Nele sucht den Osterhasen: Sophienlust - Die nächste Generation 83 – Familienroman
Von Simone Aigner
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Über dieses E-Book
Denise hat inzwischen aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle geformt, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt.
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.
"Kommst du? ", fragte Angelika Langenbach ungeduldig ihre jüngere Schwester Vicky, die noch damit beschäftigt war, ein buntes Band in ihre langen braunen Haare zu flechten. "Bin gleich soweit", nuschelte Vicky. Zwischen den Lippen hielt sie eine Klammer, mit der sie eine lose Strähne feststecken wollte. "Wenn du nicht vorwärts machst, verpassen wir den Bus", drängelte Angelika. "Fertig", versicherte Vicky und sprang von ihrem Schreibtischstuhl auf. Der ovale Frisierspiegel, der auf der Arbeitsplatte stand, fiel um. "Mann", stöhnte Angelika. Vicky stellte den Spiegel wieder auf. "Nichts passiert", sagte sie lachend. Kopfschüttelnd wartete Angelika ab, bis die kleine Schwester vor ihr das gemeinsame Zimmer verlassen hatte, das sie im Kinderheim Sophienlust bewohnten. Sie eilten den Flur entlang und liefen die breite Treppe hinunter, die zur Eingangshalle führte. Von der Halle gingen viele Türen ab. Eben öffnete sich eine davon und Dominik von Wellentin-Schoenecker, der Eigentümer des Kinderheims, kam aus seinem Büro. "Hallo Nick! ", riefen die Schwestern nahezu gleichzeitig. "Hallo Angelika, hallo Vicky. Ihr habt es ja eilig", sagte Nick freundlich. "Ja, wir wollen zu Saskia. Sie feiert heute ihren 14.
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Buchvorschau
Nele sucht den Osterhasen - Simone Aigner
Sophienlust - Die nächste Generation
– 83 –
Nele sucht den Osterhasen
Unveröffentlichter Roman
Simone Aigner
„Kommst du?", fragte Angelika Langenbach ungeduldig ihre jüngere Schwester Vicky, die noch damit beschäftigt war, ein buntes Band in ihre langen braunen Haare zu flechten.
„Bin gleich soweit", nuschelte Vicky. Zwischen den Lippen hielt sie eine Klammer, mit der sie eine lose Strähne feststecken wollte.
„Wenn du nicht vorwärts machst, verpassen wir den Bus", drängelte Angelika.
„Fertig", versicherte Vicky und sprang von ihrem Schreibtischstuhl auf. Der ovale Frisierspiegel, der auf der Arbeitsplatte stand, fiel um.
„Mann", stöhnte Angelika. Vicky stellte den Spiegel wieder auf.
„Nichts passiert", sagte sie lachend. Kopfschüttelnd wartete Angelika ab, bis die kleine Schwester vor ihr das gemeinsame Zimmer verlassen hatte, das sie im Kinderheim Sophienlust bewohnten. Sie eilten den Flur entlang und liefen die breite Treppe hinunter, die zur Eingangshalle führte. Von der Halle gingen viele Türen ab. Eben öffnete sich eine davon und Dominik von Wellentin-Schoenecker, der Eigentümer des Kinderheims, kam aus seinem Büro.
„Hallo Nick!", riefen die Schwestern nahezu gleichzeitig.
„Hallo Angelika, hallo Vicky. Ihr habt es ja eilig", sagte Nick freundlich.
„Ja, wir wollen zu Saskia. Sie feiert heute ihren 14. Geburtstag und wir machen eine Schnitzeljagd", verkündete Vicky aufgeregt.
„Dann wünsche ich euch viel Spaß. Seid ihr zum Abendessen zurück?", erkundigte sich Nick.
„Nein. Tante Isi hat erlaubt, dass wir erst um acht Uhr wieder hier sein müssen", sagte Angelika. Nick lächelte.
„Ihr seid ja auch schon ziemlich groß", stimmte er zu. Vicky strahlte und reckte die Nase ein Stückchen höher. Sie war mit ihren zwölf Jahren zwei Jahre jünger als ihre Schwester, und umso stolzer darauf, dass auch sie auf Saskias Geburtstag eingeladen war.
„Bis später, Nick", sagte Angelika. Vicky schloss sich dem Abschiedsgruß an.
„Habt einen schönen Nachmittag", erwiderte Nick.
Die Schwestern verließen das Haus und eilten die Freitreppe zum Vorplatz von Sophienlust hinunter. Um das Kinderheim erstreckte sich ein weitläufiger Garten, der an einen Park erinnerte. Es gab viele Spielplätze und eine breite Zufahrt. Durch ein zweiflügeliges Tor, das immer offenstand, kam man nach draußen.
„Mensch, Angelika! Ich hör schon den Bus." Vicky fing an zu rennen. Angelika folgte ihr. Außer Atem erreichten die Schwestern die Bushaltestelle, die nur fünfzig Meter vom Zugangstor zu Sophienlust entfernt lag.
Der Fahrer, der sie kannte, weil er die Tour häufig fuhr, lächelte ihnen zu, warf einen flüchtigen Blick auf ihre Schüler-Monatskarten und schloss die Türen. Schwer atmend ließen sich die Mädchen auf zwei Plätze nebeneinander fallen.
„Wegen dir kommen wir jetzt zu spät", sagte Angelika mit unbewegter Miene.
„Was?" Entgeistert sah Vicky ihre Schwester an. Angelika knuffte sie in die Seite und fing an zu lachen.
„War nur Spaß. Oder glaubst du, wir wären schneller bei Saskia, wenn wir schon fünf Minuten an der Haltestelle gewartet hätten?"
Nun musste auch Vicky lachen.
Wenige Minuten später stiegen sie wieder aus. Saskia Hemberger wohnte mit ihrem Vater in einem Einfamilienhaus am Rand von Maibach.
Sie stand bereits im Kreis einiger Freudinnen im Garten vor dem Haus. Auch Saskias Vater Hannes war dabei. Freudig begrüßten sich die Mädchen.
„So, Mädels. Ich denke, wir sind vollzählig, sagte Hannes. „Wir bilden jetzt zwei Gruppen. Der Weg geht da entlang.
Er deutete zur Straße. „Achtet auf die Hinweise. Es gibt mehrere Stationen, an denen ihr Rätsel findet, die gelöst werden müssen um voranzukommen. Am Ziel ist ein Schatz versteckt."
„Ein richtiger Schatz?", rief Tilda, die schwarze, sehr kurz geschnittene Haare hatte. Vicky stellte fest, dass Tilda rosa Lippenstift trug. Das sah toll aus, so richtig erwachsen. Sie beschloss sich von ihrem Taschengeld demnächst auch einen zu kaufen.
„Nun ja, lasst euch einfach überraschen. Gewonnen hat, wer zuerst am Ziel ist und den Schatz gefunden hat", sagte Hannes und schmunzelte.
„Du bleibst aber hier, Papa, oder?", erkundigte sich Saskia besorgt.
„Natürlich. Oder soll ich mitkommen und auf euch aufpassen?"
„Bloß nicht!, rief Saskia und lachte erleichtert. „Vicky, Angelika, wir gehen zusammen. Tilda, du gehst mit Mona und Suse.
Unter freudigem Geplauder machten sich die Mädchen auf den Weg.
*
„Hier! Dort vorne seh’ ich einen Zettel", rief Saskia eine halbe Stunde später aufgeregt und zeigte auf eine rot gestrichene Bank am Waldrand, von der schon die Farbe abblätterte. Vicky eilte an der Freundin und ihrer Schwester vorbei. Der Zettel war mit einem Bindfaden an eine Querstrebe der Rückenlehne gebunden. Sekunden später saßen die drei Mädchen auf der Bank und steckten die Köpfe zusammen. Vicky hatte den Zettel entfaltet.
Gehe zwanzig Schritte. Suche den nächsten Hinweis. Achte auf den Pfeil.
„Zwanzig Schritte, das ist ganz einfach", rief Vicky und sprang auf.
„Und in welche Richtung?", fragte Saskia.
„Wahrscheinlich von hier aus in den Wald, sagte Angelika. „Schaut, da ist ein Weg!
„Das ist kein Weg. Höchstens ein Pfad, wandte Saskia ein. Die Vorstellung in den Wald zu laufen, gefiel ihr nicht. Sie fand es immer ein wenig gruselig, zwischen den hohen Bäumen. „Vielleicht sollen wir nur am Waldrand entlanglaufen. Hier ist das Gras niedergetreten, das sieht auch nach einem Weg aus.
„Glaub ich nicht, das wäre zu einfach", überlegte Vicky.
„Egal, wir versuchen es erstmal im Wald", sagte Angelika entschieden.
„Genau. Vicky sprang auf. „Ich geh’ vor
, verkündete sie. Saskia gab sich geschlagen. Immerhin waren sie zu dritt und ihr Vater, der die Hinweise zur Schnitzeljagd gelegt hatte, hatte nur zwanzig Schritte notiert. Das war nicht weit. Bestimmt war der nächste Anhaltspunkt rasch gefunden und sie konnten wieder raus aus dem Wald.
„Du machst die Schritte viel zu groß", kritisierte Angelika ihre Schwester, die vor ihr lief.
„Hier ist der Pfeil", rief Saskia erleichtert, die als Letzte kam. Sie zeigte auf ein paar Äste, die am Waldboden lagen. Mit ein wenig Fantasie konnte man glauben, sie wären in Form eines Pfeils angeordnet.
„Niemals, protestierte Angelika. „Die Zweige liegen zufällig so da. Außerdem sind wir erst fünfzehn Schritte gelaufen. Seht mal, dort vorne auf dem Stein. Der Tannenzapfen könnte auch ein Hinweis sein.
Sie eilte an Vicky vorbei. Saskia unterdrückte ein Seufzen. Sie hätte ihren Vater bitten sollen, keine Spuren in den Wald zu legen. Sie war selbst schuld. Sie hatte ihm nie erzählt, dass es sie alleine zwischen den Bäumen gruselte. Dazu hatte es auch noch nie einen Anlass gegeben, denn üblicherweise gab es für sie keinen Grund ohne seine Begleitung in den Forst zu gehen.
„Das ist auch kein Pfeil, erklärte Vicky. „Ich glaube, wir müssen noch ein Stück weiter.
Sie standen um den abgeflachten felsbrockenartigen Stein, auf dem ein Tannenzapfen lag.
„Aber die zwanzig Schritte haben wir", erinnerte Saskia. Auf keinen Fall wollte sie sich weiter ins Gehölz vorwagen. Am Ende fanden sie den Rückweg nicht mehr.
„Okay, wir suchen von hier aus den Pfeil. Vicky du guckst dich in der Richtung um, Saskia, du hier und ich da", übernahm Angelika das Kommando.
Saskia gab keine Antwort und rührte sich auch nicht von der Stelle. Von ihrem Platz aus sah sie konzentriert zwischen die Baumstämme und plötzlich glaubte sie, einen Hieb in den Magen zu bekommen. Der Busch dort hinten bewegte sich. Eindeutig, es versteckte sich jemand in den Zweigen.
„Vicky, Angelika", krächzte sie. Ihre Knie zitterten.
„Was ist?" Angelika wandte sich ihr zu.
„Dort hinten. Da ist wer." Sie konnte nur noch flüstern. Eiskalt lief es über ihren Rücken. Wer sich verbarg, hatte meist nichts Gutes im Sinn, oder?
„Wer? Wo?" Nun hörte sich auch Angelika beklommen an. Sie kam zu ihr. Unter ihren Schritten knackten Zweige und das Laub raschelte. Konnte sie nicht leiser auftreten? Saskia spürte kalten Schweiß im Nacken.
„Dort", wisperte sie und starrte in den Wald. Sie glaubte, unterdrückten Atem zu hören. Saskia streckte die Hand aus und klammerte sich an Angelikas Arm. Aus dem Gebüsch kam ein Geräusch, ähnlich einem Niesen. Angelika entwand sich ihrem Griff.
„Ich seh’ da jetzt nach", sagte sie entschlossen. Saskia presste die verschränkten Arme vor die Brust. Wie war sie nur auf die dumme Idee gekommen, eine Schnitzeljagd machen zu wollen!
*
Angelika näherte sich vorsichtig dem Busch, dessen Zweige sich immer wieder bewegten, obwohl es im Wald völlig windstill war. Ein bisschen mulmig war ihr schon auch, doch so ein Angsthase wie Saskia war sie nicht. Vielleicht fand sie im Gebüsch ein ausgesetztes Tierchen? Ein paar kleine Kätzchen? Manche Menschen hatten so gar kein Herz für Tiere und überließen sie einem ungewissen Schicksal. Das konnte sie überhaupt nicht verstehen. Hinter dem Busch musste keine Gefahr lauern, redete Angelika sich gut zu. Je näher sie dem Gesträuch kam, umso mehr meinte sie, dahinter etwas Rotes und etwas Weißes zu sehen. Ein Tier war das nicht. Behutsam bog sie die Zweige auseinander. Am Waldboden saß ein kleines Mädchen, mit rotem T-Shirt und weißem Röckchen, den Kopf auf die Knie
