Nur eine kleine Intrige: Fürstenkrone 219 – Adelsroman
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Über dieses E-Book
Romane aus dem Hochadel, die die Herzen der Leserinnen höherschlagen lassen. Wer möchte nicht wissen, welche geheimen Wünsche die Adelswelt bewegen? Die Leserschaft ist fasziniert und genießt "diese" Wirklichkeit.
"Fürstenkrone" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken.
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Rezensionen für Nur eine kleine Intrige
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Buchvorschau
Nur eine kleine Intrige - Liselotte Immenhof
Fürstenkrone
– 219 –
Nur eine kleine Intrige
Warum Simone den Grafen Manuel heiraten sollte...
Liselotte Immenhof
Leichtfüßig lief Prinzessin Teresa von Stackenburg die Treppe der Terrasse hinauf, die sich an der ganzen rückwärtigen Front des Hauptgebäudes von Schloß Stackenburg entlangzog.
Dunkles Haar umrahmte ein ovales Gesicht mit feinen, edel geschnittenen Zügen. Das jugendlich-frische Antlitz der Prinzessin wurde durch ein weiches Lächeln verschönt und erhielt dadurch den Ausdruck innerer Beseeltheit.
Teresa trug ein schlichtes, tief ausgeschnittenes Sommerkleid aus türkisfarbenem Leinen, das sie noch jünger und mädchenhafter erscheinen ließ, als sie mit ihren neunzehn Jahren war.
Alle auf dem Schloß liebten die heitere und anmutige Prinzessin, die für jeden ein freundliches Wort hatte und selbst mit den niedrigsten Schloßangestellten wie mit ihresgleichen sprach.
Auch Franz Schott, der Gärtnermeister, hatte Teresa ins Herz geschlossen. Er schaute ihr nach, als sie mit beschwingten Schritten, den Arm voll frisch geschnittener Sommerblumen, hinter der breiten Glastür verschwand, die in den Wohnsalon des Schlosses führte.
Der große, lichtdurchflutete Raum mit der langen Fensterfront war mit besonders schönen Barockmöbeln eingerichtet und ganz in blauer Farbe gehalten. Über dem breiten Kamin hing ein wertvolles Gemälde eines alten Meisters, das Teresas Großvater für einen schwindelnd hohen Preis auf einer Gemäldeauktion erworben hatte.
Der angrenzende kleinere Salon, der »Teesalon« genannt wurde, hatte goldgelbe Vorhänge, und auch die Barocksesselchen und das verschnörkelte Sofa, das die verstorbene Fürstin so geliebt hatte, waren mit kostbarem Damast von der gleichen goldgelben Farbe bezogen.
Während Prinzessin Teresa mit künstlerischem Geschick die Blumen in die verschiedenen Porzellan- und Glasvasen ordnete, die die Wohn- und Empfangsräume des unteren Stockwerks zierten, summte sie eine heitere Melodie.
Teresa war glücklich, weil ihr Vater schon einen Tag früher als beabsichtigt aus der Stadt zurückgekommen war. Und sie war glücklich über den wundervollen Sonnentag, den sie bis zum Mittagessen mit ihrer Stute Bella draußen auf den Wiesen und im nahegelegenen Forst und später bei Franz Schott und dessen Helfern im riesigen Garten des fürstlichen Besitzes verbracht hatte.
Draußen sangen die Vögel, die Bienen summten, es roch nach dem betäubenden Duft der Rosen, des Jasmins und der Lindenbäume. Doch bald erfüllte auch zarter Blütenduft die Räume des Schlosses, die Teresa mit der Pracht leuchtender Blumenarrangements geschmückt hatte.
Während Teresa durch die hohen, stuckverzierten Torbögen, die die Wohn- und Empfangsräume des unteren Stockwerks miteinander verbanden, von einem Salon in den anderen eilte, dachte sie an die Reise, die sie in zwei oder drei Monaten mit ihrem Vater machen würde. Sie wollten in den Süden fahren, nach Sizilien, Ägypten und Griechenland und zuletzt in die Türkei.
Schon seit Wochen freute sie sich darauf. Sie hatte sich alle verfügbaren Bücher, die über diese fernen Länder Auskunft gaben, aus der Bibliothek geholt und außerdem dazugekauft. Sie las in jeder freien Minute und träumte oft genug von dem verführerischen Zauber des Orients, der sie lockte und mit gespannter Erwartung erfüllte.
Die Prinzessin war gerade damit beschäftigt, den herrlichen Strauß dunkelroter und weißer Rosen in der hohen venezianischen Bodenvase zu ordnen, als ihr Vater, Fürst Maximilian von Stackenburg, den gelben Salon betrat.
Teresa flog ihm mit einem freudigen Ausruf um den Hals.
»Papa, liebster Papa! Ich bin so froh, daß du wieder da bist!« rief sie und küßte den grauhaarigen Fürsten, der gutmütige helle Augen hatte, auf die Wangen. »Diese drei Tage ohne dich waren einfach schrecklich!« fügte sie halb lachend, halb ernsthaft hinzu und ließ sich mit einem Seufzer auf eines der Barocksesselchen fallen.
Fürst Maximilian, ein mittelgroßer, vollschlanker Mann von imponierendem Äußeren, liebte seine Tochter innig, seit ihm ein grausames Geschick seine geliebte Frau genommen hatte. In Gedanken verglich er Teresa immer wieder mit ihrer Mutter, der sie auf erstaunliche Weise ähnlich sah.
Auch diesmal blickte er sie einen Moment an, wie sie in anmutiger Haltung vor ihm saß, eine dunkelrote Rose, die sie in die Vase stecken wollte, als er eingetreten war, noch in der Hand haltend. Jetzt muß ich es ihr sagen! dachte er. Wie wird sie es aufnehmen? Eine unerklärliche Beklemmung befiel ihn. Noch während der Fahrt nach Stackenburg war er sich seiner Sache so sicher gewesen.
Teresa richtete sich ein wenig auf und blickte ihren Vater forschend an.
»Was hast du, Papa? Du machst so ein ernstes Gesicht.« Sie sprang auf und trat zu ihm, eine Hand zärtlich auf seine Schulter legend, mit der andern sorgsam die halb erblühte Rose umschließend.
»Du hast doch hoffentlich keinen Ärger in der Stadt gehabt?« fragte sie besorgt.
Das Lächeln, mit dem der Fürst ihr antwortete, wirkte angestrengt.
»Nein, Teresa – im Gegenteil!« Er sog hörbar die Luft ein und wippte einige Male auf den Zehenspitzen. »Komm, setzen wir uns, Liebes! Ich möchte etwas Wichtiges mit dir besprechen.«
Teresa lachte über den ungewohnt feierlichen Ton ihres Vaters zuerst belustigt auf. Aber als sie den gespannten Zug um die Mundwinkel des Fürsten sah, wurde sie ernst.
»Nanu – so feierlich, Papa? Willst du mir jetzt etwa vorhalten – wie es auch die Eltern aller meiner Freundinnen tun –, daß ich nicht länger das unbekümmerte Leben eines ›Landedelfräuleins‹ führen darf, sondern mich ernsthaft in den entsprechenden Kreisen nach einem Ehekandidaten umsehen soll?«
Der Fürst hatte sich Teresa gegenübergesetzt und verschränkte unruhig die Finger ineinander.
Teresa streckte eine Hand aus und legte sie auf den Arm ihres Vaters.
»Wenn du das mit mir besprechen willst, Papa, dann fang lieber gar nicht erst an!« sagte sie voll zärtlichem Spott. »Es paßt einfach nicht zu dir.«
Ihr Lächeln war voll kindlicher Liebe und in seiner heiteren Unbekümmertheit einfach entwaffnend.
»Ich weiß, ich bin fast zwanzig Jahre, und du möchtest gern, daß ich heirate und glücklich werde. Aber ich kann nur dann glücklich werden, Papa, wenn ich den Mann heiraten darf, den ich liebe. Und du hast mir versprochen, daß ich meine Wahl selbst treffen darf.«
Ihre blauen Augen waren ernst und eindringlich auf den Vater gerichtet.
Fürst Maximilian räusperte sich. »Nicht darüber wollte ich mit dir sprechen, Teresa«, erwiderte er zögernd. »Aber es handelt sich auch um eine Heirat.«
Er wich dem forschenden Blick der Tochter beinahe verlegen aus.
»Um wessen Heirat?« Teresas Stimme war plötzlich nicht mehr sicher und fest wie zuvor. »Will Ekkehard von Dux etwa heiraten und uns verlassen?«
Der Fürst winkte flüchtig ab.
»Ich glaube, für ihn gibt es nur die Arbeit, an Liebe denkt er nicht«, erwiderte er. »Manchmal ist mir das beinahe unheimlich.«
Er lächelte und sah seine Tochter mit einem unsicheren Blick an. Wieder räusperte er sich und suchte sekundenlang nach Worten.
»Tessa, ich weiß nicht, wie ich es dir sagen soll, damit du mich richtig verstehst…« Er fuhr sich durch das dichte graue Haar. Dann wandte er sich der Prinzessin zu, die ihn unverwandt ansah. »Tessa, ich – ich möchte wieder heiraten. Verstehst du?« Seine Stimme war leise und bittend. Er ahnte, was dieses Bekenntnis für Teresa bedeuten würde. »Du bist sehr überrascht, ja?« setzte er verwirrt hinzu.
Teresa hob mit flatternden, hilflosen Gebärden die Hand. Die dunkelrote Rose, die sie eben noch behutsam wie ein Kleinod zwischen ihren schlanken Fingern gehalten hatte, fiel achtlos auf den Boden, Tessa merkte es nicht.
Sie saßen einige Sekunden ganz still, wie gelähmt. Sie schloß die Augen und bemühte sich, nachzudenken, um das, was sie eben gehört hatte, zu begreifen.
Aber es gelang ihr nicht. Die Gedanken liefen ihr davon. Sie fuhr sich mit der Hand über die Stirn, als wollte sie diese dumpfe Bedrückung, die plötzlich auf ihr lag, fortwischen.
»Du – du willst heiraten?« fragte sie dann mit ausdrucksloser Stimme. Ihr Gesicht war blaß geworden, nur die Augen brannten in dunkler Angst.
»Ja, Teresa«, antwortete Fürst Maximilian, »bitte, Liebes, versuche, mich zu verstehen! Schau, ich bin soch noch kein alter Mann mit meinen fünfundfünzig Jahren.« Er sprach immer schneller und nervöser. »Seit so vielen Jahren lebe ich allein…«
»Ich war doch bei dir!« fiel sie mit zitternder Stimme ein. »Waren wir beide nicht immer sehr glücklich miteinander?« Tränen standen in ihren Augen.
»Doch, mein Liebes«, antwortete Fürst Maximilian gequält. »Ich war sogar sehr glücklich in den vergangenen Jahren, weil du es mit deiner zärtlichen Liebe verstanden hast, mir über den Schmerz und die Leere nach dem Tod deiner Mutter hinwegzuhelfen, obwohl du damals erst zehn Jahre alt warst und selbst kaum begreifen konntest, daß der Tod uns das Liebste genommen hatte.«
Sein Blick blieb an einem ovalen goldgerahmten Bild hängen, das eine zarte junge Frau mit fülligem Goldhaar zeigte.
»Hast du sie denn jetzt ganz vergessen – meine liebe Mama?« Schluchzend kamen die Worte von Teresas Lippen.
Maximilian von Stackenburg lächelte voll Wehmut.
»Ich werde sie niemals vergessen können, Tessa. Und trotzdem ist in meinem Herzen noch Platz für eine andere Frau – für die Frau, die ich jetzt heiraten
