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Auf ewig - Ihre Polly
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eBook208 Seiten2 Stunden

Auf ewig - Ihre Polly

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Über dieses E-Book

Blutjung ist Lady Polly, als sie sich in den umschwärmten Henry Bunlon, Marquess of Hedingham, verliebt, und zu ihrer größten Glückseligkeit erwidert er ihre Gefühle aufrichtig. Doch als er vorschlägt, durchzubrennen, kann Polly es nicht über sich bringen, ihren Eltern diese Schmach anzutun. Das ist das Ende der zarten Liebe, die sie mit Henry verbindet. Seitdem ist kein Tag vergangen, an dem Polly nicht ihre Entscheidung bereut hat. Denn während sie auf dem besten Weg ist, mit ihren 23 Jahren eine alte Jungfer zu werden, muss sie aus der Ferne mit ansehen, wie Henry mit den schönsten Damen der Gesellschaft flirtet. Doch dann begegnen sie sich wieder. Und ein leidenschaftlicher Kuss verrät Polly, dass Henry noch genauso heftige Gefühle für sie empfindet wie sie für ihn...

SpracheDeutsch
HerausgeberCORA Verlag
Erscheinungsdatum3. Dez. 2012
ISBN9783954460250
Auf ewig - Ihre Polly
Autor

Nicola Cornick

Nicola Cornick liebt viele Dinge: Ihr Cottage und ihren Garten, ihre zwei kleinen Katzen, ihren Ehemann und das Schreiben. Schon während ihres Studiums hat Geschichte sie interessiert, weshalb sie sich auch in ihren Romanen historischen Themen widmet. Wenn Nicola gerade nicht an einer neuen Buchidee arbeitet, genießt sie es, durch die englische Landschaft zu spazieren. Sie freut sich über Leserzuschriften auf ihrer Webseite www.nicolacornick.co.uk.

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    Buchvorschau

    Auf ewig - Ihre Polly - Nicola Cornick

    Nicola Cornick

    Auf ewig - Ihre Polly

    IMPRESSUM

    Auf ewig - Ihre Polly erscheint in der Harlequin Enterprises GmbH

    Veröffentlicht im ePub Format im 12/2012 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.

    eBook-Produktion: readbox, Dortmund

    ISBN 978-3-95446-025-0

    Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.

    CORA Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.

    Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:

    ROMANA, BIANCA, BACCARA, TIFFANY, MYSTERY, MYLADY, HISTORICAL

    www.cora.de

    1. KAPITEL

    Du hast dich geweigert, Harlowe zu heiraten, weil du ihn nicht liebst, Appollonia? Sir Godfrey Orbison zog die buschigen Augenbrauen zusammen und starrte sein Mündel finster an. Was hat das zu bedeuten? Das wäre ja noch schöner, wenn man den vorgesehenen Ehepartner auch noch lieben sollte! Hauptsache ist, dass er der Erbe des Duke of Bellars ist. Folglich hat er dir bessere Lebensaussichten zu bieten, als du sie als mittellose ledige Frau hättest. Ja, noch dazu als ledige Frau, die rasch eine alte Jungfer zu werden droht!

    Bekümmert wedelte die Dowager Countess of Seagrave mit den Händen und sah die Tochter sich ein kleines Lächeln erlauben, das einen Moment lang deren tiefe Grübchen zum Vorschein brachte.

    Appollonia wusste, die schlechte Laune des Patenonkels würde nicht lange dauern, da es ihm nicht lag, jemandem anhaltend zu grollen, und außerdem hatte er sie so gern, dass sie meistens ihren Willen bekam. Die Tatsache jedoch, dass sie in dieser Saison bereits den fünften Verehrer und den neunzehnten infrage kommenden Heiratsantrag ihres Lebens abgelehnt hatte, strapazierte auch seine Geduld bis an ihre Grenzen. Und er war Pollys Vormund, zusammen mit ihrem Bruder. Als solcher konnte er ihr, wenn er das wollte, die Apanage streichen. In achtzehn Monaten würde sie fünfundzwanzig Jahre alt sein und dann die Verfügungsgewalt über ihr eigenes Vermögen haben. Der Onkel hatte die gesetzliche Handhabe, Polly zur mittellosen unverheirateten Frau zu machen, falls er sich dazu entscheiden sollte. Etwas Takt und Charme waren eindeutig vonnöten.

    Appollonia lächelte ihn gewinnend an. Seit Papa starb, warst du mir wie ein Vater, liebster Onkel, und ich danke dir für jeden deiner Ratschläge und deine Unterweisungen! Ich bin jedoch überzeugt, dass du nicht wirklich den Wunsch hast, ich möge Harlowe heiraten! Gewiss, er ist ein einigermaßen netter Mann, wenngleich ich ihn sterbenslangweilig finde. Der Stein des Anstoßes ist für mich seine Mutter! Wirklich! Sie hat ihren Sohn vollkommen unter ihrer Fuchtel und ist die gemeinste Frau …

    Pah! unterbrach Sir Godfrey.

    Zudem ist sie knauserig! warf Ihre Ladyschaft ein, eifrig die Sache ihrer Tochter zur eigenen machend. Wie ich hörte, hält Ihre Gnaden ihren ältesten Sohn ganz kurz, obwohl sie eigentlich keine Kontrolle über sein Vermögen ausüben kann! Und war nicht sie diejenige, die versucht hat, dich einzufangen, als du ein junger Mann warst, Godfrey? Wie ich mich erinnere, hat sie dir ziemlich heftig nachgestellt! In den Clubs wurde gewettet, dass sie sich mit dir vermählen würde!

    Augusta! Ja, bei Gott, das hatte ich ganz vergessen! Lästige Person, die sich mir dauernd aufgedrängt und allen Leuten erzählt hat, wir seien uns einig! Nun … Sir Godfrey seufzte schwer. … dann kommt die Verbindung mit dieser Familie nicht infrage. Du meine Güte! Augusta könnte das als zweite Chance betrachten, mich doch noch einzufangen!

    Das wäre nicht auszudenken! meinte Ihre Ladyschaft und lächelte gleichermaßen belustigt und erleichtert. Der Gedanke, die verwitwete Duchess of Bellars könne dem betagten Bruder nachstellen, amüsierte sie im Stillen sehr. Ihrer Erfahrung nach hatten Männer oft derartige Anfälle von Selbstüberschätzung.

    Gleichviel, Polly, fuhr Sir Godfrey fort, du weißt, so geht das nicht weiter! Neunzehn Bewerber um deine Hand, alles ehrenwerte Männer, und keiner von ihnen wurde deinen Erwartungen gerecht! Der Onkel räusperte sich, ganz darauf eingestellt, eine Moralpredigt zu halten. Ich dachte, du würdest Wycherley nehmen, nachdem er dir in dieser Saison einen Heiratsantrag gemacht hat … Verdammt … ähem! … verflixt albern, das nicht getan zu haben! Es gibt keinen besseren Mann in ganz London! Und ich weiß, dein Bruder war sehr ärgerlich, dass du Julian zurückgewiesen hast.

    Die Dowager Countess räusperte sich verhalten. Sie hatte das Unbehagen ihrer Tochter recht schnell bemerkt, denn deren helle Haut war über den Wangen gerötet, sodass sie nun plötzlich viel lebhafter und sehr viel hübscher aussah. So hatte Appollonia früher immer ausgesehen, wie die Mutter sich mit einem jähen Anflug von Bedauern erinnerte. Sie dachte an die Zeit vor fünf Jahren, als ihre Tochter noch eine strahlende, lebhafte Debütantin gewesen und nicht wie jetzt eine kühle, zurückhaltende junge Dame war, die den Ruf hatte, stolz und wählerisch zu sein. Die junge Appollonia war ein anziehendes Mädchen gewesen, das dank seiner schimmernden dunklen Haarfülle und den ausdrucksvollen braunen Augen viel Aufsehen erregt hatte. An Heiratsanträgen hatte es ihr nicht ermangelt, doch keiner der Bewerber schien ihren hochgeschraubten Erwartungen gerecht geworden zu sein. In fünf Jahren war es keinem Mann gelungen, sie von seinen Vorzügen zu überzeugen.

    Was Julian Morrish, den Earl of Wycherley, betraf, so war das in der Tat eine unglückliche Sache gewesen, die mehrere Wochen lang zu Unfrieden in der Familie geführt hatte, bis dann die Schwiegertochter sich bei ihrem Gatten dafür verwendet hatte, er möge der Schwester vergeben. Er war wütend darüber gewesen, dass Appollonia seinen besten Freund abgewiesen hatte. Jedermann wusste, dass Wycherley ein guter Mann war, bei dem hinsichtlich seines Ranges, Ansehens, Vermögens und Rufs keine Einwände erhoben werden konnten. Pollys Betragen hatte die Freundschaft zwischen Nicholas und Wycherley sehr belastet und die Beziehungen innerhalb der Familie noch stärker strapaziert.

    Nicholas’ jüngerer Bruder Peter war eines Morgens ins Frühstückszimmer gekommen und hatte geäußert, er würde sich lieber noch einmal den Franzosen bei Waterloo stellen, statt erneut die Zielscheibe für die schlechte Laune seines älteren Bruders und seiner Schwester abzugeben.

    Ich glaube, für Polly wäre es jetzt angebracht, sich ein wenig auszuruhen, Godfrey, sagte die Dowager Countess hastig, weil ihr nicht entging, dass die Tochter noch immer hochrot im Gesicht war. Wir müssen heute Abend zu Lady Phillips’ Redoute, und du weißt, wie schnell Polly neuerdings ermüdet. Polly, mein Liebling …

    Als Reaktion auf die bedeutungsvolle Kopfbewegung der Mutter stand Appollonia auf, drückte dem Onkel einen Kuss auf die schnauzbärtige Wange und verließ den Raum.

    Die Erwähnung des Fiaskos um den Antrag Wycherleys hatte sie in beträchtlichen Aufruhr versetzt, und sie lehnte sich, kaum dass sie die Eingangshalle betreten hatte, gegen eine der kühlen Marmorsäulen. Eine Träne stahl sich zwischen ihren geschlossenen Lidern hervor, und sie schluckte schwer, als sie plötzlich begriff, dass sie bei jeder Ablehnung eines Heiratsantrages in den vergangenen fünf Jahren unbewusst durch die Erinnerung an Henry Bunlon, den Marquess of Hedingham, beeinflusst worden war.

    Vor fünf Jahren, nach der Entfremdung zwischen ihr und dem Marquess, war sie sehr niedergeschlagen gewesen. Sie hatte sich ihres mangelnden Mutes und fehlenden Vertrauens wegen heftige Vorwürfe gemacht, da beides der Grund gewesen war, warum sie dem Vorschlag, mit Hedingham durchzubrennen, nicht zustimmen konnte. Die Mutter hatte ihr den Umgang mit dem berüchtigten Frauenhelden untersagt, von dem ihr damals während der Saison auf sehr taktvolle Weise der Hof gemacht worden war. Nie hatte er seine Grenzen überschritten, bis auf das eine Mal, nach einem Ball, als er sie in einem leeren Korridor abpasste, ihr seine Liebe erklärte und sie bat, mit ihm durchzubrennen und seine Gemahlin zu werden. Durch sein Ungestüm erschreckt, hatte sie ihn zurückgewiesen, ihre Entscheidung indes in den folgenden Jahren bitter bereut. Sie hatte stets den Eindruck gehabt, damals achtlos etwas fortgeworfen zu haben, das unendlich kostbar war, ohne wirklich zu begreifen, um was genau es sich handelte. Henry, ebenfalls mit Nicholas befreundet, hatte danach geschworen, sich ihr nie wieder zu nähern, und sie war von einem ihr gänzlich ungewohnten Gefühl der Verzweiflung erfasst worden.

    Sie war eine lange Zeit von der Erinnerung an Henrys Gesicht verfolgt worden, an seine versteinerte Miene, die offenkundige Verachtung für ihre Schwäche. Erst später, als sie älter und sich ihres Verlustes richtig bewusst geworden war, hatte sie begriffen, dass Hedinghams Liebe zu ihr reifer gewesen war als die mädchenhafte Leidenschaft, die sie für ihn zu empfinden geglaubt hatte. Sie war einfach nicht imstande gewesen, das ganze Ausmaß seiner Zuneigung für sie und die damit verbundenen Auswirkungen zu akzeptieren, unfähig, sich gegen ihre Familie aufzulehnen und mit Henry auf und davon zu gehen.

    Mit der Zeit war ihr Seelenschmerz geringer geworden, insbesondere, weil Hedingham die meiste Zeit nicht in London weilte und ihre Wege sich mehrere Jahre lang nicht kreuzten. Sie hörte jedoch viele Berichte über sein ausschweifendes Leben. Jedes Mal hatte ihr dann das Herz wehgetan, ganz so, als könne ein Teil von ihr nicht für immer auf Henry verzichten. Und dann waren im vergangenen Sommer ihre Gefühle für ihn wieder geweckt worden.

    In jenen Wochen hatte er sich in Suffolk aufgehalten, zur gleichen Zeit, als Appollonia mit ihrer Mutter und den Brüdern in Dillingham Court weilte. Es war unvermeidlich gewesen, sich in Gesellschaft wiederzusehen. Beide hatten sie versucht, sich gegenseitig so gut wie möglich auszuweichen. Zu ihrem Entsetzen hatte sie festgestellt, dass ihre kindliche Schwärmerei sich im Verlauf der Jahre in eine erschreckend starke Zuneigung verwandelt hatte, und da es ihr jetzt nicht mehr möglich war, sich mit ihm zu vermählen, wollte sie überhaupt nicht heiraten.

    Vom Portal herüberdringende Stimmen rissen sie aus den Gedanken. Sie sah die Schwägerin sich auf dem Treppenpodest von einem Paar verabschieden, eilte zu ihr und begrüßte sie. Oh, Lucille!, seufzte sie zufrieden. Ich bin so froh, dass du zurück bist! Wer waren diese Leute? Sie machten einen etwas exzentrischen Eindruck!

    Lucille lachte. Die Dame war Mrs Golightly, eine Freundin Miss Hannah Mores. Sie hat mir alles über ihre Arbeit in der Bettering-Gesellschaft erzählt, die sich bemüht, die Lebensumstände der Armen zu verbessern! Und der Herr ist Mr Cleymore, ein Dichter, der, wie ich glaube, für ziemlich gut gehalten wird. Ich begreife seine Werke jedoch nicht. Die beiden sind originell, aber sicher nicht ganz das, was als gesellschaftsfähig gilt.

    Ach, das ist doch unwichtig versetzte Appollonia beherzt. Eine der Eigenschaften, die sie besonders an Lucille mochte, war ihre Unbekümmertheit im Hinblick auf gesellschaftliche Vorschriften. Nicholas’ Frau freundete sich mit Menschen an, weil sie diese mochte, und wies selbst die hochrangigste Person, die es gewagt hatte, sie ob ihrer kuriosen Interessen zu kritisieren, in sanfter Form zurecht.

    Hast du Zeit, Tee mit mir zu trinken? erkundigte Appollonia sich hoffnungsvoll.

    Lucille maß die Schwägerin mit einem aufmerksamen Blick. Selbstverständlich, sagte sie dann. Medlyn, bringen Sie uns bitte den Tee in den Grünen Salon! Sie wandte sich wieder Appollonia zu. Was ist passiert, Polly? Du siehst so bedrückt aus. Oh! Ich weiß! Harlowe hat dir einen Heiratsantrag gemacht, den du abgelehnt hast! Und deine Mutter und dein Onkel sind jetzt furchtbar wütend auf dich!

    Ja, er hat mir eine Standpauke gehalten, gestand Appollonia kläglich, während sie mit Lucille zum Grünen Salon ging. Woher wusstest du, dass Harlowe sich mir erklären würde?

    Ich habe es geahnt, antwortete Lucille fröhlich. Und ich habe geargwöhnt, dass du ihn zurückweisen würdest. Der Einzige, der eine Chance hatte, von dir akzeptiert zu werden, war meiner Meinung nach Wycherley.

    Appollonia seufzte. Ich habe daran gedacht, ihn zu erhören, gab sie widerstrebend zu, denn ich mag ihn sehr und wäre gern eine Ehe eingegangen, die auf gegenseitigem Respekt und beiderseitiger Zuneigung beruht. Aber ich konnte mich nicht dazu überwinden, weil …

    Weil du immer noch Henry liebst, warf Lucille ein, setzte sich graziös in eine Bergère à joue und betrachtete die Schwägerin mit einer Mischung aus Mitleid und Belustigung.

    Appollonia spürte einen Anflug von Neid über die beiläufige Art, mit der Lucille den Marquess zu erwähnen imstande war, und suchte sich zu verteidigen. Um genau zu sein, bin ich nicht verliebt in ihn, aber …

    Die Tür wurde geöffnet, und Medlyn erschien mit dem Tee. Lucille schenkte ein und reichte der Schwägerin eine Tasse. Nachdem sie dem Butler gedankt und die Tür sich hinter ihm geschlossen hatte, wandte sie sich wieder an Appollonia.

    Ach, komm! Glaubst du, mich täuschen zu können? Es mag sein, dass es sich ursprünglich um eine jungmädchenhafte Schwärmerei für Henry gehandelt hat. Ich bin jedoch sicher, du hast inzwischen gemerkt, dass etwas viel Tieferes daraus geworden ist.

    Du hast nicht vergessen, was ich dir im Herbst in Dillingham Court erzählt habe, erwiderte Appollonia traurig. Ich war töricht in meinem Selbstmitleid! Aber durch deine Hochzeit habe ich mir leid getan, und ich bereute die Gelegenheit, die ich nicht genutzt hatte! Doch das alles ist lange her! Jetzt hat das keine Bewandtnis mehr!

    Ich mache mir Sorgen um dein Glück, Polly! All die von dir verschmähten Gentlemen waren so für dich geeignet! Sie nehmen die Zurückweisung durch dich nicht so leicht hin! Und was gedenkst du zu tun, falls du nicht heiratest?

    Appollonia zuckte mit den Schultern, eine Angewohnheit, die ihre Mutter ausgesprochen störend fand. Oh! Ich werde mich bilden und wohltätiger Arbeit widmen! Und sollte ich die Aufregungen der Saison in den kommenden Jahren vermissen, dann werde ich mich als Anstandsdame für Töchter reicher Bürger verdingen, die eine gute Partie machen wollen.

    Vernünftigerweise schenkte Lucille dem größten Teil dessen, was die Schwägerin äußerte, keinen Glauben. Meinst du, dass die Möglichkeit besteht, du und Henry könntet doch ein Paar werden? erkundigte sie sich behutsam. Er hat mir erzählt, dass er dich noch sehr schätzt.

    Heftig schüttelte Appollonia den Kopf. "Oh nein, Lucille! Das ist unmöglich! Du meine Güte! Ich bin sicher, er hat nur Verachtung für die Feigheit übrig,

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