Über dieses E-Book
Die traumhaften Stunden in Michaels Armen hat Josie genossen. Eine Beziehung mit ihm will sie jedoch nicht. Denn sie ist Single aus Überzeugung und möchte ihre Freiheit nicht aufgeben. Dass aber auch Michael eine feste Bindung scheut, stellt sie fest, als er sie bittet, bei ihm einzuziehen und seine Verlobte zu spielen...
Victoria Pade
Victoria Pade ist Autorin zahlreicher zeitgenössischer Romane aber auch historische und Krimi-Geschichten entflossen ihrer Feder. Dabei lief ihre Karriere zunächst gar nicht so gut an. Als sie das College verließ und ihre erste Tochter bekam, machte sie auch die ersten schriftstellerischen Gehversuche, doch es sollte sieben Jahre dauern, bis ihr historischer Debütroman veröffentlicht wurde. Um die Trennung von ihrem Mann zu verarbeiten und aktuelle Themen aufzugreifen, wechselte sie schließlich zu modernen Geschichten, die im Hier und Jetzt spielen. Victoria lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrer jüngsten Tochter, die Psychologie studiert, in Colorado. Ihre älteste Tochter studiert in Michigan Medizin.
Andere Titel in Kann es Liebe sein? Reihe ( 30 )
Verführt im Schloss des stolzen Spaniers Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVon nun an und für immer Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Hollywood-Märchen für Dr. Morgan Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHappy End unter griechischer Sonne Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerbotenes Verlangen in deinen Armen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeiße Küsse unter griechischer Sonne ... Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDaddy gefunden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSpanische Nächte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHochzeitsglocken für Schwester Jill Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Frau für Daddy Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeiß wie die Sonne Griechenlands Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJulia und Vincenzo - eine Liebe in Venedig Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSüße Küsse in Athen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeißes Happy End in Griechenland Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSüßes, wildes Spiel Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie süße Rache des stolzen Spaniers Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIm Rausch einer Nacht Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFeurige Küsse zum Fest der Liebe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchicksalsnächte in Spanien Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeißer Flirt in Napa Valley Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Sommer voller Leidenschaft Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWüstenbraut wider Willen: Digital Edition Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Playboy von Tobago Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRückkehr nach Connemara Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchicksalssommer für Dr. Thomson Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGefangen im Sturm der Leidenschaft Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSonnenaufgang über dem Languedoc Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNacht des Schicksals Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Braut für Daddy Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerführung unter goldener Sonne Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Mehr von Victoria Pade lesen
Von der Muse geküsst - 5 inspirierte Liebesromane Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Märchenprinz für mich!: eBundle Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVier Pfoten für das Liebesglück - 3 tierische Romantiker Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDrei Hochzeiten und ein Milliardär?: eBundle Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5
Ähnlich wie Kann es Liebe sein?
Titel in dieser Serie (100)
Verführt im Schloss des stolzen Spaniers Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVon nun an und für immer Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Hollywood-Märchen für Dr. Morgan Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHappy End unter griechischer Sonne Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerbotenes Verlangen in deinen Armen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeiße Küsse unter griechischer Sonne ... Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDaddy gefunden Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSpanische Nächte Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHochzeitsglocken für Schwester Jill Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Frau für Daddy Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeiß wie die Sonne Griechenlands Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenJulia und Vincenzo - eine Liebe in Venedig Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSüße Küsse in Athen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeißes Happy End in Griechenland Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSüßes, wildes Spiel Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie süße Rache des stolzen Spaniers Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIm Rausch einer Nacht Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFeurige Küsse zum Fest der Liebe Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchicksalsnächte in Spanien Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeißer Flirt in Napa Valley Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Sommer voller Leidenschaft Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWüstenbraut wider Willen: Digital Edition Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Playboy von Tobago Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRückkehr nach Connemara Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSchicksalssommer für Dr. Thomson Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGefangen im Sturm der Leidenschaft Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSonnenaufgang über dem Languedoc Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenNacht des Schicksals Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Braut für Daddy Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerführung unter goldener Sonne Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Ähnliche E-Books
Dieser Kuss verändert alles Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenIch bin nicht Sherlock Holmes: Teil I Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAsklepios: Thriller Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRules Of Pain Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSnowdrop Manor: Tage unter Krähen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTod der Höllenbrut!: Roman von Jan Gardemann Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMenschenwolf Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHexenschlag in Westerham Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFlapperblut Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGangsterschach: Butler Parker 154 – Kriminalroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine Liebe wie im Märchen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Engel mit kleinen Fehlern Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDu bringst das Lachen zurück Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMach mich verrückt - nach dir! Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSinnliche Umarmung Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRomana Extra Band 35 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenHeimlich verliebt in den Chef Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenTod im Teufelsmoor: Kriminalroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer Tod zahlt alte Schulden: Kriminalroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenBleib bei mir, Greg: Digital Edition Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEs passiert nie etwas in Long Nickleby: Ein Lea-und-Maik-Krimi - Band 2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGeheimnis des Teetassen-Quilts: Die Harland Creek Mystery Quilters, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSo wie roter Sand Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSei tapfer, Eleanor: Digital Edition Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenCleo und der Kommissar Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer letzte Kuss? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVerliebt in den Hollywood-Doc Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWendy, Darling – Dunkles Nimmerland Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKrimi Doppelband 14: Das Phantom von Tanger & Blumen auf das Grab Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenRor ist das Neue Grau: Maggie Sloan Thriller Serie, #2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Zeitgenössische Romantik für Sie
Mr. Wrong (Küsse nicht den Falschen) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWeiße Nächte: Aus den Memoiren eines Träumers (Ein empfindsamer Roman) Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenVom Milliardär gekauft Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Eine gefährliche Frau: Ein Milliardär Liebesromane Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenGefährliches Vorspiel: Black Light Roulette: Chicago Bratwa, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenPopstar Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Geheimnisse der Sehnsucht: Milliardär Liebesromane: Die Assistentin des Milliardärs, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEgotistical Puckboy Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenKüssen nach Rezept: Kurzroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenStrand im Herz: Romantische Komödie Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie verbotene Babysitterin: Ein Milliardär - Liebesroman: Nachtclub-Sünden, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMafia Daddy: Vom Silberlöffel zur Silberschnalle: Unterwelt von Las Vegas, #2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDer verbotene Vertrag des Alphas: Eine Werwolf-Romanze voller Macht und Verlangen: Buch der Rebellen, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenLiebesheirat nur zum Schein? Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Hitzkopf Bewertung: 4 von 5 Sternen4/5Ein besonderes Praktikum Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenAlphas Versuchung: Bad-Boy-Alphas-Serie, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenWohin das Schicksal führt: Sophienlust - Die nächste Generation 67 – Familienroman Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEin Milliardär für Cinderella? Bewertung: 5 von 5 Sternen5/5Romana Gold Band 53 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie Rettung des Dr. Marian: Das Vermächtnis der Marians, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMein zärtlicher Verführer: Die Rinucci Brüder 2 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenEine heiße Nacht mit süßen Folgen Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFalscher Bräutigam - wahre Liebe? Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenMehr Hart als Zart | 32 | Erotikroman: 10 erotische Geschichten Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenSei mein: Milliardär Liebesromane: Unwiderstehliche Brüder, #1 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenDie schönsten Liebesromane der Welt - Best of Julia Extra 2023 Bewertung: 0 von 5 Sternen0 BewertungenFeurige Rache, hauchzarte Küsse Bewertung: 0 von 5 Sternen0 Bewertungen
Rezensionen für Kann es Liebe sein?
0 Bewertungen0 Rezensionen
Buchvorschau
Kann es Liebe sein? - Victoria Pade
IMPRESSUM
Kann es Liebe sein? erscheint in der HarperCollins Germany GmbH
© 2003 by Harlequin Books S.A.
Originaltitel: „His Pretend Fiancée"
erschienen bei: Harlequin Enterprises Ltd., Toronto
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe BIANCA
Band 1422 - 2004 by CORA Verlag GmbH, Hamburg
Übersetzung: Detlef Murphy
Umschlagsmotive: ThinkstockPhotos-Ridofranz
Veröffentlicht im ePub Format in 05/2017 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733777487
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:
BACCARA, BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, MYSTERY, TIFFANY
Alles über Roman-Neuheiten, Spar-Aktionen, Lesetipps und Gutscheine erhalten Sie in unserem CORA-Shop www.cora.de
Werden Sie Fan vom CORA Verlag auf Facebook.
1. KAPITEL
„Psst! Hör auf zu bellen, Pip! Sonst wohnen wir bald in einem Pappkarton!", rief Josie Tate ihren Hund zur Ordnung, als sie sich dem alten Gebäude aus grauem Stein näherten, in dem sie mit drei Freundinnen eine Wohnung teilte. Eine Wohnung, die Pip und sie schon längst geräumt haben sollten.
Aber war die 120 Pfund schwere Bulldogge mit rotbraunem Fell und schwarzem Gesicht, die dafür verantwortlich war, dass sie sich um Mitternacht auf den Straßen von New Yorks East Village herumtrieb, von ihrer Warnung beeindruckt? Nein, natürlich nicht. Kaum waren Josies mahnende Worte verklungen, bellte Pip erneut. Und dieses Mal waren sie der winzigen Souterrain-Wohnung direkt unter der des Vermieters schon gefährlich nahe.
„Ich meine es ernst, Pip! Sei still", flehte sie das Tier an, das sie vor vier Monaten adoptiert hatte. Auf dem Weg zur Arbeit hatte sie gesehen, wie der abgemagerte Welpe in Mülltonnen nach Nahrung suchte.
Doch der große Hund bellte schon wieder. Drei Mal hintereinander.
„Psst! Das ist mein Ernst!"
Laut Mietvertrag war es verboten, in der Wohnung Haustiere zu halten, und der Hauswirt hatte Josie eine Frist gesetzt, entweder den Hund abzuschaffen oder mit ihm auszuziehen – eine Frist, die bereits abgelaufen war. Deshalb wäre es absolut nicht vorteilhaft gewesen, Mr. Bartholomew jetzt zu wecken. Zumal sie noch keine neue erschwingliche Behausung gefunden hatte, in der Tiere willkommen waren.
Pip schien endlich begriffen zu haben, denn er blieb stumm. Die Nase dicht über dem Boden, als hätte er eine interessante Witterung aufgenommen, folgte er Josie zu der Treppe, die zu ihrer Wohnung führte.
Als er jedoch die erste Stufe erreichte, war es mit der Stille vorbei.
Er bellte noch lauter als zuvor. Und zwar nicht mehr freundlich, sondern so zornig, wie er es nur bei Fremden tat.
Am anderen Ende der Leine betrat auch Josie die Treppe und stellte fest, dass Pip gute Gründe hatte zu bellen. Unter ihnen, im Schatten des unbeleuchteten Treppenhauses, stand ein Mann vor ihrer Tür.
Sie erstarrte, als in der Wohnung des Vermieters das Licht anging und Mr. Bartholomews verkniffenes Gesicht zwischen den Vorhängen auftauchte. Dann wurde das Fenster aufgerissen.
„Jetzt reicht es!, schrie er. „Ich will, dass Sie und der verdammte Hund sofort aus meinem Haus verschwinden!
„Es tut mir Leid, Mr. Bartholomew, aber da unten ist ein Mann …"
„Das ist mir egal! Ich brauche meinen Schlaf!"
Pip ignorierte den Vermieter und bellte weiter. „Aber Mr. Bartholomew, da ist ein …"
„Kein Aber. Wenn Sie und Ihr Köter nicht bis morgen früh verschwunden sind, lasse ich Sie von der Polizei hinauswerfen. Und Ihre Freundinnen gleich mit!"
„Ich bin es nur, Josie", warf ihr nächtlicher Besucher ein, als hätte er auf die Gelegenheit gewartet, auch etwas zu sagen.
Sie erkannte die Stimme, noch bevor sie nach unten schaute, und ihr Puls begann zu rasen. Allerdings nicht vor Angst.
Pip bellte immer noch. Mr. Bartholomew zeterte weiter. Josie brachte kein Wort heraus.
„Es ist okay, Junge. Ich bin harmlos", versicherte ihr Besucher dem Hund mit warmer, freundlicher Stimme, während er langsam die Treppe heraufkam.
Die Bulldogge schien ihm zu glauben, denn sie verstummte, legte den großen Kopf schräg und spitzte ein Ohr, während sie ihn neugierig betrachtete.
Der Vermieter nutzte die plötzliche Stille. „Haben Sie gehört? Ich will Sie raus haben!", schrie er.
„Ja, Mr. Bartholomew, ich habe Sie gehört", erwiderte Josie kleinlaut.
„Morgen früh! Oder die anderen drei ziehen auch aus!"
Josies Besucher streckte Pip eine Hand entgegen, damit der Hund daran schnüffeln konnte. Eine große Hand mit langen, kräftigen Fingern. Eine geschickte Hand. Eine zärtliche Hand, die sie an ihrem ganzen Körper gefühlt hatte …
Pip gestattete dem Mann, sich zu ihnen ins Treppenhaus zu stellen.
„Es ist meine Schuld, rief er nach oben. „Der Hund hat meinetwegen gebellt. Sie dürfen die beiden nicht dafür bestrafen.
„Die sind raus, beharrte der Vermieter. „Sie sollte schon vor einer Woche ausziehen. Jetzt werde ich dafür sorgen, dass sie es tut. So oder so.
Das Fenster knallte zu, und das zornig gerötete Gesicht verschwand hinter dem Vorhang.
„Nett. Richtig nett", rief der nächtliche Besucher ihm nach.
Josie war klar, dass sie Mr. Bartholomew am nächsten Morgen würde bitten müssen, ihr noch eine Gnadenfrist zu geben, aber im Moment galt ihre Aufmerksamkeit allein dem Mann, der neben ihr stand und die Bulldogge tätschelte.
„Michael Dunnigan", stellte sie fest, als würde sie ihren Augen nicht trauen.
„Genau der, antwortete er. „Es tut mir Leid. Ich wollte dir keinen Ärger machen.
„Trotzdem bist du hier", erwiderte Josie.
„Trotzdem bin ich hier", wiederholte er, anstatt ihr zu erklären, warum er gekommen war.
„Das ist nicht die Antwort, die ich hören wollte."
„Die Antwort auf was?", fragte er.
„Warum du hier bist."
Michael Dunnigan zuckte mit den breiten Schultern und lächelte. „Ich hatte heute Abend eine verrückte Idee und wollte mal spontan sein."
„Aha." Josie wartete ab.
Michael Dunnigan zeigte mit dem Daumen auf das Fenster des Vermieters. „Ich glaube nicht, dass wir das hier draußen besprechen sollten."
Josie schaute nach oben.
„Das ist doch deine Wohnung dort unten, oder? Ich habe geklopft, aber niemand hat aufgemacht."
„Es ist Samstagnacht. Meine Mitbewohner sind alle unterwegs", erwiderte Josie, ohne zu überlegen.
„Dann können wir also hineingehen?"
Sie war ein wenig besorgt, dass er nur aus einem Grund hier war. Schließlich hatte sie bei und mit ihm etwas getan, wozu sie sich noch nie im Leben hatte hinreißen lassen. Vor zwei Wochen hatte sie das ganze lange Wochenende des Tags der Arbeiter mit ihm verbracht. Im Bett.
Sie konnte nicht fassen, dass sie das getan hatte, und bereute es noch immer. Ganz sicher hatte sie nicht vor, es zu wiederholen. Für den Fall, dass er deswegen hier war.
Doch da ihr keine Ausrede einfiel, blieb ihr nichts anderes übrig, als ihn hereinzubitten.
„Ich denke, wir können hineingehen, sagte sie ohne jede Spur von Begeisterung. „Um zu reden
, fügte sie nachdrücklich hinzu.
Offenbar verstand er die Botschaft, denn er hob beide Hände. „Natürlich. Nur zum Reden."
Josie ging die Treppe hinab. Pip und Michael Dunnigan folgten ihr.
„Wir müssen unbedingt die Glühbirne auswechseln", murmelte sie, während sie mit dem Wohnungsschlüssel nach dem Schlüsselloch suchte.
Dann öffnete sie die Tür.
Fast wäre sie zum zweiten Mal in dieser Nacht zur Salzsäule erstarrt, als ihr Blick auf den Futon fiel. Sie hatte ganz vergessen, dass sie ihn bereits mitten im Wohnzimmer aufgestellt hatte, um sofort zu Bett gehen zu können.
Aber was sollte sie tun? Sie konnte sich schlecht zu dem Mann umdrehen und ihm erklären, dass sie es sich anders überlegt hatte. Sie würde diese schwierige Situation irgendwie meistern müssen. Und diese Situation war verdammt schwierig, denn mit Michael Dunnigan allein in einem Raum zu sein, in dem sich ein Bett befand, fiel ihr selbst jetzt alles andere als leicht.
„Ich wollte eigentlich gleich zu Bett zu gehen", sagte sie, damit er gar nicht erst auf die Idee kam, länger zu bleiben.
Michael Dunnigan schloss die Tür, während sie Pip das Halsband abnahm. Sie wünschte, sie hätte nicht nur hastig den alten Jogginganzug über das Nachthemd angezogen. Und sich nicht schon abgeschminkt. Und sich wenigstens das Haar gebürstet, bevor sie mit Pip Gassi gegangen war.
Aber das ließ sich jetzt nicht mehr ändern. Sie verstaute die Leine und schob sich das Haar hinter die Ohren.
„Mensch, das ist ja richtig klein hier", bemerkte Michael.
„Es gibt zwei Schlafzimmer. Zwei meiner Mitbewohnerinnen teilen sich eins. Das andere ist eher ein begehbarer Schrank, und Liz nutzt es allein. Ich habe beim Würfeln verloren, also muss ich im Wohnzimmer schlafen." Sie wusste eigentlich nicht, warum sie ihm das alles erzählte.
„Richtig, du hast mir erzählt, dass ihr zu viert hier wohnt. Und der Hund auch noch?", fragte Michael Dunnigan.
„Vier Frauen und ein Hund", bestätigte Josie. Das gehörte zu den wenigen Informationen, die Michael und sie während ihres dreitägigen Liebesmarathons ausgetauscht hatten. Irgendwie hatten sie weder die Zeit noch die Konzentration für ein ausgiebiges Gespräch gehabt.
Er ging zu der Wand, die das Wohnzimmer von der winzigen Küche trennte, und betrachtete die vielen Fotos von Freunden, Angehörigen und wichtigen Ereignissen, die Josie und ihre Mitbewohnerinnen dort aufgehängt hatten. Dabei kehrte er ihr das Profil zu, und wieder bemerkte sie, wie fantastisch er aussah. Noch fantastischer, als sie ihn in Erinnerung gehabt hatte. Das pechschwarze Haar war kurz, die Nase gerade und nicht zu lang, das Kinn gerade kantig genug. Unter den hohen Wangenknochen betonten dunkle Stoppeln die markanten Züge.
Es war ein Gesicht, das Josie selbst inmitten von einer überfüllten, verrauchten Bar aufgefallen war. Sie hatte Gedichte vorgetragen, und er hatte im Publikum gesessen. Dieses Gesicht hatte sie vom ersten Blick an fasziniert, ebenso wie sein Körper.
Er war ein Meter neunzig groß, athletisch gebaut, hatte breite Schultern und kräftige Muskeln, und der Feuerwehrmann ließ keinen Zweifel daran, dass er sogar ein Schwergewicht aus einem brennenden Haus tragen konnte. Er trug eine khakifarbene Hose, ein grünes Polohemd und ein Sakko. Unwillkürlich fragte Josie sich, ob er an diesem Abend vielleicht eine Verabredung gehabt hatte.
Plötzlich war ihre Neugier nicht mehr zu unterdrücken. „Woher kommst du gerade?"
„Von einem Date mit der Orthopädin meiner Mutter", antwortete er kopfschüttelnd.
„Wieder mal arrangiert?", fragte sie. Zu den wenigen Dingen, die sie über ihn wusste, gehörte, dass seine Mutter ihn unbedingt unter die Haube bringen wollte.
„Das fünfte Date, seit wir uns zuletzt gesehen haben", bestätigte er.
„Sie hat für dich fünf Dates in zwei Wochen organisiert?", entfuhr es Josie.
Er drehte sich zu ihr um, und der Blick aus seinen strahlend grünen Augen raubte ihr fast den Atem.
Doch er schien es nicht zu bemerken, während er ihre Frage mit einer kompletten Liste beantwortete. „Abendessen mit Moms Friseurin. Mittagessen mit der Sprechstundenhilfe ihres Zahnarztes. Brunch mit der Frau, die ihr ein Paket geliefert hat. Kaffee mit der Nichte der Freundin einer Bridge-Partnerin. Heute Abend Dinner mit der Orthopädin."
Josie musste lächeln. „Na ja, wenigstens bekommst du genug zu essen."
„Vorhin gab es etwas aus Tofu, nicht gerade mein Lieblingsgericht."
Er hörte sich an, als wäre nicht nur das Essen enttäuschend gewesen.
„Und das hat dich auf die verrückte Idee gebracht, mich mitten in der Nacht zu besuchen", stellte sie fest, um endlich zu erfahren, warum er hier war. Schließlich waren sie sich am Ende des langen Wochenendes einig gewesen, dass keiner von ihnen mehr als ein Abenteuer wollte.
Michael Dunnigan lächelte ein wenig verlegen. „Es war nicht der Tofu, es war die Tatsache, dass die Orthopädin mich unsäglich gelangweilt hat. Noch so eine arrangierte Verabredung, und ich fange an zu schreien. Also habe ich mich gefragt, womit ich meiner Mutter klarmachen kann, dass sie damit aufhören soll."
„Und da bist du auf eine verrückte Idee gekommen."
„Eine absolut verrückte Idee."
Er erzählte ihr allerdings noch immer nicht, was für eine verrückte Idee das war.
Er sah sich um. „Ich kann nicht glauben, dass hier vier
