Violas schwerster Tag: Dr. Norden Aktuell 30 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben.
Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen.
Die drückende Schwüle des Julitages zermürbte selbst Dr. Norden, obgleich es in seiner Praxis noch bedeutend erträglicher war als auf den Straßen, in denen sich die Abgase sammelten. Es war kein Wunder, daß die Patienten, die an diesem Tage zu ihm kamen, völlig erschöpft waren. Auch die zierliche Viola Röhm, zwar nicht sehr kräftig, aber keineswegs kränklich, fächelte sich immer wieder Luft zu. Sie tat es mit der ihr angeborenen Grazie, sie war damenhaft vom Scheitel bis zur Sohle und wirkte in dem hellen Leinenkleid trotz der Hitze wie aus dem Ei gepellt. Das Bestechendste an ihr waren die Augen. Ihre Eltern mochten geahnt haben, daß diese eine violette Färbung annehmen würden, als sie ihr den Namen Viola gaben. Viola war so fotogen, daß sie als Sprecherin beim Fernsehen ebenso eingesetzt wurde wie im Rundfunk, und wer ihre weiche Stimme einmal gehört hatte, vergaß sie so rasch nicht mehr. Dr. Norden und seine Frau kannten Viola deshalb gut, weil sie in ihrer Nachbarschaft wohnte. Ärztlichen Beistand brauchte sie selten. Diesmal war sie zu Dr. Norden gekommen, um sich gründlich untersuchen zu lassen, da sie eine mehrwöchige Schiffsreise plante. Mit ihrem bezwingenden Charme erklärte sie Dr. Norden, daß sie wenig Lust hätte, eventuell mit einer Blinddarmentzündung oder sonstigen Schwierigkeiten die Reise zu unterbrechen. »Eigentlich soll es ja eine vorweggenommene Hochzeitsreise sein«, sagte sie heiter. »Aber das soll nicht publik werden, Herr Dr. Norden.« »Ich werde es nicht ausposaunen«
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Violas schwerster Tag - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Aktuell
– 30 –
Violas schwerster Tag
Patricia Vandenberg
Die drückende Schwüle des Julitages zermürbte selbst Dr. Norden, obgleich es in seiner Praxis noch bedeutend erträglicher war als auf den Straßen, in denen sich die Abgase sammelten. Es war kein Wunder, daß die Patienten, die an diesem Tage zu ihm kamen, völlig erschöpft waren.
Auch die zierliche Viola Röhm, zwar nicht sehr kräftig, aber keineswegs kränklich, fächelte sich immer wieder Luft zu. Sie tat es mit der ihr angeborenen Grazie, sie war damenhaft vom Scheitel bis zur Sohle und wirkte in dem hellen Leinenkleid trotz der Hitze wie aus dem Ei gepellt.
Das Bestechendste an ihr waren die Augen. Ihre Eltern mochten geahnt haben, daß diese eine violette Färbung annehmen würden, als sie ihr den Namen Viola gaben.
Viola war so fotogen, daß sie als Sprecherin beim Fernsehen ebenso eingesetzt wurde wie im Rundfunk, und wer ihre weiche Stimme einmal gehört hatte, vergaß sie so rasch nicht mehr.
Dr. Norden und seine Frau kannten Viola deshalb gut, weil sie in ihrer Nachbarschaft wohnte. Ärztlichen Beistand brauchte sie selten. Diesmal war sie zu Dr. Norden gekommen, um sich gründlich untersuchen zu lassen, da sie eine mehrwöchige Schiffsreise plante.
Mit ihrem bezwingenden Charme erklärte sie Dr. Norden, daß sie wenig Lust hätte, eventuell mit einer Blinddarmentzündung oder sonstigen Schwierigkeiten die Reise zu unterbrechen.
»Eigentlich soll es ja eine vorweggenommene Hochzeitsreise sein«, sagte sie heiter. »Aber das soll nicht publik werden, Herr Dr. Norden.«
»Ich werde es nicht ausposaunen«, erwiderte er lächelnd. Er fragte auch nicht, wer der Glückliche sei. Glücklich mußte ein Mann jedenfalls sein, wenn er Viola zur Frau bekam, das war seine Meinung, genauso glücklich, wie er es mit seiner Fee geworden war.
Vielleicht setzte Viola voraus, daß er ihren Zukünftigen kannte, denn sie plauderte munter weiter.
»Ich muß ja meinen Job noch ein paar Jährchen halten. Werner steht erst am Anfang seiner Karriere. Als Schauspieler und auch als Ansagerin ist man weitaus beliebter, wenn man keinen Trauring trägt. Alles hat halt seinen Preis.«
An diese Worte sollte sich Dr. Norden später einmal erinnern, doch jetzt konnte er Viola die beruhigende Kunde mit auf den Weg geben, daß sie kerngesund sei.
»Wohin geht denn die Reise?« fragte er noch.
»Zu den Bahamas. Ich schreibe Ihnen eine Ansichtskarte.«
»Gute Erholung und schöne Erlebnisse«, sagte er.
»Bahamas«, sagte Loni nachdenklich. »Das Mittelmeer ist schon nicht mehr in. Ich gönn’ es den Leuten ja von Herzen, aber wozu in die Ferne schweifen, wo das Gute liegt so nah? Wenn ich mir vorstelle, was das kostet und was man mit dem Geld alles anfangen könnte! Und manche machen das ja auf Kredit. Aber die Viola Röhm hat das bestimmt nicht nötig. Und ein goldiger Mensch ist sie auch.«
Ja, goldig war Viola und überall beliebt. Auf Rosen gebettet war sie allerdings bisher nie gewesen, und ein bißchen teuer fand sie diese Reise auch. Aber Werner war so begeistert gewesen, und er hatte auch gesagt, daß sie sich wegen der Kosten keine Sorgen machen müßte.
Viola hatte gespart, allerdings für ihren Hausstand. Zwanzigtausend Mark hatte sie recht mühsam auf die Seite gebracht, denn in ihrem Beruf mußte sie auch immer schick gekleidet sein. So großartig, wie manche meinten, war der Verdienst nicht.
Ganz leicht war es ihr auch nicht gefallen, als Werner Kilian vor zwei Tagen darum gebeten hatte, daß sie das Geld für die Reise doch vorschießen möchte, da er die Anzahlung für die Eigentumswohnung leisten mußte.
In ihrem Elternhaus hatte man immer rechnen müssen, und so fiel es Viola schwer, sich von ihrem Ersparten zu trennen, aber das wollte sie Werner nicht sagen. Schließlich erklärte er ihr ja auch, daß sein Konto nach ihrer Rückkehr wieder gefüllt sein würde.
»Es soll ja sozusagen unsere Hochzeitsreise sein, Liebling«, sagte er, »und später werde ich für alles sorgen. Wenn du deinen Job behältst, kannst du das Gehalt selbstverständlich als dein Taschengeld betrachten.«
Man sagte Werner Kilian eine große Karriere voraus. Auf der Bühne hatte er Erfolge eingeheimst, sein erster Film war ein Renner, wie man sagte.
Viola gefiel dieser Film zwar nicht, aber auch das behielt sie für sich. Schließlich kam es nur darauf an, daß Werner gute Kritiken bekam. Und jetzt hatte er so viele Eisen im Feuer, daß auch nach der Hochzeit nicht so bald an eine Reise gedacht werden konnte.
Das größte Problem war für Viola gewesen, wo sie ihren Hund Purzel lassen sollte, aber dann hatte sich ihre Freundin Helga bereit erklärt, den hübschen Mischling, den sich Viola vor Weihnachten aus dem Tierheim geholt hatte, weil er sie so erbarmte, in Pflege zu nehmen.
Helga war eine gute Haut, lange nicht so attraktiv wie Viola, wenn auch nicht unansehnlich. Werner Kilian nannte sie nicht gerade freundlich eine »Intelligenzbestie«, mit der er nichts anzufangen wußte. Die Antipathie beruhte auf Gegenseitigkeit, aber dazu äußerte sich Helga nicht, denn sie wollte nicht in den Verdacht geraten, eifersüchtig zu sein, da es kaum eine Frau gab, die nicht für Werner Kilian schwärmte.
Helga arbeitete als Übersetzerin für einen Verlag, verdiente sich ihr täglich Brot, obwohl sie von Haus aus genügend Vermögen hatte, um sich manches gestatten zu können.
Eine Reise auf die Bahamas fand sie irrsinnig, aber auch darüber schwieg sie sich aus, denn sie hatte Viola viel zu gern, um sie zu kränken, und sie hätte sich lieber die Zunge abgebissen, als auch nur ein warnendes Wort verlauten zu lassen.
Helga hatte sich also bereit erklärt, ihre Stadtwohnung während Violas Abwesenheit mit deren Mansardenwohnung im Vorort zu vertauschen, damit Purzel in seiner gewohnten Umgebung blieb.
Es war eine hübsche Wohnung, und Viola hatte auch gemeint, daß sie vorläufig auch für zwei reichen würde, doch Werner war sie nicht repräsentativ genug.
Helga konnte in die Luft gehen, wenn sie hörte, daß Viola sich in allem nach Werner richtete, aber sie verstand auch, sich zu bremsen, weil ja schließlich und endlich des Menschen Wille sein Himmelreich sei.
Aber Helga, drei Jahre älter als Viola, hatte ihre Erfahrungen mit Männern gemacht und auch andere gesammelt. War sie auch nicht kühl bis ins Herz, wie Werner Kilian von ihr behauptete, so wahrte sie doch nach dem ersten Reinfall und einer gelösten Verlobung Distanz, und als Viola dann ihre Koffer packte und Helga den aufgeregten Purzel beruhigen mußte, sagte sie doch behutsam warnend: »Ihr habt ja jetzt ein paar Wochen Zeit, euch richtig kennenzulernen, Viola. Wenn es nicht so hinhaut, wie du es dir vorgestellt hast, zieh lieber die Konsequenzen. Wenn du mich brauchst, bin ich immer zur Stelle.«
»Was sollte nicht hinhauen?« fragte Viola. »Wir verstehen uns doch wunderbar. Wir legen uns nicht gegenseitig an die Kette. Wir wollen Partner sein.«
Sie ist doch sehr naiv, dachte Helga. Sie liegt längst an der Kette, und wenn sie ihren Werner mal nicht mehr anhimmelt, wird sie ihn schon kennenlernen.
Oder täuschte sie sich? Verkannte sie ihn vielleicht doch? Es schien ja wirklich eine ganz romantische Liebe zu sein.
Aber sie mußte sich dann Purzels annehmen, der seinem Frauchen eine ganze Nacht und einen langen Tag nachweinte, bis er sich endlich doch damit abfand, daß er es auch bei Helga recht gut hatte. Da schwammen Viola und Werner Kilian schon auf einem Luxusdampfer auf hoher See. Es war allerdings kein vielversprechender Anfang, denn Werner war bald seekrank geworden.
*
»Ich vermisse Viola schon zwei Abende auf dem Bildschirm«, sagte Fee Norden zu ihrem Mann. »Ist sie krank?«
»Habe ich dir nicht gesagt, daß sie mit ihrem Zukünftigen eine Kreuzfahrt macht?« fragte Daniel.
»Nein, das hast du mir nicht gesagt«, erwiderte Fee. »Wohin geht denn die Reise?«
»Zu den Bahamas.«
»Das ist auch so ein Tick«, sagte Fee kopfschüttelnd, »und eigentlich paßt das doch gar nicht zu Viola, so viel Geld auszugeben.«
»Da wird schon der Partner den Ton angeben«, sagte Daniel.
»Wer ist es denn?«
»Das müßtest du doch eigentlich besser wissen, mein Schatz.«
»Etwa Kilian, dieser Schauspieler?« fragte Fee. »Ich habe sie mal zusammen gesehen. Dieser Herzensbrecher paßt doch auch nicht zu ihr.«
»Vielleicht denkt sie anders. Zerbrechen wir uns nicht den Kopf darüber. Ich mache mir Sorgen über Annika.«
»Annika Winkler? Was fehlt ihr denn?«
»Die Mutter, mein Liebes.«
»Es war eine Rabenmutter«, sagte Fee aggressiv. »Annika kann sie nicht vermissen. Herr Winkler ist ein guter Vater.«
»Aber er hat keine Zeit für das Kind, und die schwere Grippe hatte die Kleine sehr mitgenommen. Winkler will sie in ein Kinderheim bringen, aber sie sträubt sich mit Händen und Füßen dagegen. Sie möchte zu ihrer Großi, aber du weißt ja, wie die alte Frau Winkler beisammen ist.«
»Jetzt fängst du auch schon damit an, Frauen um die Sechzig als alt zu bezeichnen«, sagte Fee verweisend.
»Das war nur der Vergleich zur jungen Frau Winkler, die ja mit ihrem Liebhaber über alle Berge ist«, erklärte Daniel. »Gerald Winklers Mutter ist durch die Scheidungsgeschichte schrecklich mitgenommen.«
»Sie wollte doch auf die Insel der Hoffnung gehen. Da könnte sie Annika mitnehmen.«
