf sein Kind nicht sehen: Sophienlust - Die nächste Generation 36 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLilly weiß, was ihre Mama braucht!: Sophienlust - Die nächste Generation 52 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBitte habt euch wieder lieb!: Sophienlust - Die nächste Generation 46 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWo ist Timms Papa?: Sophienlust - Die nächste Generation 47 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKleines Herz und große Sehnsucht: Sophienlust - Die nächste Generation 27 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Papa für Leonie: Sophienlust - Die nächste Generation 31 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJunge Liebe in Sophienlust!: Sophienlust - Die nächste Generation 42 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFamilienglück im Fünferpack: Sophienlust - Die nächste Generation 32 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebe auf vier Pfoten: Sophienlust - Die nächste Generation 44 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenClarissas Traum: Sophienlust - Die nächste Generation 41 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEnde gut, alles gut!: Sophienlust - Die nächste Generation 33 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenManchmal werden Träume wahr...: Sophienlust - Die nächste Generation 24 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Zuhause für Nelly: Sophienlust - Die nächste Generation 26 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSascha - von der Liebe erwischt!: Sophienlust - Die nächste Generation 35 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Regenbogen für Jessica: Sophienlust - Die nächste Generation 38 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWir kämpfen für Mutti: Sophienlust - Die nächste Generation 34 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIhr größter Wunsch wird Wirklichkeit!: Sophienlust - Die nächste Generation 49 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLea sorgt für ihren Papa: Sophienlust - Die nächste Generation 37 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPia – Heimlich ins Heim gegeben!: Sophienlust - Die nächste Generation 48 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Mama für Marc: Sophienlust - Die nächste Generation 40 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAusweg Sophienlust!: Sophienlust - Die nächste Generation 53 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNele sucht den Osterhasen: Sophienlust - Die nächste Generation 83 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnliche E-Books
Die Berlinerin Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUnvorhergesehene Wege: Sophienlust - Die nächste Generation 99 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDenise erfüllt ein Vermächtnis: Sophienlust Extra 187 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDenise erfüllt ein Vermächtnis: Sophienlust 469 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerrückt nach Samantha Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch gebe mein Brüderchen nicht her: Sophienlust 118 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNur ein einziger Augenblick ...: Mami 1903 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFür Mutti tue ich alles: Sophienlust Bestseller 206 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMarie - das Mädchen mit den dunklen Augen: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRonny - I’m a winner Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNiemand hat mich richtig lieb: Sophienlust 503 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNur noch diesen einen Kuss …: Kurfürstenklinik 36 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch will deine Mutter sein!: Sophienlust - Die nächste Generation 74 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer ist deine Mutter?: Familie Dr. Daniel 2 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUnter den Menschen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Liebling von Schloss Hornburg: Fürstenkinder 5 – Adelsroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEiner wie keiner: Dr. Norden Extra 108 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBaron Dario wird Vater: Fürstenkinder 88 – Adelsroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Wunder in meinem Leben: Dr. Laurin 138 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAufenthalt bei Mutter: Das Stockholmsyndrom Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMeine Mutti – meine beste Freundin: Kinderärztin Dr. Martens 64 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLandhebamme aus Leidenschaft Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRuhrpottherzen: Verliebt, verlobt, geschieden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Glück dem Erfolg geopfert Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerdrängte Zeiten: Ein historischer Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHilfe - ich liebe meinen Ex-Mann Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWer ist deine Mutter?: Dr. Daniel 104 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLass uns einen neuen Anfang wagen: Die Klinik am See 46 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNur das Spielzeug ihrer Mutter: Sophienlust 117 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLügnerin aus Angst: Dr. Daniel 26 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Zeitgenössische Romantik für Sie
Mr. Wrong (Küsse nicht den Falschen) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWeiße Nächte: Aus den Memoiren eines Träumers (Ein empfindsamer Roman) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVom Milliardär gekauft Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Eine gefährliche Frau: Ein Milliardär Liebesromane Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGefährliches Vorspiel: Black Light Roulette: Chicago Bratwa, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPopstar Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Geheimnisse der Sehnsucht: Milliardär Liebesromane: Die Assistentin des Milliardärs, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEgotistical Puckboy Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKüssen nach Rezept: Kurzroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStrand im Herz: Romantische Komödie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie verbotene Babysitterin: Ein Milliardär - Liebesroman: Nachtclub-Sünden, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMafia Daddy: Vom Silberlöffel zur Silberschnalle: Unterwelt von Las Vegas, #2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer verbotene Vertrag des Alphas: Eine Werwolf-Romanze voller Macht und Verlangen: Buch der Rebellen, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebesheirat nur zum Schein? Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Hitzkopf Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Ein besonderes Praktikum Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAlphas Versuchung: Bad-Boy-Alphas-Serie, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWohin das Schicksal führt: Sophienlust - Die nächste Generation 67 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Milliardär für Cinderella? Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Romana Gold Band 53 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Rettung des Dr. Marian: Das Vermächtnis der Marians, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMein zärtlicher Verführer: Die Rinucci Brüder 2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine heiße Nacht mit süßen Folgen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFalscher Bräutigam - wahre Liebe? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMehr Hart als Zart | 32 | Erotikroman: 10 erotische Geschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSei mein: Milliardär Liebesromane: Unwiderstehliche Brüder, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie schönsten Liebesromane der Welt - Best of Julia Extra 2023 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFeurige Rache, hauchzarte Küsse Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Rezensionen für Zu jung für ein Kind?
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Zu jung für ein Kind? - Karina Kaiser
Sophienlust - Die nächste Generation
– 8 –
Zu jung für ein Kind?
Eine junge Frau auf dem Weg zu sich selbst
Karina Kaiser
»Ich bekomme ein Kind.«
Diese Worte klangen wie drohendes Unheil und machten Martin Rossbach, den angehenden Kindesvater, zunächst einmal sprachlos. Vor Schreck ließ er das Buch fallen, das er sich gerade aus dem Regal genommen hatte.
»Sag das noch einmal«, flüsterte er schließlich und ließ sich auf einen Stuhl sinken. Seine Beine trugen ihn nicht mehr.
»Ich bekomme ein Kind.« Antje hob das Buch auf und legte es auf den Schreibtisch.
»Und du bist dir ganz sicher?«
»Der Arzt hat es bestätigt und sich sogar gefreut. Für mich ist es jedoch eine Katastrophe.«
Er hatte sich schnell gefangen und erwiderte nun beschwichtigend: »Aber warum denn? Meinst du nicht auch, dass wir für das Kleine sorgen können?«
Die knapp Neunzehnjährige schüttelte den Kopf und erwiderte aufgebracht: »Wovon denn und wann? Oma hat mir nicht viel hinterlassen und Eltern habe ich nicht mehr. Ich habe niemanden, dem ich das Baby andrehen kann. Und meinen Studienplatz will ich nicht aufgeben.«
»Musst du denn unbedingt studieren?«
»Du studierst doch auch«, versetzte sie und bedachte ihn mit einem wütenden Blick.
»Das ist etwas ganz anderes. Zum einen bin ich ein Mann, bin bald fertig und werde dann Geld verdienen. Du kannst also ruhig ein paar Jahre mit dem Baby zu Hause bleiben und dir später einen Job suchen.«
»Sag mal, spinnst du?«, schrie sie ihn zornig an. »Ich will Lehrerin werden und keine Aushilfskraft.«
»Und nun willst du dir das Kind wegmachen lassen?«
»Nein, du kannst es haben. Du bist ja bald mit dem Studium fertig. Du kannst es auch bei deinen Eltern unterbringen. Mir ist es egal.«
»Das geht nicht, Antje«, wiegelte er hastig ab. »Ich muss mich auf das Examen konzentrieren, und meine Eltern gehen noch arbeiten.«
»Dann gebe ich es zur Adoption frei.«
»Das kannst du doch nicht machen«, schrie er sie entsetzt an. »Du kannst doch unser Kind nicht weggeben.«
»Mir bleibt ja nichts anderes übrig. Meinst du, ich ändere meine Zukunftspläne wegen so einer Rotznase und bin nur deine Hausfrau und Mutti?«
Antje Heisler warf dem angehenden Bauingenieur ein Sofakissen an den Kopf.
»Nein, nein, so soll es doch auch nicht sein.« Er ging zu ihr, nahm sie in die Arme und setzte einlenkend hinzu: »Wir werden eine gute Lösung finden, ganz bestimmt. Wann soll das Kleine denn zur Welt kommen?«
»Anfang August. Das ist gut, dann habe ich Semesterferien.«
»Du willst wirklich mit dem Studium anfangen?«
»Natürlich.Sie stieß ihn von sich, setzte sich auf das Bett und schluchzte: »Konntest du nicht aufpassen? Wir können kein Kind gebrauchen. Es ist wie ein Klotz am Bein. Das hat meine Oma auch immer gesagt.«
Martin wehrte sich und schimpfte: »Du hättest auch aufpassen können, hast wahrscheinlich die Pille vergessen.«
»Ja, habe ich«, räumte sie verlegen ein. »Aber gegenseitige Vorwürfe nützen nichts. Ich habe da von einer kirchlichen Einrichtung gehört, die Babys an Ehepaare vermitteln, die selbst kein Kind haben können. Es wäre eine Möglichkeit, das Kleine gut los zu werden. Die andere wäre, dass deine Eltern das Kind doch nehmen.«
»Meine Eltern werden sagen, dass wir heiraten sollen und du so lange zu Hause bleibst, bis unser Kind aus dem Gröbsten heraus ist. Meine Mutter hat es seinerzeit mit mir auch so gehalten.«
»Das sind ja Ansichten wie vor zweihundert Jahren«, pfiff sie ihn an. »Bleib du doch zu Hause. Du bist genauso verantwortlich wie ich.«
»Zum Donnerwetter noch mal!«, fluchte er. »Mit dir kann man überhaupt nicht reden.«
»Mit dir auch nicht. Such dir eine, die genauso denkt wie du.« Sie griff nach Tasche und Jacke, verließ den Raum und knallte die Tür hinter sich zu.
Martin schaute ihr wütend nach. Er verstand sie nicht. Es war von der Natur nun einmal so eingerichtet, dass die Frauen die Kinder bekamen. Da musste sie aus dieser so ganz natürlichen Sache doch kein Drama machen. Ja, wenn er nicht zu ihr halten oder das Baby ablehnen würde, dann würde er ihre Bedenken verstehen können. Aber so war es doch nicht. Er wollte und würde dem Kleinen ein guter Vater sein. Und sie würde sich bestimmt bald beruhigen – und einsehen, dass er recht hatte.
Am Wochenende darauf fuhr er zu seinen Eltern, um sich dort Rat und Hilfe zu holen.
*
»Antje bekommt also ein Kind«, wiederholte Gerhard Rossbach das Geständnis seines Sohnes. »Dann kann man euch ja nur noch beglückwünschen. Wann wird denn geheiratet?«
»Wahrscheinlich gar nicht«, erwiderte Martin verbissen. »Sie will auch das Kind nicht haben.«
»Warum denn nicht?«
»Weil sie ab Oktober einen Studienplatz hat.«
»Den braucht sie jetzt nicht mehr. Es reicht, wenn sie eine ordentliche Mutter und Hausfrau ist.«
»Aber Gerhard, so denkt heute kaum noch jemand«, wandte seine neben ihm sitzende Frau mahnend ein. »Die jungen Frauen wollen arbeiten gehen, und dazu gehört eine möglichst gute Ausbildung.«
»Ja, ja, ich weiß. Kinder haben im Leben dieser Damen dann keinen Platz mehr.«
Anna Rossbach lächelte unwillkürlich. In familiärer Hinsicht hatte der Fortschritt einen großen Bogen um ihren Ehemann gemacht. Laut sagte sie jedoch nur: »Antje ist ein sehr kluges und fleißiges Mädchen. Es wäre doch jammerschade, wenn sie keinen Beruf haben würde. Sie wird auch nicht von ihrem Mann abhängig sein wollen.«
»Sie kann doch etwas lernen, später.« Das kam von Martin, ziemlich betreten übrigens, denn ihm war inzwischen klar geworden, wann dieses »Später« möglicherweise sein würde.
Seine Mutter sprach aus, was er dachte, nämlich: »Dann ist sie mindestens dreißig. Meint ihr beide, sie fängt dann noch einmal mit einem Studium an?«
Die Männer zuckten mit den Schultern, schwiegen und waren ratlos.
Gerhard Rossbach murmelte schließlich mit einer gewissen Verlegenheit: »Ein Kind sollte man besser nach der Ausbildung bekommen.«
»Natürlich sollte man das. Aber nun ist es eben schon vorher passiert. Und nun wissen wir nicht weiter.« Seine Frau lächelte seltsam und sagte dann noch: »Antje hat, soweit ich es weiß, außer uns niemanden, der sie unterstützen könnte. Deshalb müssen wir darüber nachdenken, was wir tun können.«
»Das Kind ist ja noch nicht da«, meinte Martin nach einer Weile weiteren Schweigens. »Es kann ja tagsüber auch in eine Kita gebracht werden.«
»In eine Kita? Kommt gar nicht infrage.«
»Warum denn nicht, Papa? Da gehen viele Kinder hin, und man kann froh sein, wenn man dort einen Platz bekommt.«
»Mein Enkelkind kommt nicht in eine Einrichtung, wo die Weiber nur herumsitzen und tratschen und kaum auf die Kinder achten.«
»Ganz so ist es nicht, mein lieber Mann. Aber darüber brauchen wir jetzt noch nicht zu sprechen. Das wäre ja auch nur der zweite Schritt. Zunächst einmal müssen wir verhindern, dass Antje die Schwangerschaft unterbrechen lässt.«
»Das wird sie nicht tun, sie will das Kind nur zur Adoption freigeben.«
»Das musst du ihr ausreden und zwar sofort.«
»Wie denn, Papa? Sie hat gesagt, sie macht das. Sie hat sich sogar schon erkundigt, wie so etwas durchzuführen ist. Oder ich nehme das Kind. Aber das geht doch auch nicht. Dann werde ich ja nie mit dem Studium fertig.«
»Aha. Antje soll verzichten, du, mein Sohn, bist aber zu keinem Zugeständnis bereit und willst weiterhin dein freies Studentenleben führen.«
»Doch, Mama, ich will mich schon kümmern«, hielt Martin dagegen, schränkte aber gleich wieder ein: »Soweit es mir möglich ist. Die Verantwortung muss natürlich bei Antje bleiben. Sie ist die Mutter und wird bestimmt noch lernen …«
»So kommen wir nicht weiter«, blaffte sein Vater dazwischen. »Du bist ja noch viel zu jung, um die
