Über dieses E-Book
Gegensätzlich wie Feuer und Eis haben die Dozentin Chastity und der vermögende Lebenskünstler Sin spontan Lust aufeinander. Und während Chastity sich noch bemüht, das erotische Knistern zwischen ihnen zu ignorieren, steuert Sin direkt an, was er will: eine Nacht mit der rothaarigen Schönen, deren kühle Fassade seine Sinne reizt. Da Chastity als Historikerin für die Kostüme eines geplanten Renaissance-Festes zuständig ist, an dem auch Sin teilnimmt, sind weitere Begegnungen unausweichlich - und einem ersten heißen Kuss folgt nur Stunden später eine leidenschaftliche Liebesnacht. Völlig überwältigt von der Kraft dieser sinnlichen Erfahrung, hofft Chastity zum normalen Leben zurückkehren zu können, nachdem das gegenseitige Begehren gestillt wurde. Doch die Flamme, die Sin entzündet hat, schlägt hoch und höher - und verlangt nach mehr...
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Buchvorschau
Sexy wie die Sünde - Meg Lacey
Meg Lacey
Sexy wie die Sünde
IMPRESSUM
Sexy wie die Sünde erscheint in der Harlequin Enterprises GmbH
Veröffentlicht im ePub Format im 09/2013 – die elektronische Ausgabe stimmt mit der Printversion überein.
eBook-Produktion: readbox, Dortmund
ISBN 978-3-86494-899-2
Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.
CORA Romane dürfen nicht verliehen oder zum gewerbsmäßigen Umtausch verwendet werden. Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.
Weitere Roman-Reihen im CORA Verlag:
ROMANA, BIANCA, BACCARA, TIFFANY, MYSTERY, MYLADY, HISTORICAL
www.cora.de
1. KAPITEL
Chastity Goodwin schaute zum Fenster hinter dem antiken Schreibtisch, in der Erwartung, den Trauzeugen, der sich bereits sehr verspätet hatte, die Straße heraufkommen zu sehen wie einen weißen Ritter auf seinem Schlachtross. Doch im Moment war die Straße leer.
„Wo steckt der Mann nur?", murmelte sie und blätterte in den Seiten ihres Terminkalenders, um sicherzugehen, dass sie sich nicht im Datum geirrt hatte. Dann sah sie von den detaillierten Seiten, die säuberlich jeden Tag ihres Lebens einteilten, auf ihre schmale goldene Armbanduhr und seufzte. Halb drei. Sie rieb sich die Stirn. Offenbar würde er auch diesmal nicht erscheinen.
Mit heute wäre es dann die dritte Verabredung, die er versäumte. Wenn er nicht bald auftauchte, würde er nackt zu der Hochzeit gehen müssen. Chastity grinste bei der Vorstellung, wie die Hochzeitsgäste darauf reagieren würden. Selbst auf einer Hochzeit im Rahmen eines Renaissance-Festivals, bei dem alle möglichen Kostüme vom Bischof bis zur Hofdame, vom Kerkermeister bis zum Hofnarren vertreten waren, würde ein nackter Trauzeuge für einiges Aufsehen sorgen.
Besonders in Gloriana im Staat New York.
Chastity legte ihren Terminkalender auf den eleganten Schreibtisch und trat näher an das Sprossenfenster. Noch immer lag die friedliche Nachbarschaft ruhig da. Niemand war zu sehen. Hier ging das Leben seinen gewohnten Gang. Das Sommerwetter setzte ihren älteren Nachbarn zu, sodass sie an diesem heißen Julinachmittag im Haus ein Nickerchen machten. Chastity musste zugeben, dass gerade die Ruhe und Gleichförmigkeit des Lebens ihr an dieser Kleinstadt gefielen. Hier gab es keine Überraschungen, sondern einen Sinn für Geschichte und Beständigkeit.
Sie wollte sich gerade wieder vom Fenster abwenden, als sie ein lautes Brummen wie von wütenden Bienen hörte. Sie schob den Spitzenvorhang beiseite und sah verblüfft hinaus. Ein großes schwarzes Motorrad fuhr wie ein Streitwagen aus der Hölle die Straße hinunter und hielt mit quietschenden Reifen vor ihrem Haus. Der Motor verstummte, doch das Geräusch hallte in der Stille nach. Der Mann auf dem Motorrad sah kurz zu ihrem Haus, schwang ein Bein über das Metall-Ungeheuer und setzte seinen Fuß auf den Gehsteig.
Erschrocken über den Anblick dieses unerwarteten Besuchers, ging Chastity näher ans Fenster, bis ihre Nase fast die Scheibe berührte. Wenn das Motorrad ein Streitwagen aus der Hölle war, dann war der Mann darauf der perfekte Fahrer dafür. Trotz der Hitze war er ganz in Schwarz gekleidet – er trug eine schwarze Lederjacke, schwarze Jeans und schwarze Stiefel. Nur am Hals blitzte etwas Weißes hervor. Ein T-Shirt?
Wie ein Raubvogel kam er näher, düster, bedrohlich. Chastity wich vom Fenster zurück und fragte sich, was sie tun sollte, als es an der Tür klingelte. Es war ein ungeduldiges Klingeln, das darauf hindeutete, dass der Mann keinen Wert auf Manieren legte. Chastity biss sich auf die Lippe und sah zu ihrem Terminkalender.
Konnte das der Trauzeuge sein? Nein, dieser Mann konnte unmöglich Harrison O’Connors Bruder sein. Harrison gehörte zu den Menschen, die sich noch bei einem Straßenräuber dafür entschuldigten, dass sie nicht genug Geld dabeihaben. Ein so rauer Typ wie dieser Biker war bestimmt nicht mit Harrison verwandt. Aber wer war er dann?
Chastity holte tief Luft, entspannte sich und zwang sich, in den Flur zu gehen. Vorsichtig öffnete sie die Haustür gerade weit genug, um sich unterhalten zu können.
Der Mann auf ihrer Veranda stand in lässig-arroganter Haltung da und musterte sie. „Ich bin Sin", sagte er.
„Aha", erwiderte sie benommen.
„Sin O’Connor."
„Sin … O’Connor?" Hatte Harrison den Vornamen seines Bruders eigentlich erwähnt? Mit dieser Hochzeit ging es so schnell, dass sie sich nicht sicher war.
Sin fuhr sich ungeduldig durch die schwarzen Haare und strich sich eine widerspenstige Strähne aus der Stirn. „Ich habe um zwei einen Termin."
Chastity starrte ihn an, und sein verwegenes Aussehen erinnerte sie an den neuesten James-Bond-Darsteller. Ihr Blick blieb an den kragenlangen, schwarzbraunen Haaren hängen, die vom Wind zerzaust waren. Dann registrierte sie erschrocken, wie durchdringend seine bernsteinfarbenen Augen sie ansahen. Außer bei ihrer schwarzen Katze Squash hatte sie eine solche Augenfarbe noch nie gesehen. Dieser Mann strahlte etwas verführerisch Verwegenes aus, das Chastity unwillkürlich an zerwühlte rote Satinlaken denken ließ.
Zwei Finger schnippten vor ihrer Nase. „Hallo?"
Chastity kam langsam wieder zu sich. „Ja?"
„Sie schlafwandeln doch nicht, oder?"
Das holte sie abrupt in die Realität zurück. „Nein, natürlich nicht."
Er lehnte sich an den Türrahmen und schien plötzlich amüsiert. „Das ist gut. Ich bin es nämlich nicht gewohnt, dass Frauen in meiner Gegenwart einschlafen."
Sofort versuchte Chastity, die beunruhigende Vorstellung von ihnen beiden im Bett zu vertreiben.
Er hob lächelnd eine Braue. „Bin ich hier richtig? Ich suche eine Hochzeitskoordinatorin."
Sie hatte Mühe, sich angesichts seines umwerfenden Lächelns, das zwei Reihen makelloser weißer Zähne entblößte, zusammenzureißen und einen vernünftigen Gedanken zu fassen. „Sie haben sie gefunden."
Sein Lächeln vertiefte sich. „Gut."
Es war die Zufriedenheit in diesem Lächeln, die sie schließlich wieder auf den Boden der Tatsachen holte. Es verriet, dass er an seine Wirkung auf Frauen nicht nur gewöhnt war, sondern sie für selbstverständlich nahm. Das brachte sie auf die Palme. Sie schaute auf ihre Uhr und zwang sich zu einem kühlen Tadel: „Mr. O’Connor, Sie kommen zu spät."
„Ja, tut mir leid. Unterwegs kam mir eine Idee, und ich musste anhalten, um sie aufzuschreiben. Es war wichtig."
„Wichtiger als die Hochzeit Ihres Bruders?"
Sin stützte sich mit dem Unterarm am Türrahmen ab. „Viel wichtiger. Die Hochzeit meines Bruders betrifft letztlich nur zwei Leute. Meine Idee wird von jetzt an bis ins nächste Jahrtausend Millionen Leben betreffen."
Chastity sah ihn mit einer Mischung von Ablehnung und Faszination an. „Bis ins nächste Jahrtausend? Ich persönlich denke nicht so weit in die Zukunft. Sie kommt mir so fern vor."
Sin machte ein entsetztes Gesicht. „Die Zukunft liegt nicht in weiter Ferne, sie beginnt jetzt."
Nach diesen Worten öffnete Chastity die Tür ganz und bat ihn herein. „Das stimmt, Mr. O’Connor. Für mich ist die Zukunft die Hochzeit Ihres Bruders in fünf Tagen. Wenn Sie nichts dagegen haben, würde ich daher gern anfangen."
Sin sah auf seine Armbanduhr. „Einverstanden, obwohl ich nur noch ein paar Minuten Zeit habe. Lassen Sie uns also die Sache schnell hinter uns bringen. Ich muss rasch wieder an meine Arbeit."
Chastity erschauerte, als er an ihr vorbei in den Flur trat. Sein Gang war bestimmt, als hätte er irgendwo etwas Wichtiges zu erledigen und dürfe nicht aufgehalten werden. Die leichte Arroganz seiner Bewegungen und die gezügelte körperliche Anmut beschleunigten ihren Puls. Sie schüttelte den Kopf. Was um alles in der Welt war denn los mit ihr? Normalerweise mochte sie keine arroganten Männer mit aggressivem Auftreten. Obwohl sie wusste, dass es besser wäre, nichts zu sagen, konnte sie nicht widerstehen.
„Wenn Sie rechtzeitig hier gewesen wären, hätten wir jetzt mehr als nur ein paar Minuten Zeit."
„Ach, fangen wir also wieder damit an, wie? Er blieb so abrupt stehen und drehte sich um, dass Chastity mit ihm zusammenstieß. Er hielt sie automatisch fest, damit sie nicht das Gleichgewicht verlor, und sie atmete seinen herben, frischen Duft ein. Sofort stieß sie ihn wieder von sich. „Sind Sie immer so pingelig, was Zeit angeht?
Chastity machte den Mund empört auf und wieder zu, wie ein Fisch auf dem Trockenen. Wer achtete heutzutage nicht auf seine Zeit? Niemand besaß Zeit im Überfluss. „Nur wenn ich sie nicht effektiv nutzen kann."
Sin runzelte neugierig die Stirn. „Haben Sie nie Lust, spontan etwas Neues zu entdecken, ohne sich darum zu scheren, wie lange es dauert?"
„Selbstverständlich. Ich bin Historikerin. Wir leben für so etwas. Sie sollten mich mal in einer Bibliothek erleben."
„Ich dachte, Sie sind Hochzeitskoordinatorin."
„Nur im Sommer, während des Renaissance-Festivals. Bevor er weitere Fragen stellen konnte, fügte sie hinzu: „Entschuldigen Sie bitte, ich möchte nicht unhöflich sein …
„Oh, ich finde, Sie sollten immer unhöflich sein wollen. Er grinste. „Andernfalls wäre es doch die reinste Zeitverschwendung, sich ständig zu entschuldigen.
Chastity fragte sich, wie sie so schnell die Kontrolle über die Situation hatte verlieren können. „Mr…."
„Sin."
Sie atmete schwer aus und blies eine Locke aus ihrer Stirn. „Hören Sie, es ist mir egal, ob Sie nun Mordred heißen …"
„Mir wäre es nicht egal."
Sie biss die Zähne zusammen. „Ich habe heute Nachmittag noch tausend Dinge zu erledigen und bin bereits in Verzug. Daher müssen wir auf der Stelle mit der Anprobe Ihres Kostüms beginnen." Sie rauschte so anmutig wie möglich an ihm vorbei, wobei sie fast auf dem Läufer im Bogengang zum Wohnzimmer ausgerutscht wäre.
Sin hielt sie am Oberarm fest, ließ sie jedoch sofort wieder los, da sie am Türrahmen Halt gefunden hatte. „Ganz wie Sie wollen, Miss …"
„Goodwin, sagte sie unwillig. „Aber da Sie Harrisons Bruder sind, nennen Sie mich ruhig Chastity.
Sin hob verblüfft die Brauen. „Chastity? Wie das englische Wort für Keuschheit? Sie machen Witze, oder?"
„Keineswegs. Was ist daran so lustig?"
Er musterte sie genüsslich von Kopf bis Fuß. „Der Name passt."
In diesem Moment hätte Chastity ihre ledergebundene Ausgabe von Shakespeares Werken gern gegen eine schwere gusseiserne Pfanne eingetauscht, um diesem Lümmel einen Denkzettel zu verpassen.
Offenbar ahnte er ihre Gedanken, denn er hob die Hände in einer versöhnlichen Geste. „Das war als Kompliment gemeint."
Am liebsten hätte sie einen kindlichen Wutausbruch bekommen, aber ihre Manieren siegten. „Vielleicht sollten wir das Thema besser fallen lassen."
„Das könnte schwierig werden. Irgendwie muss ich Sie schließlich nennen."
„Sie können es sich aussuchen – Chastity oder Miss Goodwin."
„Beides geht nicht. Er schaute von seinen schwarzen Stiefeln auf und ihr direkt in die Augen. „Keine Sorge, mir fällt schon etwas ein.
„Ich will aber gar nicht, dass Ihnen irgendetwas einfällt. Ich bin vollkommen zufrieden mit meinem Namen und …"
„Entschuldigen Sie bitte. Sin sah auf seine Uhr. „Wir sollten uns jetzt wirklich um meinen Smoking kümmern, meinen Sie nicht?
„Welchen Smoking?"
Er wirkte perplex. „Den für die Hochzeit. Ich bin hier zur Anprobe. Darüber reden wir doch."
Chastity verschränkte die Arme und gab sich Mühe, nicht allzu selbstzufrieden zu klingen. Denn was er gleich zu hören bekäme, würde ihm ganz sicher nicht gefallen. „Um ehrlich zu sein, Sie brauchen keinen Smoking zu tragen."
„Großartig. Ich hätte ihn ohnehin nur unter Protest angezogen. Die einzigen Sachen, in denen ich mich wohlfühle, sind Jeans und T-Shirt. Das trage ich ständig. Es sitzt gut und schmiegt sich dem Körper an. Verstehen Sie, was ich meine?"
„Eng sitzende Kleidung ist Ihnen also wichtig?"
„Ja, könnte man so sagen", erwiderte er ein wenig irritiert.
Chastity rieb sich die Hände. „Dann habe ich genau das Richtige für Sie. Das wird Ihnen gefallen."
„Ach ja?"
„Vertrauen Sie mir. Gehen wir in mein Atelier, dann zeige ich
