Falsches Spiel: Moonlight Romance 15 – Romantic Thriller
Von Peter Haberl
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Über dieses E-Book
Moonlight Romance bietet wohlige Schaudergefühle mit Gänsehauteffekt, geeignet, begeisternd für alle, deren Herz für Spannung, Spuk und Liebe schlägt. Immer wieder stellt sich die bange Frage: Gibt es für diese Phänomene eine natürliche Erklärung? Oder haben wir es wirklich mit Geistern und Gespenstern zu tun? Die Antworten darauf sind von Roman zu Roman unterschiedlich, manchmal auch mehrdeutig. Eben das macht die Lektüre so fantastisch...
Ein verhaltenes Lachen erklang. Der Mann war wie elektrisiert, wirbelte herum, denn das leise Lachen war hinter seinem Rücken erklungen – ein Lachen, das er sehr gut kannte und das er in den vergangenen mehr als zwanzig Jahren nur allzu oft gehört hatte. Es war das typische Lachen seiner Frau Regina, wenn sie sich über irgendetwas lustig machte. Aber da war niemand. Jähe Anspannung krümmte seine Gestalt, prägte jeden Zug in seinem Gesicht und zerrte an seinen Nerven. Und jetzt erklang das leise, für Regina so typische Lachen erneut – und wieder hinter seinem Rücken. Es riss Hans-Jürgen Henning regelrecht herum - und er sah in der Tür die Gestalt, sein Herzschlag drohte auszusetzen, er schnappte nach Luft wie ein Erstickender. »Regina …« Es war eine langgezogene Linkskurve, in der Hans-Jürgen Henning die Kontrolle über das schwere Motorrad verlor. Es ging alles rasend schnell. Die Maschine wurde von der Fliehkraft aus der Kurve getragen und regelrecht über die Leitplanke katapultiert, überschlug sich einige Male im Straßengraben und zerschellte schließlich an einer Birke. Hans-Jürgen Henning lag reglos, wie tot, am Fuß der Böschung des Straßengrabens, seine Frau, Regina Henning, etwa zehn Meter von ihm entfernt zwischen einigen Büschen. Auch von Regina ging nicht die Spur eines Lebenszeichens aus. Ein Auto hielt an, ein Mann und eine Frau stiegen aus, registrierten voller Entsetzen, was hier geschehen war und während die Frau per Mobiltelefon Polizei und Rettungsdienst verständigte, begann ihr Mann erste Hilfe zu leisten. Weitere Fahrzeuge hielten an, Menschen stiegen aus, die einen machten sich nützlich, andere rotteten sich nur zusammen, um zu schauen, der eine oder andere schoss sogar Aufnahmen mit dem Handy. Schließlich kam mit heulender Sirene und rotierendem Blaulicht ein Streifenwagen der Polizei, der mit zwei Beamten besetzt war, wenig später trafen der Notarzt und der Rettungswagen ein. Sieben Wochen waren vergangen. Es war um die Mitte des Vormittags, als Regina Henning aus dem Koma erwachte. Sie fand sich nicht sogleich zurecht, registrierte aber, dass sie sich in einem Krankenzimmer befand. Ein dünner Schlauch führte von ihrem Handrücken zu einem Tropf, der an einem verchromten Gestell hing, das neben ihrem Bett stand.
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Falsches Spiel - Peter Haberl
Moonlight Romance
– 15 –
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Liebe, Habgier und ein tödlicher Fluch
Peter Haberl
Ein verhaltenes Lachen erklang. Der Mann war wie elektrisiert, wirbelte herum, denn das leise Lachen war hinter seinem Rücken erklungen – ein Lachen, das er sehr gut kannte und das er in den vergangenen mehr als zwanzig Jahren nur allzu oft gehört hatte. Es war das typische Lachen seiner Frau Regina, wenn sie sich über irgendetwas lustig machte. Aber da war niemand. Jähe Anspannung krümmte seine Gestalt, prägte jeden Zug in seinem Gesicht und zerrte an seinen Nerven. Und jetzt erklang das leise, für Regina so typische Lachen erneut – und wieder hinter seinem Rücken. Es riss Hans-Jürgen Henning regelrecht herum - und er sah in der Tür die Gestalt, sein Herzschlag drohte auszusetzen, er schnappte nach Luft wie ein Erstickender. »Regina …«
Es war eine langgezogene Linkskurve, in der Hans-Jürgen Henning die Kontrolle über das schwere Motorrad verlor. Es ging alles rasend schnell. Die Maschine wurde von der Fliehkraft aus der Kurve getragen und regelrecht über die Leitplanke katapultiert, überschlug sich einige Male im Straßengraben und zerschellte schließlich an einer Birke.
Hans-Jürgen Henning lag reglos, wie tot, am Fuß der Böschung des Straßengrabens, seine Frau, Regina Henning, etwa zehn Meter von ihm entfernt zwischen einigen Büschen. Auch von Regina ging nicht die Spur eines Lebenszeichens aus.
Ein Auto hielt an, ein Mann und eine Frau stiegen aus, registrierten voller Entsetzen, was hier geschehen war und während die Frau per Mobiltelefon Polizei und Rettungsdienst verständigte, begann ihr Mann erste Hilfe zu leisten.
Weitere Fahrzeuge hielten an, Menschen stiegen aus, die einen machten sich nützlich, andere rotteten sich nur zusammen, um zu schauen, der eine oder andere schoss sogar Aufnahmen mit dem Handy. Schließlich kam mit heulender Sirene und rotierendem Blaulicht ein Streifenwagen der Polizei, der mit zwei Beamten besetzt war, wenig später trafen der Notarzt und der Rettungswagen ein. Nach einer ersten Untersuchung der Frau forderte der Notarzt einen Rettungshubschrauber an …
*
Sieben Wochen waren vergangen. Es war um die Mitte des Vormittags, als Regina Henning aus dem Koma erwachte. Sie fand sich nicht sogleich zurecht, registrierte aber, dass sie sich in einem Krankenzimmer befand. Ein dünner Schlauch führte von ihrem Handrücken zu einem Tropf, der an einem verchromten Gestell hing, das neben ihrem Bett stand. Verständnislos ließ Regina ihren Blick durch den Raum schweifen. Sie befand sich alleine in dem Zimmer, Fragen stürmten auf sie ein, nach und nach kam die Erinnerung, und der letzte Eindruck, den ihr Bewusstsein freigab, war die rasante Fahrt mit dem Motorrad auf der schmalen Landstraße in Richtung Freising.
Siedendheiß durchfuhr es sie.
Der Unfall!
Regina wollte sich bewegen. Aber ihr Körper schien auf die Signale, die ihr Hirn aussandte, nicht hören zu wollen. Regina fühlte ihn nicht einmal; nicht die Arme, die Beine – nichts. Sie bewegte den Kopf, ihr Nacken schmerzte fürchterlich, sie konnte kaum schlucken, Schwindelgefühl erfasste sie. Warum funktionierte ihre Motorik nicht?
Ihre Gedanken wirbelten, ihr Bewusstsein fabrizierte verworrene Bilder, sie spürte ihren Herzschlag bis in die Kehle und hatte das Gefühl, von einer unsichtbaren Hand gewürgt zu werden. Schließlich verschwammen vor ihrem Blick die Bilder, graue Nebel der Benommenheit hüllten sie ein, sie dümpelte in der Halbwelt der Trance dahin. Irgendeinen klaren Gedanken zu fassen war ihr nicht möglich.
Ihr zerrissenes Bewusstsein zeigte tiefe Spalten, Denkvorgänge fielen aus, Erinnerungen schwanden, Zusammenhänge kamen nicht zustande. Schwäche kroch wie flüssiges Blei durch ihre Glieder, in ihren Schläfen dröhnte es, und plötzlich hatte sie den Eindruck, in einen pechschwarzen, bodenlosen Schacht zu stürzten. Ihr Denken riss …
Regina Henning hatte keine Ahnung, wie viel Zeit verstrichen war, als sie erneut die Augen aufschlug. Die Eindrücke, die sich ihrem nur ganz langsam klar werdenden Blick boten, waren dieselben wie beim letzten Mal. Alles wirkte zunächst irgendwie nebulös, unwirklich, ohne feste Formen und nicht greifbar.
Eine dunkle Stimme sagte: »Willkommen im Leben, Frau Henning.«
Regina erschrak und lauschte den fünf Worten hinterher. Ihre Mundwinkel zuckten, ihre Nasenflügel vibrierten, sie wollte etwas sagen, doch ihre Stimmbänder versagten. Sie brachte lediglich ein unzusammenhängendes, jämmerliches Wimmern zustande und spürte Panik in sich aufsteigen, denn sie erkannte ihre Hilflosigkeit, ihre Ohnmacht – und sie fühlte sich ausgeliefert.
Warum spürte sie ihren Körper nicht?
Die Frage stieg wie ein schriller Schrei in ihr auf.
Ein Gesicht schälte sich aus den Nebeln, in denen sie trieb – das Gesicht eines Mannes mittleren Alters, auf dessen Nase eine Brille saß und dessen Haare sich schon grau zu färben begannen.
»Wer sind Sie?«, entrang es sich Regina, nachdem sie zweimal zum Sprechen angesetzt hatte, und ihre eigene Stimme war ihr fremd. Sie sprach heiser, kratzig, und jede Silbe bereitete ihr Mühe, denn ihr Kehlkopf schmerzte und war trocken wie Schießpulver.
»Ich bin Doktor Siebert, Oberarzt auf dieser Station.«
»Wo befinde ich mich? Was ist geschehen? Wo ist mein Mann?«
»In der Uni-Klinik Großhadern. Sie hatten einen Unfall …
Der Arzt berichtete mit knappen Worten. Die Dreiundvierzigjährige Frau erfuhr, dass sie sieben Wochen lang im Koma gelegen habe und dass sie vom Hals an abwärts gelähmt sei. Ihr Mann sei schon nach zehn Tagen wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden und war wieder vollkommen hergestellt.
Nachdem der Arzt den Raum verlassen hatte, konnte Regina die Tränen nicht mehr zurückhalten. Sie würde niemals wieder gehen können, sie würde den Rest ihres Lebens im Rollstuhl verbringen, sie würde bis zu ihrem letzten Atemzug auf die Hilfe anderer angewiesen sein.
Eine Welt war zusammengebrochen. Der Gedanke, ein Leben lang an den Rollstuhl gefesselt zu sein, war derart monströs, dass Regina kurz davor war, den Verstand zu verlieren. Eine Welle der Hoffnungslosigkeit spülte durch ihr Bewusstsein, sie vergoss bittere Tränen, rief Gott an und flehte, sie vor diesem Schicksal zu bewahren.
Irgendwann waren ihre Tränenkanäle versiegt. Mit vom Weinen geröteten Augen starrte sie hinauf zur Zimmerdecke, und es gab nur einen einzigen Gedanken, der sie unablässig durchfuhr: Du wirst niemals wieder gehen können …
Sie dachte an Selbstmord, fragte sich aber im selben Moment, wie sie ihn bewerkstelligen sollte, funktionierte doch ihr Körper vom Hals an abwärts nicht mehr.
Wie mag Hans-Jürgen diese Diagnose aufgenommen haben? Sein Gesicht erschien vor ihrem geistigen Auge. Er war sechsundvierzig, fast eins neunzig groß, durchtrainiert und sah sehr gut aus. Ein Mann von Welt, ein Erfolgsmensch. Hans-Jürgen und sie hatten ein Logistik-Unternehmen aufgebaut und waren verhältnismäßig reich geworden. Vor zwanzig Jahren hatten sie geheiratet. Sie war damals dreiundzwanzig und kaufmännische Angestellte bei einem großen Konzern.
Sie hatten sich geliebt. Als sie heirateten, besaßen sie so gut wie nichts. Aber damit gaben sie sich nicht zufrieden. Jetzt, zwanzig Jahre später, verfügten sie über alles, was das Herz begehrt; ein großes Haus in Grünwald, zwei teure Autos, ein Boot, das im Yachthafen von Benalmadena an der Costa del Sol vor Anker lag, ein schweres Motorrad …
Die verdammte Maschine!, brüllte es durch ihren gequälten Verstand. Ich war von vorneherein dagegen, sie zu kaufen, als hätte ich geahnt, dass damit nur Unglück über uns kommt. Hätte ich mich bloß niemals auf sie gesetzt.
Sie schluchzte trocken.
Warum kam Hans-Jürgen nicht, um sie zu besuchen. Sie brauchte seinen Beistand, er sollte ihr Trost spenden, er sollte ihr sagen, dass er sie trotz allem liebte wie am ersten Tag …
*
Hans-Jürgen erschien am Nachmittag des drauffolgenden Tages. Er sah gut erholt aus, der Maßanzug, den er trug, betonte seine sportliche Figur, die dunklen Haare begannen sich an den Schläfen schon grau zu färben, was ihm einen ausgesprochen interessanten Touch verlieh.
Er beugte sich über Regina und gab ihr einen flüchtigen Kuss auf die Stirn. »Man hat mich informiert, dass du aus dem Koma erwacht bist«, sagte er und schaute ihr ohne die Spur einer Gemütsregung in die Augen.
Das Glücksgefühl, das Regina in dem Moment verspürte, als er das Krankenzimmer betrat, verwandelte sich in Enttäuschung. Warum war er so reserviert, geradezu unterkühlt? Er hatte nicht mal Blumen mitgebracht. Und Regina fragte sich, was da nicht stimmte.
Hans-Jürgen zog sich einen Stuhl heran, ließ sich nieder, legte die Ellenbogen auf seine Oberschenkel und ließ die Hände zwischen den Knien baumeln. »Es ist tragisch«, murmelte er. »Ich habe mit dem Chefarzt gesprochen. Er hat keinen Zweifel darüber offen gelassen, dass …«
Er brach ab und reckte unbehaglich die Schultern.
Regina war wie vor den Kopf gestoßen. Die wenigen Worte,
