Glück in Kinderaugen: Mami Bestseller 12 – Familienroman
Von Gisela Reutling
()
Über dieses E-Book
Mami ist als Familienroman-Reihe erfolgreich wie keine andere! Seit über 40 Jahren ist Mami die erfolgreichste Mutter-Kind-Reihe auf dem deutschen Markt!
»Du liebst ihn immer noch«, stellte Bruno Meinrad fest. Dabei sah er prüfend in das Gesicht seiner Tochter, das abgespannt wirkte und doch wie von einer inneren Erregung gekennzeichnet war. »Nein, Vater, wo denkst du hin!« Mit einer nervösen Bewegung strich sich Cornelia über das Haar. »Das ist doch längst aus und vorbei.« Sie wandte sich beiseite, um dem durchdringenden Blick zu entgehen, der auf ihr ruhte. »Warum regt es dich dann so auf, dass du Dieter Markgraf wiedergesehen hast?«, fragte Bruno Meinrad trocken. »Es kam so überraschend – plötzlich stand er vor mir«, murmelte Cornelia abgerissen. »Und was sagte er?« »Nichts Besonderes«, antwortete Cornelia achselzuckend. »Hallo, wie geht es dir, du siehst gut aus … Ja, er redete, als wären nicht drei Jahre vergangen, sondern als hätten wir uns vorige Woche oder vorigen Monat zuletzt gesehen. Und eher beiläufig teilte er mir mit, dass er sich hier als Internist niederlassen würde.« »So ist das.« Bruno Meinrad nickte nachdenklich. Das war es wohl, was ihr zu schaffen machte. Wie froh war sie damals gewesen, dass er nach Norddeutschland gegangen war und damit eine beträchtliche Entfernung zwischen ihnen lag.
Andere Titel in Glück in Kinderaugen Reihe ( 17 )
Ich habe ja Kitty: Mami Bestseller 13 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGlück in Kinderaugen: Mami Bestseller 12 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAnders als andere Kinder: Mami Bestseller 14 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWir holen uns das Glück zurück!: Mami Bestseller 17 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMeine süße kleine Fee: Mami Bestseller 64 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEinmal gab ich dich her: Mami Bestseller 22 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAuch ein Lausbub braucht viel Liebe: Mami Bestseller 59 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTurbulente Ferien: Mami Bestseller 32 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTim macht das schon: Mami Bestseller 52 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMeine süße kleine Fee: Mami Bestseller 63 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie heimliche Liebe: Mami Bestseller 48 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMirko - das Kind aus der Fremde: Mami Bestseller 91 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFolg' nur deinem Herzen: Mami Bestseller 66 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch stehe zu meinem Wort: Mami Bestseller 76 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKinder auf dem Land: Mami Bestseller 95 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDann ist endlich Hochzeit: Mami Bestseller 88 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKleine Mädchen – große Pläne: Mami Bestseller 99 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Mehr von Gisela Reutling lesen
Ähnlich wie Glück in Kinderaugen
Titel in dieser Serie (17)
Ich habe ja Kitty: Mami Bestseller 13 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGlück in Kinderaugen: Mami Bestseller 12 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAnders als andere Kinder: Mami Bestseller 14 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWir holen uns das Glück zurück!: Mami Bestseller 17 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMeine süße kleine Fee: Mami Bestseller 64 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEinmal gab ich dich her: Mami Bestseller 22 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAuch ein Lausbub braucht viel Liebe: Mami Bestseller 59 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTurbulente Ferien: Mami Bestseller 32 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTim macht das schon: Mami Bestseller 52 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMeine süße kleine Fee: Mami Bestseller 63 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie heimliche Liebe: Mami Bestseller 48 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMirko - das Kind aus der Fremde: Mami Bestseller 91 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFolg' nur deinem Herzen: Mami Bestseller 66 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch stehe zu meinem Wort: Mami Bestseller 76 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKinder auf dem Land: Mami Bestseller 95 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDann ist endlich Hochzeit: Mami Bestseller 88 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKleine Mädchen – große Pläne: Mami Bestseller 99 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnliche E-Books
Fast Perfekt Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAlarmstufe 1 in der Klinik: Kurfürstenklinik Bestseller 4 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSag mir nicht, was ich längst weiß: Dr. Norden Bestseller 415 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEs sollte das Ende einer Liebe sein: Dr. Norden 135 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEnttäuschte Gefühle: Der neue Sonnenwinkel 93 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIhre letzte Hoffnung: Dr. Norden: Dr. Norden Bestseller 407 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKann unsere Liebe Sünde sein?: Dr. Norden Bestseller 182 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDiagnose Liebeskummer: Die neue Praxis Dr. Norden 8 – Arztserie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKummer in seinem Herzen: Kurfürstenklinik 93 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Frau mit Charme und Stolz: Familie Dr. Norden - Neue Edition 9 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDem Leben neu geschenkt: Sophienlust Bestseller 35 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Haus am See: Der neue Sonnenwinkel 141 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Luft ist wie Champagner: Charmante Geschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Frau mit Charme und Stolz: Dr. Norden Bestseller 479 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Engel von Sophienlust: Sophienlust Bestseller 82 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAffäre J. und kein Ende: Dr. Norden Extra 196 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEiner wie keiner: Dr. Norden Extra 108 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNachts, wenn ich nicht schlafen kann: Dr. Norden Bestseller 540 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSie suchte Vergessen: Notarzt Dr. Winter 84 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSo viel Sehnsucht: Fünf Liebesgeschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKollege in Not: Kurfürstenklinik 99 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDas Ende einer großen Liebe?: Der neue Dr. Laurin 58 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLetzte Ausfahrt: Liebe: Der neue Dr. Laurin 29 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMissbraucht er mein Vertrauen?: Dr. Norden Bestseller 358 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDeutliche Zeichen: Dr. Norden 3 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTrotz allem – Zuversicht: Dr. Sonntag 15 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNachts, wenn ich nicht schlafen kann: Dr. Norden Extra 174 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIn der inneren Welt (Band 2): Eine neue Heimat im Reich von Agartha Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSie suchte Vergessen: Kurfürstenklinik 83 – Arztroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKindsleiche im Ofen: Authentische Kriminalfälle aus der DDR Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Romanzen für Sie
Josefine Mutzenbacher - Unzensierte Ausgabe: »Der mit Abstand beste deutschsprachige erotische Roman aller Zeiten« Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenUngeduld des Herzens: Roman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWild und ausgehungert Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRomana Gold Band 53 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDemons Everywhere I Look Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIhr Marine Master: Master Me, #3 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebesheirat nur zum Schein? Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Strand im Herz: Romantische Komödie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGeheimnisse der Sehnsucht: Milliardär Liebesromane: Die Assistentin des Milliardärs, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAm Südhang: Erzählung Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Eine gefährliche Frau: Ein Milliardär Liebesromane Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKüssen nach Rezept: Kurzroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHis Dad Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie verbotene Babysitterin: Ein Milliardär - Liebesroman: Nachtclub-Sünden, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPerfectly Wrong Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Gefangene des Fee: Die Gefangene des Fee, #1 Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Sexgeschichten: Ich will es hart Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Ein Milliardär für Cinderella? Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Fremdgeschwängert vom Kredithai: Cuckold Story Bewertung: 1 von 5 Sternen1/5Die Rettung des Dr. Marian: Das Vermächtnis der Marians, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMein zärtlicher Verführer: Die Rinucci Brüder 2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSei mein: Milliardär Liebesromane: Unwiderstehliche Brüder, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFalscher Bräutigam - wahre Liebe? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerlobt mit dem griechischen Playboy Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenCaptain Of Hell Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLoving the Boss: Milliardär Liebesroman: Fokus, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFeurige Rache, hauchzarte Küsse Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Rezensionen für Glück in Kinderaugen
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Glück in Kinderaugen - Gisela Reutling
Mami Bestseller
– 12 –
Glück in Kinderaugen
Für die kleine Heike ist die Welt wieder schön
Gisela Reutling
»Du liebst ihn immer noch«, stellte Bruno Meinrad fest. Dabei sah er prüfend in das Gesicht seiner Tochter, das abgespannt wirkte und doch wie von einer inneren Erregung gekennzeichnet war.
»Nein, Vater, wo denkst du hin!« Mit einer nervösen Bewegung strich sich Cornelia über das Haar. »Das ist doch längst aus und vorbei.« Sie wandte sich beiseite, um dem durchdringenden Blick zu entgehen, der auf ihr ruhte.
»Warum regt es dich dann so auf, dass du Dieter Markgraf wiedergesehen hast?«, fragte Bruno Meinrad trocken.
»Es kam so überraschend – plötzlich stand er vor mir«, murmelte Cornelia abgerissen.
»Und was sagte er?«
»Nichts Besonderes«, antwortete Cornelia achselzuckend. »Hallo, wie geht es dir, du siehst gut aus … Ja, er redete, als wären nicht drei Jahre vergangen, sondern als hätten wir uns vorige Woche oder vorigen Monat zuletzt gesehen. Und eher beiläufig teilte er mir mit, dass er sich hier als Internist niederlassen würde.«
»So ist das.« Bruno Meinrad nickte nachdenklich. Das war es wohl, was ihr zu schaffen machte. Wie froh war sie damals gewesen, dass er nach Norddeutschland gegangen war und damit eine beträchtliche Entfernung zwischen ihnen lag. Und sie sollte ihm nicht erzählen, dass es vorbei war. Trotzdem sagte er, wie um sie zu beschwichtigen: »Die Stadt ist groß genug, dass ihr euch nicht dauernd in die Arme laufen müsst, Cornelia.«
»Natürlich.« Cornelia bezwang sich, sie bemühte sich sogar um ein Lächeln. »Es hat mich nur im Moment aus dem Konzept gebracht. Im Grunde geht es mich überhaupt nichts an, wo er arbeitet und was er tut.« Es klang herb, und das schwache Lächeln stieg ihr auch nicht bis in die leicht umschatteten Augen.
»Dann ist es ja gut. – Übrigens … Markus hat angerufen«, lenkte er ab. »Er ist aus Norwegen zurück und wollte heute Abend mit dir ausgehen. Ich habe ihm gesagt, dass du Nachtdienst hast.« Als seine Tochter nur etwas apathisch nickte, trat er auf sie zu und legte ihr leicht die Hand auf die Schulter. »Leg dich jetzt hin, Cornelia, und versuch, etwas vorzuschlafen. Du siehst müde aus.«
»Ich laufe lieber ein Stück, Vater, das tut mir wohler«, meinte sie. »Danach kann ich mich immer noch eine Stunde ausruhen.«
Er stand am Fenster und sah ihr nach, als sie das Haus verließ. Sie hatte feste Schuhe angezogen zu ihrem sportlich-eleganten Kostüm, in dem sie in der Stadt gewesen war. Sonst trug sie oft Hosen, weil es praktischer für sie war. So oder so war sie eine hübsche Erscheinung, schlank und aufrecht, mit ihrem leichten, raschen Gang. Eine junge Frau, die man mit Wohlgefallen sah. Warum hatte sie nur kein Glück?
Kein Glück in der Liebe, schränkte der Vater ein. Beruflich war alles wie erwünscht verlaufen: Studium, Staatsexamen, promovierte Ärztin. Doch das war ihrer Begabung, ihrem Fleiß und ihrer Strebsamkeit zu verdanken. Zu einem erfüllten Frauenleben gehörte mehr.
Indessen lief Cornelia mit ausholenden Schritten zum Fluss, an dem sich die Auen entlangstreckten. Hier war es windiger als zwischen den Häusern, es wehte durch ihr Haar und kühlte ihre Stirn. Das frische junge Grün tat ihren Augen wohl. Allmählich besänftigte sich der unruhige Schlag ihres Herzens.
Du hast anscheinend nichts dazugelernt, hielt sie sich vor. Dieter braucht dich nur anzusehen mit seinen blauen Augen, mit diesem gewissen Lächeln, und schon ist es um dein Gleichgewicht geschehen. Es war wie ein Anprall gewesen …
Ja, gewiss, überlegte sie weiter, nur weil diese Begegnung so völlig unvermutet war, weil sie ihn weit weg wähnte, hatte es sie so getroffen. Sonst wäre sie bestimmt kühl und überlegen geblieben. Sie brauchte doch nur an die letzte schlimme Auseinandersetzung zu denken, die ihr Zusammenleben beendet hatte.
Zwei Jahre waren sie zusammen gewesen. Dieter war der Meinung, dass man zum Glücklichsein keinen Stempel vom Standesamt brauchte. Er wusste seinen Standpunkt so überzeugend zu vertreten, dass sie diesen zu dem ihrigen machte. Man brauchte sich nur umzusehen: Eine Partnerschaft ohne Trauschein war heutzutage nichts so Besonderes mehr. Wenn erst ein Kind kam, würde man sie ohnehin legalisieren. Doch das war vorläufig noch kein Thema für sie beide.
Vorausgegangen war ein schönes, ein wunderbares Jahr. Sie glaubten füreinander bestimmt zu sein. Jede Stunde ihrer knappen Freizeit, die sie gemeinsam verbrachten, wurde ihnen zu einem Fest.
Hätten sie es nur dabei belassen!
Aber welches liebende Paar wünscht sich nicht eines Tages die ständige Nähe des anderen. Besonders sie, Cornelia, war ganz sicher, dass der Alltag ihrer Liebe nichts von ihrem Glanz nehmen könnte. Wenn Dieter auch mehrfach beteuerte, dass er seine Freiheit brauchte – sie nickte nur lächelnd dazu. Sie hatte ja gar nicht die Absicht, ihm Fesseln anzulegen. Er würde schon häuslicher werden, wenn aus seiner geräumigen, mit kühler Sachlichkeit eingerichteten Junggesellenwohnung ein gemütliches Heim wurde.
Es war ein Irrtum. Dieter nutzte die sogenannte Freiheit, die er sich ausbedungen hatte, mehr aus, als ihr lieb sein konnte. Er fuhr allein zu wissenschaftlichen Kongressen, ging allein aus, ließ sich oft genug auch ohne die Partnerin einladen. Dass er dabei natürlich auch andere Frauen kennenlernte, die ihn genauso attraktiv fanden wie sie, blieb nicht aus.
Eine Weile nahm sie es hin, weil er gereizt reagierte, wenn sie den Mund auftat. Aber auf die Dauer war sie nicht bereit, sich ihm bedingungslos unterzuordnen. Es kam zu Auseinandersetzungen, die nur im Anfang in stürmischen Versöhnungen endeten. Doch sie bewirkten nicht viel, weil schließlich doch alles beim Alten blieb.
Es waren Jahre, in denen ihre Liebe allmählich verwelkt, an den Enttäuschungen erstickt war, die sie sich gegenseitig bereiteten.
Auch Dieter war enttäuscht von ihr, weil sie nicht das nachgiebige, still duldende Frauchen war, für das er sie wohl gehalten hatte. Er warf ihr mangelnde Toleranz vor, und mancher Streit hatte mit dem Satz begonnen: »Du hast es doch gewusst, dass ich mich nicht anbinden lasse!« Sie hatte den Verdacht, dass er eine Affäre mit einer anderen Frau hatte. Dieter stritt es ab. Es fielen böse, erbitterte Worte, mit denen sie sich verletzten. Dies war das Ende.
Es ist wohl besser, wir trennen uns, hatte Dieter mit steinernem Gesicht gesagt und sie hatte ihm tonlos zugestimmt.
Er hatte ein Angebot nach Hamburg angenommen, wollte nun dort seine fachliche Ausbildung zum Herzspezialisten beenden.
Cornelia sagte es sich hundertmal und mehr, dass dieser scharfe Schnitt richtig und unumgänglich gewesen war. Aber die Wunde war da, und sie heilte nur langsam.
Sie war wieder in ihr Elternhaus gezogen. Die Mutter war vor einigen Jahren gestorben, eine nette ältere Frau führte ihrem Vater den Haushalt. Bruno Meinrad war Architekt, er hatte sein Büro im Hause. Aber er überarbeitete sich nicht mehr. Die Verhältnisse erlaubten es dem inzwischen Vierundsechzigjährigen, nur noch gelegentlich einen Auftrag anzunehmen, an den er dann auch mit Freude heranging. Cornelia hatte eine sehr innige Beziehung zu ihm.
Ein Jahr später lernte sie Markus Springer kennen, den Juniorchef des Omnibus-Reisebüros Springer. Dort hatte sie eine Urlaubsreise per Bus und Schiff nach Südnorwegen gebucht. Der Vater hatte sie dazu gedrängt, es würde sie auf andere Gedanken bringen. Die Fjorde, die Gletscherwelt zu sehen, das war ein Erlebnis, wie er aus eigener Erfahrung wusste.
Er sollte recht behalten. Es löste sich wie ein Knoten in
