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Zärtliche Verschwörung
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Über dieses E-Book

Prinz Ivan Katinouski, von russisch-englischer Abstammung zählt zu den einflussreichsten und vermögendsten Männern am Hof Königin Viktorias. Er ist ein Lebemann und bekannt für seine zahlreichen Liebschaften. Lady Odele Ashford ist seine derzeitige Geliebte, eine bekannte Schönheit und mit Sir Edward Ashford verheiratet. Nach dem Tode der schwerkranken Frau des Prinzen, bittet dieser Lady Odele, ihm eine passende junge englische Ehefrau zu finden, mit der er eine Familie gründen könnte.
Diese will eine geeignete unerfahrene Kandidatin finden, um ihr zu ermöglichen, ihre Stelle als seine Geliebte zu behalten und sie denkt sofort an ihre junge Nichte Charlotte von Storrington, die in der nächsten Saison in die Gesellschaft eingeführt werden soll. Lady Odele arrangiert, dass Charlotte mit ihrem Bruder Richard und dessen Freund Shane O'Derry auf das Schloss des Prinzen eingeladen werden, so dass er Charlotte kennenlernen und um ihre Hand anhalten kann. Charlotte ist von dieser arrangierten Ehe entsetzt, da sie Shane liebt, der leider aus einer verarmten Adelsfamilie in Irland stammt und Charlottes Eltern niemals einer solchen Ehe zusagen würden. Um den Prinzen von Charlotte abzulenken, hecken die drei Freunde einen Plan aus und überreden Alana Wickham, die Tochter eines verstorbenen Musiklehrers, die derzeit im Pfarrhaus als Nanny arbeitet, Shanes Cousine zu spielen und mit auf das Schloss mitzukommen. Wird dies genügen, so dass de Prinz nicht um Charlottes Hand anhält und ihr Liebesglück mit Shane zerstört? Werden Alana und Prinz Katinouski ihre Ängste überwinden können und das Glück finden, nachdem sie streben?
SpracheDeutsch
HerausgeberBarbara Cartland Ebooks ltd
Erscheinungsdatum14. Dez. 2023
ISBN9781788677202
Zärtliche Verschwörung
Autor

Barbara Cartland

Barbara Cartland war die produktivste Schriftstellerin der Welt. Sie schrieb zu Lebzeiten 723 Bücher, von denen nicht weniger als 644 Liebesromane waren, die sich weltweit über eine Milliarde Mal verkauften und in 36 Sprachen übersetzt wurden. Neben Liebesromanen schrieb sie außerdem historische Biografien, Theaterstücke und Ratgeber. Ihr erstes Buch schrieb sie im Alter von 21 Jahren – es wurde auf Anhieb ein Bestseller. Ihr letztes Buch schrieb sie im Alter von 97 Jahren und es trug den vielleicht prophetischen Titel »Der Weg zum Himmel«. Zwischen den 1970er und 1990er Jahren wurde Barbara Cartland dank zahlreicher Fernsehauftritte und ihrer Beziehung mit der jungen Lady Diana zu einer Medienikone, doch ihr großes Vermächtnis werden ihre vielen inspirierenden Liebesromane bleiben. Barbara Cartlands offizielle Website: www.barbaracartland.com Bei dotbooks erscheinen von Barbara Cartland mehrere historische Liebesromane in der der HIGHLAND SKY-Reihe sowie in der REGENCY SCANDALS-Serie und Exotikromane in der Reihe TRÄUME UNTER FERNER SONNE.

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    Buchvorschau

    Zärtliche Verschwörung - Barbara Cartland

    DIE HAUPTPERSONEN DIESES ROMANS

    Prinz Ivan Katinouski

    zählt zu den einflussreichsten und vermögendsten Männern am Hof Königin Viktorias. Er ist russischer Abstammung und herrscht wie ein Märchenprinz aus Tausendundeiner Nacht.

    Lady Odele Ashford

    Geliebte des Prinzen, wird von der Londoner Gesellschaft als strahlende Schönheit gefeiert. Sie ist mit Sir Edward Ashford verheiratet.

    Alana Wickham

    Tochter eines Musiklehrers, lebt nach dem Tod ihres Vaters zurückgezogen in einem ländlichen Pfarrhaus.

    Charlotte von Storrington

    Eine temperamentvolle Gräfin, soll gegen ihren Willen mit Prinz Ivan Katinouski verheiratet werden.

    Shane O’Derry

    Verarmter Adliger - ein Anbeter von Charlotte.

    Richard von Storrington

    Charlottes Bruder und Freund von Shane.

    Die Autorin überdiesen Roman

    Standesunterschiede waren im späten 19. Jahrhundert noch von großer Bedeutung. Das mag Sie aus unserer heutigen, modernen Sicht verwundern, aber das Viktorianische Zeitalter - und in dieser Epoche spielt mein Roman - unterschied noch immer sehr streng zwischen Adel und Bürgertum.

    Auch Alana Wickham ist ein Kind ihrer Zeit, und Gräfin Charlotte von Storrington weiß, dass sie sich auf glattem Parkett bewegt, wenn sie Alana als „Lady Alana O'Derry" auf Schloss Charl einschmuggelt. Denn Alana ist ja nur die Tochter eines bürgerlichen Klavierlehrers. Doch bewegt sie sich - sehr zum Erstaunen ihrer Mitverschwörer - wie eine wirkliche große Lady in der ‚feinen Gesellschaft‘. Ist hier Zufall im Spiel, oder ist Alanas natürlicher Adel angeboren? Aber ich möchte den turbulenten Ereignissen des Romans besser nicht vorgreifen . . .

    Erstes Kapitel ~ 1878

    Bequem in ihrem privaten Eisenbahn-Coupe untergebracht, stellte Lady Odele Ashford befriedigt fest, dass der Zug bald ihr Reiseziel erreichen würde.

    In ihrem hocheleganten Reisekostüm und dem Zobel sah sie genauso aus wie auf den Photographien, die in vielen Schaufenstern auslagen. Lady Odele durfte sich rühmen, eine der schönsten Frauen ihrer Epoche zu sein.

    Im Augenblick wirkte sie hinreißender denn je. Sie freute sich darauf, ihren Geliebten, Prinz Ivan, wiederzusehen und wenigstens für ein paar Stunden mit ihm allein zu sein.

    In einem ausführlichen Brief hatte er sie gebeten, ihn auf Schloss Charl zu treffen, bevor die anderen geladenen Gäste kamen.

    Beim Gedanken an sein schön geschnittenes Gesicht, die dunklen, leidenschaftlichen Augen und die schlanke, aber dennoch athletische Gestalt schlug ihr Herz gleich höher.

    Einen so attraktiven Geliebten, einen Mann, der die Kunst des Liebens so meisterhaft beherrschte und zudem noch unermesslich reich war, hatte sie schon lange nicht mehr gehabt.

    Sie hatte ihren Gatten sagen hören, das Vermögen des Prinzen Ivan sei noch größer als das der wohlhabendsten Mitglieder der Gesellschaft zusammengenommen.

    Das machte die Tatsache, dass er ihr vor all den Schönheiten, die ihn hartnäckig umschwärmten, den Vorzug gab, nur um so reizvoller.

    Den Zeitpunkt für die Einladung auf Schloss Charl hatte Prinz Ivan klug gewählt. Ihm konnte nicht entgangen sein, dass Edward Ashford, der Ehemann Lady Odeles, der sich für Pferde begeisterte, die Rennen in Doncaster besuchen würde. Selbst wenn er ihr anschließend nachreiste, hätten sie doch mindestens zwei, wenn nicht gar drei Tage für sich allein.

    Was mochte Prinz Ivan an sich haben, sann Lady Odele, das ihn so unwiderstehlich und soviel faszinierender machte als all die anderen gutaussehenden Engländer, die sie ständig in Marlborough House und anderen vornehmen Häusern traf, in denen man zu Ehren des Prinzen von Wales Abendgesellschaften veranstaltete.

    Zum Teil lag es gewiss an seiner russischen Abstammung, auch wenn zur Hälfte englisches Blut in seinen Adern floss. Aber Lady Odele war davon überzeugt, dass dies nicht der einzige Grund sein konnte.

    Der Prinz war ein Mann von Intelligenz und Weitblick. Man munkelte, selbst erfahrene Staatsmänner beugten sich seinem Urteil, wenn es um Politik ging.

    Er kannte sich auch auf vielen anderen Gebieten aus. Wenn die Damen nach Tisch das Speisezimmer verließen und die Herren bei ihrem Glas Portwein allein ließen, holte sich mancher von ihnen beim Prinzen einen guten Rat.

    Überdies genoss er den Ruf, ein ausgezeichneter Reiter zu sein. Dank seiner hervorragenden Pferdekenntnisse gewann er sämtliche klassischen Rennen - sehr zum Verdruss ihres Gatten und der anderen Mitglieder des Jockey Clubs.

    Dazu umgab ihn ein Hauch von Geheimnis, der jede Frau wünschen ließ, die Tiefen seiner Seele zu ergründen.

    Was immer es auch sein mochte, das ihn so anziehend machte, Lady Odele freute sich beinahe wie ein Kind auf das Wiedersehen.

    Der Zug verringerte das Tempo, und gleich darauf konnte sie die Station sehen mit dem Schild:

    „Nur für Besucher von Schloss Charl."

    Wie erwartet, standen die livrierten Bediensteten des Prinzen und sein persönlicher Sekretär zu ihrem Empfang bereit.

    Auf dem Bahnsteig lag ausgerollt ein roter Teppich. Lady Odele wusste von früheren Besuchen, dass ganz in der Nähe eine bequeme Kutsche mit einem hervorragenden Gespann stehen und sie in Windeseile zum Schloss bringen würde.

    Der Zug hielt, doch sie machte noch keine Anstalten auszusteigen. Man öffnete die Tür für sie, der Sekretär, den Hut in der Hand, verneigte sich tief, und ihre Zofe, den Pelzmuff bereithaltend, stieg aus dem angrenzenden Abteil.

    Mit dem strahlenden Lächeln, das Lady Odele automatisch immer dann aufsetzte, wenn sie die Herzen anderer gewinnen wollte, schritt sie nun die Stufen hinunter auf den Bahnsteig.

    „Willkommen auf Charl, Mylady", grüßte Mr. Brothwick, der Sekretär, ehrerbietig.

    „Ich danke Ihnen." Graziös schwebte Lady Odele auf dem roten Teppich dem Stationseingang zu.

    Sie war sich dessen bewusst, dass hinter jedem Zugfenster Leute standen und sich bemühten, einen Blick auf eine der gefeiertsten Schönheiten Englands zu erhaschen.

    Weil sie ,ihr Publikum’, wie sie es insgeheim nannte, niemals enttäuschte, drehte sie sich nach ihrer Zofe um, die ihr folgte. So hatten die Beobachter Gelegenheit, ihre Schönheit zu bewundern.

    „Haben Sie auch nicht meine Schmuckkassette vergessen?" fragte sie ihre Zofe.

    Eine überflüssige Frage, da sie die besagte Kassette mit beiden Händen fest umklammert hielt.

    „Nein, Mylady."

    Lady Odele sah noch einen Moment auf den Zug und vermeinte, beinahe das andächtige ,Oh’ und ,Ah’ der Reisenden hören zu können.

    Dann schickte sie sich an, die Station zu verlassen. Man half ihr in die luxuriöse Equipage, die bereits auf sie wartete.

    Bis nach Charl waren es nur zwei Meilen. Lady Odele beugte sich nicht erwartungsvoll vor, wie die Gäste, die das große Schloss zum ersten Mal besuchten. Das Bild, das sich einem bot, war äußerst imposant. Stolz erhob sich die Residenz über dem Tal, Sonnenlicht brach sich in den Hunderten von Fenstern, auf dem hohen Turm wehte eine Flagge.

    Lady Odele hatte jedoch dafür keinen Blick übrig - sie kannte das Schloss bereits seit vielen Jahren. Weil sie Lord Charlwood mochte, dessen Familie das Schloss vier Jahrhunderte lang gehört hatte, freute sie sich mit ihm, als Prinz Ivan es von ihm erwarb und es sich ein Vermögen kosten ließ, das Innere instand zu setzen.

    Obwohl es Lord Charlwood schwergefallen sein musste, sich von seinem Besitz zu trennen, der traditionsgemäß Bestandteil seiner Familie war, hatte der immense Kaufpreis es ihm und seiner Gemahlin ermöglicht, ihren aufwendigen Lebensstil weiterzuführen, ohne sich immer tiefer in Schulden zu verstricken.

    Als eines der größten Schlösser Englands gab Charl, wie Lady Odele fand, für Prinz Ivan den passenden Rahmen ab. Vorher hatte sie sich oft gewundert, warum der Prinz, der sich häufig in England, dem Heimatland seiner Mutter, aufhielt, hier kein einziges Haus besaß, denn in vielen anderen Ländern hatte er bereits Häuser: einen Palazzo in Venedig, ein Chateau in Frankreich, ein Jagdschloss in Ungarn und eine Villa in Monte Carlo, in die sich Lady Odele zum kommenden Frühjahr insgeheim schon selbst eingeladen hatte.

    Soweit sie wusste, plante Prinz Ivan, zu Ehren des Prinzen von Wales auf Charl Fasanenjagden großen Stils auszurichten. Für Hetzjagden standen dem erlauchten Gast zwei der besten Meuten aus den gesamten Midlands zur Verfügung. Außerdem würde es zahlreiche größere und kleinere Bälle in dem riesigen Ballsaal geben, wo sie sich schon als strahlenden Mittelpunkt sah.

    Lady Odele war so in ihre Gedanken vertieft, dass sie erst wieder auf ihre Umgebung achtete, als die Equipage schon in die breite, kiesbestreute Zufahrt einbog, die zum Schloss führte.

    Ein rascher Blick in ihren kleinen Handspiegel verriet ihr, dass sie ihre Nase nicht frisch zu pudern brauchte und dass ihre Lippen rot genug waren.

    Bei jeder ihrer Bewegungen verströmte sie den Duft eines betörenden französischen Parfüms. Das Gesteck aus dunkelroten Orchideen, das in der Kutsche für sie bereitgelegen hatte, nahm sich auf ihrer Zobelstola außerordentlich elegant aus.

    An sechs Lakaien vorbei schritt sie die Treppe empor. In der Halle empfing sie der Butler, der den Eindruck eines würdevollen Erzbischofs machte.

    „Herzlich willkommen auf Charl, Mylady", sagte er im gleichen Ton aufrichtiger Herzlichkeit, den auch Mr. Brothwick, der Sekretär, benutzt hatte.

    „Danke, Newton. Es ist ein herrliches Gefühl, wieder einmal hier zu sein."

    „Seine Hoheit wartet im Blauen Salon auf Sie, Mylady."

    Lady Odele unterdrückte ein Lächeln.

    Sie wusste, dass der Blaue Salon zu den privaten Gemächern des Prinzen gehörte. Nur auserwählten Gästen wurde der Zutritt gestattet.

    Das leise Rascheln seidener Unterröcke begleitete jede ihrer Bewegungen. Zum Glück herrschte für Anfang Oktober eine ungewöhnlich milde Witterung. Sie hatte sich also nicht gezwungen gesehen, wärmere Reisekleidung anzulegen.

    Das leichte Kostüm schmeichelte ihrer vollendeten Figur. Über dem Kostüm trug sie ihre wundervolle Zobelstola, das Geschenk eines wohlhabenden Mannes, der sie leidenschaftlich liebte. Dieser Zobel war jedoch im Wert nicht mit der Stola und dem Muff aus Chinchilla zu vergleichen, die sie sich als Geschenk des Prinzen erhoffte.

    Sie erreichten den Blauen Salon. Der Butler meldete:

    „Lady Odele Ashford, Hoheit."

    Als sie eintrat, erhob sich der Prinz, der in die Lektüre einer Zeitung vertieft gewesen war. Lady Odeles Herzschlag beschleunigte sich.

    Es war immer das gleiche, wenn sie den Prinzen sah - immer wieder musste sie feststellen, dass sie vergessen hatte, wie gut er aussah und wie dunkel seine Augen waren, die im Feuer der Leidenschaft glühen oder spöttisch funkeln konnten. Sie schienen bis in die geheimsten Winkel einer Frauenseele zu blicken.

    „Ivan!" rief sie voller Freude, als sie ihn mit der Geschmeidigkeit, die sie bei den englischen Männern so vermisste, auf sich zuschreiten sah. Er hob ihre Hand an seine Lippen.

    Wie es die Sitte verlangte, küsste er ihren Handschuh. Dann, während sie einander in die Augen schauten, streifte er das weiche Wildleder von ihrer Hand und küsste die Innenfläche.

    Die Berührung der warmen Lippen ließ sie erbeben. Der Prinz führte sie zum Sofa neben dem Kamin und setzte sich zu ihr.

    „Wie geht es dir? Hattest du eine angenehme Reise?" erkundigte er sich.

    Seine Stimme hatte einen tiefen, verführerischen Klang. Während er sprach, ließ er seinen Blick über sie gleiten. Es kam ihr vor, als vermerke er jede Einzelheit ihres Gesichtes, ihrer Kleidung und der Orchideen, die er ihr geschenkt hatte.

    „Alles war vollkommen. Wie immer, wenn du etwas arrangierst."

    „Du siehst bezaubernd aus."

    Das wollte Lady Odele hören. Kokett lächelte sie ihm zu.

    Er sah sie immer noch an. Andere Männer hätten sie mittlerweile bereits mit ihren Zärtlichkeiten und Liebkosungen überschüttet. Er aber war beherrscht. Und gerade das machte einen Teil seiner Faszination aus, dachte sie.

    „Warum wolltest du, dass ich vor den anderen Gästen komme?"

    Eigentlich hätte sie sich in Geduld fassen und abwarten müssen, bis er von selbst darauf zu sprechen kam. Doch sie konnte die Frage nicht zurückhalten.

    „Du kannst dir doch denken, dass ich dich sehen wollte", gab Prinz Ivan zurück.

    Sie stieß einen zufriedenen Seufzer aus.

    „Mindestens zwei Tage haben wir für uns allein. Wer weiß, vielleicht verliebt sich Edward in eines der Pferde und bleibt noch länger in Doncaster."

    Prinz Ivan lachte.

    „Wir werden sehr glücklich miteinander sein, versprach er. „Für meine Gäste habe ich alle erdenklichen Zerstreuungen geplant. Mein ausschließliches Interesse gilt jedoch - dir.

    „Liebster Ivan, sagte sie zärtlich. „Ich hatte gehofft, dass du das sagen würdest.

    „Vermutlich wirst du dich nach der langen Reise umziehen wollen. Den Tee nehmen wir hier ein, und danach habe ich etwas mit dir zu besprechen."

    „Du willst etwas mit mir besprechen?"

    „Nach dem Tee."

    Prinz Ivan erhob sich, und Lady Odele wusste, dass es sinnlos wäre, weitere Fragen zu stellen. Ihr blieb nichts anderes übrig, als seinen Wunsch zu respektieren.

    Es mutete geradezu seltsam an, welche Macht der Prinz auf Frauen ausübte. Er befahl, und sie gehorchten. Er wusste stets, was er wollte, und gestattete niemandem, seine Pläne zu durchkreuzen.

    Er brachte sie zur Tür. Draußen erwartete sie ein Kammerdiener, der sie auf ihr Zimmer führte, wo ihre Zofe bereits dabei war, die Koffer auszupacken.

    Es dauerte beinahe eine volle Stunde - Lady Odele war außerstande, sich rasch umzukleiden

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