Denise erfüllt ein Vermächtnis: Sophienlust 469 – Familienroman
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Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.
Denise von Wellentin brachte ihren kleinen Koffer zum Wagen. »Dürfen wir wirklich nicht mitfahren, Mutti?«, fragte Dominik enttäuscht. »Sei vernünftig, Nick!«, bat sie. »Ich habe Dringendes zu erledigen, dabei kann ich euch nicht brauchen. Ich bleib' ja nur ein paar Tage weg.« »Ein paar Tage sind eine lange Zeit. Wir wollten uns doch nie mehr trennen, Mutti!« »Du willst ja auch, dass Susanne zu uns kommt, und deswegen muss ich verreisen.« Denise konnte Nick nicht erklären, warum diese Reise so wichtig war. Er durfte vorläufig nicht erfahren, dass die kleine Susanne, um die es ging, noch einen Vater besaß. Denise aber brauchte dessen Einwilligung, wenn sie Susanne aus dem Kinderheim »Haus Bernadette« zu sich nach Gut Sophienlust holen wollte. »Du hast doch bestimmt keine Sehnsucht nach Madame Merlinde«, versuchte Denise ihren Sohn abzulenken. Nein, die hatte er nicht. Nick erinnerte sich nicht gern an die Zeit, die er selbst im Haus Bernadette verbracht hatte. Hier in Sophienlust war es viel schöner. Hier war er richtig zu Hause, denn er war der Erbe seiner Urgroßmutter, und hier konnte er auch mit seiner geliebten Mutti beisammen sein, die er so sehr vermisst hatte, als sie noch ihrem Beruf nachgehen musste.
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Buchvorschau
Denise erfüllt ein Vermächtnis - Patricia Vandenberg
Sophienlust
– 469 –
Denise erfüllt ein Vermächtnis
Patricia Vandenberg
Denise erfüllt ein Vermächtnis
Sie holt die mutterlose Susi nach Sophienlust
Roman von Patricia Vandenberg
Denise von Wellentin brachte ihren kleinen Koffer zum Wagen. »Dürfen wir wirklich nicht mitfahren, Mutti?«, fragte Dominik enttäuscht.
»Sei vernünftig, Nick!«, bat sie. »Ich habe Dringendes zu erledigen, dabei kann ich euch nicht brauchen. Ich bleib’ ja nur ein paar Tage weg.«
»Ein paar Tage sind eine lange Zeit. Wir wollten uns doch nie mehr trennen, Mutti!«
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»Du hast doch bestimmt keine Sehnsucht nach Madame Merlinde«, versuchte Denise ihren Sohn abzulenken.
Nein, die hatte er nicht. Nick erinnerte sich nicht gern an die Zeit, die er selbst im Haus Bernadette verbracht hatte. Hier in Sophienlust war es viel schöner. Hier war er richtig zu Hause, denn er war der Erbe seiner Urgroßmutter, und hier konnte er auch mit seiner geliebten Mutti beisammen sein, die er so sehr vermisst hatte, als sie noch ihrem Beruf nachgehen musste.
»Komm, Nick!«, rief Claudia Rogers, Denises einzige Freundin und Vertraute einsamer Jahre, die mit ihr das Kinderheim »Sophienlust« leiten wollte. »Mario ist doch auch vernünftig.«
»Es ist ja auch keine Mutti, die wegfährt«, erklärte Nick bockig. Aber sofort fügte er verlegen hinzu: »So etwas darf ich nicht sagen, denn Mario soll nicht mehr daran erinnert werden, dass er keine Mutti und keinen Vati mehr hat.«
Denise strich ihm über das dichte dunkle Haar. »Siehst du, wie vernünftig du sein kannst, mein Liebling«, sagte sie zärtlich. »Ihr seid doch bei Claudia in guter Hut. Und Andrea wird euch auch besuchen.«
»Und auf unsere kleine Petra müssen wir ja auch aufpassen«, meinte Dominik nun sehr verständig. »Pass schön auf dich auf, Mutti, damit dir nichts passiert.«
»Ich passe schon auf, mein Liebling«, versprach sie. »Seid recht lieb zu Claudia, und stellt nichts an, damit ich mir keine Sorgen um euch machen muss!«
»Hoffentlich hast du Erfolg, Isi!«, raunte Claudia der Freundin noch zu, dann fuhr Denise davon, und alle winkten ihr einträchtig nach.
Ja, hoffentlich habe ich Erfolg, dachte Denise. Was sich wohl so ein Vater dabei vorgestellt hat, sein Kind einfach in ein Heim zu geben und sich dann nicht mehr darum zu kümmern. Aber sie durfte nicht ungerecht sein, denn sie kannte ihn nicht und ebensowenig die Beweggründe seines Handelns. Für sie ging es vor allem um die kleine Susanne, an die sich Dominik im Haus Bernadette so besonders innig angeschlossen hatte. Denn Denise wusste um das Leid eines Kindes, das niemanden besaß, der sich um es kümmerte. Das wenigstens hatte sie ihrem kleinen Sohn ersparen können.
Sie hatte immer so viel verdient, dass sie für Nick sorgen konnte. Aber erst Sophie von Wellentins Vermächtnis hatte sie aller Sorgen enthoben. Der kleine Dominik war ein reicher Erbe geworden, und sie war entschlossen, dieses Erbe im besten Sinne zu verwalten und möglichst vielen Kindern, die Elternliebe entbehren mussten, ein Heim zu geben.
*
Vor einem modernen Wohnhaus in Innsbruck hielt ein Taxi. Ihm entstieg ein schlanker blonder Mann mit tiefgebräuntem Gesicht. Schnell eilte er auf das Haus zu und stieg in den Lift, der ihn zum vierten Stockwerk hinauftrug.
Eine hübsche Frau mit rotbraunem Haar öffnete ihm dort die Tür.
»Endlich, Günther!«, rief sie. »Ich warte sehnlichst. Du wolltest doch schon vor zwei Tagen kommen.«
Er betrachtete sie abschätzend und erwiderte ihre Umarmung nicht. Musste sie ihn gleich mit einem Vorwurf empfangen, wenn er, müde von dem langen Flug, kam? Anstrengende Wochen lagen hinter ihm. Der Kuss, den sie ihm jetzt gab, konnte seine Enttäuschung nicht auslöschen.
»Nun, wie gefällt dir die Wohnung?«, fragte sie. »Hübsch, nicht wahr? Ich habe nicht gespart, es war alles sehr teuer, und Schulden musste ich leider auch machen. Aber jetzt hast du ja eine phantastische Stellung und wirst es mir nicht übelnehmen. Nun können wir endlich heiraten.«
»Ja, Uschi«, erwiderte er müde. »Jetzt habe ich eine phantastische Stellung, und deswegen musste ich auch zwei Tage länger in Johannesburg bleiben. Vielleicht werde ich für immer dorthin gehen.«
»Wir«, verbesserte sie. »Vergiss mich nicht dabei! Nun, immerhin wäre es dann schade, dass wir die Wohnung hier erst eingerichtet haben.«
»Du hast sie eingerichtet. Mir wäre es damit nicht so eilig gewesen«, erwiderte er unwillig.
»Du konntest doch nicht mehr in diesem scheußlichen Loch hausen«, meinte sie vorwurfsvoll. »Schließlich bist du deiner neuen Stellung auch einiges schuldig. Was soll man von dir denken, wenn du in einem möblierten Zimmer wohnst? Doktor Günther Berkin, Leiter der Exportabteilung eines Weltkonzerns.«
»Hast du das Geld für Susanne pünktlich überwiesen?«, lenkte er unvermittelt ab.
»Natürlich«, erwiderte sie leichthin. »Ich glaube gar, dir ist diese Sache wichtiger als ich.«
Er ließ sich erschöpft in einen Sessel sinken. Der Klimawechsel machte ihm zu schaffen. Zudem hatte er sich sehr verausgabt während dieser Reise, die so ungeheuer wichtig für seine künftige Position war. Gut, er hatte erreicht, was er sich vorgenommen hatte, aber jetzt wollte er ein paar Stunden Ruhe haben.
Ursula Rinke war damit nicht einverstanden. Sie gehörte zu jenen Frauen, die stets zuerst an sich und ihre eigenen Interessen denken. Günther Berkin war auch erst interessant für sie geworden, als er aus einer untergeordneten und schlechtbezahlten Stellung zu dieser Position aufgestiegen war, die er heute besaß. Deshalb hatte sie auch vor, ihn zu heiraten, wenngleich sie manches an ihm auszusetzen hatte. Vor allem war da dieses Kind, Susanne, für das er monatlich mehr Geld aufgewendet hatte, als er lange Zeit für sich selbst ausgeben konnte.
Über dieses Kind musste sie unbedingt bald mit ihm sprechen. Aber sie musste es möglichst diplomatisch beginnen, denn gerade in dieser Beziehung war er überaus empfindlich.
Doch dann fing er selbst davon an.
»Ich habe mir meine Gedanken gemacht, Uschi«, begann er zögernd. »Wenn wir heiraten, könnten wir Susanne eigentlich zu uns nehmen. Es muss doch für ein Kind schrecklich sein, bei fremden Menschen aufzuwachsen.«
Das war nun etwas, was sie am allerwenigsten hören wollte. Für einen Augenblick ließ sie ihre liebenswürdige Maske fallen. Diesmal sah er es, und ihn schauderte.
Er war gerecht genug, sich selbst einzugestehen, dass er sich nicht gerade wie ein guter Vater verhalten hatte, aber was der Anlass dazu war, konnte nur derjenige ermessen, der ihn kannte und die Vorgeschichte.
»Aber sie weiß ja nicht einmal, dass sie einen Vater hat«, sagte sie ärgerlich. »Du hast es mir selbst gesagt, Günther. Diese Idee ist so absurd, dass wir gar nicht darüber zu sprechen brauchen.«
»Wieso ist es absurd, wenn sich ein Vater darauf besinnt, dass er nicht nur eine finanzielle Schuld abzutragen hat, sondern auch eine menschliche?«, fragte er. Alle Müdigkeit war plötzlich von ihm abgefallen.
»Wir wollen doch heiraten«, erwiderte sie gereizt. Seine Worte hatte sie fast in Panik versetzt, und zudem bekam sie es auch aus ganz bestimmten Gründen noch mit der Angst, denn schon seit Monaten hatte sie das für Susanne bestimmte Geld nicht mehr überwiesen, sondern für sich selbst verbraucht. Wenn das jetzt herauskam, musste sie seinen Zorn fürchten. Sie hatte es so geschickt arrangiert, dass er gar nicht darauf hätte kommen können, aber sie hatte sein persönliches Interesse an dem Kind, das ihr völlig überraschend kam, dabei nicht einkalkuliert.
Günther Berkin hatte sich erhoben und ging im Zimmer auf und ab.
»Setz dich doch, du machst mich nervös«, fuhr sie ihn an.
»Ja, du bist nervös«, stellte er fest. »Warum? Du bist doch eine Frau und müsstest eigentlich Verständnis für das Kind haben, wenn du mich liebst.«
»Erwartest du tatsächlich Verständnis für ein fremdes Kind von mir?«, gab sie
