Die traurige Wahrheit: Dr. Norden Bestseller 390 – Arztroman
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Über dieses E-Book
Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben. Die Serie von Patricia Vandenberg befindet sich inzwischen in der zweiten Autoren- und auch Arztgeneration.
»Ich will auch mal wieder neue Möbel«, murrte Janni Norden. Der Teenager stand am Fenster in der Küche und starrte sehnsüchtig nach draußen auf den Möbeltransporter, der in der Straße geparkt hatte. Seine ältere Schwester Anneka hatte vor dem Kühlschrank gestanden und kritisch den Inhalt durchforstet, als sie ihn unverrichteter Dinge wieder schloss und sich zu ihrem Bruder gesellte. »Erstens heißt es nicht ›ich will‹, sondern ›ich möchte‹«, gemahnte sie ihn unbarmherzig an die gute Erziehung, die alle fünf Kinder der Familie Norden genossen hatten. »Und zweitens werden hier keine Möbel geliefert, sondern abgeholt.« Als Jan sah, wie ein Möbelpacker eine große Umzugskiste aus dem Haus Richtung Wagen schleppte, musste er einsehen, dass seine Schwester recht hatte. »Ziehen Rabels aus?«, erkundigte er sich. »Keine Ahnung.« Ratlos zuckte Anneka mit den Schultern. »Aber vielleicht wissen Mum und Dad mehr. Sie hatten ja immer einen guten Kontakt zu Elfie und Jakob.« Sie erinnerte sich an die lustigen Grillabende, die sie im Sommer gemeinsam mit den Nachbarn und der fünfjährigen Tochter Alexandra veranstaltet hatten. »Ich frag sie«, bot Janni sofort an und wollte schon aus der Küche stürmen, als Anneka ihn am Ärmel festhielt. »He, was soll denn das? Lass mich los«, setzte er sich energisch zur Wehr.
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Die traurige Wahrheit - Patricia Vandenberg
Dr. Norden Bestseller
– 390 –
Die traurige Wahrheit
Patricia Vandenberg
»Ich will auch mal wieder neue Möbel«, murrte Janni Norden. Der Teenager stand am Fenster in der Küche und starrte sehnsüchtig nach draußen auf den Möbeltransporter, der in der Straße geparkt hatte.
Seine ältere Schwester Anneka hatte vor dem Kühlschrank gestanden und kritisch den Inhalt durchforstet, als sie ihn unverrichteter Dinge wieder schloss und sich zu ihrem Bruder gesellte.
»Erstens heißt es nicht ›ich will‹, sondern ›ich möchte‹«, gemahnte sie ihn unbarmherzig an die gute Erziehung, die alle fünf Kinder der Familie Norden genossen hatten. »Und zweitens werden hier keine Möbel geliefert, sondern abgeholt.«
Als Jan sah, wie ein Möbelpacker eine große Umzugskiste aus dem Haus Richtung Wagen schleppte, musste er einsehen, dass seine Schwester recht hatte.
»Ziehen Rabels aus?«, erkundigte er sich.
»Keine Ahnung.« Ratlos zuckte Anneka mit den Schultern. »Aber vielleicht wissen Mum und Dad mehr. Sie hatten ja immer einen guten Kontakt zu Elfie und Jakob.« Sie erinnerte sich an die lustigen Grillabende, die sie im Sommer gemeinsam mit den Nachbarn und der fünfjährigen Tochter Alexandra veranstaltet hatten.
»Ich frag sie«, bot Janni sofort an und wollte schon aus der Küche stürmen, als Anneka ihn am Ärmel festhielt. »He, was soll denn das? Lass mich los«, setzte er sich energisch zur Wehr. Vergeblich.
»Hast du nicht was vergessen?« Engelsgleich lächelnd stand Anneka da und schickte der Spülmaschine einen vielsagenden Blick.
Erst vor kurzem war die treue Haushälterin der Familie mit einem neuen Kniegelenk aus der Klinik entlassen worden. Obwohl sie noch nicht wieder ganz gesund war, weigerte sie sich erwartungsgemäß, sich unterstützen zu lassen. Deshalb hatte das Ehepaar Norden seine Kinder angehalten, Lenni so viele Arbeiten wie möglich heimlich abzunehmen.
Janni verstand den Blick seiner Schwester und verzog unwillig das Gesicht.
»Warum soll eigentlich ausgerechnet ich die Spülmaschine ausräumen? Du bist ja auch noch da.«
»Aber ich hab schon Wäsche zusammengelegt und verteilt«, verteidigte sich Anneka energisch. »Du bist derjenige, der am wenigsten hier macht. Dabei solltest gerade du froh und dankbar sein, welche Chancen sich dir hier bieten.«
Misstrauisch legte Janni den Kopf schief.
»Wie meinst du das?«
»Ganz einfach: Ein Mann mit hauswirtschaftlichen Qualitäten hat viel bessere Chancen bei den Frauen als einer, der völlig ahnungslos ist und eine Pfanne für einen Tennisschläger hält.«
Mit dieser Bemerkung entlockte sie ihrem Bruder ein abgrundtiefes Seufzen. Janni wusste genau, das Anneka sein erwachendes Interesse an Mädchen bemerkt hatte, und verachtete sie dafür, dass sie diese Erkenntnis so schamlos ausnutzte.
»Manchmal würd ich dieses Erwachsensein gern hinschmeißen und schaukeln gehen«, murrte er düster und klappte die Tür der Spülmaschine herunter.
Anneka lachte laut heraus und klopfte ihm tröstend auf die Schulter.
»Nimm’s nicht so schwer. Erwachsensein hat auch gute Seiten.«
»Wenn man eine Frau ist. Von euch verlangt keiner, dass ihr ein Auto reparieren könnt.« Er klapperte so laut mit den Tellern, dass seine Schwester seine Antwort nicht hörte und sich auf die Suche nach ihrer Mutter machte, um sich nach dem seltsamen Treiben im Nachbarshaus zu erkundigen.
*
Anneka fand Fee im Keller. Die Ärztin, die seit einiger Zeit eine Facharztausbildung für Kinder- und Jugendpsychiatrie machte und zu diesem Zweck ein Praktikum in der Pädiatrie der Behnisch-Klinik absolvierte, hatte sich einen Tag frei genommen. Doch frei hatte sie deshalb noch lange nicht. Statt sich ein bisschen Ruhe zu gönnen, sortierte sie gut erhaltene Kleidung und allerlei andere Dinge für einen Basar aus, dessen Einnahmen ihrer Stiftung ›Ein Bild für Mami‹ zugute kommen sollten.
»Den schönen Pulli willst du hergeben?«, fragte Anneka mit großen Augen, als ihre Mutter einen aufwändig bestickten Pullover in eine Kiste mit den Spenden packte.
»Den habe ich seit bestimmt zwei Jahren nicht mehr getragen. Deshalb bekommt er ein neues Zuhause«, gab Fee zurück. »Das ist übrigens eine meiner Regeln, die dir später mal nützlich sein kann. Alles, was zwei Jahre rumliegt, muss ausziehen. Sonst muss ich am Ende einen Möbelwagen holen, um all die Sachen abzutransportieren, die wir nicht mehr brauchen.«
Sie griff erneut in den Schrank und zog einen Blazer heraus, währendAnneka ihre Bemerkung aufgriff.
»Vielleicht ist das bei Rabels so«, mutmaßte sie erleichtert.
Fee, die den Blazer zusammengelegt und ebenfalls in die Kiste verfrachtet hatte, richtete sich auf und sah ihre älteste Tochter verwundert an.
»Wie kommst du denn darauf?«
»Na ja, da steht ein Möbelwagen vor der Tür, und ein Möbelpacker schleppt Kisten raus. Janni hat ihn entdeckt.«
»O je, dann ist es also doch passiert«, entfuhr es Felicitas.
»Was denn?«
Um ihre Betroffenheit zu verbergen, bückte sich die Ärztin und verschloss umständlich den vollen Karton. Ungeduldig wartete Anneka auf eine Antwort.
»Jetzt sag schon. Was ist passiert?«, wiederholte sie ihre Frage und endlich seufzte ihre Mutter bekümmert.
»Dan und mir ist schon vor einiger Zeit aufgefallen, dass man Elfie und Jakob gar nicht mehr zusammen sieht. Früher waren sie oft gemeinsam im Garten oder sind spazieren gegangen.«
»Vielleicht haben sie viel zu tun und keine Zeit mehr dafür«, wandte Anneka ein.
Doch Fee schüttelte den Kopf.
»Ich glaub, es liegt an was anderem. Schon vor ein paar Wochen habe ich die beiden mehrmals auf ein Glas Wein eingeladen. Jedes Mal hat Elfie mit einer fadenscheinigen Ausrede abgelehnt.« Ihr nachdenklicher Blick hing an einem Bild, das oben keinen Platz mehr gehabt hatte und nun dem Kellerraum ein freundliches Ambiente verlieh. »Inzwischen habe ich das Gefühl, dass sie mir aus dem Weg geht«, erinnerte sich Fee an die Begegnung in der Stadt, als ihre Nachbarin bei ihrem Anblick schnell die Straßenseite gewechselt hatte.
Betreten hatte Anneka den Schilderungen ihrer Mutter zugehört. Ihre Worte ließen nur einen Schluss zu.
»Dann glaubst du, dass sie sich trennen?«, fragte sie sichtlich schockiert. »Die arme Alexandra.«
Viele Eltern ihrer Freunde und Klassenkameraden waren getrennt, und die Abiturientin wusste natürlich, dass so etwas geschehen konnte. Aber sie kannte auch die andere Seite – ein harmonisches Familienleben und Eltern, die sich liebten wie am ersten Tag –, und die Vorstellung, Daniel und Fee könnten sich trennen, kam für sie einer Katastrophe gleich.
Felicitas erahnte diese Gedanken und schloss ihre große Tochter spontan in die Arme.
»Das kommt ganz darauf an. Wenn die Stimmung von ständigem Streit vergiftet ist, ist es für alle besser, getrennte Wege zu gehen. Auch für die Kinder.«
Diesem Argument hatte Anneka wenig entgegenzusetzen. Trotzdem hatte das empathische Mädchen eine Bitte an ihre Mutter.
»Kannst du nicht nochmal mit Elfie reden? Vielleicht ist ja doch noch was zu retten.«
Daran hatte Felicitas zwar berechtigte Zweifel, versprach es aber trotzdem. Gleichzeitig nahm sie sich vor, mit ihrem Mann Daniel zu sprechen, sobald er aus der Praxis nach Hause kam.
*
Wie er
