Über dieses E-Book
Lust auf den ersten Blick: Erst flirtet Ivy mit dem breitschultrigen Angus auf der Strandhochzeit ihrer Schwester, dann küssen sie sich heiß in einer lauschigen Bucht und lieben sich voller Leidenschaft … Dabei weiß Ivy genau, dass sie, die reiche Erbin, und Angus, der sich alles in seinem Leben hart erkämpft hat, aus unterschiedlichen Welten stammen. Ganz schnell muss sie sich ihn aus dem Kopf schlagen, bevor es kompliziert wird. Aber als sie Angus fünf Wochen später wiedersieht, findet Ivy ihn immer noch so sexy! Komplikationen hin - Leidenschaft her …
Leah Ashton
Anders als viele unserer Autorinnen hat Leah Ashton nicht immer vorgehabt, selbst zu schreiben. Sie hat zwar schon als Kind alles gelesen, das ihr in die Finger kam – von Büchern bis hin zur Rückseite der Cornflakes-Verpackung beim Frühstück –, doch ans Schreiben dachte sie erst nicht. Eines Tages entdeckte sie dann die zum Seufzen schöne Welt der Liebesromane … Und an einem anderen Tag, Jahre später, fragte sie sich, ob sie selbst nicht auch so eine Geschichte schreiben könnte. Glücklicherweise hat sie den Mut gehabt, selbst den Stift zur Hand zu nehmen! Heute lebt sie mit ihrem liebevollen Ehemann und zwei tollen Töchtern in Perth, im Westen Australiens, und schreibt wunderschöne Happy Ends für ihre starken, eigenständigen Heldinnen. Sie liebt ausschweifende Gespräche und zu lachen bis die Tränen kommen, und sie frühstückt wahnsinnig gerne – ganz unabhängig von der Tageszeit. Was sie dagegen überhaupt nicht mag, sind Gurken. Und Horrorfilme, sie bleibt lieber bei ihren romantischen Geschichten.
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Rezensionen für Der Zauber dieser einen Nacht
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Buchvorschau
Der Zauber dieser einen Nacht - Leah Ashton
IMPRESSUM
JULIA erscheint in der HarperCollins Germany GmbH
© 2014 by Leah Ashton
Originaltitel: „Nine Month Countdown"
erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London
in der Reihe: MODERN TEMPTED
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe JULIA
Band 062016 - 2016 by HarperCollins Germany GmbH, Hamburg
Übersetzung: Michaela Koch
Abbildungen: PlusONE / Shutterstock, alle Rechte vorbehalten
Veröffentlicht im ePub Format in 03/2016 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733706616
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
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BACCARA, BIANCA, ROMANA, HISTORICAL, MYSTERY, TIFFANY
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1. KAPITEL
Genau bei Schritt elf in Richtung des Altars hatte es angefangen.
Ivy wusste es, weil sie gewissenhaft mitzählte.
Rechter Fuß vor, linker Fuß folgt – eins. Rechter Fuß vor, linker Fuß folgt – zwei.
Im Allgemeinen begann sie immer dann zu zählen, wenn ihr etwas zu hitziges Temperament mit ihr durchzugehen drohte. Oder bei den seltenen Anlässen, bei denen sie nervös war – auch wenn sie sich nicht daran erinnern konnte, wann das zuletzt vorgekommen war. Und heute traf beides nicht zu. Die Braut, ihre Schwester April, war diejenige, deren Herz bis zum Hals schlagen sollte. Denn der Gedanke an Heirat und Familie konnte wirklich Angst machen. Zumindest ging es Ivy so. Deshalb hatte sie derartige Pläne auch aus ihrem Leben verbannt. Zwar traf sie sich gelegentlich mit dem einen oder anderen Verehrer, doch es hatte sich nie irgendetwas Ernstes daraus entwickelt. Ivys Fokus war auf ihre Arbeit und das Familienunternehmen gerichtet. Alles andere war unwichtig. Und da Beziehungen erfahrungsgemäß die ärgerliche Angewohnheit hatten, jeden Bereich des Lebens zu beeinflussen, konnte Ivy in einer Zeit, in der sie kurz vor dem Höhepunkt ihrer beruflichen Karriere stand, einfach keinen Partner gebrauchen.
Doch was stimmt heute nicht mit mir? Erleichtert darüber, dass sich alle Hochzeitsgäste allein auf das Brautpaar konzentrierten, war sie die ersten Meter in Richtung des Altars gelaufen. Plötzlich aber – exakt mit ihrem elftem Schritt – hatte sich etwas verändert.
Jemand schenkte ihr, Ivy, Beachtung. Sehr viel Beachtung! Jemand sah nur sie an, auf eine Art, die Ivy niemals für möglich gehalten hatte. Es war ein Blick, der bis auf den Grund ihrer Seele zu dringen schien.
So seltsam und unerwartet, dass Ivy sogar vergaß, weiterzuzählen.
Zum Glück hatte sie nicht vergessen weiterzulaufen. Und sie vergaß auch nicht, ihren Blick auf das Ende ihres Weges zu richten: den hölzernen Altar, der extra für Aprils Hochzeit am wunderschönen Sandstrand von Nusa Dua errichtet worden war. Direkt am Ufer des azurblauen Indischen Ozeans. Denn heute war Ivy doch die Hauptbrautjungfer ihrer Schwester, und sie erledigte jede Aufgabe, die man ihr übertrug, äußerst gewissenhaft. Egal, ob es die Pflichten einer Brautjungfer waren oder die einer Geschäftsführerin eines großen Unternehmens. Arbeit war Arbeit, und Ivy hatte immer nach dem Grundsatz gelebt, bei allem, was sie tat, ihr Bestes zu geben.
So begann sie von Neuem zu zählen und sich dabei auf ihre Aufgabe zu konzentrieren, so gut sie konnte.
Doch sie spürte diesen seltsamen Blick noch immer, während ihre Schwester und Evan das Hochzeitsgelübde ablegten. Erst nachdem April und ihr frisch angetrauter Ehemann sich am Altar geküsst hatten und die Glückwünsche von Familien und Freunden entgegennahmen, wagte Ivy, sich unter den Gästen umzusehen. Um herauszufinden, was um alles in der Welt hier vor sich ging.
Doch es war zu spät. Sie spürte den unglaublich eindringlichen Blick nicht mehr.
Viel später, nachdem sie über eine Stunde für den Fotografen gelächelt hatte, stand Ivy mit ihren beiden Schwestern und mehreren Brautjungfern hinter dem riesigen Festzelt, in dem der Hochzeitsempfang stattfand.
Das Luxushotel, das ihre Mutter für den festlichen Anlass gebucht hatte, verfügte über drei Haupthäuser mit je vier Stockwerken, die das Festzelt wie eine Schlossmauer umgaben. Die geöffnete Vorderseite des Zeltes jedoch ermöglichte einen endlosen Ausblick auf den leuchtendblauen Ozean.
Es war früh am Abend, und die Sonne würde bald untergehen. Ein willkommener Windhauch streifte Ivys nackte Schultern und drückte den seidigen Stoff ihres bodenlangen Kleides gegen ihre Beine. Glücklicherweise ließ Balis berüchtigte Luftfeuchtigkeit bereits etwas nach. Dennoch war eine blonde Stylistin gerade schwer damit beschäftigt, das Make-up und die Frisuren von Ivy und ihren Schwestern in Ordnung zu bringen.
„Ich kann doch nicht zulassen, dass Sie mit verschmierter Wimperntusche auf der Societyhochzeit des Jahres herumlaufen!", verkündete sie lachend.
Ivy nickte und unterdrückte den Drang, mit den Augen zu rollen. Sie hätte sich so gern irgendwo hingesetzt. Denn die unglaublich teuren, maßgeschneiderten High Heels, die sie trug, malträtierten mittlerweile nicht nur ihre Füße. Alles tat ihr weh.
Der Hochzeitsplaner überprüfte den Zeitablauf, besprach mit April ein paar Änderungsvorschläge und rief schließlich allen Brautjungfern ihre Anweisungen zu. Auch an Ivy richtete er das Wort, doch sie brauchte keine Erinnerung. Sie wusste genau, was sie zu tun hatte. Sobald ihr Make-up aufgefrischt war, lief sie zu Sean, Evans bestem Freund und Trauzeugen, und hakte sich bei ihm ein.
„Gehen wir hinein?", fragte er und trank einen Schluck Bier aus seinem Glas. Es war ganz sicher nicht das Erste an diesem Tag. Sean nahm seine Trauzeugenpflichten eindeutig nicht so ernst, wie Ivy es gern gesehen hätte.
Sie hörte die Musik, die April für den Einzug ins Festzelt ausgewählt hatte, nahm Sean das Bier ab und drückte es dem Hochzeitsplaner in die Hand.
„Folgen wir den beiden jetzt?", wollte Sean wissen, als er sah, wie eine der anderen Brautjungfern mit ihrem Begleiter im Zelt verschwand.
„Du warst doch bei der Probe dabei!" Ivy äußerte den Vorwurf mit einem gezwungenen Lächeln, während sie Sean hinter sich herzog.
Dann betrat sie das Zelt, in dem es nur eine einzige Wand gab. An den anderen Seiten hingen lediglich luftige weiße Vorhänge in den Ecken. Die wohl zweihundert Hochzeitsgäste saßen an weiß drapierten Tischen mit elfenbeinfarbenen Blumengestecken und Dutzenden funkelnder Kerzenleuchter. Und hinter ihnen erstreckte sich, wie ein Postkartenmotiv, der Ozean. Natürlich musste die Hochzeit einer Molyneux-Tochter über alle Maßen spektakulär sein. Doch sogar Ivy war beeindruckt. Alles war makellos – selbst das Timing. Denn gerade als April und Evan das Festzelt betraten, begann die Sonne über dem mittlerweile dunkelblau schimmernden Meer unterzugehen. Perfekt.
Gerade war Ivy in der Mitte des Zeltes angekommen, als sie merkte, dass sie erneut ihre Schritte zählte.
Zweiunddreißig. Dreiunddreißig. Vierunddreißig …
Diesmal verstand sie es noch viel weniger. Vielleicht hatte sie sich vor dem Altar etwas seltsam gefühlt, weil sie unwillkürlich über Liebe und Beziehungen nachdenken musste. Außerdem hatten die High Heels gerade in diesem Moment begonnen, ihre Füße zu quälen. Also war Schritte zählen noch irgendwie gerechtfertigt gewesen. Doch jetzt? Sie spürte ihre Füße ja gar nicht mehr. Es gab keinen Grund zu zählen. Außer …
Und in diesem Moment musste Ivy es sich eingestehen. Ich bin nervös. So nervös, dass ihr Magen drohte, zu rebellieren.
Warum?
Sie war es doch gewohnt, dass Menschen sie ansahen. Wie oft hatte sie für Molyneux-Mining große Besprechungen geleitet und Interviews gegeben? Ivy hatte so viele Jahre Medientraining hinter sich. War live im Fernsehen aufgetreten und unzählige Male von Journalisten belagert worden. Sie hatte – ob sie es wollte oder nicht – ihr Leben lang im Interesse der Öffentlichkeit gestanden.
Und ja, so war es verständlich gewesen, dass sie als Neunzehnjährige stets ihre Schritte zählte. Als Fünfundzwanzigjährige ab und zu. Jetzt, mit einunddreißig und als Managerin des Bergbauunternehmens, hatte sie einfach kein Recht dazu.
Sie war eine selbstbewusste, ausgeglichene – manche sagten sogar einflussreiche – Frau. Schritte zählen passte so gar nicht in dieses Bild.
Siebenundfünfzig. Achtundfünfzig. Neunund…
„Was habe ich falsch gemacht?", fragte Sean, der Ivy am Hochzeitstisch den Stuhl zurechtrückte.
Ivy blinzelte. „Wie bitte?"
„Du hast mir gerade gesagt, ich soll damit aufhören. Er musterte sie verwirrt. „Und das Ganze in ziemlich herrischem Ton!
„Das musst du dir eingebildet haben", entgegnete Ivy schnell. Dann nahm sie auf ihrem Stuhl Platz und rückte, obwohl es überhaupt nicht notwendig war, ihr Glas ein wenig zurecht, während Sean sich neben sie setzte.
Während er sie noch immer verwirrt ansah, richtete Ivy ihre Aufmerksamkeit auf April, die am Arm ihres Mannes mit leuchtenden Augen das Festzelt betrat.
Ihre kleine Schwester hatte nie schöner ausgesehen: Mit ihren aufgesteckten blonden Haaren und in ihrem weißen Kleid mit der endlosen Schleppe wirkte sie beinahe wie eine Prinzessin.
Ivy lächelte und vergaß für einen Moment das Rätsel um ihre unangebrachte Nervosität. Sie freute sich so sehr für ihre Schwester. Heute wurde Aprils Traum wahr.
Langsam lehnte Ivy sich auf ihrem Stuhl zurück und sah sich um. Niemand würde bemerken, wenn sie unter dem Tisch diese schrecklichen Schuhe auszog.
Und gerade als sie das Gefühl hatte, mit den Schuhen zugleich etwas von ihrer Anspannung abgestreift zu haben, spürte sie es erneut.
Diesen seltsamen Blick. Diese Beachtung, die eine Gänsehaut auf ihrem Körper auslöste und Ivy am ganzen Körper zittern ließ.
Das war zu viel.
Sie sah sich noch einmal um. Langsam und konzentriert. Nichts würde sie davon abhalten, die Person zu finden, die sie derart durcheinanderbrachte.
Und da war … ER.
Auf der entgegengesetzten Seite der Tanzfläche. Seinem kurz geschorenen Haar und dem extrem durchtrainierten Körper nach zu schließen, musste dieser Mann in der Armee sein – und so wusste Ivy sofort, wer er war.
Angus. Es musste Angus sein … Ivy erinnerte sich daran, dass ihr der unbekannte Name auf der Gästeliste aufgefallen war. Auch April wusste nicht besonders viel über ihn. Nur dass er ein alter Schulfreund von Evan war und als Berufssoldat sein Geld verdiente. „Soviel ich weiß, ist er bei einer Spezialeinheit", hatte April beinahe ehrfürchtig gesagt.
Da Ivy jeden Tag der letzten Wochen in ihre Brautjungfernpflichten und noch viel mehr in ihre beruflichen Anforderungen eingebunden war, hatte sie keinen weiteren Gedanken an den mysteriösen Soldaten verschwendet.
Doch jetzt gerade fesselte dieser Mann ihre gesamte Aufmerksamkeit. Und als sie seinem Blick schließlich begegnete, die unglaubliche Intensität nun wirklich sehen konnte, war es beinahe, als beherrsche Angus sie. Ihren Körper, der noch immer zitterte. Ihre Haut, die brannte wie Feuer. Ihren Mund, der wie ausgetrocknet war.
Und auf die Distanz konnte sie nicht einmal die Farbe seiner Augen erkennen.
Oh, Gott. Was passiert, wenn er mir nah genug kommt, dass ich herausfinden kann, ob sie blau, grün oder grau sind?
Ihrer gegenwärtigen Reaktion nach zu urteilen, würde sie wahrscheinlich in Flammen aufgehen.
Das wäre nicht gut.
Was war bloß los mit ihr? Er war doch nur ein Mann. Lediglich ein Gast auf Aprils Hochzeit.
Eine Ablenkung, die Ivy nicht brauchte.
Sie war heute die erste Brautjungfer. Und sie war Managerin von Molyneux-Mining. Also durfte sie nicht wie eine vollkommene Idiotin hier herumsitzen und über die Tanzfläche hinweg einen Gast auf der Hochzeit ihrer Schwester anstarren.
Doch genau das tat sie.
Und gerade als sie sich noch einmal sagte, dass sie einfach irgendwo anders hinschauen müsste … irgendwo hin … nur nicht in Angus’ Augen … passierte es.
Er blinzelte.
Angus Barlow wusste immer, was er tat. Er war ruhig, methodisch und strukturiert. Gelassen. Selten konnte ihn etwas ablenken oder aus dem Konzept bringen.
Ihm war auch klar, was er tat, als er Ivy Molyneux bei ihrem Gang zum Altar nachgesehen hatte. Er hatte einfach den Anblick einer umwerfenden Frau genossen.
Ihr langes schwarzes
