Romantisches Geständnis in Rom
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Über dieses E-Book
Caroline war stürmisch verliebt, blutjung und vertraute Paolo blindlings. Aber nach einer einzigen Nacht der Leidenschaft meldete er sich nicht mehr. Nie wieder wollte Caroline nach Rom zurückkehren - doch das Schicksal schweißt sie und Paolo erneut eng aneinander! Die einstigen Liebenden müssen sich um verwaiste Zwillinge kümmern. Bittersüße Erinnerungen erwachen in Caroline, als der noch immer so faszinierende Paolo ihr tief in die Augen sieht. Ein Blick, der sie mitten ins Herz trifft...
Catherine Spencer
<p>Zum Schreiben kam Catherine Spencer durch einen glücklichen Zufall. Der Wunsch nach Veränderungen weckte in ihr das Verlangen, einen Roman zu verfassen. Als sie zufällig erfuhr, dass Mills & Boon Autorinnen sucht, kam sie zu dem Schluss, diese Möglichkeit sei zu verlockend, um sie verstreichen zu lassen. Sie wagte den Sprung ins kalte Wasser, kündigte ihre sichere Stelle als Highschool-Englischlehrerin und schickte ihren ersten Entwurf an den englischen Verlag Mills & Boon. Ihre ersten beiden Romankonzepte wurden abgelehnt. Doch schon mit dem dritten Versuch schaffte sie es, zu überzeugen. Seitdem veröffentlichte sie mehr als 25 Bücher, die in 17 Sprachen übersetzt wurden und in 30 Ländern erschienen sind. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, einen Roman fristgerecht fertigzustellen, gibt sie Schreibkurse am College oder in Workshops der RWA (Romance Writers of America) in St. Louis und New York. Catherine ist verheiratet und lebt mit ihrem Ehemann in White Rock, einem Städtchen an der Pazifikküste südlich von Vancouver. Sie hat vier erwachsene Kinder, fünf Enkel, zwei Hunde und eine Katze. In ihrer begrenzten Freizeit genießt sie es, zu schwimmen, zu wandern, zu lesen, Klavier zu spielen, tropische Pflanzen zu züchten und Antiquitäten zu sammeln. Einmal fuhr sie sogar bis nach North Dakota, um eine Woche lang auf der Suche nach Antiquitäten für ihr gemütliches Heim durch Kleinstadtauktionen zu ziehen.</p>
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Buchvorschau
Romantisches Geständnis in Rom - Catherine Spencer
IMPRESSUM
Romantisches Geständnis in Rom erscheint in der HarperCollins Germany GmbH
© 2005 by Spencer Books Limited
Originaltitel: „The Italian‘s Convenient Wife"
erschienen bei: Mills & Boon Ltd., London
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe ROMANA
Band 1650 - 2006 by CORA Verlag GmbH, Hamburg
Übersetzung: Claudia Stevens
Umschlagsmotive: GettyImages / Digital Vision, IakovKalinin
Veröffentlicht im ePub Format in 09/2017 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733753146
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
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BACCARA, BIANCA, JULIA, HISTORICAL, MYSTERY, TIFFANY
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1. KAPITEL
Callie war achtzehn gewesen, als sie diese tiefe, südländische Stimme zuletzt gehört hatte. Damals hatte sie den Ratschlag ihrer Mutter ohne zu zögern in den Wind geschlagen, sich für „den Richtigen aufzuheben". Für den Mann, dem sie vor dem Altar das Jawort für die Ewigkeit geben würde.
Achtzehn.
Das war neun Jahre, also eine ganze Ewigkeit her.
Dennoch erkannte sie die Stimme sogleich, obwohl das Klingeln des Telefons sie aus dem Tiefschlaf gerissen hatte. Callie stockte der Atem.
„Hier ist Paolo Rainero, Caroline, sagte er. Und dann fügte er hinzu, als bedürfe es einer weiteren Erklärung: „Ermannos Bruder.
Und meine erste Liebe. Mein erster Liebhaber. Mein einziger.
Callie räusperte sich und schluckte. „Buon giorno, sagte sie und knipste die Nachttischlampe an. Sie wünschte, ihr Italienisch wäre so fließend wie Paolos Englisch. „Was für eine Überraschung, nach so langer Zeit von dir zu hören, Paolo. Wie geht es dir?
Er ließ einen Augenblick verstreichen, ehe er antwortete, und so erstarb die aufflackernde Hoffnung, er sei in Amerika und wollte ihre Bekanntschaft um des reinen Vergnügens willen, sie wiederzusehen, erneuern. Mit schrecklicher Gewissheit erkannte sie, dass er ihr nichts Gutes zu sagen hatte.
Immer noch bemühte sie sich um einen heiteren Ton. „Von wo rufst du an?"
„Rom. Caroline …"
„Bist du sicher? Du hörst dich an, als seist du gleich nebenan. Ich hätte nie gedacht, dass du auf der anderen Seite der Erde bist. Es ist wirklich erstaunlich …"
Paolo verstand, dass ihr atemloses Plaudern nur eine Verzögerungstaktik war. „Caroline, setzte er erneut an. „Ich fürchte, ich habe dir etwas Schmerzhaftes mitzuteilen.
Die Kinder. Den Kindern war etwas zugestoßen.
Ihr Mund wurde trocken, ihr Puls begann zu rasen, und ihr Magen schnürte sich unwillkürlich zusammen.
„Wie schmerzhaft?", fragte sie bang.
„Sehr, cara. Es hat einen Unfall gegeben. Eine Explosion auf See. Er schwieg einen Augenblick. „Ermanno und Vanessa waren während der Explosion auf der Yacht.
„Mit den Kindern?", zwang sie sich zu fragen.
„Nein. Mit vier Gästen und einer Crew von sechs Mann. Die Kinder hatten sie bei meinen Eltern gelassen."
Trotz ihrer anhaltenden Sorge verspürte Callie eine tiefe Erleichterung. „Und? Lass dir doch nicht jedes Wort aus der Nase ziehen, Paolo. Wie schwer ist meine Schwester verletzt?"
„Es tut mir leid, aber es gab keine Überlebenden."
Der Raum verschwamm vor ihren Augen. „Keine?"
„Keine."
Ihre schöne, großherzige, liebevolle Schwester war tot? Ihr Körper in Stücke gerissen und bis zur Unkenntlichkeit entstellt?
Callie kniff die Augen zusammen, als entsetzliche Bilder auf sie einstürmten. Mit eisernem Griff umklammerte sie den Telefonhörer. „Wie kannst du dir da so sicher sein?"
„Die Explosion war meilenweit zu sehen. Andere Yachten kamen zu Hilfe. Rettungs- und Suchboote waren im Einsatz. Vergeblich. Es war offensichtlich, dass niemand überlebt haben konnte."
„Aber vielleicht sind sie in die See geschleudert worden und haben es irgendwie an die Küste geschafft. Vielleicht wurde die Suche auch zu früh abgebrochen. Vanessa ist eine gute Schwimmerin. Möglicherweise …"
„Nein, Caroline, widersprach er bestimmt. „Es ist unmöglich. Die Situation war zu eindeutig. Es gibt keine Zweifel.
Nie zuvor hatte er so liebevoll, so einfühlsam mit ihr gesprochen. Dass er es nun tat, brach ihr beinahe das Herz.
Sie hatte einen riesigen Kloß im Hals, und in ihren Ohren rauschte es. Dann hörte sie einen Laut, so unwirklich und fremd, dass sie zunächst nicht begriff, dass er aus ihrer Kehle drang.
„Ist jemand bei dir, Caroline?"
Was für eine Frage. Mit welchem Recht stellte er ihr solch eine Frage? „Es ist mitten in der Nacht, und ich bin im Bett. Allein."
Seine Stimme liebkoste sie geradezu. „Das ist nicht gut."
Dass sie allein war oder dass sie allein im Bett war?
„Du stehst unter Schock, wie wir alle, fuhr er fort. „Gibt es niemanden, den du anrufen kannst, der bei dir sein kann, bis die Reisevorkehrungen getroffen sind?
„Welche Reise?"
„Nach Rom, zur Beerdigung Ende der Woche. Du wirst natürlich dabei sein."
Natürlich. Er bestimmte, und sie sollte nach seiner Pfeife tanzen. Manche Dinge änderten sich eben nie.
„Natürlich komme ich, gab sie dennoch zurück. „Wie haben die Kinder es aufgenommen?
„Nicht gut. Sie sind alt genug, um zu verstehen, was der Tod bedeutet. Sie wissen, dass sie ihre Eltern nie wiedersehen werden. Gina weint viel, und obwohl Clemente versucht, tapfer zu sein, bin ich sicher, dass er insgeheim auch weint."
Callie schob ihre eigene Trauer beiseite. „Grüß die beiden von mir. Sag ihnen, ihre … ihre Tante Callie kommt bald."
„Das mache ich. Allerdings weiß ich nicht, ob ihnen das etwas bedeutet."
Zorn wallte in Callie auf. „Willst du damit sagen, ich bin ihnen gleichgültig, Paolo?"
„Absolut nicht. Natürlich wissen die Zwillinge, dass sie eine Tante in Amerika haben, aber sie kennen dich nicht wirklich. Du bist ein Name, eine Fotografie, jemand, der nie vergisst, ihnen zu Weihnachten und zum Geburtstag eine Karte und ein Geschenk zu schicken. Aber als du das letzte Mal Zeit gefunden hast, uns zu besuchen, waren sie noch zu klein, um sich jetzt noch an dich zu erinnern. In den vergangenen acht Jahren haben sie dich mit ihren Eltern zwei- oder dreimal besucht, und was ist das schon? Er seufzte bedauernd. „Die traurige Wahrheit ist, dass die Kinder und du so gut wie Fremde seid. Aus den Augen, aus dem Sinn, fürchte ich.
Das mochte seine Ansicht sein, aber Callie wusste es besser. Kein Tag verging, an dem sie nicht an diese beiden geliebten Kinder dachte. Stundenlang blätterte sie in Fotoalben und verfolgte ihre Entwicklung vom Säuglingsalter bis heute. In ihrer Wohnung hingen unzählige gerahmte Fotografien von ihnen. Auch auf ihrem Schreibtisch im Büro stand ein aktuelles Bild. Sie hätte die beiden ohne zu zögern aus einer Gruppe von Hunderten von Kindern heraussuchen können.
Fremde, Paolo? Was weißt du denn schon!
„Dennoch bin ich ihre Tante, und sie können sich auf mich verlassen, erklärte sie. „Ich werde morgen früh abreisen und, wenn es keine Verzögerungen gibt, schon übermorgen bei euch sein.
„Ich schicke dir eine Flugverbindung und Tickets."
„Mach dir keine Umstände, Paolo, entgegnete sie kühl. „Ich komme schon zurecht.
„Nein, Caroline. Seine Stimme duldete keinen Widerspruch. „Hier geht es nicht um Geld. Wir sind eine Familie, und als dein Schwager möchte ich mich um deinen Flug kümmern. Ganz gleich, wie du es sehen magst, durch die Hochzeit unserer Geschwister sind wir auf ewig miteinander verbunden.
Ja, natürlich, Paolo. Sie unterdrückte den Anflug von Hysterie. Dadurch und durch eine Menge anderes, wovon du nicht die geringste Ahnung hast.
Paolo missdeutete ihr Schweigen als Einverständnis. „Das ist nicht der richtige Zeitpunkt, über unsere Beziehung zu diskutieren, Caroline. Wie auch immer du dazu stehst, wir haben eine Nichte und einen Neffen gemeinsam, und wir müssen uns um ihretwillen zusammenreißen."
Wie anmaßend und arrogant er doch klang. Wie moralisch aufrichtig. Wenn sie es nicht besser gewusst hätte, hätte Callie ihm glatt den ehrenhaften, verantwortungsbewussten Onkel abgekauft.
„Da könnten wir uns nicht einiger sein, Paolo, stimmte sie ihm widerwillig zu. „Es würde mir nicht im Traum einfallen, die Kinder im Stich zu lassen, jetzt, wo sie jede Unterstützung brauchen. Ich werde spätestens am Dienstag in Rom sein.
„Erlaubst du mir also, die Reisevorkehrungen für dich zu treffen?"
Warum nicht? Falscher Stolz war angesichts des tragischen Unglücks nicht angebracht. Außerdem musste sie ihre Kräfte für größere Schlachten aufsparen. Sie konnte ihm das Geld ja später zurückgeben. „Wenn du darauf bestehst."
„Eccelente! Danke, dass du mich das tun lässt."
Freu dich bloß nicht zu früh, Paolo, dachte sie. Das Lachen wird dir noch vergehen, wenn ich die Kinder mitnehme.
Vor dem umgebauten Palazzo aus dem achtzehnten Jahrhundert, dessen komplette obere Etage Paolos Eltern bewohnten, floss der Berufsverkehr dahin, als sei nichts gewesen. Im Haus und insbesondere in der Nähe der getäfelten Bibliothek seines Vaters herrschten jedoch Schweigen und Trauer. Paolo legte den Hörer auf und ging zurück in den Salon, in dem seine Eltern auf ihn warteten.
Seine Mutter war in den vergangenen zwei Tagen um Jahre gealtert. Ihre schönen Augen waren vom Weinen und den durchwachten Nächten gezeichnet. Ihre Lippen zitterten unkontrolliert. In ihrem dunklen Haar waren nun silberne Strähnen erkennbar, die es vor einer Woche noch nicht gegeben hatte. Verzweifelt klammerte sie sich an die Hand ihres Mannes.
„Wie hat sie es aufgenommen? Kommt sie zur Beerdigung?" Salvatore Rainero war kultiviert, hatte sich Reichtum erkämpft und genoss großen Einfluss und Respekt in der internationalen Geschäftswelt. Er ließ sich von seinem Kummer nicht sichtbar beugen. Paolo jedoch kannte seinen Vater gut, und er nahm seinen Schmerz am leichten Hängen der Schultern wahr.
„Sie wird kommen. Paolo zuckte erschöpft mit den Schultern. Die eigene Trauer lastete schwer auf ihm. „Sie war schockiert, außer sich, wie wir alle.
Seine Mutter wischte sich die Tränen von der Wange. „Hat sie nach den Kindern gefragt?"
„Ja, aber mach dir keine Sorgen. Sie lässt die beiden grüßen."
„Hat sie eine Ahnung, dass …"
„Nein. Sie hat auch nicht danach gefragt. Aber mein Anruf kam auch unerwartet, und sie konnte wahrscheinlich nicht klar denken. In den nächsten Tagen wird sie sich bestimmt darüber Gedanken machen. Sobald die Testamente verlesen sind, werden wir die Klauseln sowieso nicht mehr vor ihr geheim halten können."
Seine Mutter stöhnte. „Und wer weiß, wie sie reagieren wird …"
„Sie mag reagieren, wie sie möchte, Lidia, sagte Paolos Vater grimmig. „Aber ich werde nicht zulassen, dass sie unsere Enkelkinder noch trauriger macht. Sie hat in den letzten Jahren keinerlei Rolle in ihrem Leben spielen wollen, deshalb hat sie auch kein Recht, dies in der Zukunft zu tun.
Er funkelte Paolo an. „War es schwer, sie zu überreden, dass wir die Reisekosten übernehmen?"
„Nicht wirklich."
„Gut. Triumph flackerte im Blick des alten Mannes auf. „Dann ist sie käuflich.
„Oh, Salvatore, das ist grausam, wies ihn seine Frau zurecht. „Caroline trauert zu sehr um ihre Schwester, als dass sie an Geld denken würde.
„Da stimme ich dir zu, sagte Paolo. „Ich glaube, das arme Ding war viel zu betäubt von den Ereignissen. Wenn sie den ersten Schock verwunden hat, wird sie ihre Meinung bezüglich der Kosten wahrscheinlich ändern. Ich habe sie als äußerst stolze und unabhängige junge Frau in Erinnerung.
„Ihr täuscht euch beide. Salvatore erhob sich vom Sofa und schritt im Raum auf und ab. „Sie war alles andere als stolz, als sie sich dir nach der Hochzeit deines Bruders an den Hals geworfen hat, Paolo. Hättest du sie im Mindesten ermutigt, wärst du umgehend in die Fußstapfen deines Bruders getreten und hättest dich vor dem Altar wiedergefunden.
Wieder griff seine Frau ein. Sie verteidigte Caroline recht heftig, insbesondere wenn man bedachte, dass sie sie kaum kannte. „Du bist ungerecht, Salvatore! Ich habe mich lange mit Caroline unterhalten, als sie hier war. Sie freute sich damals auf ihr Studium im September. Ich glaube nicht, dass sie ihre Pläne geändert hätte, selbst wenn Paolo sie ermutigt hätte."
Paolos schlechtes Gewissen meldete sich. Damals hatte er viele Laster gehabt, doch der Alkoholgenuss
