Über dieses E-Book
Nur sieben Tage und Nächte haben sie Zeit für ihre Liebe - dann muss Maddie zurück nach Miami. Sie ist lediglich nach Texas gekommen, um die Ranch ihres verstorbenen Großvaters zu verkaufen. Selbst die atemberaubenden Stunden der Leidenschaft mit ihrem Jugendfreund stimmen sie nicht um. So sehr sie Gabe auch begehrt: Eine Zukunft mit dem Rancher kann sie sich nicht vorstellen. Er hat ihr einst das Herz gebrochen und sie einfach im Stich gelassen - nochmal wird er ihr das nicht antun! Dieses Mal will Maddie diejenige sein, die aus seinem Leben verschwindet …
Sara Orwig
<p>Sara’s lebenslange Leidenschaft des Lesens zeigt schon ihre Garage, die nicht mit Autos sondern mit Büchern gefüllt ist. Diese Leidenschaft ging über in die Liebe zum Schreiben und mit 75 veröffentlichten Büchern die in 23 Sprachen übersetzt wurden, einem Master in Englisch, einer Tätigkeit als Lehrerin, Mutter von drei Kindern und Großmutter von 5 Enkelkindern hat Sara den Balanceakt zwischen der Karriere als Autorin und der Familie mehr als hervorragend hinbekommen. Mit über zweihundert ausländischen Ausgaben ist sie in die Oklahoma Professional Writer’s Hall of Fame aufgenommen worden. Sara hat den „Oklahoma University Award“ und zweimal den „Oklahoma Novel of the year Award“ erhalten und sie war in mehreren Bestsellerlisten. Ebenso ist sie Gewinnerin von sechs „Romantic Times Awards“. Sara und ihr Mann reisen gern und sind begeisterte Gärtner, obwohl die Sommer in ihrem heimatlichen Oklahoma so heiß sind, dass viele Pflanzen ihn nicht überstehen.</p>
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Rezensionen für Sieben Tage im Paradies
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Buchvorschau
Sieben Tage im Paradies - Sara Orwig
IMPRESSUM
BACCARA erscheint in der Harlequin Enterprises GmbH
© 2011 by Sara Orwig
Originaltitel: „Wild Western Nights"
erschienen bei: Harlequin Books, Toronto
in der Reihe: DESIRE
Published by arrangement with HARLEQUIN ENTERPRISES II B.V./S.àr.l.
© Deutsche Erstausgabe in der Reihe BACCARA
Band 1822 - 2014 by Harlequin Enterprises GmbH, Hamburg
Übersetzung: Christian Trautmann
Abbildungen: Harlequin Books S.A., alle Rechte vorbehalten
Veröffentlicht im ePub Format in 06/2014 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
E-Book-Produktion: GGP Media GmbH, Pößneck
ISBN 9783733720483
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA-Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:
BIANCA, JULIA, ROMANA, HISTORICAL, MYSTERY, TIFFANY
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1. KAPITEL
Von Weitem war es nur ein Fleck in der kargen, von Mesquitebüschen bewachsenen Ebene gewesen. Als er näher kam, sah Gabe Benton, dass dort neben dem schnurgeraden Texas-Highway ein Auto stand. Was war da los? Kurzentschlossen hielt er an.
Als er aus seinem Wagen stieg, warf die Frau, die gerade einen platten Reifen wechselte, ihm einen Blick über die Schulter zu. Unter ihrer Baseballkappe schaute ein dicker blonder Zopf hervor. Sie trug Jeans und ein kurzärmeliges Baumwollhemd.
„Probleme?", erkundigte er sich.
Sie richtete sich auf. „Gabe?", fragte sie ungläubig.
„Maddie?"
Sein Herzschlag geriet aus dem Takt. Er betrachtete die Frau genauer, deren Stimme ihm geradezu unheimlich vertraut war. Ja, es war Madeline Halliday, und sie sah noch besser aus als damals mit einundzwanzig.
Die Kurven unter ihrer weißen Bluse waren üppig, die Taille schmal, die Beine lang wie in seiner Erinnerung. Beim Anblick ihrer cremefarbenen Haut musste er unwillkürlich daran denken, wie sie nackt in seinen Armen ausgesehen hatte. Sein Puls beschleunigte sich. Sie sah umwerfend aus, heute mehr denn je.
Gabe war verblüfft, wie sehr er sich freute, Maddie zu sehen. Er hatte das Gefühl, sich beherrschen zu müssen, aber dann war er doch mit zwei langen Schritten bei ihr, zog sie in seine Arme und kämpfte gegen das Bedürfnis an, sie leidenschaftlich zu küssen.
Ihre letzte gemeinsame – und sehr angespannte – Woche lag sechs Jahre zurück. Doch jetzt war Maddie ganz offensichtlich wieder in seinem Leben aufgetaucht.
Sie fühlte sich weich und warm in seinen Armen an, und sie duftete verlockend. Als sie die Umarmung kurz erwiderte und sich anschließend von ihm löste, hätte er sie am liebsten sofort wieder an sich gezogen.
„Es ist schön, dich zu sehen, sagte er. „Du siehst toll aus.
„Danke."
„Tut mir leid, das mit deinem Großvater", fügte er hinzu und blickte in ihre dunklen, von dichten Wimpern umrahmten Augen. Nach ihrer Trennung war Maddie nach Florida gezogen.
„Danke. Und danke für die Blumen, die du geschickt hast."
„Gut, dass sie dich erreicht haben. Es tut mir leid, dass ich nicht persönlich zur Beerdigung kommen konnte. Ich war Vieh kaufen in Wyoming. Als ich vom Tod deines Großvaters erfahren habe, konnte ich es nicht mehr rechtzeitig nach Hause schaffen."
„Manche Dinge ändern sich wohl nie. Du reist beruflich immer noch viel durch die Gegend." Ihr Lächeln verschwand für einen Moment.
„Heute nicht mehr so viel. Tut mir leid, dass ich nicht da war. Mein Beileid auch zum Verlust deines Vaters. Ich habe erst ein Jahr später davon erfahren."
„Danke. Es ist jetzt zwar schon drei Jahre her, aber Dads Tod war schwer zu verkraften. Inzwischen hat meine Mom es ganz gut verarbeitet. Zuletzt waren wir zur Beerdigung meines Großvaters hier."
„Und nun verschlägt es dich knapp drei Monate später wieder hierher?"
„Mom und ich haben die Ranch geerbt. Keine von uns will sie behalten, deshalb bin ich hergekommen, um sie zum Verkauf anzubieten.
„Das ist eine Überraschung. Ich hoffe, du hast es dir gut überlegt. Er spürte die gleiche Nähe zu ihr wie früher. „Es ist eine gute Ranch.
„Wir sind uns sicher. Ich möchte nächste Woche wieder zurück in Florida sein und die Ranch bis Juli verkauft haben."
Er nahm ihre Hand und sah zu seiner Erleichterung, dass sie keinen Ring trug. „Kein Ehering."
Erneut lächelte sie. „Dazu hatte ich zu viel Arbeit. Lass mich raten: Du trägst auch keinen."
Er grinste. „Du kennst mich zu gut. Wirst du hier wohnen?"
„Ja, auf der Ranch, bis alles für den Verkauf arrangiert ist."
„Ich helfe dir beim Reifenwechseln. Und heute Abend lade ich dich zum Essen ein, dann können wir uns in Ruhe unterhalten."
Sie schaute auf ihre Uhr. „Ich sollte nicht …"
„Komm schon. Ein Abend mit einem alten Freund." Er schaute ihr in die Augen – und stellte fest, dass ihr Blick ihm immer noch weiche Knie bescherte.
„Ich konnte dir nie widerstehen, sagte sie. „Also schön.
Sie drehte sich wieder zu ihrem Wagen um, ehe er etwas entgegnen konnte.
Einmal hast du mir schon widerstanden, wollte er sagen, verkniff es sich jedoch. Dass sie wegen dem Ende ihrer Beziehung vor sechs Jahren keinen Groll gegen ihn hegte, machte ihn zuversichtlich. Er freute sich schon auf den Abend mit ihr.
„Wir haben uns aus den Augen verloren, bemerkte er, während er in die Hocke ging, um den Reifen zu wechseln. „Ich habe gehört, dass du Betriebswirtschaft studiert hast.
„Ja, ich habe auf die Universität von Florida gewechselt und dort zu Ende studiert. Ich arbeite jetzt für Clirksonie Realty, ein Immobilienunternehmen in Miami."
„Gefällt es dir?" Er ließ eine Radschraube in die auf dem Boden liegende Radkappe fallen.
„Sehr. Ich habe viel zu tun. Von dir weiß ich, dass du auf die Familienranch zurückgekehrt bist."
„Stimmt. In dem Jahr, nachdem du weggegangen warst, verbrachte ich immer mehr Zeit dort. Letztes Jahr habe ich mich ganz dorthin zurückgezogen. Ich fühlte mich in meinem Job nicht mehr wohl und wollte etwas anderes machen. Vielleicht weil das Leben hier ohne dich nicht mehr dasselbe war." Er grinste schief.
Sie schüttelte ungläubig den Kopf. „Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass du deinen Job in Dallas gegen die Ranch eingetauscht hast. Aber davon hast du ja immer geredet. Ich bin froh, von hier weggekommen zu sein. Die Arbeit auf einer Ranch ist hart."
„Nicht, wenn man es liebt. Wenn ich mich recht entsinne, wolltest du schon immer weg von hier. Für mich ist das nur schwer nachvollziehbar. In Miami ist es bestimmt nicht so friedlich wie hier."
„Darüber kann man streiten, konterte sie. „Der Ozean kann sehr friedlich sein, finde ich. Und ich liebe den Strand. Ich mag aber auch das Lebendige einer Großstadt. Miami, Houston, Dallas – ich finde sie alle aufregend. Es überrascht mich, dass dir dein Büro nicht fehlt.
Er zuckte die Schultern. „Manchmal schon. Deine Großeltern leben in Miami, stimmt’s?"
„Ja, die Eltern meiner Mom. Sie sind beide noch dort und meine Mom auch. Wir wohnen alle nah beieinander, und das gefällt uns."
In der folgenden Stille, während er den platten Reifen wechselte, musste Gabe an das Ende ihrer Beziehung denken. Er hatte nichts Ernstes gewollt. Als sie mit ihm Schluss gemacht hatte, weigerte sie sich, ihm den Grund zu nennen. Zu dem Zeitpunkt drehte sich ihre einzige Meinungsverschiedenheit um seine Entscheidung, vorübergehend einen Posten in Nigeria anzunehmen, wohin seine Firma ihn schicken wollte, statt bei ihr in Texas zu bleiben.
Während er sich in Nigeria aufhielt, hatte er dann von ihrem Umzug nach Florida erfahren. Soweit er wusste, war sie nur das eine Mal zur Beerdigung ihres Großvaters nach Texas zurückgekehrt.
Er richtete sich auf und klopfte sich die Hände ab. „Das wär’s, verkündete er und trug den platten Reifen zu ihrem Kofferraum. „Du hast dir wohl irgendwo einen Nagel eingefahren.
„Wahrscheinlich. Dabei ist dies ein nagelneuer Mietwagen aus Dallas. Ich habe ihn am Flughafen abgeholt. Mit einem Platten habe ich überhaupt nicht gerechnet. Aber ich habe die Vermietung angerufen. Sie schicken morgen einen Ersatzwagen und nehmen den hier wieder mit."
„Das ist gut."
„Danke für deine Hilfe." Sie hatte die Baseballkappe zurückgeschoben, und blonde Haarsträhnen umrahmten ihr Gesicht.
„Ich freue mich, dich wiederzusehen. Um sechs Uhr hole ich dich auf der Ranch deines Großvaters ab."
„Einverstanden. Noch mal danke, Gabe."
Er hielt ihr die Tür auf und ließ den Blick über ihre Figur gleiten, als Maddie einstieg. Nachdem er die Tür zugeworfen hatte, lehnte er sich ins offene Fenster. „Ich freue mich, dass du zurück bist."
„Nur für kurze Zeit", erwiderte sie ernst.
„Ich werde dich dazu bringen, dass du länger bleibst", erklärte er und musste feststellen, dass er das tatsächlich wollte.
„Du bist immer noch genauso von dir selbst überzeugt wie früher, meinte sie. „Noch etwas, das sich nicht verändert hat.
„Ich werde dafür sorgen, dass du gern länger bleibst, sagte er lächelnd, doch sie sollte wissen, dass er es ernst meinte. „Bis bald.
Er trat vom Wagenfenster zurück, und sie startete den Motor.
Auf der Heimfahrt musste er ständig an Maddie denken. Er erinnerte sich an Sommerabende mit ihr. Und mehr … Nachdem sie fortgegangen war, hatte es eine Weile gedauert, bis er sich eingestehen konnte, wie sehr er sie vermisste. Er hatte immer damit gerechnet, dass sie eines Tages zurückkommen würde, aber das war nie geschehen. Bis jetzt.
Sechs Uhr. Hätte sie sich bei ihm gemeldet, damit er wusste, dass sie wieder in Texas war? Vermutlich nicht. Umso mehr freute er sich auf den Abend mit ihr.
Sein Ranchhaus kam in Sicht. Er hatte es eine Meile entfernt vom Familiensitz, dem Haus seines Bruders, bauen lassen. Jake hielt sich gelegentlich auch gern auf der Ranch auf, sie besaßen beide Anteile.
Gabe betrachtete sein großes Haus. Die Haupteingangshalle und ein Seitenflügel waren fertig. Am anderen Flügel wurde noch gearbeitet. Das Dach des Hauses neigte sich über eine Veranda, was dem Gebäude ein altmodisches Aussehen verlieh, das, wie er fand, zu ihm passte. Jedes Mal wenn er sein Haus sah, verspürte er ein Gefühl der Zufriedenheit, was ihn fast vergessen ließ, dass er Dallas manchmal vermisste.
Er parkte hinter dem Gebäude und eilte in die Küche, um nachzuschauen, was an Lebensmitteln da war, denn er hatte beschlossen, Maddie nicht auszuführen. Sie würde doch nur überall auf alte Freunde stoßen, und er würde keine Zeit mit ihr allein verbringen können. Früher war sie lebensfroh und liebevoll gewesen. Er fragte sich, wie sehr sie sich in den vergangenen sechs Jahren verändert hatte.
Er selbst hatte sich auf jeden Fall verändert. Früher war er an einer ernsten Beziehung nicht interessiert gewesen, auch nicht mit Maddie. Doch seit dem vergangenen Jahr dachte er immer öfter über das Heiraten nach. Die langen einsamen Abende auf der Ranch gefielen ihm immer weniger.
Sein Bruder und dessen Freunde waren inzwischen alle verheiratet und schienen glücklicher denn je zu sein. Auch sein engster Freund, Luke Tarkington, hatte letztes Jahr geheiratet, weshalb Gabe ihn immer seltener sah.
Er war jetzt in den Dreißigern und spürte eine wachsende Unruhe, den Wunsch, eine Familie zu gründen. Nur gab es keine Frau, mit der er das wollte.
Jetzt war Maddie wieder da. Er kam nicht umhin, sich die Möglichkeiten auszumalen.
Als Maddie wegfuhr, hatte sie im Rückspiegel beobachtet, wie Gabe entschlossenen Schrittes zu seinem Wagen ging. Der schwarze Stetson hatte fest auf seinem Kopf gesessen, die Krempe auf die für diesen Teil von Texas typische Weise gerollt. Seine Schultern hatten breiter gewirkt als in ihrer Erinnerung. Sie wusste, dass seine schlanke Figur täuschte, denn er war stärker als viele Männer, die schwerer waren als er.
Etwas in ihr zog sich zusammen, sodass sie das Lenkrad fester umklammerte. Sie konzentrierte sich auf die ebene Straße, über der die Luft in der Nachmittagshitze flimmerte. Sie war sich der Tatsache bewusst, dass Gabe nicht weit hinter ihr fuhr. Als sie zur Halliday-Ranch abbog, winkte sie ihm noch einmal zu.
Heute Abend würde sie mit ihm essen.
Als sie ihn beim Radwechseln hinter sich entdeckt hatte, war ihr fast das Herz stehen geblieben. Er war noch immer der attraktivste Mann, dem sie je begegnet war. Eigentlich hatte sie ihm während ihres Aufenthaltes hier aus dem Weg gehen wollen. Zumindest hatte sie nicht vorgehabt, viel Zeit mit ihm zu verbringen. Dafür gab es zu viel Ungeklärtes zwischen ihnen.
Seit
