Über dieses E-Book
Nach ihrer Entscheidung passiert das Unfassbare und sie wird von einem Psychopathen gejagt, der perfide Spiele um Leben und Tod mit ihr spielt. Wird ihre Entscheidung ihr zum Verhängnis...
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Rezensionen für Bis zum Ende der Ewigkeit
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Buchvorschau
Bis zum Ende der Ewigkeit - Yennifer Woods
Kapitel 1
»Das ist also deine Entscheidung? Nun gut, du hattest die Wahl…«, sagte Alex mit undurchdringlicher Mine. Ein bitterer Unterton schwankte dabei in seiner Stimme. Sein frostiger, beinahe schon eiskalter Blick schien durch Christine hindurch zu gleiten, so als hätte sie sich in Luft aufgelöst. Er schien sie überhaupt nicht mehr wahrzunehmen. Sein Gesicht war völlig ausdruckslos, so als trüge er eine Maske, während er auf dem weißen Ledersofa saß. Seine tiefblauen Augen blickten ausdruckslos ins Leere. Plötzlich flackerte etwas in seinen Augen auf. Nur für Sekundenbruchteile, so schnell, dass Christine glaubte, sie hätte es sich nur eingebildet. Mit einem Ruck stand er auf.
»Ich wünsche euch beiden viel Glück«, brachte er gepresst hervor, ohne sie dabei anzusehen, ehe er sich abwandte und zur Tür gehen wollte. In seinen blauen Augen lag unendlicher Schmerz. Christine sprang ihm nach. Ihre rechte Hand grub sich blitzschnell in den Ärmel seiner schwarzen Lederjacke und sie versuchte verzweifelt unter der Mobilisierung aller ihrer Kraftreserven ihn daran zu hindern zu gehen.
»Alex, warte bitte. Lass es mich wenigstens erklären…«. Flehend sah sie ihn an, während sich ihre Augen innerhalb von Sekunden mit Tränen füllten. Alex schüttelte ihre Hand ab wie eine lästige Fliege.
»Du brauchst mir überhaupt nichts mehr zu erklären. Es ist vorbei… Für immer… Deine Entscheidung, schon vergessen? Ich will dich niemals wieder sehen«. Bitterkeit schwankte in seiner Stimme, während er sich ruckartig umdrehte und die Tür aufriss. Zitternd sank sie auf die Knie.
»Alex, bitte lass es mich…«, flehte sie herzzerreißend und sah ihm mit tränenverschwommenen Augen nach.
Doch es war zu spät. Er schlug die Tür mit einer solchen Wucht hinter sich zu, so dass die beinahe aus den Angeln sprang. Ungläubig starrte Christine auf die Wohnungstür.
Christine wusste nicht, wie lange sie dort auf dem Boden hockte und darauf wartete, dass es an der Tür klopfte und er wieder vor ihr stand, sie in den Arm nehmen würde und ihr versicherte, dass alles irgendwie wieder gut werden würde. Irgendwann starb jedoch auch das allerletzte Fünkchen Hoffnung in ihr wie ein Regentropfen auf dem heißen Wüstensand. Es würde nicht klingeln und Alex würde nicht vor der Tür stehen. Er war fort. Für immer… Sie brauchte sich nichts vormachen.
Heiße Tränen liefen ihr über die Wangen an ihrem Hals entlang, bis sie im seidig weichen Stoff des weißen Kaschmirpullovers versiegten. Sie weinte und weinte. Aber wieso eigentlich? Alex hatte Recht. Es war ihre eigene Entscheidung gewesen; Ihr freier Wille. Sie hatte sich gegen ihn entschieden. Und mit dieser Entscheidung musste sie nun für den Rest ihres Lebens leben. Ihr Brustkorb hob und senkte sich schwer wie unter einer tonnenschweren Last. Stoßweise atmete sie ein und aus. Leise stiegen Zweifel in ihr auf und nagten schmerzhaft an ihrem Gewissen. Hatte sie die richtige Entscheidung getroffen? War es wirklich das, was sie wollte? Denn soeben hatte sie ihren allerbesten Freund verloren.
Irgendwann ging diese verdammte Tür schließlich doch auf und Dennis betrat leise die Wohnung. Ein einziger Blick von ihm genügte, um die ganze Situation zu erfassen. Wortlos legte er seinen Autoschlüssel und sein Handy auf der Kommode ab und ging langsam zu ihr. Schweigend kniete er neben ihr und strich ihr sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht, die sich in ihren langen seidig weichen Wimpern verfangen hatte. Seine rechte Hand ergriff vorsichtig ihr Kinn und hob es sanft an. Seine dunkelbraunen Augen musterten sie voller Sorge. Christine konnte seinem Blick nur für ein paar Sekunden standhalten ehe sie ihre Lieder wieder senkte. Er räusperte sich leise, sagte jedoch noch immer kein Wort. Einen Augenblick später legte er entschlossen einen Arm um ihre Schultern und den anderen unter ihre Knie und hob sie hoch, als würde sie kaum mehr wiegen als eine Feder. Erschöpft bettete sie ihren Kopf an seiner muskulösen Schulter und fing erneut an bitterlich zu weinen. Ihre heißen Tränen durchnässten sein weißes T- Shirt bis auf die Haut. Liebevoll wiegte er sie hin und her und flüsterte ihr beruhigende Worte zu. Seine Wange ruhte kühl an ihrer fiebrig heißen Stirn. Langsam trug er Chris die schmale Buchentreppe hinauf ins Schlafzimmer und setzte sich mit ihr auf das Bett. Er hielt sie immer noch im Arm und strich ihr tröstend über das Haar. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie sich endlich einigermaßen beruhigt hatte. Nur langsam versiegten ihre Tränen und das Beben ihres Körpers ließ nach.
»Geht`s wieder, mein Engel?« Seine Stimme war so sanft wie der Flügelschlag eines Schmetterlings, während er ihr weiterhin liebevoll über ihr langes honigblondes Haar strich.
Christine nickte tapfer und strich sich mit zitterndem Handrücken über das tränenverschmierte Gesicht. In Wahrheit fühlte sie sich hundeelend. Ihr Herz zog sich bei jedem Schlag schmerzhaft zusammen, so als wäre es in schwere Eisenketten gelegt. Dieses dumpfe Gefühl in ihrer Brust schien ihr den Atem zu rauben. Erschöpft rang sie nach Luft. In ihrem Kopf drehte sich alles. Es war einfach unmöglich auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Dennis spürte, dass es ihr nicht gut ging.
»Schscht, alles wird wieder gut«, versuchte er sie mit sanfter Stimme zu beruhigen, so als wäre sie ein verängstigtes kleines Kind. Liebevoll hielt er sie weiter in seinen Armen fest und flüsterte ihr Trost spendende Worte zu. Nachdem sie sich einigermaßen beruhigt hatte, setzte er sie auf das Bett, deckte sie mit ihrer hell rosa Kuscheldecke zu und gab ihr einen zärtlichen Kuss auf die Stirn.
»Ich koche dir jetzt erst mal einen Jasmintee. Der wird dir sicherlich gut tun und du trinkst ihn doch so gerne«. Liebevoll sah er sie an. Sie nickte gedankenverloren.
Während er nach unten ging, um Wasser aufzusetzen und den Tee zu kochen, ließ sich Christine in die Kissen fallen und zog sich die Decke über den Kopf. Das einzige was sie wollte, war, zu vergessen. Alex zu vergessen. Ihn aus ihren Gedanken und aus ihrem Herzen zu verdrängen. Jeder einzelne Gedanke an ihn raubte ihr fast den Verstand. So, als würde ihr jemand gewaltsam die Seele aus dem Leib reißen. Und wieder stiegen ihr die Tränen in die Augen. Sie fing hemmungslos an zu weinen. Am liebsten hätte sie all ihre Seelenqualen hinausgeschrien. Stattdessen zog sie sich die Decke nur noch fester über den Kopf und verwandelte ihr Kissen in ein tränennasses Federknäul. Irgendwann schlief sie vor lauter Erschöpfung ein und wurde von unruhigen Träumen heimgesucht.
Kapitel 2
Das Klingeln ihres Handys riss Christine aus dem Schlaf. Sie tastete in der Dunkelheit danach und blinzelte noch etwas verschlafen auf das Display. Die Rufnummer war unterdrückt. Genervt meldete sie sich und lauschte gespannt. Es war Charlie. Sie war so aufgeregt, dass Christine kaum verstand, was los war. Das einzige was Christine verstand war, dass sie in einer halben Stunde eine Teambesprechung hatten, bei der sich der neue Captain vorstellen wollte. Noch bevor Christine in irgendeiner Weise antworten konnte ertönte ein Piepen in der Leitung. Charlie hatte schon wieder aufgelegt. Na toll, dachte Chris mürrisch. Genau so etwas hatte ihr gerade noch gefehlt. Es gab nichts Schlimmeres als von einem Telefon geweckt zu werden, fand sie und begab sich verschlafen ins Badezimmer.
Eigentlich fehlte ihr die Zeit um auf diese blöde Teambesprechung zu gehen. Die Spuren, die sie zurzeit verfolgte, waren sehr heiß. Die kleinste Ablenkung würde sie wieder um Tage, wenn nicht sogar um Wochen in ihrer Recherche zurückwerfen. Hastig warf sie einen Blick auf ihre silberne Armbanduhr und strich sich eine honigblonde Haarsträhne aus dem Gesicht, die hartnäckig wie ein Vorhang vor ihren Augen hing. Sie duschte, zog sich in Windeseile an, schnappte sich ihre blaue Regenjacke von der Garderobe und den Autoschlüssel und machte sich mit tropfnassen Haaren auf den Weg zum Hauptquartier.
Charlie stand mit hochrotem Kopf hinter den Sicherheitsschranken im Foyer der Zentrale und winkte ihr aufgeregt zu, während sie wie ein Gummiball von einem Bein auf das andere hüpfte. Sie schien vor lauter Aufregung fast zu platzen. Nachdem Christine ihren Chip sorgfältig in das Lesegerät eingeführt hatte, öffnete sich die Schranke und sie konnte passieren. Charlie eilte sofort an ihre Seite und hakte sich bei ihr ein.
»Die Buschtrommeln erzählen, dass der Neue absolut heiß sein soll. Und das Wichtigste ist, er ist solo!« Charlie fing sofort an zu plappern und ihre Stimme war vor lauter Aufregung und Begeisterung total heiser. Sie bemerkte, wie Christine die Nase rümpfte und ein abweisendes Gesicht aufsetzte.
»Du bist eine absolute Langweilerin Christine Stone, weißt du das? Eigentlich solltest du ins Kloster gehen. Du bist jetzt seit vier Jahren allein. Seit vier Jahren, Chris! Dennis ist tot. Und nicht du. Du solltest langsam wieder anfangen zu leben. Ich glaube, er hätte nicht gewollt, dass du dich so gehen lässt und dich in eine Einsiedlerin verwandelst…«, fuhr sie hastig fort und warf Chris einen verständnislosen Seitenblick zu, während sie sie durch die langen lichtdurchfluteten Gänge zog.
Charlie hatte Recht. Tief in ihrem Inneren war ihr klar, dass Charlie absolut Recht hatte. In den letzten vier Jahren seit Dennis Tod hatte sie sich komplett gehen lassen. Sie sah eher aus wie fünfundvierzig statt wie dreiunddreißig. Ihr äußeres Erscheinungsbild ließ sehr zu wünschen übrig. Aber es war ihr egal. Alles war einfach scheißegal. Früher hatte sie immer sehr viel Wert auf ein gepflegtes Äußeres gelegt. Stunden um Stunden hatte sie im Badezimmer vor dem Spiegel verbracht. Doch mittlerweile spielte nichts mehr eine Rolle. Ob es nun die Haare waren, die ihr strähnig über die Schultern hingen oder ein Pickel, der Mal wieder zum ungünstigsten Zeitpunkt zum Vorschein kam, es war ihr egal. Auch der letzte Friseurbesuch lag furchtbar lange zurück. Von ihren Outfits ganz zu schweigen. Früher war alles immer ganz genau aufeinander abgestimmt. Heute waren Klamotten für sie einfach nur ein notwendiges Übel. Während sie früher meistens in Pumps herumstolziert war, fand man jetzt in ihrem Schuhschrank fast nur noch Turnschuhe. Auch die heißgeliebten Röcke und Kleider waren Jeans und Sporthosen gewichen. Ganz zu schweigen von den fünfzehn Kilo Kummerspeck, die sie sich aus lauter Schmerz und Verzweiflung über den Verlust von Dennis angefressen hatte.
»Charlie, bitte! Du weißt ganz genau, ich bin an Männern nicht interessiert. Ich hatte den Richtigen gefunden. Den Einen, mit dem ich mein Leben verbringen wollte. Das zwischen Dennis und mir war Einzigartig. So etwas werde ich bestimmt nicht nochmal erleben. Und ich will es auch nicht. Diesen unerträglichen Schmerz des Verlustes möchte ich nie wieder durchleben. Es hat mich fast umgebracht. Und ich werde niemals ganz darüber hinwegkommen…«. Sie spürte, wie ihr die Tränen in die Augen stiegen. Ihre Stimme zitterte. Charlie bemerkte es und sah sie mitleidig an.
»Chris, es tut mir Leid. Ich wollte dir nicht weh tun«. Sie vermied es, Chris dabei anzusehen. Es schien ihr sichtlich unangenehm zu sein.
Mittlerweile hatten die beiden den Sitzungsraum erreicht. Natürlich waren sie wie immer die Letzten. Und wie immer mussten sie sich ganz nach hinten setzen, weil die besten Plätze vorne längst vergeben waren. Na prima! Ausgerechnet heute hätten sie doch lieber etwas weiter vorne gesessen, um den neuen Captain etwas genauer zu begutachten.
»Von hier hinten sieht man doch kaum etwas«, maulte Charlie und verzog das Gesicht, während sie sich ihre Haare glatt strich und einen prüfenden Blick in den kleinen Spiegel ihrer Make-Up Dose warf. Gekonnt zog sie sich mit ihrem beerenfarbenden Lippenstift die Lippen nach und sah sich zufrieden das Ergebnis an.
»Wie findest du meinen neuen Lippenstift, Chris?« Sie ahmte einen Kussmund nach.
»Ja, sehr schön, wirklich. Aber findest du das alles nicht ein wenig übertrieben«. Chris sah sie tadelnd an. Charlie sah wirklich aus, so als wäre sie einem brandaktuellen Modekatalog entsprungen. Man hatte eher den Eindruck, sie wolle auf die Piste, statt zu einer Besprechung. Sie trug einen schwarzen Minirock und ein brombeerfarbendes hautenges Top, das tiefe Einblicke in ihr Dekolleté gewährte. Die Krönung waren ihre schwarzen Pumps mit zwölf Zentimeter hohen Absätzen. Ihre wallende, glänzend schwarze Lockenmähne umrahmte ihr hübsches herzförmiges Gesicht. So war Charlie. Stets top gestylt, denn ihr Motto lautete: man weiß ja nie so genau, wem man begegnen könnte.
Das gesamte Team schien neugierig auf den neuen Captain zu sein. Tony, der vor ihnen saß, drehte sich zu den beiden um.
»Hey, wisst ihr beide irgend etwas über den Neuen«, fragte er neugierig und musterte sie gespannt.
Chris zuckte nur mit den Schultern und auch Charlie schüttelte den Kopf.
»Ich habe nur gehört, dass er unheimlich gut aussehen soll«, machte sie sich trotzdem wichtig und lachte ein wenig hysterisch. Chris verdrehte genervt die Augen. Diese Charlie dachte aber auch wirklich nur an das EINE. Tony starrte sie grinsend an.
»So, so. Ich habe nur gehört, dass er über ein Jahr in koreanischer Gefangenschaft war. Er soll ein ziemlich harter Kerl sein«, erzählte er und große Achtung schwankte in seiner Stimme. Gerade als Chris ihn fragen wollte, woher er diese Informationen hatte, öffnete sich die Tür des Besprechungsraumes. Ein leises Raunen ging durch die Menge und alle Köpfe drehten sich augenblicklich in Richtung Tür. Neugierig sah Chris den Mann an, der den Raum betrat. Leider konnte sie von hier hinten jedoch nicht besonders viel erkennen. Innerhalb von wenigen Sekunden legte sich das Raunen und es wurde totenstill im Saal. Der neue Captain ging langsam zu dem Schreibtisch am Ende des Raumes und legte einige Akten darauf ab. Chris starrte auf den schlanken, schwarzhaarigen Mann, von dem sie bis jetzt nicht viel mehr als seine Rückseite und seinen Hinterkopf sehen konnte. Wie alt mochte
