Über dieses E-Book
Stephanie freut sich zwar, dass sich Danny Sullivan seit ihrer Rückkehr nach Kalifornien so kameradschaftlich um sie kümmert, aber sie sehnt sich nach sinnlicher Leidenschaft, die endlich ihr Verlangen stillt! Entschlossen, Dannys Herz für immer zu erobern, setzt Stephanie alles auf eine Karte …
Charlotte Maclay
Charlotte Maclay hatte immer Geschichten in ihrem Kopf. In der dritten Klasse erfanden sie und eine Freundin Bambi – Geschichten und führten sie als kleine Theaterstücke auf. Ihre Freundin spielte Bambi – sie war Thumper, der Hase aus dem Disney – Film. Eines Tages zog ihre Freundin weg, aber Charlotte erfand weiterhin Geschichten. Jahre später gab ihr ihr Ehemann ein kleines Lehrbuch, wie man Romane schreibt. 1987 veröffentliche sie ihren ersten Roman. 4 Jahre und ein Dutzend unverkaufte Manuskripte später verkaufte sie das erste Mal eines ihrer Bücher an Harlequin. Mittlerweile hat sie eine anschauliche Zahl von Büchern geschrieben und schreibt eine wöchentliche Kolumne in einer Zeitung. Charlotte und ihr Ehemann haben 2 verheiratete Töchter und zwei Enkelkinder.
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Buchvorschau
Dich will ich erobern - Charlotte Maclay
IMPRESSUM
Dich will ich erobern erscheint in der HarperCollins Germany GmbH
© 2002 by Charlotte Lobb
Originaltitel: „With Courage And Commitment"
erschienen bei: Harlequin Enterprises Ltd., Toronto
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe COLLECTION BACCARA
Band 223 - 2005 by CORA Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg
Übersetzung: Astrid Hartwig
Umschlagsmotive: GettyImages
Veröffentlicht im ePub Format in 08/2018 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733759186
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
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BACCARA, BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, TIFFANY
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1. KAPITEL
Zug 62 verließ mit heulender Sirene die Feuerwache und bog in die Hauptstraße von Paseo del Real, Kalifornien, ein.
Direkt hinter dem Fahrer, mit dem Rücken zur Fahrtrichtung, saß Danny Sullivan. Er ließ seinen Sicherheitsgurt einschnappen und genoss den Adrenalinschub, der durch seine Adern strömte. Dieses Gefühl liebte er. Als Feuerwehrmann lebte er dafür, seine Fähigkeiten in einem Einsatz unter Beweis zu stellen.
„Es könnte heute schlimm werden, sagte sein Kollege Greg Wells, der neben ihm saß. „Der Alarm kam aus einer Kindertagesstätte.
„Das habe ich auch gehört. Danny seufzte besorgt. Kein schöner Gedanke, dass Kinder in einem Feuer gefangen waren. Sie würden verängstigt, wenn nicht sogar hysterisch sein. Ihre Rettung würde an erster Stelle stehen. „Wollen wir hoffen, dass es eine Sprinkleranlage gibt und sie funktioniert hat.
Wells nickte. „Und dass es außerdem ein paar süße Kindergärtnerinnen dort gibt."
Danny lachte leise. Er und Greg wetteiferten darum, wer sich von ihnen zuerst mit einer gut aussehenden Frau verabredete, die sie zufällig aus einem Feuer gerettet hatten. Bisher lagen sie in diesem Rennen Kopf an Kopf. Danny war entschlossen, seinem Kumpel zu beweisen, dass die Iren in puncto Liebesabenteuer jedem Engländer überlegen waren, selbst wenn sie seit drei Generationen in Kalifornien lebten.
Der Löschzug bog in eine Seitenstraße mit tristen Mietshäusern und kleinen Geschäften ein und hielt vor einem einstöckigen Gebäude mit einem Garten voller Spielgeräte. Aus dem hinteren Teil des Hauses stieg grauer Rauch auf. Ein gutes Zeichen. Es deutete darauf hin, dass der Brand nicht völlig außer Kontrolle war. Über dem Eingang hing ein leuchtend buntes Schild mit der Aufschrift Storytime Preschool.
Danny löste seinen Gurt und sprang aus dem Wagen. Er lief zum Heck, um den Schlauch auszurollen.
„Gott sei Dank, dass ihr da seid, rief eine Frau mit kurzen braunen Haaren, die auf den Eingang des Gebäudes zurannte. „Wir müssen sie da rausholen.
Das Gesicht erkannte er sofort wieder.
„Stephanie?" Seit wann war sie wieder in der Stadt?
Mit einem unterdrückten Fluch eilte er hinter ihr her. Es mussten sich noch Kinder im Haus befinden, sonst würde die Tochter eines erfahrenen Feuerwehrmannes nicht in ein brennendes Gebäude laufen. Danny hatte in derselben Straße gewohnt wie Stephanie Gray. Er hatte sie aufwachsen sehen und wusste, wie eigensinnig sie sein konnte, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte.
Im Laufschritt folgte er ihr durch die offene Tür. „Stephanie! Wo bist du?" Die Alarmsirene heulte noch. Allerdings gab es kaum Rauch. Nur der beißende Geruch von verbranntem Holz hing in der Luft. Anscheinend hatte die Sprinkleranlage die Löscharbeit schon erledigt. Von den Kindern war nichts zu sehen. Spielzeug lag im Raum verstreut.
„Hier bin ich!"
Ihre Stimme kam aus dem hinteren Bereich des Hauses. Mit klopfendem Herzen durchquerte er den Raum.
„Oh, die armen kleinen Dinger, rief sie. „Schnell, schnell!
Meine Güte, was würde er dort hinten vorfinden? Verletzte Kinder waren das Schlimmste, was ihm bei seiner Arbeit begegnen konnte. Er konnte nur hoffen, dass er noch rechtzeitig kam.
Stephanie drückte ihm einen kleinen Metallkäfig in die Arme. „Arnold muss schnell nach draußen. Ich hole Polly. Wir müssen versuchen, sie zu beatmen."
„Wie bitte? Danny starrte auf den Käfig, in dem ein Hamster reglos auf der Seite in einem Nest aus Sägespänen lag. „Was ist mit den Kindern?
Er schaute sich suchend um.
„Denen geht es gut. Mit dem zweiten Käfig unter dem Arm schob sie ihn aus dem Zimmer. „Sie sind alle draußen an unserem Sammelpunkt.
„Soll das heißen …" Hatte sie tatsächlich ihren Kopf und auch seinen für ein Hamsterpärchen riskiert?
Als er das Gebäude verließ, zogen Greg und Jay Tolliver den Schlauch an ihm vorbei. Sie blickten interessiert auf den Käfig.
„Großartige Rettungsaktion, Sullivan", meinte Greg grinsend.
So großartig, dass er wohl für die nächsten Monate von seinen Kollegen damit aufgezogen werden würde. Jedenfalls so lange, bis jemand anderem auf Wache 6 eine ähnlich heldenhafte Rettung gelang.
„Beeilung. Stephanie stellte den Käfig ab und kniete sich auf den Boden. „Die armen Dinger können nicht lange ohne Luft auskommen.
„Erwartest du im Ernst von mir, dass ich einen Hamster beatme?"
Der Blick, mit dem sie ihn ansah, ließ ihm keine Wahl. Wenn er nicht sofort an die Arbeit ging, würde sie dafür sorgen, dass er in seiner Abteilung geröstet wurde. Immerhin war Stephanie die Tochter seines Chefs. Verdammt, Danny hatte nicht einmal gewusst, dass sie wieder in der Stadt war. Zuletzt hatte sie in San Francisco gelebt. Und nun musste sie ausgerechnet in seiner Schicht mit einem bewusstlosen Hamster auftauchen, den er durch Mund-zu-Mund-Beatmung ins Leben zurückholen sollte.
Fluchend nahm er Arnold aus dem Käfig.
Polly gab ein Geräusch von sich, das sich wie Husten anhörte. Dann schüttelte sich der kleine Nager und begann wieder zu atmen.
Stephanie seufzte erleichtert. Es war schlimm genug, dass die Kerzenherstellung so gründlich schief gegangen war. Aber was hätte sie den Kindern erst sagen sollen, wenn ihre geliebten Streicheltiere an Rauchvergiftung gestorben wären?
Sie nahm sich nun die Zeit, Danny genauer zu mustern. In seiner Schutzkleidung wirkte er größer und kräftiger, als sie ihn in Erinnerung hatte. Seine irischen Augen allerdings waren genau so strahlend blau wie früher, und sein Lächeln ebenso atemberaubend. Als Teenager hatte sie ihm oft stundenlang nachspioniert, um dann unter irgendeinem Vorwand an ihm vorbeizugehen, wenn er auf die Straße kam. Nicht, dass er es bemerkt hätte.
Aber jetzt hatte sie seine Aufmerksamkeit. Er sah sie strafend an.
„Hast du von deinem Vater nichts über Feuer gelernt? Du hast dein Leben riskiert, als du eben noch einmal ins Haus gelaufen bist."
Sie schenkte ihm ein süßes, unschuldiges Lächeln. „Aber du warst ja da, um mich zu retten. Wie immer."
„Ich habe dich ein Mal aus dem Baum geholt, als du nicht wieder herunter konntest. Aber das heißt nicht, dass ich dich jedes Mal rette, wenn du in Schwierigkeiten steckst."
Wenn er es nur könnte, dachte sie. Aber diesmal hatte sie sich in eine Situation gebracht, in der ihr niemand helfen konnte. Deswegen hatte sie San Francisco verlassen und war kleinlaut wieder zu Hause eingezogen.
„Wie ist der Brand entstanden?" Geistesabwesend streichelte er Arnold, der inzwischen auch wieder atmete. Die zärtliche Zuwendung schien dem Hamster nicht zu gefallen. Er biss Danny in den Daumen. Laut fluchend steckte Danny das Tier wieder in den Käfig.
„Nicht so laut. Du kannst doch solche Wörter nicht in Gegenwart der Kinder benutzen."
Er schaute zu den Vorschülern hinüber, die sich jenseits des Zauns in einer Reihe aufgestellt hatten. Alice Tucker, Stephanies Freundin und Leiterin der Tagesstätte, hatte die Kleinen bestens im Griff.
„Werden Arnold und Polly wieder gesund?", fragte Bobby Richardson.
„Kinder, euren Hamstern geht es gut", beruhigte ihn Stephanie.
„Wenn ich den kleinen Beißer nicht noch erwürge", murmelte Danny.
Stephanie unterdrückte ein Lachen. Sie wusste, dass sein Machogehabe nur gespielt war. Danny war der netteste Typ, der ihr je begegnet war. Sie hatte gesehen, wie er junge Vögel, die aus dem Nest gefallen waren, wieder zurückgelegt hatte. In der Schule hatte er immer für die Kleinen und Schwachen Partei ergriffen und ihnen geholfen, wenn sie von größeren Kindern schikaniert wurden. Aber Stephanie würde ihm nie sagen, dass sie die Wahrheit über ihn kannte. Es würde das Image des harten Kerls ruinieren, das er sich aufgebaut hatte, nachdem sein Vater ihn und seine Mutter verlassen hatte. Damals war Danny gerade zehn geworden.
Die anderen Feuerwehrleute kamen nun aus dem Gebäude und rollten die Schläuche wieder ein.
„Vielen Dank, meine Herren", rief Stephanie ihnen zu.
„In der Küche herrscht noch ein ziemliches Durcheinander, teilte der Einsatzleiter ihr mit. „Aber wir bringen das für Sie in Ordnung.
Er sah Danny scharf an. „Nicht wahr, Sullivan?"
„Ja, Sir." Danny erhob sich.
Als Stephanie sich aufrichtete, konnte sie in seinem Gesicht wie in einem offenen Buch lesen. Natürlich bemerkte er sofort, dass sie schwanger war. Bei ihrer sonst gertenschlanken Figur sah sie im sechsten Monat bereits aus, als würde sie ein Elefantenbaby zur Welt bringen.
Er starrte sie verdutzt an. „Stephanie? Twiggy? Was ist passiert?"
Sie wusste nicht, worüber sie sich mehr ärgern sollte. Darüber, dass er ihren alten Spitznamen benutzt hatte, oder über das Schamgefühl, das sie plötzlich verspürte.
Mit erhobenem Kopf schaute sie in seine stechend blauen Augen. „Dasselbe, was vielen Frauen passiert." Sie hatte geglaubt, einen Mann zu lieben, war unbeabsichtigt schwanger geworden und hatte dann festgestellt, dass er ihre Gefühle nicht erwiderte.
„Ich wusste ja gar nicht, dass du verheiratet bist."
Sie seufzte innerlich, aber es nützte nichts. Ihre Familienverhältnisse konnte sie wohl kaum vor ihm verheimlichen, da sie praktisch Nachbarn waren, solange sie im Haus ihres Vaters wohnte. Vorübergehend natürlich nur. „Ich bin nicht verheiratet."
Er öffnete den Mund, um etwas zu sagen, und machte ihn wieder zu. Offenbar fehlten ihm die Worte.
„Hey, Sullivan!, rief einer der Männer. „Willst du den ganzen Tag mit der hübschen Lady plaudern oder zur Abwechslung mal deinen Lohn verdienen?
Er blickte sich kurz um. Dann sah er Stephanie wieder an. „Ich muss los. Wir sehen uns sicher noch öfter."
„Natürlich. Schließlich sind wir Nachbarn."
„Ja, richtig." Er folgte seinen Kollegen ins Gebäude.
Sie seufzte. Ihre unerwiderte jugendliche Schwärmerei tat auch mit fünfundzwanzig noch weh.
Sie nahm die beiden Käfige und brachte sie zu den Kindern, die am Zaun warteten. „Seid vorsichtig, Kinder. Steckt nicht die Finger in den Käfig. Polly und Arnold sind ein bisschen aufgeregt."
Die Kinder umringten die Käfige, um sich zu vergewissern, dass mit ihren kleinen Lieblingen alles in Ordnung war.
„Du hättest nicht noch einmal ins Haus gehen dürfen, warf Alice ihr leise vor. „Hast du denn gar nicht an dein Baby gedacht? Die Feuerwehr hätte doch …
„Die Feuerwehrleute riskieren für ein Hamsterpärchen nicht ihr Leben", verteidigte sie sich. Aber im Stillen sah sie ein, dass sie einen Fehler gemacht hatte. Sie hatte die Situation im Haus nicht einschätzen
