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Was wird aus Nicole?: Sophienlust - Die nächste Generation 118 – Familienroman
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Über dieses E-Book

In diesen warmherzigen Romanen der beliebten, erfolgreichen Sophienlust-Serie wird die von allen bewunderte Denise Schoenecker als Leiterin des Kinderheims noch weiter in den Mittelpunkt gerückt.
Denise hat inzwischen aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle geformt, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt.
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.

Die Scheibenwischer hatten Mühe, den heftigen Regen zu beseitigen. Dr. Eva Geddes musste sehr langsam fahren, denn durch das viele Wasser und den vorangegangenen sehr heißen Sommertagen war die Straße extrem glatt, fast wie im Winter bei Glatteis. Eva freute sich auf die Urlaubstage, die vor ihr langen. Wie lange hatte sie ihre einstige Freundin Denise nicht mehr gesehen? Es mussten mehr als zehn Jahre sein, überlegte Eva und lächelte vor sich hin. Damals war sie noch mit Martin verheiratet gewesen, ihrer großen Liebe. Denise hatte sie gewarnt vor ihm, doch sie hatte all die Dinge nicht gesehen, die nur drei Jahre später zu einer Scheidung geführt hatten. Martin war krank. Dass er wegen Zornesausbrüche, bei denen er sogar handgreiflich geworden war, in psychiatrischer Behandlung war, hatte er ihr wohlweislich verschwiegen. Als sie es selbst merkte, war es fast schon zu spät. Bei einer Meinungsverschiedenheit hatte er sie angegriffen, und sie war erst im Krankenhaus wieder zu Bewusstsein gekommen. Natürlich hatte Eva sich sofort scheiden gelassen und war für einige Monate bei Denise eingezogen. Es war eine schöne Zeit, und sie hatte es der Freundin zu verdanken, dass sie heute wieder eine fröhliche Frau und beliebte Ärztin war. Allein hätte sie das vermutlich nicht geschafft. Lediglich die Angst vor einer neuen Beziehung war ihr geblieben. Eva warf einen kurzen Blick auf die Uhr an ihrem Armaturenbrett. Sie hatte noch viel Zeit, stellte sie zufrieden fest. Es war gut, dass sie so zeitig in der Frühe losgefahren war. Sie zuckte erschrocken zusammen, als sie im Rückspiegel zwei Scheinwerfer immer wieder aufblinken sah.
SpracheDeutsch
HerausgeberBlattwerk Handel GmbH
Erscheinungsdatum30. Juli 2024
ISBN9783989866195
Was wird aus Nicole?: Sophienlust - Die nächste Generation 118 – Familienroman

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    Buchvorschau

    Was wird aus Nicole? - Marietta Brem

    Sophienlust - Die nächste Generation

    – 118 –

    Was wird aus Nicole?

    Unveröffentlichter Roman

    Marietta Brem

    Die Scheibenwischer hatten Mühe, den heftigen Regen zu beseitigen. Dr. Eva Geddes musste sehr langsam fahren, denn durch das viele Wasser und den vorangegangenen sehr heißen Sommertagen war die Straße extrem glatt, fast wie im Winter bei Glatteis.

    Eva freute sich auf die Urlaubstage, die vor ihr langen. Wie lange hatte sie ihre einstige Freundin Denise nicht mehr gesehen? Es mussten mehr als zehn Jahre sein, überlegte Eva und lächelte vor sich hin. Damals war sie noch mit Martin verheiratet gewesen, ihrer großen Liebe. Denise hatte sie gewarnt vor ihm, doch sie hatte all die Dinge nicht gesehen, die nur drei Jahre später zu einer Scheidung geführt hatten.

    Martin war krank. Dass er wegen Zornesausbrüche, bei denen er sogar handgreiflich geworden war, in psychiatrischer Behandlung war, hatte er ihr wohlweislich verschwiegen. Als sie es selbst merkte, war es fast schon zu spät. Bei einer Meinungsverschiedenheit hatte er sie angegriffen, und sie war erst im Krankenhaus wieder zu Bewusstsein gekommen.

    Natürlich hatte Eva sich sofort scheiden gelassen und war für einige Monate bei Denise eingezogen. Es war eine schöne Zeit, und sie hatte es der Freundin zu verdanken, dass sie heute wieder eine fröhliche Frau und beliebte Ärztin war. Allein hätte sie das vermutlich nicht geschafft. Lediglich die Angst vor einer neuen Beziehung war ihr geblieben.

    Eva warf einen kurzen Blick auf die Uhr an ihrem Armaturenbrett. Sie hatte noch viel Zeit, stellte sie zufrieden fest. Es war gut, dass sie so zeitig in der Frühe losgefahren war.

    Sie zuckte erschrocken zusammen, als sie im Rückspiegel zwei Scheinwerfer immer wieder aufblinken sah. Instinktiv trat sie auf die Bremse und fuhr noch langsamer, weil sie nicht wusste, was der Autofahrer hinter ihr wollte. Das jedoch nahm dieser zum Anlass und überholte sie laut und aggressiv hupend. Das Wasser spritzte auf beiden Seiten hoch, sodass sie das Auto kaum erkennen konnte. Dann scherte es dicht vor ihr wieder ein und fuhr in rasantem Tempo weiter.

    »Verrückt«, murmelte Eva vor sich hin. Sie spürte, wie ihr der Zorn über das rücksichtslose Verhalten des Autofahrers bis in den Magen schoss. »Wie kann man bei solch einem Wetter nur so rasen.« Sie sah, dass die Rücklichter immer kleiner wurden, bis sie hinter der nächsten Kurve verschwanden. Doch kaum zwei Minuten später tauchten sie wieder vor ihr auf. Ein Brückenpfeiler hatte die Fahrt gestoppt. Rauch stieg auf und die Rücklichter blinkten.

    Eva trat vor Schreck voll auf die Bremse, die lautstark aufkreischte. Sie griff nach ihrem Handy und wählte den Notruf. Obwohl sie solche Situationen während ihrer kurzen Zeit in einem Krankenhaus schon öfter erlebt hatte, zitterten ihr dennoch die Hände. Sie gab kurz die wichtigen Fakten durch, dann stieg sie aus und eilte zu dem Auto.

    Noch ehe sie es erreicht hatte, hörte sie verzweifeltes Schreien. Es waren Kinderstimmen, das konnte sie deutlich erkennen. Ihr wurde übel bei dem Gedanken, was sie in dem Auto vorfinden würde. Sie riss die hintere Türe auf. Zwei Kinder saßen da und starrten sie mit weit aufgerissenen Augen an.

    Eva stockte der Atem. Doch sie fasste sich schnell wieder. »Wie geht es euch? Tut was weh?«, fragte sie und bemühte sich, ihre Aufregung zu unterdrücken. Mit einem Blick übersah sie, dass den Kindern außer einem Schock eigentlich nicht viel passiert sein konnte, denn sie waren ordnungsgemäß angeschnallt. Doch für die Fahrerin war der Unfall offensichtlich nicht so harmlos abgelaufen. Sie schien bewusstlos zu sein.

    Eva half dem kleinen Jungen, der weder schrie noch weinte, sich abzuschnallen, das hübsche Mädchen, sie schätzte es auf mindestens fünfzehn, war ebenfalls unverletzt. »Kommt mit in mein Auto, und dort wartet ihr auf den Notarzt. Ich kümmere mich inzwischen um eure Mutter.«

    Wie paralysiert gingen die Kinder zu Evas Auto und stiegen ein. Eva war bereits an der Fahrertür und versuchte, sie zu öffnen. Doch sie klemmte. Deshalb rief sie noch einmal an, um mitzuteilen, dass eine Blechschere gebraucht wurde.

    Sie versuchte, von der Beifahrertüre ins Auto zu gelangen. So konnte sie wenigstens den Sicherheitsgurt lösen. Sie redete beruhigend auf die Frau ein und nahm ihre Hand. Sie war eiskalt.

    Äußerlich war keine Verletzung zu sehen, doch sie hatte noch immer die Augen geschlossen. Dann entdeckte Eva den dünnen Blutfaden, der aus ihrem Mundwinkel rann. All ihre Hoffnungen, dass es nur eine Bewusstlosigkeit war, wurden nicht erfüllt.

    Während sie noch immer versuchte, die Frau aufzuwecken, kamen bereits der erste Notarztwagen und gleich danach ein Feuerwehrauto mit der angeforderten Blechschere.

    Jetzt wurde Eva nicht mehr gebraucht. Sie wollte sich gerade zurückziehen. Da wachte die Frau auf. »Joachim …«, stöhnte sie. »Meine Kinder … geht es ihnen gut?« Sie knirschte mit den Zähnen, offensichtlich hatte sie starke Schmerzen. »Joachim anrufen. Seine Nummer ist im Geldbeutel.« Sie blickte Eva bittend an, dann sank sie in die Nacht zurück.

    Eva hatte die Handtasche der Frau bereits entdeckt. Sie lag im Fußbereich des Beifahrersitzes. Vermutlich war sie beim Aufprall zu Boden geschleudert worden. Hastig nahm sie sie an sich und gab sich dem Notarzt als Ärztin zu erkennen. »Kann ich helfen?«, fragte sie. »Ich hab die beiden Kinder im Auto. Sie waren mit im Wagen.«

    »Wir nehmen sie mit«, entschied der Notarzt. Während der Feuerwehrmann die Fahrertüre bearbeitete, holten Eva und ihr Begleiter die beiden Kinder aus Evas Auto und brachten sie zum ersten Rettungswagen. In höchster Eile fuhr dieser davon. Für die Frau war der zweite Rettungswagen vorgesehen, der jetzt vorfuhr.

    »Dann werde ich nicht mehr gebraucht?«

    Inzwischen war auch die Polizei eingetroffen. »Sie haben den Unfall gesehen?«

    »Oh ja«, antwortete Eva und beruhigte sich langsam. »Die Frau fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit an mir vorbei, obwohl die Straßen nach dem Regen im Moment sehr gefährlich sind. Das war mehr als leichtsinnig.« Sie schilderte den Beamten, was sie erlebt hatte, dann reichte sie ihm ihre Visitenkarte. »Kann ich jetzt gehen? Ich würde gern dem Krankenwagen folgen und sehen, wie es den beiden Kindern geht«, sagte sie mit zitternder Stimme. »Sie können mich anrufen, wenn Sie Fragen haben. Ich werde für einige Tage im Kinderheim Sophienlust wohnen. Ach ja, in dieser Tasche ist die Telefonnummer des Vaters der Kinder. Die Verletzte war kurz bei Bewusstsein und hat es mir gesagt.« Sie reichte dem Beamten die Handtasche.

    »Sophienlust kenne ich gut«, sagte der Polizist erfreut. »Werden Sie dort arbeiten?«

    Eva schüttelte den Kopf. »Ich mache einen Besuch. Frau von Schoenecker

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