Über diese Serie
Nervös blickte Mona Döring auf die Uhr am Armaturenbrett. Schon kurz vor elf und sie steckte hoffnungslos im Münchner Großstadtverkehr fest. Wie sollte sie es da noch schaffen, in einer knappen halben Stunde an der Steinhausener Schule zu sein?
Mona legte den ersten Gang ein und fuhr einen halben Meter weiter. Wie konnte es an einem ganz gewöhnlichen Werktag zu einem derartigen Stau kommen?
Erneut sah Mona auf die Uhr, dann faßte sie einen spontanen Entschluß. Es war Unsinn, hier auf ein Wunder zu hoffen. Selbst wenn sie – was nicht zu erwarten war – jetzt sofort zügig hätte weiterfahren können, würde sie von hier aus mehr als eine halbe Stunde bis in den kleinen Vorgebirgsort Steinhausen brauchen.
Entschlossen setzte Mona den Blinker und zog ihren Wagen nach rechts, als sich eine Lücke bot. Jetzt brauchte sie nur noch ein Telefonhäuschen zu finden, aber auch hier war ihr das Glück hold. Der einzige Nachteil war, daß sie mitten in einer Einfahrt halten mußte, aber sie wollte ja kein Stundengespräch führen.
Hastig wählte Mona die Telefonnummer ihrer Schwester, deren Sohn mit ihrem Töchterchen Lissy in dieselbe Klasse ging.
»Das darf nicht wahr sein«, stöhnte Mona, weil am anderen Ende der Leitung niemand abhob.
Das anhaltende Hupkonzert, das von draußen an ihr Ohr klang, ging ihr durch Mark und Bein. Hastig knallte sie den Hörer auf die Gabel und spurtete aus der Telefonzelle. Eine riesige Nobelkarosse wollte aus der Einfahrt fahren, die sie mit ihrem Kleinwagen versperrte.
Beschwichtigend hob Mona beide Hände, stieg in ihr Auto und setzte zurück,
Titel in dieser Serie (95)
- Kinderlos - und keine Hoffnung?: Dr. Daniel 29 – Arztroman
29
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Völlig niedergeschlagen betrat Bettina Gehrke das Sprechzimmer ihres Gynäkologen Dr. Markus Reintaler. »Herr Doktor, ich habe meine Tage wieder bekommen«, platzte sie sofort heraus, dann ließ sie sich mit einem tiefen Seufzer auf den Stuhl fallen, der dem Schreibtisch des Arztes gegenüberstand. »Warum kann ich denn einfach nicht schwanger werden?« Doch damit war auch Dr. Reintaler überfragt. Er hatte bei der Patientin wirklich alle Untersuchungen durchgeführt, die Aufschluß darüber hätten geben können, weshalb es bei ihr mit einer Schwangerschaft nicht klappen wollte. Auch Bettinas Ehemann hatte sich von mehreren Ärzten untersuchen lassen, wobei sich aber angeblich ebenfalls keine Auffälligkeiten ergeben hatten. »Im Augenblick weiß ich wirklich nicht, was ich Ihnen noch raten soll, Frau Gehrke«, gestand Dr. Reintaler ehrlich. »Aus medizinischer Sicht gibt es eigentlich keinen Grund dafür, daß Sie nicht schwanger werden.« Er schwieg kurz. »Vielleicht sollten Sie die ganze Sache etwas gelassener angehen.« Mit einem verlegenen Lächeln fügte er hinzu: »Ich weiß schon, das ist leichter gesagt als getan. Wenn man sich ein Baby wünscht, dann ist es sicher nicht ganz einfach, sich keinen psychischen Zwang aufzuerlegen.« Bettina nickte. »Da haben Sie völlig recht, Herr Doktor, wobei ich sagen muß, daß ich vor drei Jahren, als wir uns zu einem Baby entschlossen haben, noch völlig locker und gelöst gewesen bin. Der Gedanke, daß ich Probleme mit dem Schwangerwerden haben könnte, kam mir überhaupt nicht. Schließlich hatte meine Mutter vier Kinder, und meine Schwestern sind auch schon längst mehrfache Mütter.« Ein wenig hilflos zuckte sie die Schultern. »Nur bei mir will es einfach
- Keine Hoffnung: Dr. Daniel 3 – Arztroman
3
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Es war ein gemütliches, kleines Restaurant, das Sandra Köster mit ihrer Freundin Daniela Mertens besuchte. Sie saßen sich an einem winzigen Nischentischchen gegenüber und machten ein Gesicht, als hätte ihnen jemand prophezeit, daß in fünf Minuten die Welt untergehen werde. Und zumindest Sandra befand sich auch in einer entsprechenden Stimmung, für sie war der heutige Tag der Anfang eines ganz persönlichen Weltuntergangs – ausgelöst durch ihre Schwiegermutter. »Ich werde dich besuchen, so oft es geht«, versprach Daniela, um ihre Freundin mit diesen Worten ein bißchen aufzumuntern, was ihr jedoch nicht gelang. »Ach!« Deprimiert winkte Sandra ab. »Es wird nie mehr so sein wie jetzt.« »Komm, Sandra, sei doch nicht so traurig«, bat Daniela, dabei machte auch sie ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter. »Vielleicht ist es ja ganz schön in Bayern. Ich bin sicher, du wirst dich dort rasch einleben.« Sandra schüttelte den Kopf. »Bestimmt nicht!« Sie seufzte. »Wenn es wenigstens München wäre. Aber Steinhausen! Hast du davon jemals schon gehört? Wahrscheinlich ein Kaff mit fünf Häusern, eine Kirche und einem Wirtshaus, das auf keiner Landkarte verzeichnet ist.« Auch Daniela seufzte.
- Ihr letzter Wunsch – ein Kind: Dr. Daniel 2 – Arztroman
2
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. »Herr Doktor, ich möchte die Wahrheit wissen.« Dr. Gerrit Scheibler sah von dem Krankenbericht auf, in dem er gerade gelesen hatte, und direkt in das Gesicht seiner jungen Patientin hinein. Sehr blaß, was durch die dichten dunklen Locken noch verstärkt wurde, stand sie vor ihm, und in ihren großen tiefblauen Augen konnte er unschwer die Angst erkennen, die sie im Herzen trug. »Bitte, Frau Krenn, nehmen Sie Platz.« Dr. Scheibler versuchte Zeit zu gewinnen. Die Wahrheit, hatte sie gesagt. Wie, um Himmels willen, sollte man ein achtzehnjähriges Mädchen mit einer so grausamen Wahrheit konfrontieren? Dr. Scheibler sah in die blauen Augen, die voller Erwartung auf ihn gerichtet waren, dann stand er abrupt auf und trat mit mechanischen, fast ein wenig eckigen Bewegungen ans Fenster. Auf drei Spuren krochen Autoschlangen am Krankenhaus vorbei. Stoßzeit. Es war jeden Tag dasselbe. Dr. Scheibler seufzte, dann drehte er sich mit einem Ruck um und kehrte zu seinem Schreibtisch zurück. »Sie wollen also die Wahrheit wissen«, wiederholte er Leandra Krenns Worte. »Nun, die Wahrheit ist, daß Sie leider sehr krank sind.« Doch damit ließ sich Leandra nicht abspeisen.
- Livia – eine Frau ohne Gewissen: Dr. Daniel 4 – Arztroman
4
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Dr. Robert Daniel war gerade im Begriff, das Untersuchungszimmer zu verlassen, als ihm seine Sprechstundenhilfe noch eine Patientin ankündigte. Der Arzt seufzte leise. Offensichtlich war es ihm heute wieder nicht vergönnt, eine ruhige Mittagspause zu genießen, aber wann war das schon jemals der Fall gewesen? »Bringen Sie die junge Dame herein, Frau Kaufmann«, erklärte er ergeben. Lena Kaufmann blieb noch einen Moment zögernd stehen. »Ich kann versuchen, sie auf den Nachmittag zu vertrösten«, meinte sie. »Die Vormittagssprechstunde war so anstrengend…« Dr. Daniel lächelte. »Das ist lieb von Ihnen, Frau Kaufmann, aber ich fürchte, Sie kennen Frau Mangano nicht. Sie hat ein sehr ausgeprägtes Durchsetzungsvermögen.« Lena Kaufmann zog eine Grimasse. »So kann man es auch ausdrücken, Herr Doktor. Ich würde eher sagen, sie ist maßlos verwöhnt.« Sie schwieg kurz, dann setzte sie hinzu: »Ich kenne sie nämlich auch. Schließlich ist sie hier in Steinhausen aufgewachsen, und ich nehme nicht an, daß sie sich entscheidend verändert hat, nur weil sie jetzt in München lebt.« Dann drehte sie sich um, ging hinaus und betrat das Wartezimmer.
- Von der Sehnsucht getrieben: Dr. Daniel 66 – Arztroman
66
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Wie gehetzt rannte Elke Seibold die Straße entlang – hinein in die schier undurchdringliche Finsternis. Dabei flossen wahre Sturzbäche von Tränen aus ihren Augen. Sie stolperte und fiel auf die Knie, doch sie fühlte den brennenden Schmerz kaum, als ihre Haut auf dem rauhen Asphalt aufplatzte. Mühsam rappelte sie sich wieder auf und lief weiter. Durch den Tränenschleier vor ihren Augen sah sie die Scheinwerfer eines Autos auf sich zukommen. Das Licht blendete sie und löste einen Schwindelanfall aus. Taumelnd versuchte Elke den Straßenrand zu erreichen, doch statt dessen lief sie immer mehr zur Mitte der gewundenden Landstraße hin. Durch ihre dunkle Kleidung konnte sie der Autofahrer erst im letzten Moment sehen. Er bremse scharf und versuchte auszuweichen, doch es war schon zu spät. Der rechte Kotflügel des Wagens erfaßte Elke und schleuderte sie zur Seite. Bewegungslos blieb sie auf der Straße liegen. »Oh, mein Gott!« stieß der Autofahrer hervor, als er seinen Wagen zum Stehen gebracht hatte und herausgesprungen war. Er lief auf das wie tot daliegende Mädchen zu und berührte sie zögernd. »Hallo! Können Sie mich hören?« fragte er mit bebender Stimme. Erschrocken zog er seine Hand zurück und bemerkte, daß sie feucht und klebrig war vom Blut der Verunglückten. Mit zitternden Fingern tastete er nach ihrem Handgelenk, doch er konnte keinen Puls fühlen. Der Schock raubte ihm den letzten Funken seines Verstands. Der Mann sprang auf, rannte zu seinem Auto und fuhr los. Minuten später erreichte er die nächste Ortschaft. Im schwachen Licht der Straßenlaternen nahm er seine blutverschmierten Hände wahr, die das
- Im Urlaub glaubte sie ans Glück: Dr. Daniel 28 – Arztroman
28
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. »Mensch, Sandra, was glaubst du, wer eben hier im Hotel abgestiegen ist?« fragte Renate Gessner aufgeregt. Sandra Meinecke zuckte die Schultern. »Keine Ahnung. Der Bundespräsident?« Renate lachte. »Quatsch! Was würde der Bundespräsident hier auf Ibiza wohl anfangen?« »Auch ein Bundespräsident hat Gefühle«, meinte Sandra mit einem schelmischen Grinsen. »Jetzt sag endlich – wer ist denn hier abgestiegen?« »Ein Fürst!« erklärte Renate in triumphierendem Tonfall. »Und zwar einer von der Sorte, die sich noch nicht im Greisenalter bewegen.« Uninteressiert zuckte Sandra die Schultern. »Na und?« »Ist das alles, was du dazu zu sagen hast?« fragte Renate fassungslos. »Sandra, hier im Hotel wohnt ein echter Fürst!« Doch Sandra winkte ab. »Ach, weißt du, Reni, ich war noch nie der Typ, der auf einen Märchenprinzen gewartet hat. Was ist an einem Fürsten schon anders als an jedem anderen Mann?« »Eigentlich gar nichts«, antwortete Renate. »Abgesehen von der Kleinigkeit, daß er auf einem Schloß wohnt, zig Bedienstete hat und in Geld nur so schwimmt.« »Woher willst du das wissen? Vielleicht gehört er ja zum verarmten Adel.« »Schau ihn dir an«, riet Renate. »Dann siehst du, daß er alles andere als verarmt ist.« Sie seufzte schwärmerisch. »Er ist ein Bild von einem Mann.« »Und hat zu Hause eine Fürstin sitzen«, ergänzte Sandra trocken. »Mensch, Reni, hör auf zu träumen. Fürsten, die bürgerliche Mädchen heiraten, gibt's doch nur in Romanen.« »Wer spricht denn gleich vom Heiraten?« entgegnete Renate. »Der liebe Fürst ist nicht in weiblicher Begleitung, und für die Dauer unseres Urlaubs wäre ich einem kleinen Flirt nicht abgeneigt? Wer hat schon mal das Vergnügen mit einem Fürsten?« Sandra
- Ganz der Vater: Dr. Daniel 51 – Arztroman
51
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Als Chiara Sandrini das Blut an ihrem Slip sah, brach für sie eine Welt zusammen. Es hatte wieder nicht geklappt, dabei war sie diesmal so sicher gewesen! Aufschluchzend senkte Chia-ra den Kopf und legte ihre schmalen Hände vor die Augen. Ihr langes tiefschwarzes Haar fiel dabei wie ein Schleier über ihr Gesicht. Eine Weile stand sie so, dann holte sie ein Taschentuch hervor, wischte sich die Tränen ab und verließ schließlich mit langsamen, schleppenden Schritten das kleine Haus am Ortsrand. Während sie ihr Heimatdorf durchquerte, hatte sie das Gefühl, als seien die Blicke aller Einwohner auf sie gerichtet… sie fühlte sich ausgestoßen… geächtet. Demütig ließ Chiara den Blick gesenkt. Sie wagte es nicht, irgend jemandem in die Augen zu sehen. Dann hatte sie ihr Ziel erreicht – das Haus, in dem sie geboren war. Bereits an der Tür kam ihr ihre Mutter entgegen. »Ich weiß schon, weshalb du kommst«, erklärte Concetta Cardello, und der Blick, mit dem sie ihre zweiundzwanzig-jährige Tochter bedachte, war voller Abscheu. »Du hast es wieder nicht geschafft.« Mit einer Hand bedeckte Chiara ihre Augen und versuchte, ein Aufschluchzen zu unterdrücken. »Diesmal war ich so sicher«, flüsterte sie. »Seit einer Woche waren meine Tage überfällig, und ich dachte…« Mit einer energischen Handbewegung brachte Concetta ihre Tochter zum Schweigen. »Elio wird dich verlassen«, prophezeite sie, und ihre Stimme war ohne Mitgefühl. »Wenn du keine Kinder empfangen kannst, dann verdienst du auch keinen Mann!« Jetzt war Chiara mit ihrer Beherrschung am Ende. Sie begann zu weinen. »Hör auf!« herrschte Concetta sie an. »Nimm dir ein Beispiel an deinen Schwestern.
- Er kämpft um Ihr Baby: Dr. Daniel 30 – Arztroman
30
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Hochaufgerichtet stand Clarissa Berner in dem geschmackvoll eingerichteten Salon und sah den Mann vor sich mit kaltem Blick an. Nach außen hin schien jedes Gefühl für Leonhard Krantz in ihr erloschen zu sein, und niemand ahnte, welch ein Aufruhr in ihrem Innern tobte. »Clarissa, Liebes…«, begann Leonhard, doch Clarissa hob sofort abwehrend eine Hand. »Hör bloß auf, mich Liebes zu nennen«, entgegnete sie scharf. »Ich weiß genau, daß du es lediglich auf mein Vermögen abgesehen hast. Dein gestriges Telefongespräch war nur zu aufschlußreich für mich.« Leonhard wurde rot vor Zorn. »Du hast mich also belauscht!« Da lachte Clarissa auf, doch es war kein fröhliches Lachen. »Lauschen war da wirklich nicht nötig, Hardy. Du warst gestern so betrunken, daß du gar nicht gemerkt hast, wie laut du gesprochen hast. Man hat deine Stimme durch das ganze Haus gehört.« Leonhard wußte, daß das eine Übertreibung war, denn schließlich umfaßte die Villa mehr als dreihundert Quadratmeter. Allerdings hätte er sich für diesen Ausrutscher, den er sich gestern geleistet hatte, noch immer ohrfeigen können. In den drei Jahren, die er jetzt mit Clarissa zusamen war, hatte er sich nicht einen Fehltritt erlaubt. Schließlich hatte er ja ganz genau gewußt, was für ihn auf dem Spiel stand. Doch gestern – das Wiedersehen mit seiner einstmals großen Liebe – da hatte er alle Bedenken über Bord geworfen und einen rauschenden Abend mit Carla verbracht. Er erinnerte sich noch, daß er ziemlich betrunken in die Berner-Villa gekommen war und Carla noch einmal angerufen hatte. Und er hatte mit dem Vermögen geprahlt, das
- Sie wussten nichts von ihrer Schuld: Dr. Daniel 35 – Arztroman
35
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. »Du mußt hier endlich mal raus!« Verena Seiler lauschte den Worten ihrer Freundin Dora Eichner nach. Genau das hatte sie sich selbst auch schon tausendmal gesagt. Raus aus dieser Wohnung, weg von München, von der Vergangenheit, von den Erinnerungen und – weg von Kurt! »Hörst du überhaupt zu?« Verena seufzte. »Ja, Dora, aber wo soll ich denn hin?« »Komm mit mir nach Hawaii«, schlug Dora spontan vor. »Eine finanzielle Frage dürfte das für dich ja kaum sein.« Damit hatte Dora vollkommen recht. Verena stammte aus recht wohlhabenden Verhältnissen; am Geld würde eine solche Reise also sicher nicht scheitern. »Hawaii«, wiederholte sie dennoch gedehnt und dachte dabei unwillkürlich an Fotos vom total überfüllten Waikiki-Strand. »Ich weiß nicht, ob das das Richtige für mich ist. Ich möchte einmal meine Ruhe haben.« »Ja, damit du über Kurt nachgrübeln kannst.« Doras Stimme klang vorwurfsvoll. »Mensch, Verena, du bist auch keine siebzehn mehr. Hör auf, dich wie ein Teenager zu benehmen.« »Das hat mit dem Alter gar nichts zu tun!« brauste Verena auf, und ihre blauen Augen sprühten dabei wahre Zornesblitze. »Ich liebe Kurt… habe ihn geliebt«, verbesserte sie sich. Aufmerksam betrachtete Dora ihre Freundin. Verena hatte alles, was sich Dora insgeheim wünschte: Charme, Intelligenz und gutes Aussehen. Ihr zartes, leicht gebräuntes Gesicht war von dichten goldblonden Locken umrahmt, die bis weit über ihren Rücken fielen. Die großen tiefblauen Augen blickten meistens verträumt in die Gegend, und um ihren sanft geschwungenen Mund lag ein Hauch von Melancholie, doch das wirkte sich eher vorteilhaft auf ihr Aussehen aus. Wie schon so oft fragte sich Dora auch heute
- Patientin aus Liebe: Dr. Daniel 52 – Arztroman
52
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Im Laufschritt betrat Dr. Robert Daniel die Steinhausener Waldsee-Klinik. Eigentlich hätte er den lauen Herbstabend mit seiner Frau Manon und seinem kleinen Adoptivtöchterchen Tessa auf dem heimatlichen Balkon genießen wollen, doch ein alarmierender Anruf aus der Klinik hatte ihn hierher gehetzt. »Robert, gut, daß Sie so schnell kommen konnten«, rief die Gynäkologin der Klinik, Dr. Alena Reintaler, erleichtert. »Fräulein Neubert ist gerade in den Untersuchungsraum gebracht worden.« Dr. Daniel runzelte erstaunt die Stirn. »Eva-Maria Neubert?« vergewisserte er sich, während er Alena in die Gynäkologie folgte. Eine Antwort auf seine Frage erübrigte sich, denn jetzt betrat Dr. Daniel den Raum, wo sich Eva-Maria mit schmerzverzerrtem Gesicht auf der Untersuchungsliege zusammenkrümmte. Mit einem Schritt war Dr. Daniel bei ihr und nahm die Binde weg, die sich das junge Mädchen zwischen die Beine geklemmt hatte und die nun vollständig durchgeblutet war. Forschend sah Dr. Daniel das junge Mädchen an. »Eva-Maria, bist du schwanger?« Sie preßte die Lippen zusammen und schüttelte den Kopf, doch dabei huschte eine verräterische Röte über ihr blasses Gesicht. »Ich muß dich untersuchen, Eva-Maria«, erklärte Dr. Daniel, während er sich schon Plastikhandschuhe überstreifte. Eva-Maria wimmerte leise vor sich hin, während der Arzt die Untersuchung vornahm. Dann streifte Dr. Daniel die Handschuhe ab und warf sie in den Abfall-eimer. »Du warst ja doch schwanger.« Wieder sah er das junge Mädchen ernst an. »Sei ehrlich, Eva-Maria. Hast du versucht, das Kind wegzumachen?« Heftig schüttelte sie den Kopf. »Ich habe plötzlich Bauchschmerzen bekommen, und dann hat es angefangen zu bluten. Bitte, Herr Doktor, das müssen Sie mir glauben.« »Natürlich glaube ich dir«, versicherte
- Nur die Liebe ließ sie hoffen: Dr. Daniel 45 – Arztroman
45
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. »Also, Simone, ich sage dir, es war wie im Film!« rief Andrea Weber voller Begeisterung und sah ihre Zwillingsschwester dabei aus leuchtenden Augen an. »Du mußt dir den Schreibsaal der Thorwald-Werke nur vorstellen…« Da lächelte Simone. »Das wird schwer möglich sein, weil ich ihn noch nie gesehen habe.« »Ach was«, wehrte Andrea mit einer lebhaften Handbewegung ab. »Mit ein bißchen Phantasie… warte, ich beschreibe ihn dir mal. Irgendwie erinnert er mich an einen Raum aus dem vorigen Jahrhundert, und er paßt eigentlich überhaupt nicht in die modernen Thorwald-Werke. Ziemlich groß, kahle weiße Wände und riesige Sprossenfenster. Na ja, und da sitzen wir nun, sechs mehr oder weniger junge Mädchen, und hämmern eifrig in unsere Schreibmaschine.« Wieder lächelte Simone, denn sie wußte aus Erzählungen ihrer Schwester, daß in diesem Schreibsaal schon längst Bildschirm-Schreibmaschinen standen. Von »hämmern« konnte also kaum eine Rede sein, doch sie wollte Andreas Redefluß natürlich nicht wegen solcher Lappalien unterbrechen. Rasch nahm Andrea einen Schluck von ihrem Kaffee, dann erzählte sie sofort weiter. »Ja, und dann kam also unser Bürovorstand herein, betrachtete uns der Reihe nach und deutete schließlich auf mich.« Andrea versuchte, die rauchige Stimme des Mannes nachzuahmen. »›Fräulein Weber, zum Juniorchef‹, sagte er nur. Ich war völlig sprachlos…« »Und das will bei dir schon etwas heißen«, wagte Simone einzuwerfen. Andrea lachte. »Da hast du allerdings recht. Aber um es kurz zu machen: Rüdiger hatte Probleme mit seinem neuen Diktiergerät, also mußte ich mit dem Stenoblock ran.« »Rüdiger?« wunderte sich Simone. »Vor ein paar Wochen war er für dich immerhin noch der junge
- Der Wunderheiler: Dr. Daniel 46 – Arztroman
46
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Armin Götz war mit sich und der Welt zufrieden. »Zwanzigtausend Mark in knapp drei Wochen – das soll mir erst mal einer nachmachen«, murmelte er vor sich hin, während er die Geldscheine nahezu liebevoll sortierte und dann gewissenhaft in seiner Reisetasche verstaute. Ein Blick auf die Uhr sagte ihm, daß er sich beeilen mußte, wenn er seinen Zug noch erreichen wollte – und das wollte er nicht nur, sondern mußte er sogar! Es wurde nämlich höchste Zeit für ihn, diesem beschaulichen norddeutschen Städtchen den Rücken zu kehren. Ein einziges Mal hatte er den Fehler begangen und war zu lange in einem Ort geblieben, mit dem Ergebnis, daß er schließlich die Polizei am Hals gehabt hatte. Das würde ihm niemals wieder passieren, wie er sich geschworen hatte. Er sah sich in dem ärmlichen Raum um, in dem er die letzten drei Wochen verbracht hatte, doch er war sicher, daß er nichts vergessen hatte, dann ergriff er seine Reisetasche und verließ das schindelgedeckte, wie hingeduckt wirkende Häuschen. »Josias!« Die flehend klingende Frauenstimme ließ Armin mitten in der Bewegung innehalten. »Josias, Sie müssen mir helfen!« Mit betont langsamen Bewegungen drehte sich Armin um und zeigte der auf ihn zueilenden Frau ein gütiges Lächeln, das er in stundenlanger Arbeit vor dem Spiegel einstudiert hatte. »Inken, du kommst spät«, meinte er, und seine Stimme glich dabei einem sanftem Singsang. »Ich weiß«, stieß die knapp vierzigjährige Frau atemlos hervor. »Mein Mann… er war dagegen… aber die Rückenschmerzen… sie sind wiedergekommen. Bitte, Josias, helfen Sie mir.« Ein tiefer Seufzer entrang sich der Brust des außergewöhnlich stattlich wirkenden
- Lügnerin aus Angst: Dr. Daniel 26 – Arztroman
26
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. »Du hast wieder deine Tage bekommen?« fragte Roland Seibold enttäuscht, als er bemerkte, daß seine Frau eine Packung Tampons mit ins Bad nahm. Tanja nickte bedauernd. »Ja, leider.« Niedergeschlagen lehnte sich Roland an den Türrahmen. »Also, ich glaube, allmählich sollten wir doch einen Arzt aufsuchen.« Tanja erschrak zutiefst, versuchte es aber zu verbergen. »Einen Arzt?« brachte sie nur mühsam hervor. »Aber… warum denn?« Verzweifelt bemüht sie sich, ihre Fassung wiederzugewinnen, doch Roland war so mit seinen Gedanken bschäftigt, daß ihm gar nicht auffiel, wie tief betroffen Tanja über seinen Vorschlag war. »Drüben in Steinhausen praktiziert doch dieser Gynäkologe«, meinte er. »Meine Schwester geht schon seit ein paar Jahren zu ihm. Er soll ja sehr nett sein.« Fieberhaft überlegte Tanja, wie sie diesem Arztbesuch entkommen könnte. »Ich weiß nicht, Roland«, wehrte sie ab. »Man wird nun mal nicht auf Befehl schwanger. So etwas dauert halt seine Zeit.« Sehr ernst sah Roland seine Frau an. »Bei uns dauert es aber schon fast drei Jahre. In der Zwischenzeit hat Margot ein Kind bekommen, und das zweite ist auch bereits unterwegs.« Erschrocken starrte Tanja ihn an. »Deine Schwester ist schon wieder schwanger? Aber… Thomas ist doch erst ein gutes Jahr alt.« Roland zuckte die Schultern. »Na und? Margot und Peter waren sich einig, daß sie mit einem zweiten Baby nicht zu lange warten wollten.« Er seufzte. »Wenn es bei uns doch auch so problemlos ginge.« Verlegen senkte Tanja den Kopf. Wenn Roland wüßte… »Margot ist auch nur eineinhalb Jahre älter als ich«, fuhr ihr Mann fort und riß sie damit aus ihren Gedanken. »Ich glaube, deshalb
- Qual der Erinnerung: Dr. Daniel 25 – Arztroman
25
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. »Priska! Du bleibst!« herrschte Margarethe Germann ihre Stief-tochter an. »Ich denke nicht daran! Ab heute bin ich volljährig, und da halten mich keine zehn Pferde mehr in diesem Haus!« Theatralisch hob Margarethe Ger-mann beide Hände. »Dein armer Vater würde sich im Grab umdrehen, wenn er wüßte, wie du mit mir sprichst.« Nahezu angewidert sah Priska ihre Stiefmutter an. »Papi würde sich wohl eher im Grab umdrehen, wenn er wüßte, was du mir in den vergangenen Jahren alles angetan hast.« Dann drehte sie sich einfach um, ergriff den alten verschlissenen Koffer, den Margarethe ihr gnädigerweise zur Verfügung gestellt hatte, und verließ das Haus. Es war, als würde sie aus einem Gefängnis ins Freie treten. Priska blieb einen Augenblick stehen und atmete tief durch. In diesem Moment hielt das Taxi vor dem Haus, und rasch stieg Priska ein. »Wo soll's hingehen, junge Frau?« fragte der Fahrer freundlich. »Weg«, antwortete Priska. »Bloß weg von hier.« Der Fahrer zeigte sein Erstaunen ganz offen, fuhr aber ohne weitere Fragen los, und erst als er die nächste Ecke passiert hatte, lehnte sich Priska aufatmend in den Polstern zurück. Irgendwie hatte sie immer noch das Gefühl gehabt, ihre Stiefmutter könne sie wieder ins Haus holen. Doch jetzt war sie wirklich frei. »Zur Sparkasse bitte«, wies sie den Fahrer nun an. »In Ordnung, junges Fräulein«, meinte er, dann sah er in den Rückspiegel, doch Priska bemerkte den prüfenden Blick nicht. Sie war viel zu sehr damit beschäftigt, was sie mit ihrer neugewonnenen Freiheit anfangen sollte. »Das macht zehn Mark fünfzig«, erklärte der Fahrer, als er vor der Sparkasse anhielt. »Ich
- Ein Kampf für die Liebe: Dr. Daniel 42 – Arztroman
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Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. »Solange du die Füße unter meinen Tisch steckst, tust du, was ich sage!« herrschte Vitus Sägmüller seine Tochter Trixi an. »In einem halben Jahr wirst du den Penzkofer Michel heiraten, damit hat sich's!« »Ich mag ihn aber nicht!« begehrte Trixi auf, und ihre hübschen dunk-len Augen sprühten dabei wahre Zornesblitze. »Der Michel ist grob und ungelenk. Mit dem kann ich bei der Hochzeit nicht mal den Brautwalzer tanzen!« Vitus Sägmüller lachte spöttisch auf. »Als ob es darauf ankäme. Der Michel ist reich! Wenn sein Vater erst mal übergibt, dann gehört ihm der größte Hof in der ganzen Gegend.« Er reckte sich hoch. »Und uns der zweitgrößte! Geld muß zu Geld, Trixi, merk dir das!« »Ich will aber nur einen Mann heiraten, den ich liebe«, entgegnete Trixi und warf mit einer heftigen Handbewegung ihr langes, dichtes Haar zurück. »Außerdem werde ich nächste Woche erst achtzehn! Ich will in den nächsten Jahren überhaupt noch nicht heiraten!« Wütend donnerte Vitus Sägmüller eine Faust auf den Tisch, daß Gläser und Geschirr gefährlich klirrten. »Du heiratest den Michel, und damit basta!« brüllte er seine Tochter an. »Mit dem alten Penzkofer bin ich schon darüber einig.« Daß es da nicht viel zu einigen gegeben hatte, weil der Penzkofer ihm wegen seiner vielen Schulden mehr oder weniger das Messer auf die Brust gesetzt hatte, verschwieg er dabei lieber. Schließlich mußte die Trixi ja nicht alles wissen. Deshalb fügte er nur noch hinzu: »In einem halben Jahr ist Hochzeit, und das ist mein letztes Wort.« Deines vielleicht, aber meines noch lange nicht, dachte Trixi
- Trennung- und kein Ende…: Dr. Daniel 32 – Arztroman
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Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. »Weiß dein Onkel eigentlich, was ich Tag für Tag hier leiste?« fragte Dr. Harald Stein und sah seine Verlobte, die junge Anästhesistin Dr. Gabriela Köster, herausfordernd an. Gabriela konnte nur mit Mühe einen Seufzer unterdrücken. Sie liebte Harald von ganzem Herzen, aber sein beinahe schon krankhafter Wunsch nach Anerkennung ging ihr manchmal doch ein wenig auf die Nerven. »Natürlich weiß er es, Harry«, antwortete sie. »Erst heute hat er wieder gesagt, welch ein Glücksgriff er mit dir getan hat. Du bist der beste Chirurg an der ganzen Klinik.« Harald nickte zufrieden. Genau das war es, was er hören wollte. »Dann wird es Zeit, daß er mich zum Chefarzt oder wenigstens zum Oberarzt ernennt«, erklärte er sehr von oben herab. »Sonst könnte es sein, daß ich mir eine andere Klinik suchen muß, wo meine Arbeit mehr gewürdigt wird.« »Harry, das ist doch Unsinn«, wehrte Gabriela fast ein wenig heftig ab. Sie haßte es, wenn er so von sich eingenommen war – vor allem deshalb, weil sie selbst trotz ihrer erstklassigen ärztlichen Fähigkeiten sehr bescheiden geblieben war. »Du weißt genau, daß mein Onkel dich nicht einfach zum Chef der chirurgischen Abteilung ernennen kann. Immerhin ist da noch Dr. Bergen und…« »Er ist alt und macht Fehler«, fiel Harald ihr scharf ins Wort. »Erst gestern wäre ihm beinahe ein Patient auf dem Tisch weggestorben.« »An dem gestrigen Herzstillstand traf Dr. Bergen nicht die geringste Schuld«, entgegnete Gabriela. »Ich selbst war bei diesem Eingriff dabei. Was Dr. Bergen da geleistet hat, war beispielhaft. Nur seiner großen Erfahrung war es zu verdanken,
- Ein tiefer Fall: Dr. Daniel 43 – Arztroman
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Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Es war ein außergewöhnlich ruhiger Vormittag in der Praxis von Dr. Robert Daniel. »Direkt unheimlich, was?« meinte die junge Empfangsdame Gabi Meindl. »Normalerweise geht es hier ja sonst zu wie auf dem Wochenmarkt.« Ihre Kollegin, die Sprechstundenhilfe Sarina von Gehrau, nickte zustimmend. »Ich schätze, die unerträgliche Hitze hat heute alles lahmgelegt. Wenn man keine Zeit hat, sich im Freibad zu tummeln, dann verschanzt man sich am besten in einem kühlen Keller.« »Das sollten wir vielleicht auch tun«, erklärte Dr. Daniel, der von den beiden jungen Frauen unbemerkt hinzugekommen war und Sarinas letzte Worte noch gehört hatte. Er seufzte tief auf. »Also, ich bin wirklich nicht empfindlich, aber diese Hitze macht sogar mich fertig. Wann war es Anfang Juni schon jemals so heiß?« »Damals, als es das schreckliche Unglück in der CHEMCO gegeben hat«, antwortete Gabi Meindl. »Können Sie sich daran noch erinnern, Herr Doktor?« »Wie könnte ich das jemals vergessen?« fragte Dr. Daniel zurück. »Der arme Gerold hätte nicht sterben müssen, wenn es damals schon die Waldsee-Klinik gegeben hätte.« Er seufzte noch einmal. »Es war wirklich unverantwortlich, wie Martin Bergmann das Chemiewerk hat verlottern lassen. Die Sicherheitsvorkehrungen waren ja wirklich unter aller Kritik, und es hat seinen Sohn ein halbes Vermögen gekostet, die Firma auf Vordermann zu bringen. Aber glücklicherweise gehört das ja alles der Vergangenheit an. Seit Rainer das Werk leitet, hat sich vieles zum Vorteil verändert.« »Der junge Herr Bergmann ist auch ein sehr sympathischer Mensch«, urteilte Gabi. »Ganz anders als sein Vater. Wenn der die Leitung der CHEMCO noch länger innegehabt hätte, hätte
- Rettung für Gunilla: Dr. Daniel 41 – Arztroman
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Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Es war ein typischer Montagmorgen in der Praxis von Dr. Robert Daniel. Die Patientinnen gaben sich buchstäblich die Türklinke in die Hand, und die junge Empfangsdame Gabi Meindl war schier am Verzweifeln, weil die Hälfte der hereinströmenden Damen ohne Termin gekommen war, aber jede Patientin hatte angeblich etwas ganz Dringendes mit dem Herrn Doktor zu besprechen, so daß Gabi sie auch nicht einfach wieder wegschicken konnte. Während das Wartezimmer bereits aus allen Nähten zu platzen drohte, kam dann noch ein alarmierender Anruf aus der Steinhausener Waldsee-Klinik, deren Direktor Dr. Daniel zusätzlich auch noch war. »Bei der Geburt von Frau Heidenraths Baby gibt es Probleme«, erklärte die Stationsschwester der Gynäkologie hastig. »Bitte, Fräulein Meindl, schicken Sie sofort den Herrn Doktor hierher.« »Wie stellen Sie sich das denn vor?« fragte Gabi verzweifelt. »In der Praxis herrscht gerade die reinste Invasion!« »Und hier liegt möglicherweise eine Patientin im Sterben!« entgegnete Schwester Bianca heftiger, als es normalerweise ihre Art war. »Frau Dr. Reintaler ist im OP. Ich brauche Dr. Daniel im Kreißsaal, und das so schnell wie möglich!« Gabi seufzte tief auf. »In Ordnung. Er wird in ein paar Minuten drüben sein.« Sie legte den Hörer auf, hob aber sofort wieder ab und drückte auf den Knopf, der eine direkte Verbindung zum Sprechzimmer herstellte, dann wartete sie, bis Dr. Daniel drüben abnahm. »Herr Doktor, die Waldsee-Klinik braucht Sie dringend. Bei einer Frau Heidenrath gibt es Probleme.« »Das war zu erwarten«, meinte Dr. Daniel. »Ich fahre sofort hin-über.« Gabi nickte ergeben. Sie wußte genau, was das für sie und ihre Kollegin, die
- Sie wollte ihr Kind behalten: Dr. Daniel 33 – Arztroman
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Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Die Sprechstunde bei Dr. Robert Daniel hatte gerade begonnen, als es an der Eingangstür Sturm klingelte. »Was soll denn das?« knurrte die junge Empfangsdame Gabi Meindl ärgerlich. »Hält mich da jemand für taub?« Dann drückte sie auf den Summer, der die schwere eichene Tür aufspringen ließ. Im nächsten Moment stürzte eine junge Frau herein, der die Verzweiflung deutlich anzusehen war. »Ich muß Dr. Daniel sprechen!« stieß sie atemlos hervor. »Schnell!« »Normalerweise schätzte Gabi Meindl unangemeldete Patientinnen nicht besonders, aber hier gestattete sie sich keinen Kommentar. Die junge Frau schien wirklich dringend Hilfe zu benötigen. Das sah auch Dr. Daniels Sprechstundenhilfe Sarina von Gehrau, die von dem ganzen Tumult inzwischen angelockt worden war. Jetzt nahm sie die völlig niedergeschlagene Frau fürsorglich beim Arm und begleitete sie zu Dr. Daniels Sprechzimmer. »Der Herr Doktor ist gerade bei einer Untersuchung«, erklärte sie in sanftem Ton. »Es wird aber bestimmt nicht lange dauern.« Die junge Frau nickte nur. Sarina warf ihr einen teilnahmsvollen Blick zu, dann ging sie in den Nebenraum, um Dr. Daniel die Patientin anzukündigen. Erst in diesem Augenblick fiel ihr ein, daß sie die junge Frau nicht nach ihrem Namen gefragt hatte. »Nicht so schlimm«, meinte Dr. Daniel. »Das wird sich schon herausstellen. Wenn die junge Dame so verzweifelt ist, wie Sie gesagt haben, dann sollten wir sie jetzt nicht mit solchen Lappalien belästigen.« Dann wandte er sich seiner Patientin wieder zu, um das Gespräch, das er jeder Untersuchung folgen ließ, fortzusetzen. Erst als von ihrer Seite keine Fragen mehr offenstanden, verabschiedete sich Dr. Daniel, stand auf und betrat
- Eine schreckliche Diagnose: Dr. Daniel 7 – Arztroman
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Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. »Meine Güte, Melissa, du hast ja wieder kaum etwas gegessen.« Melissa Feller sah bei den Worten ihres Mannes auf, dann seufzte sie leise. »Dabei habe ich das Gefühl, als läge mir ein Zentnergewicht im Magen«, erklärte sie. »Und der Hosenbund schnürt mich so richtig ein.« Aufmerksam betrachtete Patrick Feller seine Frau. Sie war immer schlank gewesen, doch in letzter Zeit hatte ihr Bauchumfang merklich zugenommen. schien es ihm aber, als wäre ihr Gesicht in den vergangenen Wochen schmaler geworden. Wie paßte das zusammen? »Vielleicht solltest du einmal zum Arzt gehen«, schlug Patrick aus diesen Gedanken heraus vor. Voller Bitterkeit lachte Melissa auf. »Ach, Patrick, du weißt genau, daß ich seit drei Monaten von Arzt zu Arzt renne, aber keiner konnte mir bisher helfen.« Niedergeschlagen winkte sie ab. »Ich weiß wirklich nicht mehr, was ich noch tun soll.« »Und wenn du mal in eine Klinik gehst?« Melissa antwortete mit einer Gegenfrage. »Was soll ich denen denn sagen? Ich habe ja gar keine Ahnung, was mir fehlt.« Patrick zuckte die Schultern.
- Die Machenschaften der Linda B.: Dr. Daniel 31 – Arztroman
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Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Mißmutig ging Linda Böhnig durch die luftig-hellen Flure der Klinik. Von beinahe jedem Fenster aus hatte sie einen herrlichen Blick auf die träge dahinfließende Mosel und die beeindruckenden Weinberge, die an beiden Ufern aufragten, doch für diese Schönheiten hatte sie im Moment kein Auge. Die vielen leeren Zimmer bedrückten sie. Wie anders war das noch vor einem Jahr gewesen! Da hatte hier reges Leben geherrscht. Doch Karsten hatte das alles zerstört. Nun ja, Dr. Karsten Böhnig gehörte der Vergangenheit an. Allerdings machte das ihre Probleme kaum geringer. Ihre hohen Absätze klapperten auf dem edlen Marmorboden der Eingangshalle, dann trat sie durch die große Doppeltür ins Freie. Kalte Winterluft umfing sie und ließ sie trotz ihrer Pelzjacke frösteln. Rasch schloß sie die Tür ab, dann bestieg sie ihren rubinroten Sportwagen, ließ den Motor aufheulen und fuhr schließlich in rasantem Tempo die schmale, gewundene Privatstraße hinunter. Eine knappe halbe Stunde später erreichte sie das exklusive Burgrestaurant, wo sie mit ihrem langjährigen Freund Oskar Pellendorf verabredet war. Linda hatte das Restaurant kaum betreten, als Oskar ihr auch schon entgegenkam, um ihr die Pelzjacke abzunehmen. Ein Blick in ihr Gesicht verriet ihm alles. »Du warst also wieder in der Klinik oben«, meinte er, während er ihr einen Stuhl zurechtrückte. Mit einer zornigen Handbewegung legte Linda ihre schmale Lederhandtasche auf den Tisch. In diesem Augenblick wirkte sie wie ein junges Mädchen, dabei hatte sie vor zwei Wochen ihren fünfundvierzigsten Geburtstag gefeiert. Offiziell war sie achtunddreißig geworden, und wer sie nicht ausgesprochen gut kannte, nahm ihr das unbesehen ab. Sie tat allerdings
- Gefahr für Mutter und Kind: Dr. Daniel 36 – Arztroman
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Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. »Ein bißchen klein geraten«, erklärte die Gynäkologin Frau Dr. Steiger knapp, als sie die Abmessungen betrachtete, die sie per Ultraschall an dem Ungeborenen vorgenommen hatte, dann musterte sie ihre Patientin mit einem abschätzenden Blick. »Na ja, woher soll es das Kleine auch haben. Sie sind schließlich auch nicht gerade groß.« Sabine Meister schluckte. Natürlich wußte sie, daß sie mit ihren einssechzig keine Riesin war, und normalerweise hatte sie damit auch keine Probleme, doch der abwertende Ton, der in der Stimme ihrer Ärztin mitgeschwungen hatte, traf sie tiefer, als sie es wohl zugegeben hätte. »Ist das… schlimm?« fragte sie fast ein wenig verschüchtert. »Ich meine… daß das Baby so klein ist.« »Ach, Unsinn«, wehrte Frau Dr. Steiger in ihrem üblichen unfreundlichen Ton ab, dann reichte sie Sabine die Hand. »Wir sehen uns in vier Wochen wieder.« Sabine hätte noch einige Fragen gehabt, doch sie kannte die Eigenschaften ihrer Ärztin mittlerweile ausgesprochen gut. Wenn sich Frau Dr. Steiger nämlich von einer Patientin bereits verabschiedet hatte, dann schätzte sie es nicht besonders, von dieser noch einmal mit Fragen belästigt zu werden. Allerdings war die Gynäkologin mit dem Abschied immer schnell bei der Hand, so daß Sabine bisher nur selten Gelegenheit gehabt hatte, irgendeine Frage loszuwerden, die ihr am Herzen gelegen hatte. Ein wenig bedrückt verließ sie das Sprechzimmer und schließlich auch die Praxis, dann atmete sie erst einmal tief durch. »Was ist los, Liebling?« fragte ihr Mann Bernd besorgt. Er hatte draußen auf dem Parkplatz gewartet, weil Frau Dr. Steiner Männer in ihrer Praxis nur ungern duldete. Sabine seufzte
- Santorin auf Rezept: Dr. Daniel 38 – Arztroman
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Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Langsam schlenderte Maria Heine durch den Park der Hegner-Villa in Grünwald. Seit einem Jahr lebte sie nun schon hier, aber noch immer fühlte sie sich wie eine Fremde. Ihr Blick suchte das Haus, das im Licht der angenehm warmen Märzsonne weiß durch die Bäume schimmerte, dann sah sie auf ihre Armbanduhr und stellte fest, daß sie sich beeilen mußte. Frau Hegner wünschte, daß ihre Gesellschafterin zur Stelle war, wenn sie nach ihrem mittäglichen Schönheitsschlaf im Salon erschien. Maria mochte die arrogante, sehr von sich eingenommene Marlene Hegner nicht besonders, und der Grund, warum sie trotzdem noch hier arbeitete, war zum einen das Geld, das sie hier verdiente und mit dem sie ihre Eltern und die sechs Geschwister unterstützen konnte, zum anderen Frau Hegners Ehemann, der großzügige und immer freundliche Ernst Hegner. Schon oft hatte sich Maria gefragt, wie zwei Menschen zueinanderfinden konnten, die so verschieden waren wie die Hegners. Eine Antwort darauf hatte sie jedoch nie gefunden. Als Maria die Villa nun in der gebotenen Eile betrat, wurde sie von Frau Hegner bereits erwartet. »Verzeihen Sie, gnädige Frau«, stieß Maria hastig hervor. »Ich habe einen Spaziergang gemacht und nicht mehr auf die Zeit geachtet.« »Wie üblich«, entgegnete Marlene Hegner spitz, was Maria tief erröten ließ. »Nun gut, komm in den Salon, und lies mir etwas vor.« Maria beeilte sich, der Aufforderung nachzukommen. Doch Frau Hegner hatte heute offensichtlich einen besonders schlechten Tag. »Was trägst du überhaupt für ein Kleid?« fragte sie, noch bevor Maria sich setzen und nach der Tageszeitung greifen konnte. Und ohne eine Antwort abzuwarten,
- Sorgenweg ins Glück: Dr. Daniel 34 – Arztroman
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Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. »Eine Woche«, murmelte sich Tamara Behring zu, dann zählte sie noch einmal die Tage am Kalender ab, obwohl sie das schon mindestens zwanzigmal gemacht hatte. »Eine Woche«, wiederholte sie und fühlte dabei heftiges Herzklopfen. Sollte es diesmal tatsächlich geklappt haben? Tamara wagte kaum, an ihr Glück zu glauben. Andererseits gab es eigentlich keinen Zweifel mehr, schließlich war ihre Regel nur ganz selten einmal verspätet eingetroffen, und wenn, dann waren es höchstens einmal zwei oder drei Tage gewesen. Jetzt war sie aber schon eine Woche darüber. Und dann hielt sie es plötzlich nicht mehr länger aus. Rasch lief sie zur nächsten Apotheke und besorgte sich einen Schwangerschaftstest. Einen Augenblick lang spielte sie auch mit dem Gedanken, ihrem Mann Siegfried von ihrem Verdacht zu erzählen, verwarf ihn aber wieder. Vielleicht war es besser, Stillschweigen zu bewahren, bis sie Gewißheit hatte. Schließlich wollte sie in Siegfried keine Hoffnungen wecken, die sich vielleicht dann doch nicht erfüllten. Immerhin warteten sie ja schon seit fast zwei Jahren vergeblich auf ein Baby. Gleich am nächsten Morgen nahm Tamara den Schwangerschaftstest vor und wartete gespannt auf das Ergebnis, aber es war negativ. Tiefe Enttäuschung breitete sich in ihr aus, doch als sich ihre Tage auch weiterhin nicht einstellten, wuchs ihre Hoffnung wieder. »Vielleicht habe ich nur einen Fehler gemacht«, sagte sie zu sich selbst. »Immerhin war es ja mein erster Schwangerschaftstest.« Doch daran glaubte sie im Grunde selbst nicht. Schließlich war der Test nicht so kompliziert durchzuführen gewesen, daß man dabei einen gravierenden Fehler hätte begehen können. Trotzdem entschloß sich Tamara ganz
- Auch ein Arzt braucht eine Frau: Dr. Daniel 50 – Arztroman
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Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Das Wartezimmer von Dr. Ro-bert Daniel war wieder einmal brechend voll. Es sah aus, als hätten sich sämtliche Frauen aus Steinhausen in seiner Praxis verabredet; und natürlich durften auch die beiden berüchtigtsten Klatschtanten des Ortes nicht fehlen. »Haben Sie schon gesehen? Dr. Daniel und Frau Dr. Carisi haben das Aufgebot bestellt«, flüsterte Waltraud Schütz, die Gattin des Steinhausener Bürgermeisters der neben ihr sitzenden Besitzerin des Gemischtwarenladens Amelie Hauser zu. Diese nickte eifrig. »Natürlich habe ich das gesehen, Frau Bürgermeister.« Waltraud reckte sich ein wenig in die Höhe. Obwohl sie mit dem Amt ihres Mannes nicht das geringste zu schaffen hatte, genoß sie es immer sehr, von Amelie Hauser mit »Frau Bürgermeister« angesprochen zu werden. Das ließ sie für einen Augenblick sogar die drückenden Schmerzen in ihrem Bauch vergessen. »Irgendwie hatte ich ja damit gerechnet, daß die Beziehung der beiden doch noch auseinandergehen würde«, meinte Waltraud Schütz jetzt. »Zwei vielbeschäftigte Ärzte… ich weiß nicht. Das kann doch auf Dauer gar nicht gutgehen.« »Das kommt darauf an«, raunte Amelie Hauser zurück. »Womöglich wird die Ehe der beiden auf unsere Kosten glücklich.« Überrascht sah Waltraud sie an. »Wie meinen Sie das, Frau Hauser?« Amelie zuckte die Schultern. »Es könnte doch sein, daß sich Dr. Daniel von jetzt an für seine Patientinnen nicht mehr so viel Zeit nimmt wie vorher.« Waltraud, die normalerweise gleich dabei war, wenn es galt, über jemanden schlimme Ge-rüchte zu verbreiten, zögerte diesmal. »Ich weiß nicht, Frau Hauser, dazu ist Dr. Daniel doch eigentlich nicht der Typ«, wandte sie ein. »Ich glaube, er nimmt seinen Beruf viel zu ernst,
- Sie verschwieg ihr Leiden: Dr. Daniel 37 – Arztroman
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Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. »Du willst was?« fragte Manfred Klein und starrte seine Freundin dabei völlig entgeistert an. Ines Holbe blieb kühl. »Ich gehe für ein halbes Jahr nach Japan«, wiederholte sie gelassen. »Oder glaubst du vielleicht, ich hätte in den vergangenen Jahren diese Sprache nur zum Spaß gebüffelt?« Fassungslos schüttelte Manfred den Kopf. »Damit setzt du alles aufs Spiel, was zwischen uns war und noch immer ist.« Ines seufzte. Genau mit diesem Argument hatte sie schon gerechnet, dabei war ihre Beziehung zu Manfred in den vergangenen Wochen ziemlich abgekühlt, und diese Tatsache hatte für sie schließlich den Ausschlag gegeben, das Angebot aus Japan anzunehmen. »Hör mal, Manfred, ich will ja deswegen nicht gleich auswandern«, entgegnete sie in besänftigendem Ton. »Es ist nur ein halbes Jahr, und diese Zeit könnte doch uns beiden guttun. Vielleicht würde uns ein bißchen Abstand helfen, wieder zu dem zu finden, was wir einmal gehabt haben.« Manfred betrachtete seine außerordentlich attraktive Freundin und hatte plötzlich den unbändigen Wunsch, durch ihr dichtes, dunkles Haar zu streicheln und ihren sanft geschwungenen, sinnlichen Mund zu küssen. In letzter Sekunde beherrschte er sich aber, weil er genau wußte, daß jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für solche Zärtlichkeiten war. Ines hätte das vermutlich gar nicht gewollt – ganz im Gegenteil. Sie war ja gerade im Begriff, eine ziemlich große Entfernung zwischen sich und Manfred zu legen. »Du glaubst also, daß wir Abstand voneinander brauchen«, murmelte Manfred niedergeschlagen. »Warum machst du dann eigentlich nicht gleich Schluß? Im Endeffekt zielt es doch sowieso darauf hinaus.« »Nein, Manfred, absolut nicht«, entgegnete Ines in etwas aggressiverem
- Verzeihung, Doc, ich liebe dich!: Dr. Daniel 49 – Arztroman
49
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Der Zug von München nach Steinhausen war wie jeden Abend hoffnungslos überfüllt. Die junge Zahnarzthelferin Gerda Rauh stand irgendwo mitten im Gedränge und versuchte die Schwankungen des Eisenbahnwaggons einigermaßen aufzufangen, was ihr auch ganz gut gelang. Mittlerweile hatte sie ja schon Übung darin, denn eine Möglichkeit zum Festhalten hatte sie während der Heimfahrten nur selten. Der Zug hielt jetzt endlich in der Kreisstadt, wo viele Pendler ausstiegen. Gerda atmete auf. Die Luft im Abteil war trotz der geöffneten Fenster ziemlich stickig geworden. Zu allem Überfluß brannte jetzt auch noch die tieferstehende Sonne durch die Fenster und heizte den stehenden Waggon auf. Endlich setzte sich der Zug wieder in Bewegung und gewann an Geschwindigkeit. Gerda betrachtete die vorbeihuschende Landschaft und wußte, daß sie in ein paar Minuten den Steinhausener Bahnhof erreichen würde. Von dort hatte sie es nicht mehr weit bis zu der kleinen gemütlichen Dachwohnung, die sie mit ihrem Mann Ferdinand teilte. Sie würde die heißen Füße in einen Eimer mit kaltem Wasser stellen und… Der plötzlich heftig bremsende Zug riß Gerda aus ihren Gedanken. Sie versuchte Halt zu finden und drehte sich dabei mit einem kurzen Ruck um, doch ihre Hand griff ins Leere, und nur einem jungen Mann, der rasch von seinem Platz aufstand und sie festhielt, war es zu verdanken, daß sie nicht fiel. Der plötzliche, sehr heftige Schmerz, der in diesem Moment in ihren Unterleib fuhr, nahm Gerda fast den Atem. Der Mann, der sie noch immer stützte, sah sie besorgt an. »Was ist los?« fragte er. »Ist Ihnen nicht gut?« Gerda
- Ihre schwerste Stunde: Dr. Daniel 40 – Arztroman
40
Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Langsam ging Frau Dr. Manon Carisi durch die Grabreihen des kleinen italienischen Friedhofes, und mit jedem Schritt wurde ihr Herz schwerer. In diesem Moment war sie nicht mehr die freundliche Allgemeinmedizinerin, die in ihrer Praxis in Steinhausen für jedes Problem ein offenes Ohr hatte – jetzt war sie nur noch eine trauernde Witwe. Drei Jahre, mußte sie unwillkürlich denken. Heute werden es genau drei Jahre, daß Angelo gestorben ist. Und dabei sah sie vor ihrem geistigen Auge wieder das schnittige Rennboot, sah Angelo, wie er ihr lachend zuwinkte, bevor er sich ans Steuer setzte, um seinem geliebten Hobby nachzugehen. Im nächsten Moment war dann das Boot vor Manons Augen explodiert. Man hatte von einer defekten Benzinleitung gesprochen, doch etwas Genaues war nie herausgefunden worden. Unwillkürlich schluchzte Manon auf und bedeckte für einen Moment ihre Augen, als könne sie damit die Erinnerung verscheuchen. Es dauerte eine Weile, bis sie ihren Weg fortsetzen konnte. Im selben Moment sah sie die Frau, die an Angelos Grab kniete und mit einer zärtlichen Geste ein paar Blumen hinlegte. Manons Schritt stockte, doch dann zwang sie sich weiterzugehen. »Buon giorno, Mamma«, grüßte sie leise. Mit einem Ruck wandte sich die Frau um und funkelte Manon zornig an. »Es ist alles deine Schuld!« schleuderte sie ihr auf Italienisch entgegen, dann raffte sie ihren Rock zusammen und verließ eiligst den Friedhof, als wäre die Luft durch Manons Anwesenheit plötzlich verpestet. Traurig sah Manon ihr nach. Ihre Schwiegereltern hatten sie ja nie gemocht, aber daß sie ihr auch noch die Schuld an Angelos Tod gaben… »Dabei vermisse
- Warten auf Patrick: Dr. Daniel 54 – Arztroman
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Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. »Was sagst du zu diesem hier?« fragte Sabrina Harderborn und drehte sich in dem traumhaft schönen Cocktailkleid aus schwarzer und pinkfarbener Seide vor ihrer Freundin Mareike Kosian. Haß und Neid loderten in Mareikes eisgrauen Augen, doch Sabrina war zu sehr mit der Anprobe beschäftigt, um es zu bemerken. »Ich weiß nicht so recht«, entgegnete Mareike. »Ich finde, es läßt dich alt aussehen… älter als du bist.« Sabrina blieb vor dem Spiegel stehen und betrachtete sich eingehend. Das kräftige Pink harmonierte gut mit ihrem dunkelblonden Haar, das beruhigende Schwarz ließ die andere Farbe nicht aufdringlich wirken. Dar-über hinaus betonte das enganliegende Oberteil des Kleides Sabrinas grazile Figur, während der duftige, nicht zu lange Rock ihre wohlgeformten Beine vorteilhaft zur Geltung brachte. »Also, ich finde, es steht mir gut«, urteilte Sabrina schließlich. Mareike zuckte die Schultern. »Warum hast du mich eigentlich gebeten mitzukommen, wenn du auf meine Meinung doch keinen Wert legst.« Sabrina drehte sich noch einmal vor dem Spiegel, dann sah sie Mareike an, und ihr Lächeln war im Gegensatz zu dem der Freundin aufrichtig. »Weil du meine beste Freundin bist«, antwortete sie schlicht. »Und weil ich auf deine Meinung sehr wohl Wert lege. Allerdings…« Sie betrachtete sich wieder im Spiegel. »Ich glaube, diesmal werde ich mich auf meinen Instinkt verlassen müssen. Ich fühle mich wohl in diesem Kleid, und ich bin sicher, daß es Patrick gefallen wird.« Sie seufzte glücklich. »Ich freue mich schon so auf unsere Verlobungsfeier. Meine Eltern wollten ja eine riesige Gesellschaft geben, aber Patrick und ich möchten lieber im kleinen Kreis feiern. Nur
- Niemand hörte ihre Schreie: Dr. Daniel 81 – Arztroman
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Dr. Daniel ist eine echte Erfolgsserie. Sie vereint medizinisch hochaktuelle Fälle und menschliche Schicksale, die uns zutiefst bewegen – und einen Arzt, den man sich in seiner Güte und Herzlichkeit zum Freund wünscht. Der Mann mit der schwarzen Strumpfmaske, die lediglich Mund und Augen erkennen ließ, beugte sich über sie. Sie schloß die Augen, doch sie konnte ihn riechen. Es war ein ekelhafter, beißender Geruch, der ihr in die Nase stieg. Sie fühlte seine kräftigen, harten Hände, die ihre Handgelenke umklammerten, und sie wußte, was er in den nächsten Augenblicken mit ihr tun würde. Sie wußte es, obgleich sie nichts hören konnte. Sie fühlte sein Gewicht auf ihr, und der ekelerregende Geruch, der von ihm ausging, verstärkte sich noch, als sein maskierter Kopf ihrem Gesicht immer näher kam. Seine feuchten, heißen Lippen berührten ihre Wange. Sie wollte schreien, öffnete ihren Mund und wußte doch, daß es völlig zwecklos war. Niemand würde ihre Schreie hören. Niemand… Schweißgebadet fuhr Nikola Forster hoch. Das Nachthemd klebte an ihrem Körper, und ihr langes, dunkles Haar hing in feuchten Strähnen um ihre Schultern. Sie zitterte in der Erinnerung an den schrecklichen Traum, den sie gerade wieder gehabt hatte… Es war ein Traum, der sie Nacht für Nacht verfolgte. Langsam verließ sie ihr Bett, tapste barfuß durch die Wohnung und überzeugte sich davon, daß jedes Fenster zu und die Tür zum Hausflur verriegelt war. Um sie her herrschte Totenstille, doch das war für sie ein ganz natürlicher Zustand. Nikola war von Geburt an taubstumm und hatte in den vergangenen fünfundzwanzig Jahren gelernt, damit zu leben. Jetzt stand sie im Bad und der Spiegel gab das Bild einer zarten Schönheit mit sanft geschwungenen Lippen und großen dunklen Augen zurück. Mit noch immer zitternden
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