Gerüchte um Mats Andersson: Dr. Daniel 89 – Arztroman
Von Marie Francoise
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»Natascha, wie kannst du nur so seelenruhig zusehen?« fragte Isabella Conradi fassungslos. »Ich würde sterben vor Angst, wenn mein Mann da unten mitmischen würde.«
Natascha Andersson lächelte ein wenig. Sie wirkte nur nach außen hin ruhig, dabei konnte sie vor lauter Angst und Anspannung kaum atmen.
»Ich sterbe jedesmal tausend Tode, wenn Mats ein Rennen fährt«, gestand sie ihrer Freundin, dann seufzte sie. »Ich wünschte, er würde die Formel 1 aufgeben, aber…« Ergeben zuckte sie die Schultern. »Sein Rennwagen ist nun mal das Zweitwichtigste in seinem Leben.«
Isabella lächelte sie an. »Das Wichtigste bist du.« Sie bewunderte Natascha, und manchmal konnte sie gar nicht begreifen, daß sie in der zehn Jahre älteren Frau eine so ehrliche Freundin gefunden hatte. Eigentlich hätte Natascha die blutjunge und bildschöne Isabella als Rivalin empfinden müssen. Immerhin war Isabella es gewesen, die Natascha aus ihrer Position als Top-Model gedrängt hatte, doch es schien, als wäre Natascha darüber gar nicht traurig. Zu jener Zeit war sie ja schon mit dem berühmten Formel-1-Fahrer Mats Andersson verheiratet gewesen und hatte bereits mit einer anderen Tätigkeit geliebäugelt. Inzwischen hatte sie ihren Traum erfüllt und arbeitete nun mehr aus Hobby als aus wirklicher Notwendigkeit heraus als Modedesignerin.
Mats' roter Rennwagen tauchte in der Kurve auf. Unwillkürlich hielt Natascha den Atem an, denn gerade in diesem Moment setzte der Fahrer, der sich bisher in Mats' Windschatten gehalten hatte, zum Überholen an. Es war ein gefährliches Manöver. Natascha schloß automatisch die Augen, und erst als das unheilverkündende Krachen an ihr Ohr drang und Isabella neben ihr
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Gerüchte um Mats Andersson - Marie Francoise
Dr. Daniel
– 89 –
Gerüchte um Mats Andersson
Marie Francoise
»Natascha, wie kannst du nur so seelenruhig zusehen?« fragte Isabella Conradi fassungslos. »Ich würde sterben vor Angst, wenn mein Mann da unten mitmischen würde.«
Natascha Andersson lächelte ein wenig. Sie wirkte nur nach außen hin ruhig, dabei konnte sie vor lauter Angst und Anspannung kaum atmen.
»Ich sterbe jedesmal tausend Tode, wenn Mats ein Rennen fährt«, gestand sie ihrer Freundin, dann seufzte sie. »Ich wünschte, er würde die Formel 1 aufgeben, aber…« Ergeben zuckte sie die Schultern. »Sein Rennwagen ist nun mal das Zweitwichtigste in seinem Leben.«
Isabella lächelte sie an. »Das Wichtigste bist du.« Sie bewunderte Natascha, und manchmal konnte sie gar nicht begreifen, daß sie in der zehn Jahre älteren Frau eine so ehrliche Freundin gefunden hatte. Eigentlich hätte Natascha die blutjunge und bildschöne Isabella als Rivalin empfinden müssen. Immerhin war Isabella es gewesen, die Natascha aus ihrer Position als Top-Model gedrängt hatte, doch es schien, als wäre Natascha darüber gar nicht traurig. Zu jener Zeit war sie ja schon mit dem berühmten Formel-1-Fahrer Mats Andersson verheiratet gewesen und hatte bereits mit einer anderen Tätigkeit geliebäugelt. Inzwischen hatte sie ihren Traum erfüllt und arbeitete nun mehr aus Hobby als aus wirklicher Notwendigkeit heraus als Modedesignerin.
Mats’ roter Rennwagen tauchte in der Kurve auf. Unwillkürlich hielt Natascha den Atem an, denn gerade in diesem Moment setzte der Fahrer, der sich bisher in Mats’ Windschatten gehalten hatte, zum Überholen an. Es war ein gefährliches Manöver. Natascha schloß automatisch die Augen, und erst als das unheilverkündende Krachen an ihr Ohr drang und Isabella neben ihr im selben Moment »Oh, mein Gott!« schrie, riß sie sie wieder auf. Sie sah gerade noch, wie der Wagen ihres Mannes aus der Kurve geschleudert wurde, während sich der andere Fahrer mit seinem Auto etliche Male überschlug.
Sofort rannten mehrere Männer zu den beiden verunglückten Fahrzeugen, während einer den nachfolgenden Rennwagen signalisierte, daß es einen Unfall gegeben hatte.
Atemlos verfolgte Natascha das hektische Treiben dort unten, doch als aufgrund wilder Gesten zwei Krankenwagen heranfuhren, gab es für die junge Frau kein Halten mehr. Sie kämpfte sich durch die Zuschauer nach unten, aber man ließ sie nicht durch die Absperrung.
»Das ist mein Mann!« schrie sie verzweifelt und deutete auf den einen Krankenwagen, der soeben mit Blaulicht und Martinshorn wegfuhr.
»Tut mir leid«, entgegnete der Diensthabende. »Ich darf Sie nicht durchlassen.«
Inzwischen war Isabella herangekommen und nahm Natascha beim Arm.
»Komm, wir gehen zur Rennleitung«, meinte sie mit heiserer Stimme. »Dort wird man uns sagen können, wohin sie Mats gebracht haben.«
Natascha nickte nur. Die Angst um ihren Mann schnürte ihr förmlich die Kehle zu. Bei der Rennleitung erfuhr Natascha, in welches Krankenhaus ihr Mann gebracht worden war. Man rief für die beiden Frauen sogar noch ein Taxi, denn auch Isabella fühlte sich außerstande, jetzt ein Auto zu fahren, zumal sie ja ihren Führerschein noch nicht lange besaß.
Eine Viertelstunde später setzte der Fahrer die beiden jungen Frauen vor dem Haupteingang einer riesigen Unfallklinik ab. Im Laufschritt betraten Natascha und Isabella die Eingangshalle.
»Mats Andersson«, stieß Natascha hervor, kaum daß sie den Informationsschalter erreicht hatten. »Der Formel-1-Fahrer, der gerade eingeliefert wurde.«
»Ein Notfall?« fragte die Dame am Schalter in beinahe gelangweiltem Ton.
»Natürlich war es ein Notfall!« brauste Natascha auf, deren Nerven mittlerweile am Boden schleiften.
»Den Flur entlang und dann rechts zur Notaufnahme«, gab die Dame Auskunft und schien über Nataschas Ton beleidigt zu sein. Der Gedanke, daß die junge Frau vor Angst und Sorge um ihren verunglückten Mann halb verrückt war, kam ihr anscheinend gar nicht.
Natascha und Isabella hetzten zur Notaufnahme. Sie mußten zweimal klingeln, ehe eine abgekämpft wirkende Schwester die Tür öffnete.
»Mats Andersson… der Formel-1-Fahrer…«, begann Natascha, doch weiter kam sie gar nicht.
»Wird operiert«, gab die Schwester knapp zur Auskunft. »Sie müssen warten.« Damit schloß sie die Tür wieder.
Natascha preßte beide Hände vor ihr Gesicht und schluchzte auf.
»Isabella… wenn Mats stirbt… o Gott…«
»Er wird nicht sterben«, versuchte Isabella sie zu beruhigen. »Die haben hier sicher Erfahrung mit derartigen Unfällen. Ich bin sicher, daß sie alles tun werden…« Sie verstummte, weil sie spürte, daß ihre Worte Natascha nicht zu trösten vermochten. Die Möglichkeit, daß Mats diesen schrecklichen Unfall nicht überleben würde, lag nämlich erschreckend nahe.
Stunde um Stunde warteten Natascha und Isabella. Jedesmal, wenn die Tür zur Notaufnahme aufging, schraken sie hoch, doch die Ärzte und Schwestern eilten an ihnen vorbei, ohne ihre Anwesenheit zur Kenntnis zu nehmen.
Vor den Fenstern zog bereits die Dämmerung herauf, als endlich ein Arzt zu ihnen trat.
»Frau Andersson?« Fragend blickte er von einer zur anderen.
Wie elektrisiert sprang Natascha auf. »Ja! Das bin ich!«
»Ich habe gute Nachrichten«, beruhigte der Arzt die aufgeregte junge Frau. »Ihr Mann hatte sehr viel Glück. Er hat nur etliche komplizierte Brüche davongetragen. Es wird zwar noch eine ganze Weile dauern, bis er sich davon erholt hat, aber es besteht keine Lebensgefahr, und er wird auch keine bleibenden Schäden zurückbehalten.«
Aufatmend ließ sich Natascha auf den Kunststoffstuhl sinken.
»Gott sei Dank«, flüsterte sie und konnte die Tränen der Erleichterung, die ihr in die Augen stiegen, nicht zurückhalten. »Darf ich ihn sehen?«
Der Arzt nickte. »Selbstverständlich. Ihr Mann liegt zwar noch auf der Intensivstation, weil wir kein Risiko eingehen wollen, aber für ein paar Minuten dürfen Sie ihn schon besuchen. Allerdings weiß ich nicht, inwieweit er ansprechbar sein wird.«
Er begleitete Natascha zur Intensivstation. Isabella hatte zugesagt, in der Zwischenzeit unten auf sie zu warten. Als Natascha in den blauen Kittel schlüpfte, den sie hier auf Intensiv tragen mußte, und dann dem Arzt in einen der Räume mit den großen Glasfenstern folgte, vibrierte sie vor Nervosität. Und dann sah sie ihn.
An Mats’ Beinen hingen Gewichte, die den Muskelzug in Druck umwandeln sollten, damit die Bruchstücke aneinandergepreßt wurden. Was Natascha nicht sehen konnte, waren die Nägel und Schrauben, mit denen bei der vorangegangenen Operation die vielen Knochenstücke zusammengefügt worden waren.
Auch sein rechter Arm hatte mehrfach genagelt, geschraubt und schließlich ebenfalls zugegurtet werden müssen. Sein Kopf steckte in einem dicken Verband, was Natascha am meisten erschreckte.
Mit einem Ruck fuhr sie herum. »Von der Kopfverletzung haben Sie gar nichts erzählt.«
»Es handelt sich dabei nur um ein paar schlimme Platzwunden, die aber nicht gefährlich sind«, beruhigte der Arzt sie. »Ihr Mann hat nicht einmal eine Gehirnerschütterung davongetragen. Das ist bei diesem Unfall eigentlich erstaunlich.«
Langsam trat Natascha näher ans Bett, dann berührte sie sanft das Gesicht ihres Mannes, der aber nicht reagierte. Angstvoll blickte Natascha zurück.
»Er liegt doch nicht… im Koma?«
»Nein,
