Allein in einer fremden Welt: Sophienlust 329 – Familienroman
Von Aliza Korten
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Über dieses E-Book
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.
»Ob der Bus eine Panne hat?«, fragte Nick. Pünktchen hob die Schultern. »Keine Ahnung. Wir müssen eben warten, bis er kommt.« Die Gymnasiasten aus dem Kinderheim Sophienlust, die an diesem Tag vergeblich vor der Schule nach ihrem roten Kleinbus Ausschau hielten, wurden zunächst nicht ungeduldig. Denn die blonde Irmela hatte etwas entdeckt. »Seht mal, der Bub kann phantastisch mit dem Skateboard fahren!«, rief sie bewundernd aus. »Man sollte es nicht für möglich halten.« Nun wurden auch die anderen Kinder aufmerksam. Nur ein paar Häuser vom Grundstück des Maibacher Gymnasiums entfernt, führte ein etwa sechsjähriger Junge die erstaunlichsten Kapriolen auf seinem Skateboard vor. Es war auch ein ausgesprochenes Super-Skateboard. Der Bub war ganz in seine Kunststücke versunken und bemerke zunächst nicht, dass er Zuschauer bekommen hatte. Scheinbar mühelos bewegte er sich mit dem Brett im Kreise, wendete, hielt an, kam wie von selbst wieder in Fahrt und wagte sogar Sprünge. Es war atemberaubend, ihn zu beobachten, und die kleine Gruppe aus Sophienlust dachte kaum mehr an den bisher ausgebliebenen Schulbus des Kinderheims. »Das müsste man selber können«, meinte Angelika Langenbach mit einem abgrundtiefen Seufzer. »Ich würde ständig fallen, wenn ich es auch nur versuchte«, gab Irmela zurück.
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Buchvorschau
Allein in einer fremden Welt - Aliza Korten
Sophienlust
– 329 –
Allein in einer fremden Welt
...doch in Julia findet der kleine Angelo eine wunderbare Freundin!
Aliza Korten
»Ob der Bus eine Panne hat?«, fragte Nick.
Pünktchen hob die Schultern. »Keine Ahnung. Wir müssen eben warten, bis er kommt.«
Die Gymnasiasten aus dem Kinderheim Sophienlust, die an diesem Tag vergeblich vor der Schule nach ihrem roten Kleinbus Ausschau hielten, wurden zunächst nicht ungeduldig. Denn die blonde Irmela hatte etwas entdeckt.
»Seht mal, der Bub kann phantastisch mit dem Skateboard fahren!«, rief sie bewundernd aus. »Man sollte es nicht für möglich halten.«
Nun wurden auch die anderen Kinder aufmerksam. Nur ein paar Häuser vom Grundstück des Maibacher Gymnasiums entfernt, führte ein etwa sechsjähriger Junge die erstaunlichsten Kapriolen auf seinem Skateboard vor. Es war auch ein ausgesprochenes Super-Skateboard.
Der Bub war ganz in seine Kunststücke versunken und bemerke zunächst nicht, dass er Zuschauer bekommen hatte. Scheinbar mühelos bewegte er sich mit dem Brett im Kreise, wendete, hielt an, kam wie von selbst wieder in Fahrt und wagte sogar Sprünge. Es war atemberaubend, ihn zu beobachten, und die kleine Gruppe aus Sophienlust dachte kaum mehr an den bisher ausgebliebenen Schulbus des Kinderheims.
»Das müsste man selber können«, meinte Angelika Langenbach mit einem abgrundtiefen Seufzer.
»Ich würde ständig fallen, wenn ich es auch nur versuchte«, gab Irmela zurück. »Irgendwie bin ich neidisch. Wo er das wohl gelernt hat?«
Nach einem besonders artistischen Kunststück klatschten die jugendlichen Zuschauer spontan Beifall.
Nun wurde der dunkellockige kleine Bursche doch auf sein Publikum aufmerksam und lächelte. Durch den Beifall angefeuert, ließ er sich zu noch aufregenderen Kapriolen hinreißen. »Er könnte tatsächlich glatt im Zirkus oder im Varieté auftreten«, stellte Nick mit krauser Stirn fest.
In diesem Augenblick erklang die wohlvertraute Hupe des Schulbusses von Sophienlust. Der Fahrer nickte den Kindern zu. »Es tut mir leid, ich bin aufgehalten worden.«
»Das macht nichts. Wir hatten inzwischen hier eine Gratisvorstellung.«
Der fremde Junge zögerte nicht, nun auch dem Fahrer seine Kunst zu zeigen, während die Gymnasiasten eilig in den Bus einstiegen. Als der Wagen anfuhr, winkte der Bub den Kindern nach, und sein hübsches Gesicht lächelte. Offenbar wusste er ganz genau, dass er ein kleiner Meister auf dem Skateboard war.
Während der Heimfahrt unterhielten sich die Kinder noch einige Zeit über den Jungen, den sie bisher noch nie gesehen oder in der Umgebung des Gymnasiums bemerkt hatten.
»Wir haben vielleicht nur nicht auf ihn geachtet«, überlegte Pünktchen. »Im Allgemeinen warten wir doch nicht auf unseren Bus.«
»Möglich ist das«, räumte Nick sogleich ein. »Schade, dass wir nicht mit ihm gesprochen haben. Morgen wollen wir darauf achten, ob er wieder seine Schau veranstaltet.«
Der rote Kleinbus erreichte alsbald sein Ziel, das stolze ehemalige Herrenhaus von Sophienlust, in dem sich das Kinderheim befand.
Sogar bei Tisch war noch von dem Skateboardfahrer die Rede, und die Kleinen, die entweder die Grundschule in Wildmoos besuchten oder noch gar nicht schulpflichtig waren, hörten den Großen ein bisschen neidisch zu.
Auch im Gutshaus von Schoeneich drehte sich das Gespräch beim Mittagessen um den Skateboardfahrer. Henrik von Schoenecker, Nicks jüngerer Bruder, beschloss, sich zum nächsten Geburtstag ein Skateboard zu wünschen.
»So gut wie der kleine Junge, den wir gesehen haben, wirst du nie im Leben fahren«, erklärte Nick etwas herablassend.
»Das werden wir ja sehen«, trumpfte der Kleine auf.
»Halt, nicht streiten«, ermahnte Denise ihre Söhne, und Alexander von Schoenecker erkundigte sich nun ebenfalls nach dem kleinen Künstler, den die Kinder in Maibach gesehen hatten.
»Also, das Skateboard für Henrik wollen wir mal auf den Wunschzettel setzen. Ob er später damit ein bühnenreifer Künstler wird, ist wohl nicht so wichtig«, entschied der Vater. Er warf seiner Frau einen liebevollen Blick zu, den sie sogleich mit innigem Lächeln erwiderte.
»Es ist schön, dass wir ausnahmsweise einmal hier zum Essen beisammensitzen«, erklärte Denise. »Ab und zu brauche selbst ich mal Kurzurlaub von Sophienlust.«
Nick lachte. »Eigentlich wollte ich drüben essen, Mutti. Magda hat nämlich ausgerechnet heute Hefeknödel gemacht, und du weißt, wie gern ich die mag.«
Die Buben pendelten ständig zwischen Schoeneich und Sophieneich hin und her, denn ihre Mutter hatte das Kinderheim Sophienlust ins Leben gerufen und war meistens dort anzutreffen, wenngleich eine Heimleiterin, die allseits beliebte Frau Rennert, dort schaltete und waltete.
Magda war die Köchin in Sophienlust, und nach dem einhelligen Urteil der Kinder durch niemanden in der Welt zu übertreffen. Obgleich in Schoeneich ihre leibliche Schwester in der Küche regierte, bevorzugten Denises Söhne des öftern die einmaligen Künste von Magda.
»Da haben wir ja Glück gehabt«, stellte der Vater lakonisch fest. »Es kommt immer seltener vor, dass ich meine Lieben einmal vollzählig um mich versammelt habe.«
»Das ist der Lauf der Welt«, erwiderte Nick mit der ganzen Weisheit seiner sechzehn Lenze. »Sascha kann doch nicht hier sein. Schließlich studiert er in Heidelberg. Und Andrea muss bei ihrem Mann und dem kleinen Peterle bleiben.«
»So meine ich das ja auch nicht, mein Junge. Außerdem bin ich dankbar, dass alle meine Kinder und auch Hans-Joachim oft und gern bei uns sind.«
Henrik löffelte schon den zweiten Teller mit Fruchtspeise genüsslich aus. Auch die Küche in Schoeneich war durchaus nicht zu verachten. »Ich bleibe noch lange zu Hause«, sagte er vergnügt. »Nick wird irgendwann auch mal fortgehen und studieren – oder etwa nicht?«
»Klar muss ich auf die Universität. Ich will Sophienlust weiterführen und dann auch wirklich etwas von Erziehung und all den anderen Dingen verstehen.«
Denise und Alexander tauschten einen langen Blick. Sie fanden es beglückend, wie selbstverständlich Nick in die ihm durch das Vermächtnis seiner Urgroßmutter zugefallene Aufgabe hineinwuchs.
Sophie von Wellentin hatte vor Jahren das Gut Sophienlust samt einem beträchtlichen Vermögen ihrem einzigen Urenkel Dominik – also Nick – hinterlassen. Der damals Fünfjährige war mit der allzufrüh verwitweten Denise dort eingezogen, was für Mutter und Sohn eine glückliche Wende nach einer harten Zeit bedeutet hatte. Zuvor hatte Denise ihren Lebensunterhalt selbst verdienen müssen, so dass Nick in einem Heim hatte leben müssen. Unter der Trennung hatten beide bitter gelitten, als unschuldige Opfer eines Familienzerwürfnisses. Doch die alte Dame hatte dann eben noch rechtzeitig vor ihrem Tode erkannt, wie sehr Denise und dem Jungen Unrecht geschehen war. So hatte sie Nick zum Universalerben eingesetzt und in ihrem Testament den Wunsch geäußert, dass im Herrenhaus von Sophienlust eine Zufluchtsstätte für in Not geratene Kinder entstehen möge. Da Nick noch zu jung gewesen war, um dieses schöne Vermächtnis zu erfüllen, hatte seine Mutter diese Aufgabe übernommen und das Kinderheim ins Leben gerufen.
Schon bald war dann zwischen ihr und dem Gutsnachbarn Alexander von Schoenecker eine herzliche Freundschaft entstanden, die sich zur innigen Liebe entwickelt hatte. Beide Partner waren damals verwitwet gewesen, beide hatten Kinder in die zweite Ehe eingebracht. – Denise ihren kleinen Dominik, Alexander die Geschwister Sascha und Andrea. Henrik, der Benjamin der Familie, entstammte der neuen Verbindung. So waren sie eine zahlreiche und glückliche Familie geworden – Andrea nun schon verheiratet und selbst Mutter eines Buben, Sascha Student in Heidelberg.
Denise und Alexander dachten an all diese Dinge, während sie einander anschauten. Zu sprechen brauchten sie nicht, denn sie verstanden sich auch ohne Worte.
Einmal würde der Tag kommen, an dem Denise die Hände in den Schoß legen und ihr Werk Nick übergeben würde. Doch bis dahin blieb noch viel, viel Zeit.
*
Am folgenden Mittag blickten sich die Sophienluster Schüler suchend nach dem kleinen Jungen mit dem Skateboad um, den sie so sehr bewundert hatten. Allein, von dem dunkelhaarigen Künstler war keine Spur zu entdecken. Pünktchen bat den Fahrer, ein paar Minuten zu warten, und ging die Straße bis zur nächsten Ecke hinunter, doch der Bub blieb unauffindbar – wenigstens an diesem Tag.
»Schade, ich hätte mich gern mit ihm unterhalten«, sagte Pünktchen enttäuscht, als sie zu den anderen in den roten Bus kletterte. »Vielleicht ist er morgen wieder da.«
Es sollte jedoch eine volle Woche vergehen, ohne dass der kleine Skatboardkünstler wieder auftauchte. Trotzdem sahen sich die Sophienluster Kinder immer wieder nach ihm um.
Am Beginn der nächsten Woche hatte Pünktchen dann ein bestürzendes Erlebnis. Sie entdeckte den Jungen, der zusammengekauert auf der Treppe eines Hauses hockte. Sein Skateboard hatte er nicht bei sich, und sein hübsches Gesicht wirkte unendlich traurig.
»Grüß Gott«, sagte Pünktchen leise, »willst du uns nicht einmal etwas vorführen auf dem Skateboard? Das war einfach klasse neulich.«
Der Bub schaute sie an, sprang auf und lief ums Haus herum, so schnell ihn seine Beine trugen. Ehe Pünktchen zur Besinnung kam, war er verschwunden. Sie folgte ihm, verlor ihn jedoch aus den Augen und gewann die Überzeugung, dass er durch den rückwärtigen Eingang ins Haus gegangen sein müsse. Bestürzt kehrte sie zu den anderen zurück, die im Bus auf sie warteten und schon etwas ungeduldig geworden waren.
»Er hat irgendeinen schrecklichen Kummer«, erklärte Pünktchen mit Bestimmtheit. »Wir müssen ihn suchen und ihm helfen.«
Die Kinder in Sophienlust hatten allesamt schon Schweres erlebt und erlitten. Deshalb besaßen sie für das Leid anderer ein feines und sicheres Gespür. Auch war es Grundprinzip in dem von Denice von Schoenecker gegründeten Heim, dass die jungen Menschen zur wachen Anteilnahme an ihrer Umwelt und zur Hilfsbereitschaft herangebildet wurden. So erschien es der
