Vati soll wieder heiraten: Sophienlust Bestseller 26 – Familienroman
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Über dieses E-Book
Das Kinderheim Sophienlust erfreut sich einer großen Beliebtheit und weist in den verschiedenen Ausgaben der Serie auf einen langen Erfolgsweg zurück. Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, mit Erreichen seiner Volljährigkeit, das Kinderheim Sophienlust gehören wird.
»Katzi!«, krähte Andreas Rennert mit seiner hellen Kleinkinderstimme, kletterte aus dem Sandkasten und deutete mit ausgestrecktem Arm auf einen dichten Fliederstrauch in der Nähe des Spielplatzes. »Katzi?«, wiederholte seine Zwillingsschwester Alexandra fragend. »Wo ist eine Katzi?« »Hat sich versteckt«, erwiderte der Knirps. »Hat Angst.« Alexandra rümpfte ihr Näschen. »Du schwindelst«, beschuldigte sie ihren Bruder. »Du hast gar keine Katzi gesehen.« »O ja. Schon gesehen«, behauptete der kleine Junge, und seine Mundwinkel senkten sich bekümmert nach unten. Die Zwillinge vertrugen sich im Allgemeinen hervorragend. Dennoch fühlte sich der Kleine dem lebhaften Mädchen manchmal unterlegen. »Dann zeig es mir«, forderte Alexandra. »Kann nicht.
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Buchvorschau
Vati soll wieder heiraten - Elisabeth Swoboda
Sophienlust Bestseller
– 26 –
Vati soll wieder heiraten
...und Franziska weiß auch schon, wen!
Elisabeth Swoboda
»Katzi!«, krähte Andreas Rennert mit seiner hellen Kleinkinderstimme, kletterte aus dem Sandkasten und deutete mit ausgestrecktem Arm auf einen dichten Fliederstrauch in der Nähe des Spielplatzes.
»Katzi?«, wiederholte seine Zwillingsschwester Alexandra fragend. »Wo ist eine Katzi?«
»Hat sich versteckt«, erwiderte der Knirps. »Hat Angst.«
Alexandra rümpfte ihr Näschen. »Du schwindelst«, beschuldigte sie ihren Bruder. »Du hast gar keine Katzi gesehen.«
»O ja. Schon gesehen«, behauptete der kleine Junge, und seine Mundwinkel senkten sich bekümmert nach unten.
Die Zwillinge vertrugen sich im Allgemeinen hervorragend. Dennoch fühlte sich der Kleine dem lebhaften Mädchen manchmal unterlegen. »Dann zeig es mir«, forderte Alexandra.
»Kann nicht. Ist weggelaufen«, erwiderte Andreas, machte kehrt und kletterte wieder über den Rand des Sandkastens.
»Wer ist weggelaufen?«, erkundigte sich Heidi Holsten. Mit ihren fünf Jahren war sie älter als die Zwillinge, was sie dazu verleitete, die beiden Kleinen ein wenig zu bevormunden.
»Katzi«, erwiderte Andreas, griff nach seiner Sandschaufel und stocherte missmutig damit im Sand herum.
»Pass auf!«, befahl Heidi. »Komm der Burg nicht zu nahe. Du darfst sie nicht zerstören. – Welche Katzi?«
»Na, eine Katzi eben.«
»In Sophienlust haben wir keine Katzen«, belehrte Heidi den Knirps. »Wir haben Hunde, Barri und Anglos. Ich habe zwei Kaninchen, Schneeweißchen und Rosenrot, und im Wintergarten haben wir einen Papagei und noch zwei kleinere Vögel, aber keine einzige Katze.«
»Das ist wahr. Wir haben keine Katzen«, stimmte Alexandra ihrer blonden Freundin zu, bedachte ihren Bruder mit einem verächtlichen Blick und wiederholte ihre vorhin erhobene Beschuldigung.
»Nein, ich hab nicht geschwindelt!«, rief Andreas den Tränen nahe. »Schwindeln tust aber doch nur du, Alexandra.«
Für einen Augenblick huschte ein betretener Ausdruck über das runde Gesicht der Zwillingsschwester. Alexandra neigte dazu, sich Geschichten auszudenken und diese auch der Umwelt wortreich mitzuteilen. Das hatte ihr wiederholt den Vorwurf eingebracht, es mit der Wahrheit nicht allzu genau zu nehmen. Nach einigen Sekunden hellte sich ihr Gesichtchen wieder auf. »Ich schwindle nie. Ich bin bloß fan – fanta – fantastisch.«
»Du willst sagen, du bist fantasievoll«, verbesserte Vicky Langenbach. Sie war das älteste der auf dem Spielplatz versammelten Kinder. Seit sie das Gymnasium in Maibach besuchte, tat sie die Buddelei im Sandkasten zwar als kindisch ab, konnte aber der Versuchung nicht immer widerstehen. So hatte sie sich heute von den Kleinen breitschlagen lassen, ihnen beim Bau einer Sandburg zu helfen.
»Ja, ich bin fantasievoll«, brüstete sich Alexandra.
Vicky schmunzelte. Die Kinder fuhren damit fort, zu graben, Wälle aufzuwerfen und Mauern, Türme und Zinnen zu formen. Lediglich Andreas hielt sich abseits. »Katzi hat sich versteckt«, murmelte er hin und wieder leise vor sich hin, doch keines der anderen beachtete ihn.
Sie sahen erst auf, als eine fröhliche, weibliche Stimme ihnen zurief: »Hallo, meine Lieben! Unterbrecht euer Spiel … Vesperzeit!«
»Was, so spät ist es schon?«, wunderte sich Vicky.
Heidi ließ ihren Eimer fallen und eilte auf die Kinderschwester zu. »Komm her, Schwester Regine, und schau, wie schön unsere Burg geworden ist«, forderte sie die junge Frau auf.
»Prächtig«, lobte Regine Nielsen das Werk der Kinder. Sie war eine hübsche blonde Frau und den ihr anvertrauten Schützlingen herzlich zugetan. Vor einigen Jahren hatte sie auf tragische Weise ihren Mann und ihre kleine Tochter verloren. Es war schwer für sie gewesen, über diesen Schicksalsschlag hinwegzukommen. Erst in Sophienlust hatte sie eine neue Lebensaufgabe gefunden. Ihre Ausbildung als Krankenschwester erwies sich hier als äußerst wertvoll. Kleinere Wehwehchen konnte sie sofort verarzten, und bei ernsteren Erkrankungen wusste sie bis zum Eintreffen der Kinderärztin die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Da Krankheitsfälle in Sophienlust zum Glück eher selten vorkamen, war sie in erster Linie für die Betreuung und Beaufsichtigung der kleinen, noch nicht schulpflichtigen Kinder zuständig. Ihr fiel sofort auf, dass Andreas mit sich und der Umwelt haderte.
»Hat dich jemand geärgert?«, fragte sie den Kleinen und hob ihn hoch.
»Ja«, antwortete Andreas unumwunden. »Alexandra. Und Heidi.«
»So, was haben sie dir denn getan?«
Andreas suchte nach Worten, um das ihm angetane Unrecht auszudrücken. Er fand keine, daher sagte er bloß: »Alexandra ist dumm. Und Heidi auch.«
»Gar nicht wahr!«, schrien die beiden Mädchen wie aus einem Mund. »Du bist dumm!«
»Streitet nicht«, bat die Kinderschwester. »Erklärt mir lieber, was los ist. Vicky, du bist die Älteste und Vernünftigste. Womit haben Alexandra und Heidi den kleinen Kerl geärgert?«
»Ach, das ist lächerlich. Er hat sich eingebildet, eine Katze gesehen zu haben. Beim Fliederbusch. Natürlich war dort keine.«
»Habt ihr nachgesehen?«, fragte Regine Nielsen, während sie den Jungen sacht zu Boden gleiten ließ.
»Nein. Wozu auch? In Sophienlust gibt es keine Katzen.«
»Hm. Gestern, als ich den Wagen startete, schoss ein schwarzes Ding darunter hervor. Ich habe es nur im Rückspiegel gesehen. Es war blitzschnell verschwunden. Zeit zum Suchen hatte ich jedoch nicht, weil ich nach Maibach zum Zahnarzt musste.«
»Du meinst, dass der schwarze Schatten eine Katze war?«, fragte Heidi.
»Möglich wäre es.«
»Wir müssen sie suchen und einfangen«, rief Heidi und stürzte zu dem Fliederbusch. Die übrigen Kinder folgten augenblicklich ihrem Beispiel, konnten jedoch ebenso wenig wie sie etwas entdecken.
»Ich hatte doch recht«, meinte das kleine blonde Mädchen. »Da ist keine Katze.«
»Wenn wirklich eine da war, haben wir sie durch unser Geschrei vertrieben«, mutmaßte Vicky. »Vielleicht sollten wir den ganzen Park durchsuchen.«
»Nein«, schaltete die Kinderschwester sich ein. »Nicht jetzt. Jetzt wird Kakao getrunken.«
Die größeren Kinder nahmen auch teil, aber sie waren nicht so ganz bei der Sache. Einige von ihnen waren mit den Schulaufgaben nicht fertig geworden und zogen sich nach dem Imbiss ziemlich missmutig wieder in den Aufenthaltsraum zurück. Die Mädchen hatten ihre Schularbeiten zwar flink erledigt, trotzdem schenkten sie dem köstlichen Apfelkuchen kaum Beachtung, sondern tuschelten und flüsterten miteinander.
Heidi wollte von der geheimnisvollen Katze erzählen, doch niemand hörte ihr zu. Schließlich wurde ihr die Gleichgültigkeit der Großen zu dumm. Sie zupfte Irmela Groote an den langen blonden Haaren.
»Au!«, schrie die Gymnasiastin empört auf. »Was fällt dir ein, Heidi? Warum ziehst du mich an den Haaren?«
»Ihr sollt mir zuhören. Andreas hat eine Katze gesehen.«
»Na und? Ich habe schon oft welche gesehen.«
»Andreas hat die Katze beim Spielplatz entdeckt«, erklärte Heidi wichtigtuerisch. Sie verschwieg, dass sie und ihre Spielgefährten den Kleinen der Unwahrheit bezichtigt hatten und fuhr fort: »Als wir die Katze gesucht haben, war sie verschwunden. Schwester Regine hat nicht erlaubt, dass wir sie suchen. Vielleicht muss die arme Katze jetzt verhungern.«
»Viel eher besteht die Gefahr, dass sie die Vogelnester plündert«, brummte Irmela.
»Du meinst, sie frisst die jungen Amseln?«, fragte Heidi entsetzt. »Das wäre ja schrecklich. Wir müssen sie unbedingt einfangen.«
»Wer weiß, ob sie überhaupt existiert«, warf die Kinderschwester beschwichtigend ein. »Vorhin hast du noch daran gezweifelt.«
»Da hab ich nicht gewusst, dass du sie auch gesehen hast. Bitte, Schwester Regine, sag den anderen, dass sie mir helfen sollen.«
»Helfen, die Katze aufzustöbern? Dazu haben sie vielleicht keine Lust. Wahrscheinlich haben sie schon etwas anderes vor.«
»Und ob wir etwas anderes vorhaben«, rief Angelika Langenbach, Vickys ältere Schwester. Dabei zwinkerte sie Angelina Dommin und Irmela Groote verschwörerisch zu.
Dieses Zwinkern weckte Heidis Neugier. »Was habt ihr vor?«, fragte sie.
Angelina setzte zu einer Antwort an, doch Irmela rief rasch dazwischen: »Nein, Pünktchen, erzähl Heidi nichts. Damit würdest du alles verderben. Du kennst Heidi doch. Sie ist eine unverbesserliche Plaudertasche. Ihr kann man kein Geheimnis anvertrauen.«
Heidi war über diesen Angriff so perplex, dass sie erst einmal verdattert schwieg.
Die drei größeren Mädchen steckten neuerlich die Köpfe zusammen, wisperten und kicherten. Schließlich fand auch Heidi ihre Sprache wieder. »Ihr seid heute alle ekelhaft«, platzte sie heraus. »Entweder jammert ihr über eure Schulaufgaben, oder ihr macht euch mit euren Geheimnissen wichtig. Mich interessiert euer Geheimnis überhaupt nicht. Ich kriege es schon noch heraus. Ich werde Tante Isi fragen.«
»So?« Angelina rümpfte ihr Stupsnäschen. Es war mit unzähligen Sommersprossen bedeckt, denen sie ihren Spitznamen Pünktchen zu verdanken hatte. »Das würde ich an deiner Stelle lieber sein lassen. Erstens weiß Tante Isi nichts von unserem Geheimnis, zweitens würdest du sie mit deiner Fragerei aufmerksam machen. Und das wollen wir vermeiden. Unser Geheimnis betrifft nämlich Tante Isi.«
»Tante Isi?«, wiederholte Heidi fragend. Ihre Neugier stieg ins Unerträgliche.
Regine Nielsen, die über das Vorhaben der drei Großen Bescheid wusste, bekam Mitleid mit dem von Neugier geplagten Blondschopf und forderte Irmela auf, Heidi einzuweihen.
»Dann können wir es gleich laut herausposaunen«, seufzte Irmela.
»Aber nein. Heidi verspricht euch, es niemandem weiterzusagen«, meinte die junge Frau.
»Wenn Heidi eingeweiht wird, dann möchte ich auch erfahren, was ihr ausheckt«, meldete sich Vicky zu Wort.
»Da haben wir es«, stöhnte ihre Schwester. »Unser Geheimnis ist keines mehr. Bald kennen es alle.«
»Ihr hättet nicht so auffällig miteinander tuscheln sollen«, sagte Schwester Regine. »Damit habt ihr Heidis Aufmerksamkeit erregt. Doch das ist nicht weiter schlimm. Außer Heidi, Vicky, meiner Wenigkeit und euch Dreien hält sich niemand mehr im Speisesaal auf. Ihr könnt also mit eurem Plan herausrücken. Er wird unter uns Sechsen bleiben.«
»Hm.« Irmela warf der jüngsten Anwesenden einen skeptischen Blick
