Gefangene der Liebe: Der Bergpfarrer 386 – Heimatroman
Von Toni Waidacher
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Über dieses E-Book
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
»Ferien!« Laut hallte der Jubelschrei durch das Klassenzimmer. Daniela Bonnarzt schmunzelte, während die Buben und Madeln ihre Ranzeln packten. Die junge Lehrerin hob die Arme. »Einen Moment bitte noch.« Sie fixierte einen der Schüler, der es besonders eilig hatte und bereits zur Tür stürmte. »Patrick, das gilt auch für dich!« Sie wartete, bis er wieder an seinen Platz gegangen war. »So, ich wünsch' euch schöne Ferien, wenn ihr mit den Eltern in Urlaub fahrt, eine schöne Reise und hoffe, daß wir uns alle gesund und munter wiedersehen. Und jetzt ab mit euch.« Sie wartete, bis die Kinder hinausgelaufen waren, dann packte sie ihre Sachen zusammen und atmete erleichtert auf. Endlich Urlaub. Daniela konnte ihn gebrauchen. Lehrerin zu sein war zwar eine wunderschöne Arbeit, aber sie war auch mit Streß verbunden. Leuten, die ihr vorhielten, daß Lehrer eh' nur den halben Tag arbeiteten und dann auch noch soviel Ferien hatten, erwiderte sie nur, daß sie selber schuld hätten, diesen Beruf nicht ergriffen zu haben. Dann schüttelte sie nur noch den Kopf. Gegen manche Vorurteile kämpfte man eben vergebens. Dabei sah ihr Arbeitstag gänzlich anders aus, als die meisten ahnten. Der Wecker klingelte um sechs Uhr in der Früh. Um sieben mußte Daniela losfahren, pünktlich um acht begann der Unterricht.
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Buchvorschau
Gefangene der Liebe - Toni Waidacher
Der Bergpfarrer
– 386 –
Gefangene der Liebe
Ihre Gefühle ziehen sie zurück in die Berge
Toni Waidacher
»Ferien!«
Laut hallte der Jubelschrei durch das Klassenzimmer. Daniela Bonnarzt schmunzelte, während die Buben und Madeln ihre Ranzeln packten. Die junge Lehrerin hob die Arme.
»Einen Moment bitte noch.«
Sie fixierte einen der Schüler, der es besonders eilig hatte und bereits zur Tür stürmte.
»Patrick, das gilt auch für dich!«
Sie wartete, bis er wieder an seinen Platz gegangen war.
»So, ich wünsch’ euch schöne Ferien, wenn ihr mit den Eltern in Urlaub fahrt, eine schöne Reise und hoffe, daß wir uns alle gesund und munter wiedersehen. Und jetzt ab mit euch.«
Sie wartete, bis die Kinder hinausgelaufen waren, dann packte sie ihre Sachen zusammen und atmete erleichtert auf. Endlich Urlaub. Daniela konnte ihn gebrauchen. Lehrerin zu sein war zwar eine wunderschöne Arbeit, aber sie war auch mit Streß verbunden. Leuten, die ihr vorhielten, daß Lehrer eh’ nur den halben Tag arbeiteten und dann auch noch soviel Ferien hatten, erwiderte sie nur, daß sie selber schuld hätten, diesen Beruf nicht ergriffen zu haben. Dann schüttelte sie nur noch den Kopf. Gegen manche Vorurteile kämpfte man eben vergebens. Dabei sah ihr Arbeitstag gänzlich anders aus, als die meisten ahnten.
Der Wecker klingelte um sechs Uhr in der Früh. Um sieben mußte Daniela losfahren, pünktlich um acht begann der Unterricht. In der Regel waren es fünf Stunden, die sie unterrichtete. Hinzu kam die Arbeitsvorbereitung, Vorlagen kopieren, Material sichten und Dienstbesprechungen. Wenn sie dann gegen zwei Uhr wieder zu Hause war, warteten Aufsätze und Diktate darauf, korrigiert zu werden, oft riefen, spät abends noch, Eltern an, und wirklich Feierabend hatte Daniela kaum vor acht, halb neun.
Allerdings hatte sie sich nie darüber beschwert. Lehrerin war ihr Traumberuf gewesen, und sie empfand es als etwas Schönes, jungen Menschen etwas beizubringen, sie zu formen und ihnen auch noch das nötige Rüstzeug für den späteren Lebensweg mitzugeben.
Das Privatleben jedoch blieb meistens auf der Strecke.
Auf dem Weg ins Lehrerzimmer begegnete ihr eine Kollegin.
»Puh«, ächzte Lilo Wegner, »das wär’ geschafft. Hast du deine Rasselbande auch schon in die Ferien entlassen?«
»Ja, und jetzt freu’ ich mich auf meinen Urlaub.«
»Wohin soll’s denn geh’n? Wieder in die Berge?«
Daniela nickte. Seit Jahren hatte sie stets dasselbe Urlaubsziel.
»Wird’s dir eigentlich net leid, dieses Sankt-Johann?« fragte Claus Rendel.
Die beiden Lehrerinnen hatten gar nicht bemerkt, daß der Kollege hinter ihnen ging und ihr Gespräch mit anhörte.
»Überhaupt nicht«, erwiderte die junge Frau. »Es ist immer wieder schön dort. Ich wand’re viel, auf den Almhütten wird man gut bewirtet und nirgendwo gibt’s so einen guten Bergkäs’, wie dort.«
»Ich weiß net«, meinte Lilo. »Mir wär’ das zu fad. Ich will dorthin, wo was los ist. Sonne, Strand und Meer.«
Sie stellte ihre Tasche ab und breitete die Arme aus.
»Mallorca, ich komme!«
Claus Rendel sah Daniela von der Seite her an.
»Schad’, daß wir net zusammen verreisen«, meinte er.
Die Lehrerin lächelte. Sie wußte, daß der Kollege schon lange ein Auge auf sie geworfen hatte, und während eines Kollegiumsausflugs hatten sie beim gemütlichen Zusammensein am Abend ziemlich heftig geflirtet. Doch während es für Daniela eher ein harmloser Spaß war, schien Claus mehr darin zu sehen. Immer wieder ließ er durchblicken, daß sie für ihn mehr war, als nur ein Flirt.
»Wohin fährst du denn?« erkundigte sie sich.
Er zuckte die Schulter.
»Weiß noch net«, antwortete er. »Ich hab’ mich noch gar net entschieden.«
Inzwischen waren die anderen Kolleginnen und Kollegen ebenfalls im Lehrerzimmer erschienen. Hildegard Bruns, die Schulleiterin, wünschte ihnen allen einen schönen und erholsamen Urlaub, dann leerte sich der Raum allmählich wieder. Hier und da wurde beim Hinausgehen noch ein Gespräch geführt, und bei allen war deutlich die gute Stimmung zu spüren, die der letzte Schultag auslöste.
Daniela setzte sich in ihren kleinen Wagen und fuhr vom Parkplatz hinunter. Die Grundschule, an der sie arbeitete, lag gut zehn Kilometer von ihrem Wohnort, bei Bad Kissingen, entfernt. Gut gelaunt summte sie die Melodie des Schlagers mit, der aus dem Autoradio erklang. Gleich morgen früh sollte es losgehen. Ihre Koffer waren schon gepackt, und sie freute sich darauf, sie alle wiederzusehen: Ria Stubler, die freundliche Pensionswirtin, den Brandhuber-Loisl, die alte Klatschtante, Maria Erbling, die mit ihrer spitzen Zunge immer wieder mal für große Aufregung sorgte, und natürlich Pfarrer Trenker, mit dem sie schon so manche Bergtour unternommen hatte.
Allerdings würde sie auch ihn wiedersehen – Andreas Waldner…
*
Im letzten Jahr hatte sie ihn kennengelernt, den jungen Bauern aus dem Wachnertal. Auf dem Tanzabend im Löwen waren sie sich näher gekommen, und aus einem anfänglichen Flirt wurde eine heftige Liebesbeziehung. Es war der schönste Urlaub, an den sich Daniela erinnern konnte, voller glücklicher Tage und ohne daran zu denken, was wohl morgen sei.
Als dann der Tag des Abschieds kam, schworen sie sich ewige Treue. Daniela versprach, gleich in den Herbstferien wiederzukommen. Beinahe jeden Tag schrieben sie sich Briefe, und die Telefonate, die sie führten, waren endlos.
Doch dann kam alles anders. In den Herbstferien konnte Daniela nicht nach St. Johann fahren, weil sie einer kranken Tante, der Schwester ihrer Mutter, helfen mußte, die nach einer Hüftgelenksoperation gepflegt werden mußte. Danach wurden die Briefe weniger und die Telefonate spärlicher, bis man schließlich gar nichts mehr voneinander hörte. Offenbar war die Entfernung zwischen St. Johann und dem fränkischen Bad Kissingen doch größer, als es der Beziehung eigentlich gut tat.
Daniela hatte das Haus erreicht, in dem sie im oberen Stockwerk eine Dreizimmerwohnung hatte. Sie stellte die Schultasche in den kleinen Raum, den sie sich als Arbeitszimmer eingerichtet hatte, und schwor sich, die Tasche wirklich nicht eher wieder anzufassen, bis die Ferien zu Ende waren.
Sie bereitete sich eine Kleinigkeit zum Mittag und setzte sich dann, mit dem Telefon in der Hand, auf das Sofa.
Elke meldete sich sofort. Seit sie zusammen die Schulbank gedrückt hatten, waren sie befreundet, und wenn die andere auch längst verheiratet und fortgezogen war, hielten sie doch immer noch engen Kontakt.
»Na, hast du’s endlich geschafft?« fragte Elke.
»Ja, ab sofort sind Ferien, und ich verschwende keinen Gedanken mehr an die Schule.«
»Na, wie ich dich kenn’, sind deine Koffer schon gepackt,
