Wenn nichts mehr hilft ...: Dr. Norden Extra 256 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben.
Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein 'Fall', er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen.
»Ich muss jetzt leider Schluss machen, Paps!« Seufzend stellte Mario Cornelius seine Kaffeetasse ab. Durch das Fenster hatte er gesehen, wie das gelbe Postauto vor dem Hauptgebäude der Kinderkurklinik Halt gemacht hatte. Einen Packen Briefe und Pakete balancierend machte sich der Bote auf den Weg zur Rezeption, die um diese Uhrzeit noch nicht besetzt war. Bis auf Mario, der am Schreibtisch saß, um mit seinem Vater zu telefonieren. »Der Postbote sieht aus, als wollte er drei bis fünf Unterschriften von mir.« »Alles klar, mein Sohn. Ich melde mich nächste Woche wieder. Und wenn wir irgendwo WLAN bekommen, können wir ja mal dieses Skiep ausprobieren.« Mario lächelte. »Das spricht man ›Skeip‹ aus, Paps.« »Mein ich doch. Du kannst froh sein, dass Anne und ich uns überhaupt mit diesem neumodischen Kram beschäftigen«, gab Johannes gut gelaunt zu bedenken. »Ich kenne genug Leute in unserem Alter, die mit diesem Teufelszeug nichts mehr am Hut haben.« »Die gondeln aber auch nicht mit einem Wohnmobil durch die Weltgeschichte, fernab von all ihren Lieben«, konterte Mario trotz der frühen Stunde schlagfertig. Wenn er an seine Eltern dachte und daran, wie sich Johannes' sonnengebräuntes Gesicht zu einem lebensfrohen Lachen verzog, wurde sein Herz schwer. Für seinen Vater und dessen Frau Anne war der Ruhestand ein einziges Abenteuer. Die ehemaligen Leiter des Sanatoriums auf der Roseninsel waren nach langem Zögern endlich in Rente gegangen, um sich ihren Traum vom Reisen zu erfüllen, solange die Gesundheit es noch erlaubte.
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Wenn nichts mehr hilft ... - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Extra
– 256 –
Wenn nichts mehr hilft ...
Patricia Vandenberg
»Ich muss jetzt leider Schluss machen, Paps!« Seufzend stellte Mario Cornelius seine Kaffeetasse ab. Durch das Fenster hatte er gesehen, wie das gelbe Postauto vor dem Hauptgebäude der Kinderkurklinik Halt gemacht hatte. Einen Packen Briefe und Pakete balancierend machte sich der Bote auf den Weg zur Rezeption, die um diese Uhrzeit noch nicht besetzt war. Bis auf Mario, der am Schreibtisch saß, um mit seinem Vater zu telefonieren. »Der Postbote sieht aus, als wollte er drei bis fünf Unterschriften von mir.«
»Alles klar, mein Sohn. Ich melde mich nächste Woche wieder. Und wenn wir irgendwo WLAN bekommen, können wir ja mal dieses Skiep ausprobieren.«
Mario lächelte.
»Das spricht man ›Skeip‹ aus, Paps.«
»Mein ich doch. Du kannst froh sein, dass Anne und ich uns überhaupt mit diesem neumodischen Kram beschäftigen«, gab Johannes gut gelaunt zu bedenken. »Ich kenne genug Leute in unserem Alter, die mit diesem Teufelszeug nichts mehr am Hut haben.«
»Die gondeln aber auch nicht mit einem Wohnmobil durch die Weltgeschichte, fernab von all ihren Lieben«, konterte Mario trotz der frühen Stunde schlagfertig.
Wenn er an seine Eltern dachte und daran, wie sich Johannes’ sonnengebräuntes Gesicht zu einem lebensfrohen Lachen verzog, wurde sein Herz schwer. Für seinen Vater und dessen Frau Anne war der Ruhestand ein einziges Abenteuer. Die ehemaligen Leiter des Sanatoriums auf der Roseninsel waren nach langem Zögern endlich in Rente gegangen, um sich ihren Traum vom Reisen zu erfüllen, solange die Gesundheit es noch erlaubte. Seit einigen Monaten fuhren Anne und Johannes mit einem Wohnmobil quer durch Europa. Sie blieben, wo es ihnen gefiel, und reisten weiter, wenn die Sehnsucht nach Abenteuern sie von Neuem packte. Sosehr Mario die Eltern und den Rat des Vaters vermisste, sosehr gönnte er ihnen ihren Traum. Zudem hatten sie ihm mit der Aufgabe des Sanatoriums ermöglicht, seine eigenen Vorstellungen Wirklichkeit werden zu lassen.
Monate hatte sich der Umbau in eine Kinderkurklinik hingezogen und war endlich so gut wie abgeschlossen. Ganz im Gegensatz zu den Rechnungen, die in Stapeln vom Postboten ins Haus getragen wurden. Bei diesem Anblick wurde Mario schummrig.
»Mach’s gut, Paps. Und drück Anne ganz fest von mir. Wir vermissen euch.«
»Wir euch auch! Aber wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja schneller wieder als gedacht.«
Diese krypische Botschaft ging in einem Rumpeln unter. Als der Postbote die Tür mit dem Arm aufdrückte, geriet der Turm aus Paketen und Briefen in Schieflage. Das oberste Päckchen fiel herunter und schlitterte über den Boden.
Mario beendete das Telefonat und eilte um den Schreibtisch herum, um dem Briefträger zu Hilfe zu kommen. Er nahm ihm die Post ab und legte sie auf dem Tisch ab.
»Hoffentlich ist nichts Zerbrechliches drin.« Der Paketbote hatte das Päckchen aufgehoben und reichte es Mario.
Ein Blick auf den Absender gab Entwarnung.
»Wenn ich mich nicht irre, sind das die Lebendmausefallen, auf die Marianne so dringend wartet.«
Er legte das Paket zu den anderen und setzte seine Unterschrift auf ein Papier, das der Postbote ihm hinhielt.
»Die ist für das Einschreiben.« Er händigte den Brief aus.
»Von der Baufirma?« Mario wunderte sich. Nachdem er sich verabschiedet hatte, griff er nach einem Kugelschreiber und schlitzte den Umschlag auf.
Das, was er zu lesen bekam, ließ ihn nach Luft schnappen.
*
»Ich fürchte, ich komme langsam in das Alter, in dem ich mit einem Wochenende pro Woche nicht mehr auskomme«, bemerkte Dr. Daniel Norden und gähnte herzhaft.
Gemeinsam mit seiner Frau Felicitas, Sohn Janni und Tochter Anneka saß er am Frühstückstisch, als die Jüngste des Hauses ins Zimmer kam. Bei Désis Anblick blieb Daniel der Mund offen stehen, während ihr Zwillingsbruder Janni prustend loslachte. Auch Anneka machte große Augen. Nie im Leben hätte sie es gewagt, sich derart auffällig zu kleiden, und insgeheim bewunderte sie ihre Schwester für ihren Mut.
Einzig Fee lächelte Dési erfreut an.
»Hübsch siehst du aus.«
»Findest du?« Vater und Geschwister ignorierend, drehte sich die Schülerin um die eigene Achse.
Der gepunktete Rock schwang fröhlich mit.
»Dieser Rock ist sehr süß. Und die rote Jacke passt perfekt dazu«, bestätigte Fee ihre Meinung.
»Alles selbst genäht im Design-Kurs!«, erwiderte Dési stolz.
Sie warf die geflochtenen Zöpfe auf die Schultern und schlüpfte auf ihren Stuhl.
Hinter dem Rücken der Eltern schnitt Janni ihr eine Grimasse, und sie streckte ihm die Zunge heraus.
»Wenn ich mich recht erinnere, hast du mich früher immer geschimpft, wenn ich ein gestreiftes Hemd zu einer karierten Hose tragen wollte«, wandte sich Daniel unterdessen an Fee. Er spielte auf die geblümten Stiefel seiner Tochter an, die sie zu ihrem farbenfrohen Ensemble trug.
»Das ist doch ganz was anderes«, winkte Fee ab.
»Du würdest Dad doch nie erlauben, eine gepunktete Hose zu einem geblümten Hemd zu tragen?«, bemerkte Janni, der sich immer noch sichtlich amüsierte.
»Nein, natürlich nicht.« Fee griff nach einer Scheibe Brot und bestrich sie mit Butter. »Solche Kombinationen kann nur eine Frau wagen.«
»Aber wenn du darauf bestehst, nähe ich dir gern eine Blümchenhose«, lächelte Dési engelsgleich in Richtung ihres Bruders.
»Nur über meine Leiche!«
»Jedenfalls finde ich deine Kreationen sehr fantasievoll. Individuell.« Ohne seine Tochter aus den Augen zu lassen, trank Daniel einen Schluck Kaffee. »Du hast dich in letzter Zeit sehr verändert.«
»Man ändert sich oft und bessert sich selten«, zitierte Janni ein altes Sprichwort mit hoch erhobenem Zeigefinger und der für ihn typischen Professorenstimme, die immer dann zum Einsatz kam, wenn er seine Familie an seinem umfangreichen Wissen teilhaben ließ.
Während Dési noch nach einer schlagfertigen Retourkutsche suchte, waren Annekas Gedanken weitergewandert.
»Nicht alles ändert sich.« Ihre Miene war düster.
Felicitas wusste sofort, an wen sie dabei dachte.
»Du sprichst von Simon, nicht wahr?«
Anneka nickte.
»Bei ihm kann es nur besser werden.«
Tröstend legte Felicitas die Hand auf ihren Arm.
»Du machst dir große Sorgen um ihn, was?«
»Klar. Die Operation ist jetzt schon zehn Tage her, alles ist gut verheilt. Aber Laufen kann er immer noch nicht. Was ist bloß los mit ihm?« Ungehindert brach sich ihre Verzweiflung Bahn.
Anneka hatte den Fünfjährigen im Kindergarten der Behnisch-Klinik kennengelernt, wo sie im Rahmen ihrer Ausbildung als Erzieherin ein Praktikum machte. Das Schicksal des Halbwaisen hatte sie direkt in ihr empfindsames Herz getroffen. Der Campingbus seiner alleinerziehenden
