Blick nicht zurück, Isabell: Dr. Norden Aktuell 29 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben.
Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen.
Daisy Thurau war eine Patientin, über deren Besuch sich Dr. Norden immer freute, obwohl sie selten ärztliche Hilfe brauchte. Vor drei Wochen hatte sie sich den rechten Fuß verstaucht, als sie auf einer Bananenschale ausgerutscht war, und das war nicht mit ein paar Tagen abgetan wie ihr Frühlingsschnupfen, der sich jedes Jahr pünktlich einstellte. Manchmal kam sie auch mit einer Schnittwunde oder einer Brandblase. Daisy war Besitzerin eines exclusiven Speiselokals, und sie bereitete die Spezialitäten, die sich größter Beliebtheit erfreuten, meistens selbst zu. Bei ihrem Temperament war es nicht weiter verwunderlich, daß sie sich dabei schnitt oder verbrannte. Aber das gehörte dazu, nach ihren eigenen Worten, und sie war alles andere als wehleidig. Der Fuß hatte ihr zu schaffen gemacht, aber sie hatte sich auch nicht so geschont, wie Dr. Norden es ihr geraten hatte. »Nun rollen Sie den Fuß mal ab«, sagte er. »Tut es noch weh?« »Ein bißchen, aber nächste Woche muß ich fit sein. Da will ich zu meinem fünfzigsten Geburtstag das Tanzbein schwingen, und ich hoffe doch sehr, daß ich Ihre Frau und Sie auch zu meinen Gästen rechnen darf.« Dr. Norden kannte ihr Geburtsdatum, aber das hätte sie glatt wegleugnen können. Sie war rank und schlank, hatte nur ein paar winzige Augenfältchen, und ihr schönes aschblondes Haar bedurfte keinerlei Nachhilfe. Sie war eine Frau, die sich nie hatte unterkriegen lassen. Man mußte sie bewundern. Mit neunzehn hatte sie geheiratet, mit zwanzig ihren Sohn bekommen.
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Blick nicht zurück, Isabell - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Aktuell
– 29 –
Blick nicht zurück, Isabell
Patricia Vandenberg
Daisy Thurau war eine Patientin, über deren Besuch sich Dr. Norden immer freute, obwohl sie selten ärztliche Hilfe brauchte. Vor drei Wochen hatte sie sich den rechten Fuß verstaucht, als sie auf einer Bananenschale ausgerutscht war, und das war nicht mit ein paar Tagen abgetan wie ihr Frühlingsschnupfen, der sich jedes Jahr pünktlich einstellte. Manchmal kam sie auch mit einer Schnittwunde oder einer Brandblase. Daisy war Besitzerin eines exclusiven Speiselokals, und sie bereitete die Spezialitäten, die sich größter Beliebtheit erfreuten, meistens selbst zu. Bei ihrem Temperament war es nicht weiter verwunderlich, daß sie sich dabei schnitt oder verbrannte. Aber das gehörte dazu, nach ihren eigenen Worten, und sie war alles andere als wehleidig.
Der Fuß hatte ihr zu schaffen gemacht, aber sie hatte sich auch nicht so geschont, wie Dr. Norden es ihr geraten hatte.
»Nun rollen Sie den Fuß mal ab«, sagte er. »Tut es noch weh?«
»Ein bißchen, aber nächste Woche muß ich fit sein. Da will ich zu meinem fünfzigsten Geburtstag das Tanzbein schwingen, und ich hoffe doch sehr, daß ich Ihre Frau und Sie auch zu meinen Gästen rechnen darf.«
Dr. Norden kannte ihr Geburtsdatum, aber das hätte sie glatt wegleugnen können. Sie war rank und schlank, hatte nur ein paar winzige Augenfältchen, und ihr schönes aschblondes Haar bedurfte keinerlei Nachhilfe.
Sie war eine Frau, die sich nie hatte unterkriegen lassen. Man mußte sie bewundern. Mit neunzehn hatte sie geheiratet, mit zwanzig ihren Sohn bekommen. Er war ihr einziges Kind geblieben, denn mit zweiundzwanzig war sie bereits Witwe gewesen. Ihr Mann war als Rennfahrer tödlich verunglückt. Einen Beruf hatte Daisy nicht erlernt. Sie stand da mit dem kleinen Sohn und einer Lebensversicherung, von der sie nicht ein ganzes Leben zehren konnte. Ihr Hobby, das Kochen, sollte fortan ihren und ihres Kindes Lebensunterhalt sichern.
Dr. Norden kannte ihre Lebensgeschichte aus ihrem Munde, aber man konnte sie manchmal auch in Zeitschriften lesen, denn mittlerweile war Daisy Thuraus Kochkunst berühmt geworden.
Es war kein leichter Weg gewesen, doch davon sprach sie nicht mehr. Man sprach auch nicht über Affären in ihrem Leben, denn es gab keine. Daisy wurde von ihren Gästen geliebt und verehrt, doch ihre ganze Liebe gehörte ihrem Sohn Arne. Daß er mit seinen neunundzwanzig Jahren noch immer Junggeselle war, kam wohl auch daher, daß er seine Mutter über alles liebte und bewunderte und es für ihn kein vergleichbares weibliches Wesen gab.
Arne, der nicht nur in den Augen seiner Mutter ein Genie war, hatte sich der Technik verschrieben. Er konstruierte Autos, aber zu Daisys Erleichterung fuhr er keine Rennen wie sein Vater. Daisy war gesellig und vital, ihr Sohn ein großer Schweiger und in mancher Augen sogar ein Sonderling. Dr. Norden kannte auch ihn, da er bei Arne Thurau die Impfungen durchgeführt hatte, die er für seine Auslandsaufenthalte benötigte.
Wenn Arne im Ausland weilte, passierte es schon, daß Daisy unter Angstzuständen litt und sich Beruhigungstabletten verschreiben ließ, aber war er wieder im Lande, war sie verkörperter Frohsinn.
»Sie müssen kommen zu meinem Fest, lieber Dr. Norden«, sagte Daisy bittend. »Es gibt auch eine besondere Überraschung. Arne hat eine Freundin.«
Sie sagte es triumphierend, und das erstaunte ihn doch. Daisy konnte in Gesichtern lesen.
»Sollte ich mich nicht freuen?« fragte sie. »Schließlich möchte ich doch auch mal Enkel haben. Und wenn es soweit ist, setze ich mich zur Ruhe.«
Hoffentlich wird sie von der Schwiegertochter nicht enttäuscht, dachte Dr. Norden. Diese lebenstüchtige, imponierende Frau konnte bei einer Jüngeren leicht Neidgefühle hervorrufen oder Minderwertigkeitskomplexe entfachen, die dann zu Aggressionen führten. Aber an so was schien Daisy überhaupt nicht zu denken.
»Sie werden doch kommen«, drängte sie wieder.
»Wenn es irgend möglich ist. »
»An diesem Tag ist das Lokal nur für die nettesten Menschen reserviert«, versicherte sie, »Geschlossene Gesellschaft.«
»Wenn es irgend möglich ist, werden wir kommen«, versprach er. »Aber Sie wissen ja, wie es bei mir manchmal zugeht.«
»Dann beten wir um gutes Wetter und wenig Kranke«, sagte Daisy mit ihrem anziehenden Lächeln. »Liebe Grüße an die reizende Fee.«
*
Fee Norden freute sich über die Einladung. »Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen, wenn ich an Daisys Spezialitäten denke«, sagte sie. »Und wenn sie sagt, daß nur nette Leute kommen, kann man sich darauf verlassen.«
Daisy war Daisy und wurde von allen so genannt, die bei ihr ein und aus gingen, und wann immer Daniel und Fee Norden mal ausgehen konnten, landeten sie gewiß bei ihr. Leider war das selten der Fall.
»Arne hat eine Freundin. Voller Stolz hat es mir Daisy erzählt«, sagte Daniel.
»Wie ist sie?« fragte Fee.
Daniel lachte herzlich auf. »Wie soll ich das wissen? Ich kenne sie noch nicht. Aber diese Frau ist einfach umwerfend. Sie feiert ihren Fünfzigsten, ohne ein Geheimnis daraus zu machen.
Dabei sieht sie wie höchstens vierzig aus. Und nun redet sie auch schon von Enkeln. Und dann will sie sich zur Ruhe setzen.«
»Warten wir es ab«, meinte Fee. »Eine liebevolle Omi wird sie bestimmt. Sie ist eine bewundernswerte Frau.«
Sogar Fee sagte das, obgleich sie sonst mit Superlativen sparsam war.
»Wollen wir hoffen, daß ihre zukünftige Schwiegertochter das auch sagen wird«, meinte Daniel nachdenklich.
»Arne muß ja nicht gleich die erste Freundin heiraten«, sagte Fee. »Viel Erfahrung mit Frauen hat er bestimmt noch nicht. Erinnerst du dich, wie ihn die kapriziöse Donna zu becircen versuchte? Sie hat es nicht geschafft, und das war bestimmt ihre erste Niederlage.«
Besagte Donna hieß eigentlich Donata was Fee sehr viel hübscher fand, entstammte einem alten Adelsgeschlecht, worauf sie wiederum nicht pochte, was Fee jedoch sympathisch fand. Sie war ein sehr cleveres Mädchen, das sehr gern flirtete und auch umschwärmt war, sich aber sehr emanzipiert gab. Sie erfreute sich nur geteilter Sympathien, da sie manchmal arrogant, manchmal frivol, manchmal aber auch sehr charmant sein konnte. Mit Daisy kam sie jedenfalls glänzend aus, urd Fee konnte sich durchaus vorstellen, daß Daisy gern solch eine Schwiegertochter gehabt hätte, die sich kein X für ein U machen ließ.
Doch man konnte gewiß sein, daß Daisy ihrem Sohn diesbezüglich gewiß keine Vorschriften machen würde.
Jedenfalls dachte Fee, daß es nicht nur ein amüsanter, sondern auch ein interessanter Abend werden würde, falls Donna auch zu den Gästen zählte. Oder sollte Arne Thurau doch Gefallen an ihr gefunden haben? Fee war ziemlich neugierig, und sie freute sich ungemein, als der Tag herangekommen war und Daniel ihr verkündete, daß keine besonderen Vorkommnisse wären und sie Daisys Einladung Folge leisten könnten.
Ein Geschenk hatte Fee schon besorgt. Sie wußte, daß Daisy Miniaturen sammelte und hatte eine ganz besonders hübsche erstanden. Mit einem bezaubernden neuen Kleid konnte sie auch ihren Mann erfreuen.
Fee sah entzückend aus, und welchen glücklichen Ehemann freute es nicht, wenn er sich mit einer solchen Frau zeigen konnte.
Daisy strahlte, als sie kamen. Sie konnte sich so von Herzen freuen, daß man sich mitfreuen mußte, und alle, die an diesem Abend in ihrem urgemütlichen Lokal versammelt waren, brachten ihr herzliche Zuneigung entgegen.
Natürlich war ein Trubel nicht zu vermeiden. Jeder wollte Daisy gratulieren, aber sie hatte die Zahl ihrer Gäste auf etwa fünfzig beschränkt. Ganz im Hintergrund hatte Fee Arne entdeckt, an der Seite eines sehr zierlichen Mädchens mit herrlichem rotblonden Haar. Es war eine ganz seltene Farbe, die man künstlich bestimmt nicht erzeugen konnte. Fee hatte dafür einen Blick.
Es war auch kein Dutzendgesicht, keine Puppenschönheit. »Ist Isabell nicht entzückend?« fragte Daisy, und so erfuhren die Nordens, daß das Mädchen Isabell hieß.
Als Isabell Thies wurde sie ihnen dann auch von Arne vorgestellt. Sie war genauso zurückhaltend wie er, aber Fee fand schnell heraus, daß sie in geistiger Beziehung Schritt mit ihm halten konnte. Allerdings war sie in keiner Weise renommiersüchtig. Sie trug ein sehr schlichtes, aber sehr geschmackvolles nilgrünes Kleid, keinen Schmuck außer einer Perlenkette. Es waren rosa Perlen, und mit Kennermiene stellte Fee für sich fest, daß es echte Perlen und dementsprechend kostbare waren. Und wunderschöne Hände hatte Isabell.
Fee konnte sehr gut verstehen, daß Daisy von solch einer Schwiegertochter begeistert sein würde, jedoch deutete in dem Benehmen des jungen Paares nichts darauf hin, daß sie himmelstürmend verliebt wären.
Das sagte Fee auch zu Daniel, und er lächelte hintergründig. »Sie sind beide nicht der Typ dafür, Gefühle zur Schau zu stellen, Liebes, und schon gar nicht in einer so bunten, lauten Gesellschaft. Wahrscheinlich kennen sie sich auch noch nicht lange.«
Das stimmte, wie sie später erfahren sollten, denn es ergab sich so, oder vielleicht hatten sie auch alle ein bißchen nachgeholfen, daß Fee, Daniel, Isabell und Arne an einem Tisch im kleineren Nebenraum saßen.
Auf Daisy waren Toasts ausgebracht worden, Schmunzelverse, die auf ihr Alter anspielten, wurden vorgetragen. Daisy mußte sich
