Vergiss, was gestern war: Sophienlust Bestseller 62 – Familienroman
Von Marisa Frank
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Über dieses E-Book
Das Kinderheim Sophienlust erfreut sich einer großen Beliebtheit und weist in den verschiedenen Ausgaben der Serie auf einen langen Erfolgsweg zurück. Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, mit Erreichen seiner Volljährigkeit, das Kinderheim Sophienlust gehören wird.
»Nick, sieh doch mal!« Angelina Dommin berührte ihren Freund am Arm. »Ein Zirkus kommt nach Maibach.« Vom Fenster des Busses aus hatte sie das Plakat entdeckt. Dominik von Wellentin-Schoenecker beugte sich nach vorn. Er konnte gerade noch die grellen Farben des Plakates sehen, lesen konnte er nichts mehr. »Wenn ich es richtig entziffert habe, dann findet am Samstagnachmittag die erste Vorstellung statt«, sagte Pünktchen eifrig. Angelina Dommin wurde von allen nur Pünktchen gerufen. Diesen Spitznamen verdankte sie ihren unzähligen Sommersprossen. Es störte die Dreizehnjährige aber überhaupt nicht. Im Gegenteil, hätte sie jemand Angelina genannt, hätte sie darauf nicht reagiert. Die Kinder im Bus hatten Pünktchens Ausruf gehört, sie reckten nun die Hälse. Angelika Langenbach erhob sich sogar von ihrem Sitz. »Glaubt ihr, daß wir gehen dürfen?« Erwartungsvoll sah sie in die Runde. Ihr Blick blieb an Nick hängen. »Klar!« antwortete Pünktchen für Nick. »Wir werden Tante Isi gleich darum bitten.«
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Buchvorschau
Vergiss, was gestern war - Marisa Frank
Sophienlust Bestseller
– 62 –
Vergiss, was gestern war
Bestimmt wird alles wieder gut …
Marisa Frank
»Nick, sieh doch mal!« Angelina Dommin berührte ihren Freund am Arm. »Ein Zirkus kommt nach Maibach.« Vom Fenster des Busses aus hatte sie das Plakat entdeckt.
Dominik von Wellentin-Schoenecker beugte sich nach vorn. Er konnte gerade noch die grellen Farben des Plakates sehen, lesen konnte er nichts mehr.
»Wenn ich es richtig entziffert habe, dann findet am Samstagnachmittag die erste Vorstellung statt«, sagte Pünktchen eifrig. Angelina Dommin wurde von allen nur Pünktchen gerufen. Diesen Spitznamen verdankte sie ihren unzähligen Sommersprossen. Es störte die Dreizehnjährige aber überhaupt nicht. Im Gegenteil, hätte sie jemand Angelina genannt, hätte sie darauf nicht reagiert.
Die Kinder im Bus hatten Pünktchens Ausruf gehört, sie reckten nun die Hälse. Angelika Langenbach erhob sich sogar von ihrem Sitz. »Glaubt ihr, daß wir gehen dürfen?« Erwartungsvoll sah sie in die Runde. Ihr Blick blieb an Nick hängen.
»Klar!« antwortete Pünktchen für Nick. »Wir werden Tante Isi gleich darum bitten.«
Pünktchens Worte wurden mit großem Hallo aufgenommen. Unter den Kindern von Sophienlust, die mit dem Bus vom Gymnasium in Maibach nach Hause fuhren, herrschte Begeisterung. Nick hingegen sah Pünktchen erstaunt an. »Willst du wirklich in den Zirkus?« fragte er.
Pünktchen nickte. Sie lächelte leicht. »Warum nicht?« Und da sie den Grund für Nicks Frage kannte, fuhr sie fort: »Es ist alles schon so lange her. Ich kann mich an den Zirkus kaum noch erinnern. Jetzt gehöre ich nach Sophienlust.«
»Ja, das stimmt«, sagte Nick mit Überzeugung. Zur Bekräftigung seiner Worte legte er ihr die Hand auf den Arm.
Pünktchen errötete vor Freude. Nick hatte sie vor vielen Jahren gefunden und nach Sophienlust gebracht. Damals war sie noch ein kleines Mädchen gewesen. Ihre Eltern, Artisten, waren bei einem Zirkusbrand ums Leben gekommen. Ohne Eltern hatte sie nicht beim Zirkus bleiben wollen, daher war sie ausgerissen. Nick hatte sie in das Kinderheim gebracht. Seitdem hing sie besonders an dem inzwischen sechzehnjährigen Jungen. Sie träumte bereits davon, einmal an Nicks Seite das Kinderheim zu leiten. Im Moment wurde Sophienlust von Denise von Schoenecker verwaltet. Sie war Nicks Mutter, und da Nick Sophienlust geerbt hatte, vertrat sie ihn bis zu seiner Volljährigkeit.
Irmela Grothe, die auch zu den größeren Mädchen gehörte, mahnte: »Angelika setz dich wieder.«
Die Zwölfjährige ließ sich wiederspruchslos auf den Sitz des Kleinbusses fallen. Laut überlegte sie: »Wenn wir alle Tante Isi bitten, dann kann sie doch nicht nein sagen.« Sie sah Nick an. »Nick, was ist mit dir? Willst du auch in den Zirkus?«
Der hochaufgeschossene, gutaussehende Junge hob die Hände. »Ich schließe mich natürlich nicht aus.«
»Was heißt das?« Angelika strich sich energisch eine Haarsträhne aus der Stirn. »Willst du deine Mutti bitten, oder nicht?«
Nick grinste. »Wird erledigt. Ich werde meine ganze Überzeugungskraft geltend machen.«
Angelika rümpfte die Nase. »Ich weiß nicht, ob wir uns darauf verlassen können. Meint ihr nicht auch, daß wir Tante Isi gleich selbst bitten sollten?«
»Nichts dagegen. Bitten wir alle gemeinsam. Nur müßten wir dann zuerst wissen, welche Zirkusvorstellung wir besuchen wollen.« Nick schaute von Angelika auf Pünktchen.
»Ich bin für Sonntagnachmittag«, sagte Pünktchen, ohne zu zögern. Heftig wurde nun diskutiert, wie man Denise von Schoenecker, die liebevoll von allen Kindern Tante Isi genannt wurde, am ehesten einen Zirkusbesuch abschmeicheln konnte.
Dann war Wildmoos erreicht. Zu diesem kleinen idyllischen Ort gehörte das Kinderheim Sophienlust. Viele Handwerker waren hier ansässig, auch wurde noch Landwirtschaft betrieben. Bereits auf der Fahrt von der Kreisstadt Maibach nach Wildmoos konnte man die hügelige und waldreiche Landschaft genießen. Sophienlust lag etwas außerhalb.
Der Bus hatte die letzten Häuser von Wildmoos hinter sich gelassen und fuhr nun vorbei an den holzgeschnitzten lustigen Wegweisern, die geschnitzte Figuren darstellten und Besucher von Sophienlust stets begeisterten. Für die Kinder war es ein alltägliches Bild.
Der Bus fuhr durch ein schmiedeeisernes Tor, dann waren die Kinder zu Hause. Das Kinderheim Sophienlust stand inmitten eines großen Parkes. Die Kinder konnten nach Herzenslust unter den alten Bäumen toben. Nicht umsonst hatte das Kinderheim den Beinamen »Heim der glücklichen Kinder«. Die Kleinen fühlten sich hier wohl. Dafür sorgte schon Denise von Schoenecker mit ihrem Personal. Dazu gehörte Frau Rennert, eine ältere, mütterliche Frau. Die ehemalige Fürsorgerin arbeitete hier als Heimleiterin. Regine Nielson war die Kinder- und Krankenschwester von Sophienlust, eine hübsche blonde Frau von achtundzwanzig Jahren. Sie hatte ihren Mann und ihr Töchterchen auf tragische Weise verloren, seither ging sie in der Fürsorge für die Schützlinge von Sophienlust auf.
Der Bus hielt. Die Kinder, die bisher brav auf ihren Plätzen gesessen hatten, stürmten zur Tür. Mit einem fröhlichen »Hallo« verabschiedeten sie sich vom Busfahrer. Ihre Schulranzen schwenkend, sprangen sie hinaus ins Freie. Da öffnete sich auch schon das Portal des Hauses, und die jüngeren Kinder kamen herausgelaufen. Der zweite Kleinbus, der sie von der Volksschule in Wildmoos nach hier brachte, war vor einiger Zeit eingetroffen. Da das Mittagessen aber gemeinsam eingenommen wurde, hatten sie warten müssen.
»Tante Isi, wo ist Tante Isi?« rief Angelika Langenbach lautstark. Ihre um zwei Jahre jüngere Schwester beachtete sie überhaupt nicht. »Wir müssen Tante Isi etwas sagen. Um etwas bitten«, verbesserte sie sich.
Pünktchen stieß Nick an. »Da habe ich ja etwas Schönes angerichtet. Ich hätte dich besser nicht auf das Zirkusplakat aufmerksam machen sollen.«
Angelika hatte die Worte gehört. Sie drehte sich rasch um. Entschieden forderte sie: »Gekniffen wird nicht, wir wollen gleich Tante Isi gemeinsam bitten, daß wir am Sonntagnachmittag die Zirkusvorstellung besuchen dürfen.«
»Zirkus!« Ihre Schwester schnappte hörbar nach Luft. »Wo? Du meinst einen richtigen Zirkus, wo Menschen und Tiere Kunststücke machen?«
»Genau!« bestätigte Angelika. »Wir haben die Plakate gesehen. Wir haben beschlossen hinzugehen. Natürlich müssen wir Tante Isi erst bitten.«
»Toll!« Mehr brachte Viktoria Langenbach, die von allen nur Vicky gerufen wurde, nicht heraus. Heidi Holsten hingegen hatte gleich tausend Fragen. Sie bestürmte Angelika. »Gibt es da auch große wilde Tiere? Und wenn die nicht gehorchen? Können die uns dann fressen?«
»Sie sind hinter Gitter, wenn sie ihre Kunststücke machen«, erklärte Angelika der Kleinen ungeduldig. »Im übrigen bist du für einen Zirkus noch zu klein.«
»Das werden wir noch sehen!« Die Fünfjährige streckte sich. »Ich habe keine Angst vor den großen wilden Tieren. Ich werde es gleich Tante Isi sagen.« Sie wirbelte herum.
»He!« rief Angelika, aber Heidi ließ sich nicht stoppen. Sie lief in die Halle zurück und direkt Denise von Schoenecker in die Arme.
»Nanu, warum hast du es so eilig?« Denise hob die Kleine hoch. Heidi war das jüngste Dauerkind von Sophienlust. Sie war ein lebhaftes, besonders anschmiegsames Mädchen und wurde daher von allen sehr geliebt.
»Zirkus, Tante Isi! Wir gehen in den Zirkus«, sprudelte die Kleine hervor. »Ich möchte auch die Elefanten und die Bären sehen. Sicher gibt es dort auch große wilde Löwen, die brüllen.«
»Moment! Von was redest du eigentlich?« Denise hielt Heidi etwas von sich ab.
Angelika war hinter Heidi hergerannt, jetzt schimpfte sie: »Kannst du nie deinen Mund halten? Immer mußt du die erste sein.«
Heidi kuschelte sich mit unschuldiger Miene an Denise. »Dafür bin ich die Kleinste«, sagte sie mit spitzbübischem Gesicht.
Denise unterdrückte ein Schmunzeln. Sie wandte sich Angelika zu. »Nun?«
Angelika schluckte. »Wir wollten dich bitten… wir möchten so gerne…« Sie schob ihre Unterlippe nach vorn. »Jetzt weiß ich nicht, was ich sagen soll. Heidi hat doch schon alles verraten.«
»Ganz einfach, Mutti!« Nick trat an Angelikas Seite. »Pünktchen hat in Maibach ein Zirkusplakat entdeckt. Am Samstag findet dir erste Vorstellung statt. Es wäre sehr schön, wenn wir alle geschlossen hingehen könnten. Wie wäre es mit Sonntagnachmittag?«
Denise sah in die erwartungsvollen Gesichter. Sie lächelte. »Gut, darüber können wir nachdenken. Jetzt seht aber zu, daß ihr euch die Hände wascht. Das Essen ist schon fertig.«
*
»Ab, ab!« forderte der zweijährige Moritz. Heftig zappelte er in den Armen seines Vaters. Der war vor dem Zirkusplakat stehengeblieben.
»Sieh nur«, meinte er, »ist das nicht ein großer Elefant?«
»Große Muh!« schrie Moritz. »Moritz will Muh!«
Fred Weigl lachte. »Das ist keine Kuh, sondern ein Elefant. Er wandte sich an seine Frau. »Was meinst du sollen wir mit Moritz in die Nachmittagsvorstellung gehen?«
Iris Weigl blickte geistesabwesend auf das Plakat, dann riß sie sich jedoch zusammen. »Moritz ist dazu noch viel zu klein.« Rasch wandte sie sich ab.
»Muh!« schrie Moritz. Er streckte die Hände nach dem Plakat aus. Laut und deutlich versuchte er das Brüllen einer Kuh nachzuahmen.
Lächelnd wandten die Umstehenden die Köpfe. »Nun ist es aber genug«, sagte der junge Unternehmer verlegen. Seinen Sohn fester an sich ziehend, eilte er hinter seiner
