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Verdorbene Ferien: Sophienlust Bestseller 39 – Familienroman
Verdorbene Ferien: Sophienlust Bestseller 39 – Familienroman
Verdorbene Ferien: Sophienlust Bestseller 39 – Familienroman
eBook148 Seiten1 StundeSophienlust Bestseller

Verdorbene Ferien: Sophienlust Bestseller 39 – Familienroman

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Über dieses E-Book

Der Sophienlust Bestseller darf als ein Höhepunkt dieser Erfolgsserie angesehen werden. Denise von Schoenecker ist eine Heldinnenfigur, die in diesen schönen Romanen so richtig zum Leben erwacht.
Das Kinderheim Sophienlust erfreut sich einer großen Beliebtheit und weist in den verschiedenen Ausgaben der Serie auf einen langen Erfolgsweg zurück. Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, mit Erreichen seiner Volljährigkeit, das Kinderheim Sophienlust gehören wird.

Angelina Dommin lehnte sich im Boot zurück und zog ihren breitkrempigen naturfarbenen Strohhut ein bisschen tiefer in die Stirn. »Hast du Angst vor ein paar Sonnenstrahlen?«, spöttelte Nick, der mit kräftigen Ruderschlägen das Boot auf den See hinausgefahren hatte. »Ja, ich habe Angst vor einem Sonnenbrand«, gab das Mädchen unumwunden zu. »Du hast leicht lachen, du wirst schnell braun. Aber ich werde erst rot und dann kriege ich Sommersprossen. Davon habe ich bereits genug.« »Deshalb bist du auch unser Pünktchen«, bemerkte der Junge schmunzelnd. »Diesen Spitznamen wirst du nicht mehr los.« »Damit habe ich mich längst abgefunden.« Pünktchen lächelte, tauchte die Hand ins Wasser und spritzte mit einer raschen Bewegung ihr Gegenüber an. »Na warte!«, rief Nick. »Wenn du mir so kommst, dann tu ich keinen Ruderschlag mehr.« »Macht nichts. Ich rudere gern«, behauptete das Mädchen. Sie wechselten die Plätze.
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum29. Juni 2021
ISBN9783740982546
Verdorbene Ferien: Sophienlust Bestseller 39 – Familienroman

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    Buchvorschau

    Verdorbene Ferien - Elisabeth Swoboda

    Sophienlust Bestseller

    – 39 –

    Verdorbene Ferien

    Warum Petzi wieder zurück nach Wien wollte...

    Elisabeth Swoboda

    Angelina Dommin lehnte sich im Boot zurück und zog ihren breitkrempigen naturfarbenen Strohhut ein bisschen tiefer in die Stirn.

    »Hast du Angst vor ein paar Sonnenstrahlen?«, spöttelte Nick, der mit kräftigen Ruderschlägen das Boot auf den See hinausgefahren hatte.

    »Ja, ich habe Angst vor einem Sonnenbrand«, gab das Mädchen unumwunden zu. »Du hast leicht lachen, du wirst schnell braun. Aber ich werde erst rot und dann kriege ich Sommersprossen. Davon habe ich bereits genug.«

    »Deshalb bist du auch unser Pünktchen«, bemerkte der Junge schmunzelnd. »Diesen Spitznamen wirst du nicht mehr los.«

    »Damit habe ich mich längst abgefunden.« Pünktchen lächelte, tauchte die Hand ins Wasser und spritzte mit einer raschen Bewegung ihr Gegenüber an.

    »Na warte!«, rief Nick. »Wenn du mir so kommst, dann tu ich keinen Ruderschlag mehr.«

    »Macht nichts. Ich rudere gern«, behauptete das Mädchen.

    Sie wechselten die Plätze. Aber anstatt kraftvoll zu rudern, wendete Pünktchen das Boot und plätscherte mit den Rudern spielerisch herum.

    »Das nennst du rudern?«, fragte Nick entrüstet.

    »Ich hab’s lieber gemütlich. Es ist so wunderschön hier draußen. Schau, eine Libelle!«

    »Hm«, murmelte der Junge, verschränkte die Arme hinter dem Kopf und schloss die Augen.

    »Du wirst doch jetzt nicht schlafen wollen!«

    »Nur ein wenig dösen. Gestern bin ich spät ins Bett gekommen und heute hat mich Henrik in aller Herrgotts frühe aus den Federn gejagt. Er hat behauptet, dass ein schulfreier Tag zu schade sei, um ihn zu verschlafen.«

    »Da hat dein Bruder recht. Am helllichten Tag schläft man nicht. He Nick!«

    Der Junge antwortete nicht. Resigniert sah Pünktchen sich um. Sie waren allein mitten auf dem See, die anderen Kinder hatten es vorgezogen, in der Nähe des Ufers zu bleiben. Ansonsten waren heute, an einem nicht besonders heißen Samstag, wenig Badegäste am Wildmooser Waldsee. Es hatte einige Tage hindurch permanent geregnet und das Wasser war daher verhältnismäßig kühl.

    Nicks entspannte Gesichtszüge und seine regelmäßigen Atemzüge bewirkten, dass auch Pünktchen gähnen musste.

    »Das ist meine Luftmatratze! Meine! Geh runter, Gernot. Ich will nicht, dass du auf meiner Luftmatratze sitzen tust. Sie gehört mir. Mir! Geh runter!« Ein durchdringendes Kreischen folgte.

    Pünktchen war mit einem Schlag hellwach, während Nick lediglich ein wenig zusammenzuckte und seine langen Beine übereinanderschlug.

    »Du hast mir deine Luftmatratze geschenkt.«

    »Nein, nicht geschenkt. Nur geborgt. Jetzt will ich sie zurückhaben. Geh runter!« Neuerliches Kreischen.

    Pünktchen drehte sich um und erschrak. Ungefähr zwanzig Meter weit weg von ihrem Boot saßen zwei kleine Buben auf einer schmalen Luftmatratze und paddelten eifrig mit den Händen. Das heißt, der eine von ihnen paddelte, der andere versuchte, ihn in die Fluten zu stoßen. Beide waren mit hellroten Schwimmflügeln ausgerüstet, trotzdem erschien Pünktchen die Situation gefährlich. »Lasst das bleiben!«, schrie sie hinüber. »Sonst rutscht ihr womöglich von der Luftmatratze!«

    »Was ist los? Warum schreist du so?«, fragte Nick und rieb sich die Augen.

    »Die beiden Kleinen da drüben«, begann Pünktchen. Sie unterbrach sich, denn ein lauter Schrei ertönte. Was sie befürchtet hatte, war eingetreten. Einer der Buben war ins Wasser gefallen. Prustend und schreiend schlug er um sich, was seinen Gefährten zu einem boshaften Gekicher veranlasste. »Ätsch, Gabriel, jetzt gehört die Luftmatratze mir allein!«, triumphierte er.

    »Mami! Hilfe!«, brüllte der andere. Die Schwimmflügel verhinderten, dass er unterging, aber er schluckte eine Menge Wasser.

    Mit ein paar schnellen Ruderschlägen war Pünktchen am Ort des Geschehens. Nick zögerte nicht, er sprang in den See und bekam den Kleinen zu fassen. Dieser strampelte mit den Beinen und schlug mit den Händen wie ein Wilder um sich, sodass Nick große Mühe hatte, ihn ins Boot zu bugsieren. Pünktchen half ihm dabei so gut es ging, ohne das Boot zum Kentern zu bringen. Endlich war es geschafft. Der Kleine saß neben Pünktchen, hustete, spuckte und schrie dazwischen wie am Spieß.

    Der andere Knirps hatte von seiner Luftmatratze aus Nicks Bemühungen interessiert beobachtet. Nun verlangte er: »Ich will auch in das Boot! Ich will auch gerettet werden. Genauso wie Gabriel!«

    »Bleib, wo du bist!«, befahl Nick.

    Vergeblich, denn der Bub rutschte von der Luftmatratze, planschte im Wasser herum und mimte Todesangst, so wie er es vorhin bei Gabriel gesehen hatte. Unsanft ergriff Nick ihn an seinem blonden Haarschopf und an einem Bein und beförderte ihn ebenfalls ins Boot.

    »Du musst nun wirklich rudern«, sagte Nick zu Pünktchen. »Ich kümmere mich um die Luftmatratze. Hoffentlich erwische ich sie, bevor sie noch weiter abgetrieben wird.«

    »Willst du nicht lieber ins Boot …«

    »Nein«, fiel der Junge Pünktchen ins Wort. »Sonst kentert es doch noch. Schaff diese beiden kleinen Ungeheuer ans sichere Ufer, ich komme nach.«

    »Das sind keine Ungeheuer«, verteidigte das Mädchen die triefenden Knirpse. Wenige Minuten später war sie sich dessen jedoch nicht mehr so sicher. Kaum war nämlich der Kleinere, Gabriel, wieder einigermaßen zu Atem gekommen, als die Streiterei auch schon von Neuem losging.

    »Du hast mich ins Wasser gestoßen, Gernot«, beschuldigte er seinen Bruder nicht zu Unrecht. »Das erzähl ich Mami«, drohte er. »Mami wird böse auf dich sein. Du bekommst keinen Pudding!«

    »Pah!«, schrie Gernot und versetzte dem Kleineren einen Schlag auf den Rücken, dass es nur so klatschte.

    »Au! Das erzähl ich Mami auch. Du bist gemein! Gemein! Gemein!«

    »Und du bist blöd. Blöd! Blöd!«

    »Hört auf, herumzuzappeln!«, befahl Pünktchen. »Oder wollt ihr ein zweites Mal in den See fallen?«

    »Hihi, das wär lustig«, behauptete Gernot, der ältere der beiden.

    »Diesmal würde euch niemand herausholen. Was ist euch überhaupt eingefallen so weit auf den See hinauszupaddeln?«

    »Nichts.« Gernot zuckte mit den Schultern.

    »Ihr hättet ertrinken können! Schließlich seid ihr beide Nichtschwimmer, oder?«

    »Richtig schwimmen können wir noch nicht«, räumte Gernot ein. »Aber wir haben Schwimmflügel.«

    »Trotzdem war euer Abenteuer gefährlich. Wenn ich nicht zufällig Lust auf eine Bootsfahrt gehabt hätte, hätte euch keiner bemerkt.« Das Mädchen schüttelte sich bei diesem Gedanken. Gewiss, die Schwimmflügel hatten Gabriel an der Oberfläche gehalten, aber er hatte dennoch Wasser geschluckt. Wenn niemand zur Stelle gewesen wäre, hätte die Sache böse ausgehen können.

    Die beiden Buben waren sich dessen offenbar nicht bewusst. Mit hinterhältiger Miene kniff Gabriel seinen Bruder in den Oberschenkel, womit er sich prompt eine Ohrfeige einhandelte. Zur Revanche trommelte der jüngere mit beiden Fäusten auf den älteren ein.

    »Schluss mit der Prügelei!«, fauchte Pünktchen, als das Boot bedenklich schwankte. »Ihr seid wirklich zwei Ungeheuer.«

    Keiner der beiden fühlte sich durch diese Feststellung betroffen.

    »Das sagt Vati auch«, erklärte Gernot gelassen.

    »Aha. Und wo ist euer Vati?«

    »Zu Hause«, krähte Gabriel. »Er muss arbeiten und Geld verdienen.«

    »Und wer passt auf euch auf?«, forschte das Mädchen weiter. Von den Jungen erntete sie lediglich verwunderte Blicke.

    »Haben eure Eltern euch ohne Aufsicht an den See geschickt?«

    »Ja«, erwiderte Gabriel.

    »Nein!«, schrie Gernot. »Mami hat Petzi befohlen, dass sie auf uns achtgibt.«

    »Och, Petzi. Die ist selber noch ein Kind«, meinte Gabriel verächtlich und beugte sich gefährlich weit über den Bootsrand. »Schau, Gernot, da schwimmt ein Fisch!«, machte er seinen Bruder aufmerksam.

    Sofort war der Größere an Gabriels Seite. Das schwankende Gefährt neigte sich, Pünktchen warf sich nach rechts. »Werdet ihr wohl endlich still sitzen!«, schimpfte sie. »Wenn ihr so weitermacht, ersaufen wir alle drei.«

    »Kannst du auch noch nicht schwimmen?«, fragte Gernot. »Komisch. Du bist doch schon so groß. Warst du zum Schwimmenlernen zu dumm?«

    »Nein, ich war nicht zu dumm«, knirschte das Mädchen, und ruderte, als ob es eine Weltmeisterschaft zu gewinnen gelte. Angelina trachtete danach, ihre beiden lästigen Passagiere so schnell wie möglich ans sichere Ufer zu bringen.

    »Kannst du nun schwimmen oder nicht?«, wollte Gernot wissen.

    »Ja, ich kann schwimmen.«

    »Petzi kann auch schwimmen«, erzählte Gabriel. »Aber sie ist schrecklich faul. Sie will immer nur auf ihrem Badetuch liegen und lesen. Nie spielt sie mit uns. Mami hat Petzi schon oft tüchtig ausgezankt, aber das nützt nichts.«

    »Petzi ist eine Leseratte«, bemerkte Gernot altklug.

    Pünktchen verzichtete darauf, das Boot an den für Sophienlust reservierten Badesteg zu rudern. Sie wählte einen Anlegeplatz, der näher war, sprang aus dem Boot und schob es, vor Anstrengung keuchend, auf eine sanft abfallende Sandbank. Die beiden Jungen johlten vor Vergnügen.

    »Klettert heraus und helft mir gefälligst!«, ordnete Pünktchen an.

    »Helfen? Warum? Es ist ja nicht unser Boot«, meinte Gernot patzig.

    Gabriel war hilfsbereiter, er gehorchte.

    Auch Gernot hatte das Boot verlassen, aber nur, um hinter dem Rücken des Mädchens in den See hinaus zu waten, bis er keinen Grund mehr unter den Füßen hatte. »Hurra! Ich schwimme! Ich schwimme!«, brüstete er sich.

    Alarmiert wandte Angelina sich um. »Komm augenblicklich zurück«, keuchte sie nach Atem ringend.

    »Kann nicht. Du musst mich holen!«

    Pünktchen war nahe daran den unfolgsamen Quälgeist seinem Schicksal zu überlassen. Doch ihre Gewissenhaftigkeit zwang sie zu handeln. Gernot konnte nicht viel älter als sechs sein, des Schwimmens war er offensichtlich unkundig. Wenn die Schwimmflügel sich lockerten oder Luft verloren, würde er versinken wie ein Stein. Zähneknirschend ging das Mädchen ins Wasser.

    Gernot planschte und spritzte, klammerte sich an Pünktchens Beine und versuchte sie aus dem Gleichgewicht zu bringen. »Zeig mir, ob du wirklich schwimmen kannst!«, krähte er.

    »Nein! Du kommst jetzt mit mir ans Ufer und zeigst

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