Walzer auf Schloss Ravensburg: Fürstenkrone 167 – Adelsroman
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Über dieses E-Book
Romane aus dem Hochadel, die die Herzen der Leserinnen höherschlagen lassen. Wer möchte nicht wissen, welche geheimen Wünsche die Adelswelt bewegen? Die Leserschaft ist fasziniert und genießt "diese" Wirklichkeit.
"Fürstenkrone" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken.
Die Villa des Ehepaares Landress lag unmittelbar am Züricher See. Alexander war als Kind mit seinen Eltern hier gewesen, aber er konnte sich nur noch undeutlich an das großartig angelegte Haus erinnern. Zwei schlanke Doggen sprangen Alexander bellend entgegen, als er durch das schmiedeeiserne Gartentor trat. Ein Diener öffnete ihm und teilte ihm mit, dass ihn die Herrschaften bereits erwarteten. Sie hatten einander bei einem Besuch der Familie Landress auf Schloss Ravensberg vor mehr als zehn Jahren zuletzt gesehen. Trotzdem gestaltete sich das Wiedersehen sehr herzlich. »Sie haben sich sehr verändert, Alexander«, sagte Frau Landress, während sie den Gast in die Veranda führte. »Und doch sind Sie der Alte geblieben!« Alexander von Ravensberg musste lachten. »Liegt darin nicht ein gewisser Widerspruch, gnädige Frau?« Hugo Landress, der seine Frau um mehr als Haupteslänge überragte, war schlank, fast hager, und hatte ein langes, schmales Gesicht, das an einen Windhund erinnerte. »Als wir Sie zuletzt sahen, waren Sie noch ein junger Bursch«, erklärte er. »Jetzt sind Sie natürlich erwachsen!« Er lachte. »Die Reife steht Ihnen gut, finde ich. Trotzdem würde ich sofort den alten Alexander in Ihnen erkannt haben. Und das meinte wohl meine Frau.« Dora Landress nickte und betrachtete mit einem wohlgefälligen Lächeln den jungen Mann.
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Buchvorschau
Walzer auf Schloss Ravensburg - Lieselotte Immenhof
Fürstenkrone
– 167 –
Walzer auf Schloss Ravensburg
Für Graf Alexander gibt es nur noch seine Regina!
Lieselotte Immenhof
Die Villa des Ehepaares Landress lag unmittelbar am Züricher See. Alexander war als Kind mit seinen Eltern hier gewesen, aber er konnte sich nur noch undeutlich an das großartig angelegte Haus erinnern.
Zwei schlanke Doggen sprangen Alexander bellend entgegen, als er durch das schmiedeeiserne Gartentor trat. Ein Diener öffnete ihm und teilte ihm mit, dass ihn die Herrschaften bereits erwarteten.
Sie hatten einander bei einem Besuch der Familie Landress auf Schloss Ravensberg vor mehr als zehn Jahren zuletzt gesehen. Trotzdem gestaltete sich das Wiedersehen sehr herzlich.
»Sie haben sich sehr verändert, Alexander«, sagte Frau Landress, während sie den Gast in die Veranda führte. »Und doch sind Sie der Alte geblieben!«
Alexander von Ravensberg musste lachten. »Liegt darin nicht ein gewisser Widerspruch, gnädige Frau?«
Hugo Landress, der seine Frau um mehr als Haupteslänge überragte, war schlank, fast hager, und hatte ein langes, schmales Gesicht, das an einen Windhund erinnerte. »Als wir Sie zuletzt sahen, waren Sie noch ein junger Bursch«, erklärte er. »Jetzt sind Sie natürlich erwachsen!« Er lachte. »Die Reife steht Ihnen gut, finde ich. Trotzdem würde ich sofort den alten Alexander in Ihnen erkannt haben. Und das meinte wohl meine Frau.«
Dora Landress nickte und betrachtete mit einem wohlgefälligen Lächeln den jungen Mann. »Ihre Schwester schrieb uns, dass Sie eine große Reise unternommen haben, und wir dachten, dass dies eine gute Gelegenheit sei, Sie einmal wiederzusehen.«
»Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Einladung«, erwiderte Alexander. »Ich habe mich sehr auf die Tage bei Ihnen gefreut.« Ein Lächeln lief über seine braun gebrannten Züge.
Dora Landress, vollschlank und mit flinken, lebhaften Augen, bestritt nahezu allein die Unterhaltung. Sie erkundigte sich nach Alexanders Reise, fragte nach den Verhältnissen auf Schloss Ravensberg und erzählte dann, dass sie schon längst die Absicht gehabt hätte, mit ihrer Tochter Dagmar eine Reise nach Deutschland zu unternehmen.
»Dann müssen Sie uns unbedingt auf Schloss Ravensberg besuchen, gnädige Frau«, schlug Alexander vor.
»Das werden wir gern tun«, erwiderte Dora Landress. »Dagmar soll die Heimat ihrer Eltern endlich einmal richtig kennenlernen.«
»Wie alt ist Ihre Tochter jetzt?«, fragte Alexander, der sich nur undeutlich an ein blasses, hoch aufgeschossenes Kind erinnern konnte.
»Sie ist neunzehn«, antwortete Hugo Landress, »und hat gerade auf dem Internat in Lausanne ihr Abitur gemacht. Morgen kommt sie nach Hause, und das ist natürlich ein ganz besonderer Tag, der gefeiert werden muss!«
»Deshalb ist es uns eine große Freude, dass Sie hier sind, Alexander«, fiel Frau Dora ein. »Sie werden an unserer Wiedersehensfreude teilhaben, und für Dagmar wird es bestimmt auch eine Überraschung sein, den Grafen von Ravensberg hier anzutreffen. Sie hat nämlich als Kind sehr für ihn geschwärmt.« Sie blinzelte ihm verschmitzt zu.
»Nun, hoffentlich erlebt sie dann jetzt keine allzu große Enttäuschung!«, lachte Alexander. »So ist also aus der kleinen Dagmar inzwischen eine junge Dame geworden!« Er fragte sich insgeheim, wie Dagmar wohl heute aussehen würde.
Dora Landress lächelte. »Ja«, entgegnete sie langsam. »Sie kommt bald ins heiratsfähige Alter.«
Alexander bemerkte nicht, dass Hugo Landress flüchtig den Kopf schüttelte und seiner Frau verstohlen ein Zeichen gab. Er machte sich überhaupt keine Gedanken über Frau Doras letzte Bemerkung. Auch dann nicht, als sie weitersprach.
»Für morgen haben wir ein kleines Fest geplant. Die Heimkehr von Dagmar und das bestandene Abitur sollen gefeiert werden. Wir haben eine Menge Gäste eingeladen, aber eine ganz besondere Krönung des Festes wird Ihre Anwesenheit sein, lieber Alexander.« Sie beugte sich ein wenig vor und sah ihn an. »Als unser Hausgast ist es selbstverständlich, dass Sie mit dabei sein werden. Sie haben doch nichts dagegen, nicht wahr, dass wir einfach über Sie verfügt haben?« Sie lächelte ihn gewinnend an.
Alexander stimmte gern zu und freute sich auf die Abwechslung.
Später führte Hugo Landress seinen Gast durch den Garten und das Haus und zeigte ihm schließlich das Fremdenzimmer, das für ihn vorbereitet worden war.
Während Alexander sich ein wenig erfrischte, kehrte Hugo Landress zu seiner Frau zurück.
»Na, wie findest du ihn?«, fragte sie, und ihre Augen glänzten.
Landress schmunzelte. »Er gefällt mir gut, viel besser, als ich ihn in Erinnerung hatte!«
»Siehst du«, bemerkte sie mit einem triumphierenden Lächeln. »Gibst du nun zu, dass mein Plan großartig ist? Dieses Zusammentreffen der beiden, das beinahe nach Zufall aussieht, ist äußerst günstig für unser Vorhaben. Und ich bin sicher, dass Dagmar sich sofort in ihn verlieben wird.«
»Hoffentlich! Du weißt ja, dass unsere Tochter inzwischen ihre eigenen Ansichten über die Männer hat.«
»Wenn sie ihn sieht, werden alle ihre Bedenken schwinden!«, erwiderte sie mit Überzeugung. »Es ist genau der richtige Mann für Dagmar!«
»Und wenn er gar nicht will?«, zweifelte Hugo Landress.
»Lass mich nur machen!«, antwortete sie mit vieldeutigem Lächeln. »Frauen sind die besseren Diplomaten!« Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange. »Ich weiß ziemlich genau, was geschehen ist. Christine hat in ihrem letzten Brief angedeutet, dass Alexander diese Reise unternommen hat, um eine Liebesenttäuschung zu vergessen. Jetzt hat er die Geschichte anscheinend überwunden – denn er sieht doch blendend aus und ist sehr unbekümmert und fröhlich, nicht wahr? – Und das ist der beste Augenblick für uns, die beiden zusammenzuführen!«
*
Im ganzen Haus herrschte ein unbeschreiblicher Trubel. Geschäftig liefen die Mädchen und Jean, der Diener, hin und her, trugen das kalte Büfett auf, ordneten die Blumenarrangements in den Vasen, stellten die Möbel um und wollten hundert Dinge von Dora wissen, die in einem eng anliegenden schwarzen Kleid inmitten der Geschäftigkeit stand und ruhig ihre Anordnungen gab.
Als die ersten Gäste erschienen, scheuchte sie mit einem gebieterischen Wink die Dienerschaft hinaus, während ihr prüfender Blick die festlich dekorierten Räume überflog. Alle Durchgangstüren waren geöffnet, zarter Blumenduft verbreitete sich und vermischte sich mit den teuren Parfüms der Damen, die die Hausherrin jetzt begrüßten.
Die Klingel schien kaum stillzustehen. Immer neue Gäste betraten die Festräume und wurden von dem Diener mit einem Drink bewirtet. Dora Landress ging von einer Gruppe zur anderen.
»Wo ist denn das Töchterchen, liebe gnädige Frau?«, erkundigte sich ein Geschäftsfreund ihres Mannes. »Wir wollen ihr doch zum bestandenen Abitur gratulieren.«
»Auf der Veranda, Herr Elten. Sie spricht mit meiner Freundin«, antwortete Dora und warf einen raschen Blick auf ihre hochgewachsene, fast überschlanke Tochter in dem grünseidenen Cocktailkleid. Ein kleines Lächeln lief über ihr Gesicht, als sie beobachtete, wie Dagmar sich interessiert umwendete, als sie von hinten angesprochen wurde. Sie wusste, wem Dagmars Ungeduld galt!
»Warum kann ich ihn nicht sofort sehen?«, hatte Dagmar kurz nach ihrer Ankunft am Nachmittag gefragt. Sie war sehr aufgeregt gewesen, als sie von Alexanders Besuch erfahren hatte.
»Er ist mit Vater in die Stadt gefahren«, hatte Dora der Tochter erklärt. Auch das gehörte zu ihrer Taktik. Ein wenig Spannung tat den beiden jungen Leuten ganz gut, denn sie hatte bemerkt, dass auch Alexander sehr neugierig auf Dagmar war.
Auf
