Über dieses E-Book
Nur knapp entgeht die zauberhafte Julia am Tag ihrer Hochzeit mit dem reichen Randall einer Entführung. Wie aus dem Nichts ist der breitschultrige Tanner aufgetaucht und hat sie in einem Haus am See in Sicherheit gebracht. Hier erleben sie sinnliche Stunden der Lust. Aber noch immer will Julia Randall heiraten …
Mindy Neff
Mindy Neff stammt ursprünglich aus Louisiana, dem Süden der USA, lebt aber jetzt mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern im sonnigen Kalifornien. Das Wichtigste im Leben sind ihr Familie, Freunde, schreiben und lesen. Wenn sie nicht an einer Romance arbeitet, dann kümmert sie sich um die Buchhaltung der Baufirma ihres Mannes. Die Familie besitzt ein Ferienhaus in Arizona, idyllisch an einem Fluss gelegen. Traumurlaub? Am Fluss liegen und ein gutes Buch lesen. Mindy sagt: „Viele Autorinnen wissen schon in frühen Jahren, dass sie schreiben wollen. Dazu gehörte ich nicht! Ich war bereits Mitte 30, als mir irgendwer eine Romance in die Hand drückte. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, vergaß, für die Familie zu kochen, und war äußerst ungehalten, wenn man mich unterbrach. Erst da wurde mir klar, dass ich auch schreiben wollte, und zwar Liebesromane. Ich liebe die Kraft, die Gefühle und die positive Einstellung, die aus ihnen entsteht. Ich hoffe so sehr, dass Leserinnen das auch fühlen, wenn sie meine Romane lesen, die selbstverständlich immer ein Happy End haben." Mindy freut sich über Post. Sie können ihr an folgende Adresse schreiben: PMB 262, P.O. Box 2704, Huntington Beach, CA 92647.
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Buchvorschau
Küss den Richtigen! - Mindy Neff
IMPRESSUM
Küss den Richtigen! erscheint in der HarperCollins Germany GmbH
© 1998 by Melinda Neff
Originaltitel: „A Bachelor For The Bride"
erschienen bei: Harlequin Enterprises Ltd., Toronto
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe COLLECTION BACCARA
Band 176 - 2001 by CORA Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg
Übersetzung: Angelika Schulz
Umschlagsmotive: GettyImages_Vasyl Dolmatov
Veröffentlicht im ePub Format in 08/2018 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733759100
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:
BACCARA, BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, TIFFANY
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1. KAPITEL
Eine Frau sollte am Vorabend ihrer Hochzeit nicht allein sein, dachte Julia. Sie könnte dabei auf dumme Gedanken kommen, besonders wenn sie auch noch von Zweifeln geplagt wird.
Julia zögerte, den Motor ihres Cabrios anzulassen. Es war Freitagabend. In vierundzwanzig Stunden würde sie Mrs. Randall Latrobe sein. Bei dieser Vorstellung hatte sie ein merkwürdiges Gefühl im Magen. Vielleicht hätte Randall sich nicht so schnell von ihr verabschiedet, um mit seinen Parteifreunden den letzten Junggesellenabend zu feiern, wenn er etwas von ihren Gedanken geahnt hätte.
Sie schaute zu ihrem Elternhaus hinüber. Wie sehr sie dieses Haus mit dem weißen Stuck und den Holzverzierungen liebte! Hoffentlich habe ich die richtige Entscheidung getroffen, dachte sie beunruhigt. Ihr Blick fiel auf die hinter dem Haus liegenden Weingärten. Seit dem Brand vor etwa fünfzehn Jahren trugen die Rebstöcke auf der Südseite nur wenige Trauben. Die Hänge hinter den Ställen im Osten hingegen versprachen reiche Ernte. Doch der Ertrag würde ihnen nichts mehr nützen.
Der Besitz stand kurz vor der Zwangsversteigerung, und genau das wollte Julia unter allen Umständen verhindern. Durch ihre Heirat mit Randall könnte ihr Vater eine neue Hypothek aufnehmen und so die Ranch vor dem Konkurs bewahren. Und Julia würde ihre geliebte Pferdezucht behalten. Allein dafür hätte sie fast alles getan.
Es wird sowieso Zeit, dass ich eine Familie gründe, redete sie sich ein. Schließlich bin ich siebenundzwanzig Jahre alt. Ich will Kinder und ein eigenes Heim. Warum soll ich also nicht heiraten? Randall ist eine sehr gute Partie. Davon war jeder in der Stadt überzeugt. Seit über einem Jahr waren sie nun zusammen, und Randall war stets aufrichtig, treu und liebevoll gewesen.
Spielte es denn wirklich eine so große Rolle, dass ihrer Beziehung die Leidenschaft fehlte? Sie hatte doch ihre Pferde, denen sie sich mit Begeisterung widmete. Und da Randall stark in der Politik engagiert war und stets einen vollen Terminkalender hatte, würde sie genug Zeit haben, sich ihren Traum von einer eigenen Pferdezucht zu erfüllen. Auch wenn Randall kein Pferdenarr war, er würde ihr keine Hindernisse in den Weg legen. Er hatte nur seine politische Karriere im Auge, und mit ihrem makellosen Ruf war Julia die ideale Frau an seiner Seite. Von dieser Verbindung profitierten sie daher beide.
Doch bevor Julia eine perfekte Ehefrau wurde, wollte sie eine Nacht einmal so sein, wie sie sonst nicht sein durfte. Einmal nur wollte sie ihren Gehorsam vergessen und über die Stränge schlagen. Einmal nur – bevor es zu spät war.
Entschlossen drehte sie den Zündschlüssel herum. Als der Motor ansprang, trat Lydia Grazer auf die Veranda.
„Wo fährst du hin?"
Typisch Mutter, dachte Julia. Ich kann keinen Schritt tun, ohne dass sie wissen will, wo ich hingehe. Sie hasste es zu lügen. Doch sie brauchte diesen letzten Abend unbedingt für sich. „Ich treffe mich mit Charity in der Stadt. Wir müssen noch einige Dinge wegen der Hochzeitsfotos besprechen. Ich bin bald zurück."
Sie gab Gas, bevor ihre Mutter sie aufhalten konnte. Der Wagen schoss an den ausgedehnten Weiden vorbei, auf denen die Pferde grasten. Honor Bleu, ihr preisgekrönter Hengst, war ihr Ein und Alles. Sie würde Bleu in ihr neues Zuhause mitnehmen, das hatte sie unmissverständlich klargemacht. Geduldig nahm sie hin, dass jeder in ihr Leben reinzureden versuchte, doch wenn es um Bleu ging, blieb sie hart. Ohne ihn würde sie nirgendwohin gehen.
Ihr Zukünftiger konnte mit ihrer Pferdeleidenschaft ebenso wenig anfangen wie ihr Vater. Aber Julia hatte nicht nachgegeben – und durchgesetzt, dass Randall Ställe auf seinem Anwesen baute. Bis dahin würde sie eben viel Zeit auf dem Besitz ihrer Eltern verbringen. Vorausgesetzt, es kam nicht zur Versteigerung.
Doch darüber wollte sie heute nicht nachdenken. Sie griff nach dem Handy und wählte Charity Ardens Nummer. Sie bat ihre Freundin, zu Gatlin’s zu kommen, einem Lokal außerhalb der Stadt.
Charity war über den Treffpunkt zwar etwas verwundert, denn der Club hatte keinen besonders guten Ruf. Dennoch willigte sie ein und versprach, in einer halben Stunde dort zu sein.
„Wunderbar. Wir können bei einem Drink über die Fotos reden. Bis gleich."
Charity war freie Fotografin bei der Grazer’s Gazette. Der Auftrag, Julias Hochzeitsgäste aufzunehmen, war für sie als alleinerziehende Mutter ein erfreuliches Zubrot.
Julia drückte das Gaspedal durch. Die warme Juniluft spielte in ihrem Haar, und über ihr funkelten die Sterne wie Diamanten. Je weiter sie sich von ihrem Elternhaus entfernte, desto freier fühlte sie sich. Sie hielt das Lenkrad mit den Knien fest und zog ihren braven, hochgeschlossenen Pullover aus. Darunter trug sie ein tief ausgeschnittenes T-Shirt. Sie genoss den warmen Wind auf ihrem Dekolleté.
Sie liebte diese Gegend. Bereits am Stadtrand von Grazer’s Corners hatte man das Gefühl, mitten auf dem Land zu sein. Die weiten Wiesen und Felder boten genügend Raum zum Ausreiten. Bisher hatten die Stadtplaner das kleine, verschlafene Paradies im Herzen Kaliforniens noch nicht entdeckt. Es wäre ihnen auch nicht anzuraten. Sie bekämen es gewiss mit Julias Vater zu tun. Maynard Grazer vermittelte gern den Eindruck, ihm gehöre die ganze Stadt, weil sie den Namen seiner Vorfahren trug. Er würde niemals tatenlos geschehen lassen, dass auf dem Farmland Siedlungen mit Einfamilienhäusern entstünden.
Um zu Gatlin’s zu kommen, musste Julia quer durch die Stadt. Sie hoffte inständig, nicht gesehen zu werden. In dieser Stadt kannte jeder jeden – und wenn die Leute das Cabrio sahen, würden sie sich wahrscheinlich fragen, warum Julia Grazer in diesem Aufzug und ohne ihren Verlobten am Abend vor ihrer Hochzeit durch die Gegend fuhr.
Sie gab noch etwas mehr Gas. Ein Strafmandat wegen überhöhter Geschwindigkeit brauchte sie nicht zu fürchten. Sheriff Brockner war vorzeitig in den Ruhestand gegangen, und Hilfssheriff Kate Bingham war momentan nicht in der Stadt.
Glücklicherweise zeigte die einzige Ampel des Ortes grünes Licht, und Julia fuhr unerkannt zu Gatlin’s. Sie stellte ihren Wagen neben einer glänzenden Harley ab und blickte sich zögernd um. Der Club war als Single-Treffpunkt bekannt. Julia war erst ein einziges Mal mit zwei Freundinnen hier gewesen.
Doch dies war ihr letzter Abend als Single. Entschlossen stieg sie aus dem Auto. Heute wollte sie nicht die wohlerzogene Tochter aus gutem Hause sein. Einmal noch wollte sie sich austoben. Und morgen würde sie die von allen respektierte Frau des Randall Latrobe werden.
Sie warf das glänzende, schwarze Haar zurück, strich den Rock mit dem Tigerfellmuster glatt und zupfte den tiefen Ausschnitt ihres T-Shirts zurecht. Ihre Zehnzentimeterabsätze brachten sie auf eine beeindruckende Größe von einem Meter achtzig. Julia sah sehr sexy aus, und sie spürte die bewundernden Blicke, als sie sich den Weg durch die Menge bahnte. Lässig lehnte sie sich an die Theke und bestellte ein Bier. Dann nahm sie einen tiefen Schluck aus der Flasche.
„Hallo, meine Schöne. Ich habe ein Leben lang auf dich gewartet."
Zu plump, dachte Julia, als sie sich zu dem Mann umdrehte. Eigentlich wollte sie ihn mit einem vernichtenden Blick strafen, doch dann besann sie sich eines Besseren. Der Typ trug Cowboystiefel und sah ganz manierlich aus. Außerdem wollte sie ja nicht mit ihm nach Hause gehen, sondern sich einfach nur amüsieren, die Nacht durchtanzen, gleich mit wem. Notfalls würde sie auch allein auf die Tanzfläche gehen, falls sie keiner auffordern sollte.
Julia grinste den Cowboy an. „Ich habe dich ebenso lange gesucht, Süßer."
Der Mann schluckte heftig. Offensichtlich fühlte er sich geschmeichelt.
„Tanzen wir, Cowboy?" Ohne sich darum zu kümmern, ob er ihr folgte, ging sie zur Tanzfläche und begann sich zum Rhythmus der Musik zu bewegen. Sie war sich ihrer Ausstrahlung, ihres Sex-Appeals durchaus bewusst.
Allein ihre hohen Absätze erregten Aufmerksamkeit. Ihre gebräunten Beine, die der Minirock kaum verhüllte, taten ebenfalls ihre Wirkung. Sie stand im Mittelpunkt des Interesses, jedenfalls bei den Männern.
Julia genoss es, eine andere zu sein, genoss das prickelnde Gefühl, sich gehen zu lassen. Lachend warf sie den Kopf in den Nacken. Da bemerkte sie ihn. Er saß allein an einem Tisch, und sein Blick verfolgte jede ihrer Bewegungen.
Sie verlor fast das Gleichgewicht auf ihren hohen Schuhen. Seit zehn Jahren hatte sie Tanner Caldwell nicht mehr gesehen. War er es wirklich? Wieso war er nach Grazer’s Corners zurückgekehrt? Julia fand das ziemlich verwunderlich, so, wie ihre Familie ihn behandelt hatte.
Sein unverwandt auf sie gerichteter Blick faszinierte sie und zog sie in den Bann. In ihr erwachte eine Sehnsucht, die sie aus der Fassung brachte. Für ein paar Sekunden verlor sie den Rhythmus. Ein plötzlicher Adrenalinstoß verstärkte die Wirkung des Alkohols in ihrem Blut. Auffordernd warf sie den Kopf zurück und sah ihm tief in die Augen.
Komm schon, du toller Typ. Bist du es wirklich, oder täusche ich mich?
Doch der Mann zeigte keine Reaktion. Er fixierte sie nur unablässig.
Das brachte Julia erst recht in Fahrt. Na gut. Du hast es nicht anders gewollt. Verführerisch schwang sie die Hüften. Das war ihre Nacht. Sie durfte tun, was sie wollte. Morgen würde sie wieder die liebe, gehorsame Julia Grazer sein.
Der leichte Schwips machte sie noch mutiger. Sie bedankte sich lässig bei ihrem Cowboy für den Tanz und steuerte auf den Tisch mit dem Mann zu, der Tanner so ähnlich sah.
Noch immer bewegte er sich nicht, zuckte nicht einmal mit der Wimper. Sein Gesicht wirkte wie versteinert, und seine Augen waren ausdruckslos. Es irritierte sie. Zugleich fühlte sie sich aber magisch von ihm angezogen.
Er trug ausgetretene Stiefel und enge Jeans. Das schwarze T-Shirt betonte seinen breiten, muskulösen Oberkörper. Die dunklen, dichten Haare fielen ihm bis auf die Schultern.
Er wirkte verwegen, ungehobelt und arrogant. Aber es war genau diese Ausstrahlung, die ihn so attraktiv machte. Dagegen war auch Julia keineswegs immun.
„Julia?"
Der Klang ihres Namens
